• Ausgabe 20/1946

    Ausgabe 20/1946

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Ein hungriger Hund

    In einer Großstadtstraße Nordwestdeutschlands hängen an Häuserwänden drei Marmeladeneimer. Hier einer, da einer, und dort einer.

  • Brief aus Dänemark

    „...Es hat sich ja leider vieles geändert. Wenn das Reisen erlaubt wäre, hätte ich wohl Lust, Hamburg zu besuchen, um in den Trümmern alte Geschäftsfreunde aufzusuchen; aber machen wir es lieber umgekehrt.

  • Der Flüchtling

    Viele Gründe sind denkbar, warum Georg Kaiser seinen „Flüchtling“ als Entwurf hat liegen lassen. Einer schließt sich aus: daß er ihn bei näherem Besehen als nicht dramatisch genug sollte verworfen haben.

  • Hieronymus im Gehäus

    Es ist gewiß wider meine Natur und Art, die Feder von meinem Pergament zu heben und euer, liebe Freunde im Geiste, zu gedenken.

  • GM/SA

    Auf was nicht die Leute kommen! Man steht am Schalter des Hamburger Hauptbahnhofs und wartet geduldig in der langen Schlange.

  • Kartoffel-Saga

    Damals, in den Hungerjahren 1945/46 – so wird später einmal in wirtschaftshistorischen Darstellungen zu lesen sein –, hatte sich ein merkwürdiges Versorgungssystem herausgebildet.

  • Steuererklärungen sind fällig

    Bis zum 10. Juli ist erstmals eine Einkommensteuererklärung bei dem für den Wohnsitz des Steuerpflichtigen zuständigen Finanzamt einzureichen.

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    Die Veredlungseinfuhr von Rohstoffen und sonstigen Waren nach Deutschland ist durch die Militärregierung allgemein zugelassen worden.

  • Geburt des Schwarzhändlers

    Eines Tages war in der Hölle die Stimmung auf den Nullpunt gesunken. Des Teufels Großmutter schalt ihren Enkel, seit Kriegs- und Naziende keine Einfälle mehr zu haben und daß es höchste Zeit sei, etwas Neues zu ersinnen.

  • Der Versuch

    In dem tiefsinnigen Gedicht des Engländers T. S. Eliot “East Coker“ steht die Zeile: “For us there is only the trying. The rest is not our business.

  • Kredite für Ostflüchtlinge

    Die Schaffung eines Garantiefonds in Höhe von 300 000 RM für Kredite, die von den Mitgliedsbanken an genossenschaftliche Selbsthilfeorganisationen der Ostflüchtlinge gegeben werden, beschloß die Generalversammlung der „Zentralkasse nordwestdeutscher Volksbanken“ (Sitz Hannover und Hamburg).

  • Die Sperre von Schutt und Vorurteilen

    Der Krieg hat nicht nur unsere Städte zerschlagen. Er hat auf die Bauplätze, auf die wir nicht verzichten können. Berge von Schutt gehäuft, die wir erst forträumen müssen, bevor wir mit der Arbeit für den Neubau beginnen können.

  • Zum 30. Juni 1934

    Am 30. Juni 1934 liefen in Berlin wilde Gerüchte um. In Bayern sollte es zu einem Aufstand gegen Hitler gekommen sein, die SA hätte sich erhoben, der Stahlhelm sei entwaffnet worden.

  • Wenn Götter hinter den Wolken plaudern

    Es ist mir in der Geschichte der Literatur kein Fall bekannt, daß ein Schriftsteller denselben isländischen Autor zweimal übersetzt hätte – jedenfalls darf ich den merkwürdigen Ruhm für mich in Anspruch nehmen, der einzige zu sein, er in seinem Leben zwei Moliere-Übersetzungen gesschaffen hat.

  • Deutsche und französische Kunst

    Wenn etwas Entscheidendes über die der Kunst gewidmeten Tage in Konstanz gesagt werden muß, dann ist es die aufgeschlossene Atmosphäre, die dank der französischen Schirmherrschaft unter einem selten reichen Kreis deutscher und ausländischer Schriftsteller, Künstler, Journalisten und Theaterleute hergestellt wurde.

  • Griechenland zwischen zwei Wahlen

    Am 31. März hat Griechenland sein Parlament gewählt; am 1. September soll auf englischamerikanische Empfehlung hin über die Rückkehr König Georgs abgestimmt werden.

  • Die neue Schule

    Das deutsche Unterrichtswesen ist nach dem politischen Zusammenbruch so gründlich zerfallen, daß die Hoffnung auf eine Einigung oder auch nur Angleichung der Schulformen in Deutschland recht schwach ist.

  • WOCHENÜBERSICHT

    In Polen fand am Sonntag eine Volksabstimmung statt, zu der 10 1/2 Millionen ihre Stimmen abgaben. Die drei zur Entscheidung stehenden Fragen waren: Abschaffung des Senats, Beibehaltung der sozialen und wirtschaftlichen Reformen und Beibehaltung der neuen Westgrenze an der Oder- und Neiße-Linie.

  • Drei Fragen zur Bodenreform

    Die in der letzten Ausgabe der „Zeit“ begonnene Untersuchung über Bevölkerungsprobleme und landwirtschaftliche Produktion ist inzwischen durch die Diskussion der Bodenreform -us der Sphäre theoretischer Erörterungen herauselöst und in den Bereich praktischer Erwägungen hineingetragen worden.

  • Die Welten des Symbols

    Ernst Cassirer hat bis 1933 in Hamburg gelehrt, nahezu anderthalb Jahrzehnte. Mit entschlossenem, glückhaftem Zugriff verpflichtete die junge Universität, ein Kind der Jugendnot und des schon älteren, immer wieder gehemmten Willens der Hansestadt zum Geist, gleich nach ihrer Gründung im Jahre 1919 den Mitte der Vierziger stehenden Philosophen aus Berlin.

  • Christliche Kunst der Gegenwart

    In der heute wieder lebendigen Auseinandersetzung um die christliche Kunst interessiert eine Ausstellung junger Künstler des Niederrheins und Westfalens, die augenblicklich in Krefeld gezeigt wird.

  • Neugestaltung Indochinas

    In Paris verhandelt eine Abordnung der indochinesischen Unabhängigkeitsbewegung Vieth Namh mit der französischen Regierung über die Neugestaltung Indochinas.

  • Feuilleton

    Schiff des Friedens

    Es ist schwer zu sagen, ob diese Reklamefahrten für den Film das Ende einer Idee sind, in der einmal der Ikarustraum der Menschen zum Ausdruck kam.

  • Finanzierung durch Branntwein

    Der Konsum hat in Deutschland als Steuerobjekt stets nur eine verhältnismäßig geringe Rolle gespielt. Außer bei Tabak, Bier und Alkohol (die beiden letzten bisher mit großem Ertragsabstand vom Tabak) ist er als fiskalische Einnahmequelle sogar fast bedeutungslos gewesen.

  • die zeit
  • Kommunalsozialismus

    Der Birger, besonders in der Großstadt, nimmt die Leistungen seiner Gemeinde gewöhnlich ohne viel Nachdenken hin. Der Wasserhahn läuft, das Licht brennt, der Gasherd kocht, die Straßenbahn fährt – nun gut, das sind ihm Selbstverständlichkeiten des privaten, noch mehr des öffentlichen Lebens.

  • Die letzte Börsenwoche

    brachte im Endresultat wenig Kursänderungen Das Hauptmerkmal war eine Belebung der Umsätze, die zuerst die süddeutschen Börsen ergriff dann auch Hamburg und die beiden übrigen Platze der britischen Zone erfaßte.

  • Das Heidedorf

    Sonntag, Die tiefgezogenen Dächer des Heidedorfes schließen sich nicht aus, sondern benehmen sich genau so wie die Dichter es sonntags wollen: sie blicken freundlich durchs Gebüsch.

  • Freiheit der Überzeugung

    Noch vor zwei Jahrzehnten gehörte es zu den selbstverständlichen Grundsätzen des menschlichen Zusammenlebens in Deutschland, daß niemand allein seiner Überzeugung wegen verfolgt wurde.

    Von Fritz Kästner

  • Musikpiraten

    Ob es ein Irrtum ist, daß dieser englische Film einem deutschen Publikum (im „Waterloo“, Hamburg) gezeigt wurde? Viele Gäste gingen vorzeitig weg.

  • news
  • Das Ende der Splitterparteien

    Die Wahlen zu den Länderparlamenten in der amerikanischen Besatzungszone, in denen also Bayern Württemberg-Baden und Großhessen die Abgeordneten zu ihren verfassunggebenden Versammlungen wählten, haben die Splitterparteien ebenso wie den politischen Radikalismus in diesen Ländern zur völligen Bedeutungslosigkeit verurteilt und eine Entwicklung bestätigt, die sich immer stärker als Weg zum Zwei-Parteien-System herauslristallisiert.

  • Die „bürgerlichen” Parteien im Osten

    In Berlin haben kurz hintereinander die beiden nichtsozialistischen Parteien, die Liberaldemokraten und die Christlich-Demokratische Union, Parteitage abgehalten, die in ihrer Absicht und zum Teil wohl auch in ihrem Ziel weit über den Berliner Rahmen hinausgingen.

  • titelseite
  • Das Land der Freiheit

    Am 4. Juli feiern die Bürger der Vereinigten Staaten ihren Nationalfeiertag. Vor 170 Jahren, am 4. Juli 1776, erklärten die Vertreter der 13 Kolonien zu Philadelphia ihre Unabhängigkeit vom englischen Mutterlande.

    Von Ernst Samhaber