• Ausgabe 02/1946

    Ausgabe 02/1946

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Reform der „Rentenquetsche“

    Im-russischen Besatzungsgebiet haben die Versorgungsbehörden, denen bisher die Betreuung der Kriegsversehrten oblag, ihre Zahlungen sofort eingestellt.

  • Unsere Ernährungslage

    Wenn man sich eine Vorstellung machen will von den Lebensbedingungen, unter denen die Menschen heute in Deutschland leben, wenn man sich ein Bild machen will von der Ernährungslage der Bevölkerung, so muß man sich kalorienmäßig und grammäßig’ ausrechnen, was der einzelne an Zuteilungen auf seine Karten erhält, was er daneben zu normalen Preisen kaufen kann.

  • Kampf um Lohn und Preis in USA

    „Die Lohn- und Preisfront ist eingedrückt, nicht durchbrochen“, lautet die Formel, die Präsident Truman als Ergebnis des Kompromisses in der Lösung des Stahlarbeiterstreiks geprägt hat.

  • Land im Umbau

    Die Trennungslinie, die die russische Besatzung- – zone vom deutschen Westen abtrennt, bedeutet neben so vielem anderen auch eine Grenze verschiedener sozialer Entwicklung.

  • Banken in Berlin

    Im Gegensatz zu den andern Besatzungszonen wurden Anfang Mai 1945 die Bankinstitute in der sowjetischen Zone geschlossen, die alten Einlagen und Sparguthaben gesperrt und für das Neugeschäft nur zentrale staatlich-provinzielle und städtische Institute zugelassen.

  • Wo stehen wir heute?

    Wenn wir heute gezwungen sind, die Monate nach Beendigung der Kampfhandlungen zusammenzufassen, so fehlt uns eine umfassende, verstandliche Bezeichnung.

  • Stunde der Prüfung

    Vor ihrem Auseinandergehen hat die Hauptversammlung der Vereinten Nationen noch den Beschluß gefaßt, allen Völkern höchste Sparsamkeit zu empfehlen, um die große gemeinsame Not zu lindern.

  • „Heim ins Reich...“

    Vor einem Jahre erlebten wir den großen Treck, und damals schien es uns wohl, als ob die Not das äußerste Ausmaß angenommen hätte.

  • Der Pfirsichbaum

    In einer sommerlichen Frühe stieg Gin Seng vom Ufer des Min über die Gärten empor. Der Anblick eines Pfirsichbaumes voller Früchte ließ ihn verharren, denn die Sonne feuerte göttlich im Baum und das Wasser des Min tief unten schien durch das Gezweig wie ewige Zeit zu strömen.

  • Das neue deutsche Buch

    Zu den Mangelwaren, die wir heute entbehren müssen, zählt auch das deutsche Buch. Jahrelang war der Druck neuer Werke auf ein Mindestmaß beschränkt.

  • Musik in England

    Heute, da die Jahre einer künstlich gezüchteten Pseudokultur, die Größe nur in der Interpretation, nicht aber im Schöpfertum anerkannte, vorüber sind, stehen wir vor der Aufgabe, auch im Reiche der Musik wieder den offenen Blick in die Welt zu gewinnen.

  • Demokratie für Bulgarien

    Als Bulgarien und Rumänien im September 1944 von der Roten Armee besetzt wurden, erwarteten weite Kreise, daß dies eine Veränderung der staatlichen Struktur bedeuten würde – sogar den Sturz der Throne in Sofia und Bukarest.

  • Mark und Dollar

    In der amerikanischen Besatzungszone hat die Reichsmark jetzt etwa die Kaufkraft von 35 Cents, also gut ein Drittel Dollar, wie der letzte Wirtschaftsbericht des Military Government in Frankfurt a M.

  • Über das Dämonische

    Neben dem Reiche der Erkenntnis, das wir beherrschen, und dem weiteren Reiche, das wir durch den Willen beherrschen können, gibt es sowohl im Menschen als auch im Kosmos Zwischenreiche, über die kein Wille ohne weiteres gebietet, und in die keine Intelligenz, sei sie noch so scharf, eindringt.

  • Industrie-Abrüstung

    Die Beschlüsse des Alliierten Kontrollrats über die sogenannte industrielle Abrüstung Deutschlands sind in einer Sitzung vom 20. Februar neu gefaßt worden. Für eine Reihe von Waren bleibt es bei dem Produküonsverbot.

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    Automobile, Lastkraftwagen und Omnibusse; optisches Rohglas. Neue Lokomotiven dürfen erst dann wieder gebaut werden, wenn alle ausbesserungsfähigen Lokomotiven instandgesetzt sind.

  • Feuilleton

    Emil Popel sucht die Güte

    Die Philosophen empfehlen dem Menschen moralische Grundsätze, damit er immer besser und besser und schließlich gut werde. Man beachte sorgfältig, daß er zunächst besser und dann erst gut werden soll.

  • Das Palais Biron

    Die Erzählerin dieser Erinnerungen lebte als junge Kunstgewerblerin in Paris, als es noch nicht von den Erschütterungen zweier Weltkriege heimgesucht war und vielen Künstlern als eine Stätte galt, wo sich Talent und Persönlichkeit am glücklichsten entwickelten.

  • WOCHENÜBERSICHT

    Ebenso wie in Frankreich fanden auch in Holland und anderen europäischen Ländern Protestkundgebungen für die spanischen Demokraten statt.

  • Um die deutsche Einheit

    In einem persönlichen Schreiben hat sich der amerikanische Staatssekretär Byrnes an den französischen Außenminister Bidault gewandt, damit dieser seinen Einfluß dahin geltend mache, daß Frankreich seinen Einspruch gegen die Bildung einer Zentralverwaltung in Deutschland fallen lasse.

  • Menschen- und Bürgerrechte

    Die Verfassunggebende französische Nationalversammlung arbeitet eine Erklärung der Menschenrechte aus. Nach Zeiten der Unterdrückung hat man sich schon oft darauf besonnen, daß es ein gewisses Maß von Rechten gibt, das unantastbar bleiben sollte – zunächst aus Gründen der Religion, die in jedem Menschenantlitz den Bruder erkennt, später aus den Vorstellungen des Naturrechts heraus, daß dem Menschen Rechte angeboren sind, die kein Staat beschränken dürfe, und schließlich nach den bürgerlichen Begriffen von der Würde der Menschen, die leidet, wenn gewisse Freiheiten verletzt werden.

  • Aluminium und Magnesium

    Nach der am 5. Februar erfolgten Bekanntmachung über das Ergebnis der Reparationsbesprechungen zwischen den alliierten Mächten werden von der Stillegung oder der Ablieferung auf Reparationskonto vor allem auch diejenigen Zweige der Rohstoff-Produktion in Deutschland betroffen, die im Rahmen des Vierjahresplans entwickelt wurden.

  • Der deutsche Export läuft an

    Die Potsdamer Beschlüsse besagen, daß Deutschland befähigt sein müsse, ohne Hilfe von außen zu bestehen.

  • die zeit
  • Kultur am Kraterrand

    Als das letzte furchtbare Frühjahrsgewitter 1945 sich über der Stadt Berlin entladen hatte und man nachher, was übriggeblieben war, Revue passieren ließ, zeigte sich, daß von den mehr als 40 Theatern, über die das Friedens-Berlin verfügte, rund acht erhalten waren.

    Von Paul Fechter

  • Heimweh nach Paris

    „Während ich diese Zeilgn schreibe, sehe ich vor mir das Meer, den blauen Himmel, die Palmen eines Gartens ... Woher kommt es, daß ich plötzlich den Wunsch spüre, das Geräusch des Regens zu hören, das Rollen der Taxis und Autobusse auf dem Pflaster, das Wehen des Windes, das Klappern der Fensterläden? Kommt es daher, daß ich zuviel an Verlaine gedacht, heute, wo mir Paris so sehr fehlt?“ Der, dem diese melancholischen Sätze aus der Feder flossen, ist Francis Carco.

  • Demobilmachung in England

    Die wichtigste und vielfach die schwierigste Aufgabe nach einem modernen Krieg ist die Rückgliederung der Millionen kräftiger Männer aus dem Heeresdienst in den bürgerlichen Produktionsprozeß Sie wird erschwert durch die Überführung weiterer Millionen von Arbeitskräften aus der auslaufenden Rüstungsindustrie des Krieges in die Erzeugung des anlaufenden Friedensbedarfs.

  • Franz Marc zum Gedächtnis

    Franz Marc spielt in der Vorstellung auch der jungen Generation, die ihn nicht mehr gekannt hat, eine ganz andere Rolle als die meisten übrigen Expressionisten, ja, viele werden nicht einmal geneigt sein, ihn überhaupt jener „verfemten“ Kunstrichtung zuzurechnen, die selbst heute, nach Aufhebung der nationalsozialistischen Kunstdiktatur, weithin zweifelhaften Klang behalten hat.

    Von CARL GEORG HEISE

  • Bremische Anekdoten

    „Abergläubisch“, sagte Käpt’n Bruns, „bün ich dscha unberufen einklich nich. All der alte Schnack mit böse Vorbedeutungen un so was daher is abasige Spökenkuckerei; man braucht dscha man ganz einfach bloß dreimal unnern Tisch zu klopfen, denn kann einen nix passieren.

    Von Karl Lerbs

  • news
  • Frankreich spart

    Die französische Regierung Gouin hat Sparmaßregeln verkündet, die für eine siegreiche Nation ungewöhnlich sind. Der Fehlbetrag des Staatshaushaltes soll beseitigt werden, indem die Ausgaben mit harter Hand auf die Hälfte herabgeschraubt werden.

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  • Besondere Verantwortung

    Auf den ergreifenden Brief von Bischof Wurm, der die geistige und leibliche Not des deutschen Volkes schildert, hat der Erzbischof von Canterbury geantwortet, ein Christ dem Christen.