• Ausgabe 08/1946

    Ausgabe 08/1946

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Musica Sacra

    Berlin, Sonntag nachmittag. Wir kommen aus den „Vereinigten Staaten“, sprich jenem Bezirk der Stadt, wo die amerikanische Besatzungs- und Verwaltungstruppe ihren Sektor mit Leben erfüllt.

  • Klarheit über künftige Lasten

    „Die Versorgung der deutschen Verbraucher mit Konsumgütern liegt bisher völlig im argen. Die Ankurbelung der Verbrauchsgüterindustrie ist in den Anfängen mißglückt.

  • Darf man jetzt von Mode sprechen?

    Einer Frau, der von der neuesten Modelinie erzählt wird, ist sicherlich ähnlich zumute wie kalorienhungrigen Menschen bei der Schilderung eines reichhaltigen Menüs.

  • Im Paradies

    Es ist stets Eigenart der Menschen gewesen, verlorenen Dingen den Glorienschein der Vollkommenheit anzudichten. So dürfte sich auch um die einmalige Episode der ersten Menschen im Garten Eden sehr bald ein Legendenkranz geschlungen haben, der bis auf unsere Tage in den epischen Klagen vom verlorenen Paradies mit bunten Blüten der Phantasie ausstaffiert wurde.

  • Daniela

    Das Landhaus war von zwei Luftminen durchgepustet. Nur das Erdgeschoß war noch bewohnbar. Der Professor hatte keine Schwierigkeiten gehabt, die Einweisung in die Ruine zu erhalten.

  • Nunc et in hora mortis . . .

    Die vergängliche Hülle des Kardinals Graf Galen ist in der Gruft des zerstörten Domes zur ewigen Ruhe gebettet. Das Andenken des Mannes, den seine Gemeinde „Ritter Gottes“ nannte, ist geblieben.

  • Richtige und falsche Verteilung

    „Hier bei uns im Kreise“, so schreibt ein Leser der „Zeit“ an die Schriftleitung, „ist eine sehr vernünftige Anordnung getroffen worden.

  • Kulturnachrichten

    Billy Baumeister, der ursprünglich in Weimar und Dessau zum Kreise des Bauhauses gehörte und dann Professor an der Akademie in Frankfurt am Main wurde, hat die Leitung einer Malklasse an der Stuttgarter Kunstakademie übernommen.

  • Vergraben – verloren?

    Schatzgraben hat von alters her für jung und alt eine große Anziehungskraft. Wenn auch nicht jeder schon einmal mit Hacke und Spaten abenteuerlustig ausgezogen ist wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn, die beiden amerikanischen Helden, die schließlich sogar einen Schatz fanden, so beweist doch der Erfolg so mancher Romane und Filme, die von einer Schatzsuche handeln, wie anfällig die menschliche Phantasie in diesem Punkte ist.

  • Monolog über die Existenz

    La Nausee ist der Titel eines philosophischen. Romans von Jean Paul Sartre, der im Jahre 1938 erschien. Der Roman läßt sich stilistisch am besten mit einer der Schriften Kierkegaards, etwa dem „Begriff der Angst“, vergleichen.

  • Die arabische Frage

    Großbritannien hat Transjordanien als unabhängigen Staat anerkannt und mit dem Emir einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen.

  • Konzentrationäre

    Der Herausgeber der „Deutschen Rundschau“, deren beispielloser Kampf gegen den Nationalsozialismus auch im Ausland anerkannt wurde, hat wie kein anderer das Recht, zu dieser Frage Stellung zu nehmen.

  • Frankreich braucht Menschen

    Zwei Millionen „sorgfältig ausgesuchter Emigranten“ aus Italien, Holland, der Schweiz und „bestimmten anderen Ländern“ sollen in den nächsten zehn Jahren das französische Staatsbürgerrecht erhalten, wie der Unterstaatssekretär im französischen Gesundheitsministerium, Pierre Pfleimin, erklärte.

  • Das Haus ohne nähere Adresse

    Das Haus hat keine nähere Adresse. Aber es existiert. Wer Hamburg kennt – denn in dieser Stadt steht das besagte Haus –, dem dürfte damit gedient sein, zu erfahren, daß die Gegend zwischen Bundes- und Hallerstraße gemeint ist.

  • Zusammenarbeit

    Die Lösung der Persienfrage im Weltsicherheitsrat stellt einen Sieg des Rechtes dar. Der Schwache weiß heute, daß nicht die Macht allein gebietet, daß er nicht schutzlos dem Stärkeren ausgeliefert ist und sich seinem Spruch beugen muß.

  • Lebensstufen – zeitgeprägt

    Ist das derselbe Mensch, das gleiche Gesicht? Das Gesicht hat sich verändert unter dem Einfluß nicht nur der Jahre – es mögen etwa zwanzig sein, die zwischen beiden Aufnahmen liegen –, sondern auch durch die umformende Kraft äußerer und innerer Erlebnisse, zuletzt durch Krieg und Gefangenschaft.

  • Ein Leser schreibt:

    Humanismus – heute

    Nehmen Sie zunächst den Ausdruck meiner Freude über das Erscheinen Ihrer Wochenzeitung und meiner Anerkennung für die Ausgestaltung ihrer ersten Nummer entgegen.

  • Olympia und der demokratische Gedanke

    „Ich rufe die Jugend der Welt!“ so tönte die Glocke über das olympische Feld 1936. Wer wußte, sich hinter diesen Tönen verbarg! Die olympische Glocke sollte zum friedlichen Wettstreit trafen, aber auf dem Reichssportfeld wollte sie der deutschen Jugend begreiflich machen, daß ihr Volk zu einer Herrenrasse gehöre, und so weckte sie das Herrenmenschentum im Geiste der jungen Streiter, Die überlegenen deutschen Leistungen waren zum Ausdruck des deutschen Militarismus geworden.

  • Aufbau in Belgien

    In Brüssel scheint der tote Punkt überwunden zu sein. Sieben Wochen nach den allgemeinen Wahlen ist mit dem wiederbeauftragten sozialistischen Ministerpräsidenten van Acker das Kabinett der „gemäßigten Linken“ im Amt.

  • die zeit
  • Ein Spiel von Tod und Liebe

    Es ist ein wenig zur Manie geworden, Stücken, die vor diesem Kriege geschrieben und aufgeführt worden sind, mit Mißtrauen zu begegnen, wenn sie heute auf der Bühne erscheinen.

    Von Martin Rabe

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    In den USA sind 400 000 Bergarbeiter in den Streik getreten, weil die Grubenbesitzer es ablehnten, einen Ertragsanteil von 10 Cents für jede geförderte Tonne Kohle an den Gesundheits- und Wohlfahrtsfonds der Bergarbeiter abzuführen.

    Von Pfund Sterling.

  • FAHRTENLIED

  • Der Engel Gottes und der Molch

    Im Hühnergarten steht ein Holderbusch. In dieser Nacht ist er aufgewacht. Seine Blütendolden gleichen schaumigen Monden, sie sind hell.

    Von Tami Oelfken

  • Konkrete Ergebnisse

    Außenminister Bevin hat am 3. April in London die europäische Getreidekonferenz eröffnet, an der Vertreter der USA und 18 europäischer Nationen teilnehmen.

  • Hoover in Berlin

    Der frühere nordamerikanische Staatspräsident Hoover ist zu einem dreitägigen Aufenthalt in Berlin eingetreten. Der Mann, der im ersten Weltkrieg die Versorgung der belgischen Zivilbevölkerung organisierte, der während des zweiten für die Belieferung der von den deutschen Truppen besetzten Gebiete durch nordamerikanische Lebensmittel eintrat und dem im Augenblick höchster Not die Welt das ungewöhnlich schwierige Amt anvertraut hat, die Ernährungskrise zu mildern, wenn nicht zu bannen, genießt wie kaum ein zweiter den Ruf eines hervorragenden Organisators und eines Mannes mit warmem Mitgefühl für die Leiden der Mitmenschen.

  • Die letzte Börsenwoche

    Die Steuererhöhungen zwingen zahlreiche Investoren, sich rechtzeitig um die Beschaffung flüssiger Mittel zu bemühen und sich von einem Teil ihrer Wertpapiere zu trennen.

  • Abschied vom „Gotha“

    Ungefähr zur selben Zeit, als der „Contrat social“ den dritten Stand gebar, die Jakobiner und die Girondisten, verlegte Justus Perthes in Gotha sein erstes, genealogisches Handbuch.

    Von H. Z.

  • WOCHENÜBERSICHT

    Im Weltsicherheitsrat der UNO wurde der Persienkonflikt beigelegt. Die Persische Regierung erkannte die russische Zusicherung, ihre Truppen bis zum 5.

  • Rohstoffwirtschaft im Aufbau

    Der neue Welthandel wird dem alten nicht gleichen. Gewiß bleiben gewisse Grundsätze bestehen, aber die Spezialisierung des Handels wird sich fortsetzen und die Struktur des Warenaustausches verändern.

    Von Artur Bode

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  • Wahlen

    Die Wahlen für die gesetzgebenden Körperschaften der Provinzen und freien Städte in der britischen Zone im kommenden Herbst werden dem politischen Leben einen starken und wertvollen Auftrieb geben.

    Von Gerd Bucerius