• Ausgabe 11/1946

    Ausgabe 11/1946

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Das Bleibende

  • Volkshochschule

    In unserer Stadt – es ist nicht Hamburg – wird jetzt manchmal von einer kommenden Volkshochschule gesprochen. Was mir in diesen Monaten von Verlautbarungen über Wesen und Ziele der Volkshochschule zu Ohren gekommen ist, scheint mir aber im Begriff so unscharf und in den Absichten so überwiegend politischer Natur zu sein, daß es vielleicht angebracht ist, eine Aussprache über einen Gegenstand anzuregen, der unzweifelhaft allgemeine Teilnahme und gewissenhafte Behandlung verdient.

  • Hochwasser

    Damals war ich neun Jahre alt. Manche in meiner Klasse waren erst acht, aber es gab auch welche, die schon zehn waren. Ich war neun und hielt mich so gerade in der Mitte.

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    Polen hat in den Kohlenverhandlungen mit Frankreich die Lieferung von schlesischer Kohle an Deutschland vorgeschlagen; dafür soll der französische Anteil an der Ruhrkohlenförderung entsprechend erhöht werden.

  • Die Kunst der Völker in Europa

    Der Lyriker und Essayist Gottfried Beim vollendet am 2. Mai 1946 sein 60. Lebensjahr. Heute darf der Dichter wieder Sprecher; jahrelang war er zum Schweigen verurteilt.

  • Aufgeteilt

    Keine Handelsflotte hat eine so wechselvolle Geschichte hinter sich wie die deutsche. Zunächst entstand sie verhältnismäßig spät, nämlich nach der Gründung des Reiches langsam in den siebziger Jahren, entwickelte sich dann aber sehr schnell und nahm schließlich die zweite Stelle in der Weltrangordnung nach Großbritannien ein.

  • 74 Millionen in 4 Zonen

    Die Potsdamer. Beschlüsse der Sieger haben das Reichsgebiet gegenüber dem Stand vom i. Januar 1938 (also vor dem Anschluß Österreichs) um etwa ein Viertel verkleinert, indem sie die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie abtrennen.

  • Die Geheimregierung im Schatten Hitlers

    Kaltenbrunners Enthüllungen über die Gestapo im Zeugenstand des Nürnberger Gerichtes

  • Über das Schuldbekenntnis des deutschen Volkes

    Lord Jewitt, der Lordkanzler, der höchste Richter der englischen Krone, hat vor wenigen Tagen im Oberhaus, als die Frage diskutiert wurde, ob es – erwünscht oder auch nur möglich sei, eine deutsche Zentralregierung zuzulassen, in seiner Antwort an Lord Vansittart berichtet, er habe viele Menschen in verantwortlichen deutschen Verwaltungsstellen gefragt, wieweit der einfache Deutsche, der jetzt Kenntnis habe von den fürchterlichen Verbrechen der deutschen Führung, ein Gefühl der Reue und des Abscheus empfinde.

  • WOCHENÜBERSICHT

    Ende der Woche begann in Paris die Außenministerkonferenz. Über den französischen Wunsch, die Frage der deutschen Westgrenze zu klären, konnte noch keine Einigung erzielt werden, zumal nach britischer Auffassung die deutsche Westgrenze nur im Rahmen der gesamtdeutschen Frage geregelt werden kann.

  • Dollar-Kredite

    Während die Beratungen des Repräsentanten-Hausesüber die Milliarden-Anleihe für England weitergehen und, unabhängig davon, eine Reihe kleinerer Dollar-Kredite an verschiedene befreundete Staaten zum Ankauf von „ausgelagerten“ Waren aus ehemaligen nordamerikanischen Heeresbeständen gegeben worden sind, läuft jetzt das zweite große Anleihegeschäft zwischen den Alliierten an: Sowjetrußland beginnt am 5.

  • Die letzte Börsenwoche

    Hamburgs Aktienmarkt muß für die letzte Woche müde und lustlos genannt werden. Kleine Umsätze zu sinkenden Kursen waren die Folge des geringen Kaufinteresses.

  • Erwachen aus dem Chaos

    Vor einem Jahr verstummten die Geschütze. Aus den Kellerlöchern, wohin sie sich vor Bombenangriffen und Tieffliegern geflüchtet hatten, aus den Schützengräben und Einmannlöchern, wohin sie gestellt waren, um auf verlorenem Posten auszuharren, ohne den Sinn des Kampfes mehr zu verstehen, aus den Bunkern der Großstädte, wohin panisches Entsetzen vor dem Unvorstellbaren sie gejagt hatte, überall schauten die deutschen Menschen gen Himmel, die Zivilisten, die wenigen Soldaten, die Frauen und Kinder.

  • Zum I. Mai

    Das deutsche schaffende Volk begeht den 1. Mai wieder als Feiertag der Arbeit ohne Zwang, ohne Phrasen und ohne Überheblichkeit, im großen Bekenntnis zu Freiheit und Verbundenheit der Völker.

  • Kulturnachrichten

    „Der Weg ins Dunkel“ heißt der erste deutsche Spielfilm nach Kriegsende, der unter der Regie von Werner Hochbaum in Berlin hergestellt wird.

  • Reporter unter Tulpen

    Es gab eine Operette und einen Film „The Student Prince“, die in England und Amerika zu einer Zeit ein reißender Erfolg waren, als man in Deutschland über das Vorbild „Alt-Heidelberg“ längst nur noch spöttisch lächelte.

  • Aus Verkehr und Schiffahrt

    Seit dem 15. April verkehren in der britischen Zone, wie bereits berichtet wurde, eine Reihe neuer D Züge. Zugleich ist der Personenzugverkehr, besonders der Berufsverkehr, weiter verbessert worden.

  • Nächtlicher Gewitter flug aus Budapest

    Jetzt wird Budapest geschlachtet, dann noch einpaar Wochen und der Krieg ist aus“, sagte Heiner, „dann bin ich wieder auf unserem Bauernhof, und kein Mensch kriegt noch ein Wort aus mir heraus.

  • die zeit
  • Java als Bewährung

    In der brütenden Hitze Batavias haben Holländer und Javaner seit Wochen, ja Monaten am Konferenztisch um die Lösung niederländisch-indischer Fragen gerungen, die in dem vorangegangenen Lärm bewaffneter Auseinandersetzungen nur noch verworrener zu werden versprachen.

  • Britisches Rußlandgeschäft

    Im englisch-russischen Handel herrscht vollständiger Stillstand, heißt es in einem Sonderbericht der „Sunday Times“. Alle im Kriege von der Sowjetunion erteilten Aufträge seien ausgeführt worden, aber Anzeichen für neue Abschlüsse gebe es nicht.

  • Vom Kampf gegen den Hunger

    England liefert zunächst 60 000 Tonnen Weizen an die britische Besatzungszone in Deutschland. insgesamt werden 200 000 t Weizen durch die britische Regierung an die Hungergebiete der Welt abgegeben, und zwar auf Grund einer Zusicherung, daß die USA und Kanada im Laufe der nächsten drei Monate die gleiche Menge England erstatten.

  • Um Frankreichs Verfassung

    Am 5. Mai wird das französische Volk darüber zu entscheiden haben, ob es die von der Nationalversammlung ausgearbeitete neue Staatsverfassung für Frankreich billigt.

  • titelseite
  • Die Regulierung des Bodenpreises

    Wer an Bebauungsplänen arbeitet, weiß, daß die öffentliche Hand auf die Verwertung des kostbarsten Volksgutes, des Grund und Bodens, nur beschränkt einwirken kann.

    Von Fritz Schuhmacher