• Ausgabe 14/1946

    Ausgabe 14/1946

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Die drei Wünsche

    Abgespannt, wenn auch nicht müde, verließ ich nach Mitternacht die Redaktion. Die Frühlingsnacht war von gleißendem Mondschein erfüllt; auf den bleichen Lichtungen zerstörter Quartiere huschte mein Schatten neben meinen Füßen einher, in den schwarzen Straßenfurchen hallten meine Schritte wider.

  • Probleme der Arbeit

    Es erscheint sonderbar, daß nach dem verlorenen Kriege und nach der Stillegung der Kriegsindustrie und der Einschränkung oder dem gänzlichen Abbau wesentlicher Teile der übrigen Industrie in Deutschland nach wie vor ein Mangel an Arbeitern und Arbeiterinnen besteht.

  • Verweigertes Studium

    Die Sommersemester der deutschen Universitäten haben begonnen – und begonnen hat der Strom der jungen Menschen durch unsere Redaktionsstube, denen das Studium verweigert wurde, sei es wegen irgendeiner unwesentlichen „Belastung“ aus der Vergangenheit, sei es weil angeblich kein Platz mehr frei ist, sei es unter irgendeinem anderen fadenscheinigen Vorwand.

  • Die Rheinflotte

    Millionen Tonnen von Stück- und Massengütern glitten früher den Rhein hinab und hinauf. Eine internationale Rheinflotte von rund 8 Mill.

  • Das Hundetreffen

    Die seidenhaarige und schlappohrige, die drahthaarige und spitzschnäuzige, die krummbeinige und schweifwedelnde Aristokratie hat sich in Hamburg getroffen.

  • Nachwuchslenkung

    Angesichts der Problematik unserer wirtschaftlichen Zukunft ist die Frage der Nachwuchslenkung besonders heikel. Sie wird zudem verschleiert durch Probleme des Berufswechsels von Hunderttausenden, denen der Strudel der Ereignisse den wirtschaftlichen oder politischen Nährboden für die ursprünglich erlernte Berufstätigkeit unter den Füßen fortspülte.

  • WOCHENÜBERSICHT

    Auf der Pariser Außenministerkonferenz, die am vergangenen Donnerstag beendet wurde, kam es in bezug auf Deutschland zu keiner Einigung.

  • Geschichte auf der Bühne

    Das Deutsche Theater in Berlin brachte, nachdem das Hebbeltheater mit dem „Professor Mamlock“ voranging, ein neues Drama Friedrich Wolfs zur Aufführung.

  • Menschenwürde

    Es war im Hamburg der Weimarer Republik. Nach den Kammerspielen hatte Erich Ziegel die Leitung des Schauspielhauses übernommen.

  • Holländische Wahlen

    Entgegen den Voraussagen der Wahlpropheten haben die holländischen Kammerwahlen vom 17. Mai an der innenpolitischen Struktur der Niederlande so gut wie nichts geändert.

  • Verschiedener Export

    Daß Deutschland exportieren muß, um leben zu können, ist eine Binsenwahrheit, über die bei niemandem Zweifel besteht. Dagegen scheint es fast unmöglich, eine Einigung darüber zu erzielen, was ausgeführt werden soll.

  • Gedrosselte Textilwirtschaft

    Der unlängst verkündete „Industrieplan“ wird Selbst in den alliierten Ländern dahin kommentiert, daß er große Gefahren nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa bringt.

  • Kriegsverschollen

    beendet sind und auch die Kriegsgefangenen Gelegenheit erhalten haben, sich mit ihren Angehörigen in Verbindung zu setzen, soweit sie nicht entlassen wurden, kommt der Frage der Verschollenheit und der Todeserklärung erhöhte Bedeutung zu.

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    „Istanbul ist die am besten mit Lebensmitteln und Luxusartikeln versorgte Stadt“, wie amerikanische Korrespondenten berichten.

  • „Cornwall Rhapsodie“

    Der Krieg ist noch nicht lange genug vorüber, als daß wir einen Film mit ihm als Hintergrund mit ungeteilten Empfindungen ertragen könnten.

  • Strawinsky

    Die Wege Igor Strawinskys

    Nach langer Pause wurde in Hamburg eine Komposition von Igor Strawinsky aufgeführt: das Konzert in Es für Kammerorchester, „Dumbarton Oaks“, aus dem Jahre 1938.

    Von Josef Marein

  • die zeit
  • Zinslose Einlagen

    Das Berliner Stadtkontor, heute mit den als Filialen fungierenden Bezirksbanken die Bank Berlins, hat die Genehmigung erhalten, die Vereinsung (bisher 1 v.

    Von C Segur

  • Paraphrasen um ein Antlitz

    Als sie sich durch die für Kunst und Künstler so traurige Zäsur um 1933 in ihrer öffentlichen Wirkung gehemmt sah, war ihr plastisches Sprechen bereits durchgeprobt, hatte der Instinktstil der Sintenis, der Stil einer klugen, das Weise und Gütige suchenden Frau, alle Phasen einer gesunden Sensibilität durchlaufen.

    Von Paul Appel

  • Neue Formen der Kommunalpolitik

    Die Demokratisierung der Verwaltung soll nach Absicht der Militärregierung vollständig sein. Durch die von der Bürgerschaft gewählten politischen Gruppen soll die Stadtvertretung und von dieser wiederum ihr Vorstand, der politische Bürgermeister, bestimmt werden.

  • Die Probleme des Lebens

    In Nr. 6 der „Zeit“ brachten wir einen Aufsatz von H. W. Behm „Brücke zum Unbelebten“, in dem der Verfasser über die Möglichkeit sprach, die Grenze zwischen belebter und unbelebter Natur aufzuheben.

    Von Georg Kriszat

  • Rainer Maria Rilke und die Zeit

    „Was wird das für eine Ratlosigkeit geben hernach, wenn alle die gläubig hingenommenen Begriffe von den Sockeln, auf denen man sie ausgestellt hat, abgenommen sein werden, und die verwirrt Überlebenden an die verlassenen Gesetze des innersten Daseins sich wieder werde anschließen wollen.

    Von Eberhurcl von Vielsch

  • news
  • Nächtlich an der grünen Grenze

    In Göttingen, im Wartesaal, einer langgestreckten Holzbaracke hundert Meter vor der Bahnhofshalle, saß ein Mann, der ganz genau Bescheid wußte.

  • Italien ohne Frieden

    König Viktor Emanuel von Italien hat abgedankt. Er hat das Reich seinem Sohn Umberto überlassen, der schon seit längerem die verfassungsmäßigen Rechte der Krone als Generalstatthalter vertritt, und ist vollends Privatmann geworden.

  • Brigadier Armytage

    Vor etwas mehr als einem Jahr übernahm Brigadier Armytage die Leitung der Militärregierung in Hamburg. Er kam mit einem siegreichen Heer in eine verwüstete Stadt, um Ordnung im Chaos aufzurichten.

  • titelseite
  • Jahrmarkt der Politik

    J~ie Parteien sind wieder da. An den Straßen prangen hre Aufrufe. In großen Ver S Sammlungen wenden iie sich an die kommenden Wähler.

  • Vertagte Entscheidung

    Die Außenminister der Siegermächte haben sich in Paris nicht einigen können. Sie sind auseinandergegangen, ohne die Grundlagen für die von der ganzen Welt so heiß ersehnte Friedenskonferenz gelegt zu haben.

    Von Ernst Samhaber

  • Der Hamburger Kaufmann

    Vor einem Jahr übernahm ein Hamburger Kaufmann, Rudolf Petersen, die Regierung der Hansestadt. Schweres lag hinter ihr, wenn ihr auch das Äußerste, die sinnlose Verteidigung und damit völlige Zerstörung erspart blieb.