• Ausgabe 01/1946

    Ausgabe 01/1946

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Gemeinsame Not

    Vor der Beendigung ihrer ersten Tagung haben die Vereinten Nationen noch den Beschluß gefaßt, allen Völkern, den reichen wie den armen, den besitzenden wie den besitzlosen, den vom Kriege verwüsteten wie den von seinen Schrecken verschonten, äußerste Sparsamkeit im Verbrauch von Lebensmitteln anzuempfehlen.

  • Bunkermenschen

    Manchmal, beim Vorübergehen, blicken sie in erleuchtete Fenster. Sie sehen vielleicht einen runden Tisch, ein Stück Bücherregal, ein Stück Tapete.

  • Auf einen von Bomben zerschlagenen Engel

  • Karneval in Posen

    Im frühen Jahr 1800 besteht der Referendar am Kammergericht Berlin, Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann aus Königsberg in Preußen, das dritte juristische sogenannte Examen rigorosum.

  • Die große Flut

    Sicherheit – viele Menschen haben danach gestrebt in den letzten Jahren. Wer vor den Bomben aus den Städten flüchten konnte, ging aufs Land, rettete seine Habe in kleine Dörfer, schickte Frauen und Kinder fort zu Verwandten.

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    Während in Deutschland im Dezember 1945 die Zahl der Beschäftigten in der Kohlenförderung auf 77 v. H. der Vorkriegszeit und die Förderung sogar auf 41 v.

  • Wochenübersicht

    Die erste Tagung der Vereinten Nationen in London wurde in der Nacht zum Freitag beendet. In der Hauptversammlung sprach der britische Premierminister Attlee die Abschiedsworte.

  • Dürfen wir hoffen?

    Rings um uns liegt eine Welt in Trümmern. Sechs Jahre wurde nur für den Tod und die Vernichtung gearbeitet. Die Güter dieser Erde, die unser Leben erleichtern und verschönern sollten, wurden zerbombt, zerschossen, verbrannt und zerstört.

  • Arbeiter werden gesucht

    Für die Zeit nach Kriegsende, bei auslaufender Rüstungsproduktion und fortschreitender Demobilisierung, war vielfach ein schneller Umschlag von der Vollbeschäftigung zur Arbeitslosigkeit vorausgesagt worden.

  • Unsere Aufgabe

    „Es ist unser Ziel, nach 12 Jahren der Naziherrschaft und -propaganda eine freie Presse in Deutschland wiederherzustellen. Dies ist einer der ersten Schritte in dieser Richtung.

  • Gemeinsame Not

    Vor der Beendigung ihrer ersten Tagung haben die Vereinten Nationen noch den Beschluß gefaßt, allen Völkern, den reichen wie den armen, den besitzenden wie den besitzlosen, den vom Kriege verwüsteten wie den von seinen Schrecken verschonten, äußerste Sparsamkeit im Verbrauch von Lebensmitteln anzuempfehlen.

  • SOPHOKLES: ANTIGONE

    Das Thema der „Antigone“ ist die „Kollision“ zweier sittlicher Mächte: Familienliebe und Staatsgesetz. So definiert es Hegel, und er deutet den metaphysischen Sinn der Tragödie als die Vernichtung der Individuen, die sich zur Verwirklichung je einer dieser Mächte aufgeworfen haben, wobei eben diese Vernichtung die wahrhafte Gerechtigkeit darstellt.

  • Mein Vater

    Zuletzt hörte ich die Stimme meines Vaters aus Agnetendorf durchs Telephon. Sie war wie immer weich, klar, warm, deutlich und berichtete, daß eine Reise nach Dresden geplant gewesen sei.

  • England Anfang 1946

    England war die einzige europäische Großmacht, die ihre politische, soziale und wirtschaftliche Struktur von 1914 bis 1945 nahezu unangetastet hat bewahren können.

  • Winter ohne Kohlen

    Fast in allen Ländern ist die Kohlenerzeugung stark zurückgegangen. Selbst England, vor dem Kriege das größte Kohlenausfuhrland der Erde, kann zur Zeit nicht einmal den eigenen Bedarf voll decken.

  • Die Wahlen in Belgien

    An Sonntag hat Belgien gewählt Viele Fragen mußßn dabei berücksichtigt werden Die Frage der Momrchie stand vielleicht am stärksten im Vordergrund So möchte es wenigstens dem auswärtigen Betrachter auf Grund der Pressemeldungen ersehenen.

  • Parteien

    Wie ein anderes, fast nicht minder bewegtes Jahrhundert sich gewissenhaft die Frage nach „dem Berufe unserer Zeit zur Gesetzgebung“ vorlegte, so bangen wir heute vor der Frage nach dem Berufe unserer Zeit zur Demokratie.

    Von Gerd Bucerius

  • Über die Zeit

    Die Zeit? – Ach du liebe Zeit! Ja, wenn man Zeit hätte, sich einmal mit der Zeit gründlich zu befassen... Aber das ist ein Unternehmen, als ob ein Stint sich mit dem Ozean befassen wollte.

  • „Pourvou que ça doure-“

    Aus dem blutigen, lärmenden Kaiserschauspiel des ersten Napoleon mit seinen Marschällen und Großwürdenträgern, seinen Ruhmsüchtigen und Geschäftemachern den ewig geld und geltungsbedürftigen Brüdern und Schwestern und ihrem Anhang, aus diesem, Dämonenreigen hat das Wort einer Frau die Zeiten überdauert.

  • DER ARIER

    Wörter haben magische Gewalt. Leicht lösen sie sich von der Gelegenheit, bei der sie gesprochen, und werden zu einer Macht, die Jahrhunderte überdauert, obgleich der ursprüngliche Sinn längst, verlorengegangen ist.

  • Die erste Probe

    Ein Gebilde ist erstanden, das die Gerechtigkeit auf Erden verwirklichen, das eine Welt der Freiheit aufbauen will, eine Welt frei von Furcht, frei von Mangel, eine Welt der Freiheit des Wortes und – köstlichstes Gut überhaupt – Freiheit des Denkens, ein Gebilde, das den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker fördern will.

  • die zeit
  • Wirtschaft im Nebel

    Als Fritz Reuter seinen Onkel Bräsig jenes hintergründig-naive Wort sprechen ließ, daß die Armut von der Powerteh herkomme, hat er wohl nicht ahnen können, daß allein schon diese Sentenz, durch drei Menschenalter hindurch immer wieder zitiert, ihm eine bleibende Popularität im deutschen Volke sichern würde.

  • Don Juan, Prinz von Asturien

    Das Spiel um Franco nimmt die dramatische Form der Schlußrunde an. Giral, der von den flüchtigen Abgeordneten der Cortes in Mexiko zum Ministerpräsidenten der republikanischen Regierung gewählt wurde, ist in Paris eingetroffen.

  • Rückkehr nach Deutschland

    Die Einfahrt in den Hafen von Kiel zog sich endlos hin. Stundenlang säumten den Einfahrtsweg die Mastspitzen gesunkener Schiffe und deren Aufbauten, die wie stumme Ankläger aus dem Wasser ragten.

    Von Diether Burdenski

  • Brasiliens neuer Präsident

    Am 31. Januar wurde General Enrico Gaspar Dutra. der neue Staatspräsident Brasiliens, feierlich in sein hohes Amt eingeführt Sondermissionen der meisten Staaten und die beflaggten fremden Kriegsschiffe im Hafen gaben der Stadt Rio de Janeiro ein festliches Gepräge, als das neue Staatsoberhaupt der größten und mächtigsten Republik Südamerikas im Tiradentes-Palast vereidigt wurde.

  • Der Aufstieg der Labour-Partei

    Von Howard Spring, dem Verfasser des Romans ,,Absalom, my son Absalom“ (den deutschen ^Lesern unter dem Titel „Geliebte Söhne“ bekannt), erschien während des Krieges ein neues Werk unter dem Titel „Fame is the spur“, der Ruhm gibt den Ansporn, das den Aufstieg der Labour-Partei zum Hintergrund hat.

    Von Ernst Samhaber