Nach vorübergehender leichter Abschwächung haben die Umsätze an den Börsen der britischen Zone – mit Ausnahme Düsseldorfs – wieder eine Belebung erfahren. In Hamburg entfiel das Hauptgeschäft auf den Rentenmarkt, in Hannover auf den Aktienmarkt. Im Vordergrund standen wieder die Aktien der Hamburger Hochbahn, die an der Niedersächsischen Börse auf 122, in Hamburg auf 120 fielen. Damit haben Hochbahnaktien seit dem Beginn der Verstaatlichungsdebatte fast 20 Punkte eingebüßt.

Eine leichte Erholung wurde für Hapag-Aktien verzeichnet, die in Hamburg 73 erreichten. Unter den übrigen Notierungen sind bemerkenswert: AEG mit 91, BMW mit 108, HEW 164, Hoesch 130, Rheinische Stahlwerke 128, Siemens Stamm 109, Vereinigte Stahlwerke 95. Im Durchschnitt liegen die Kurse um 2 bis 3 v. H. unter denen der Vorwoche. Die Verluste fallen in den Anfang der Woche. Gegen Wochenende setzte sich eine leichte Erholung durch. Zurzeit herrscht eine ruhige und freundliche Tendenz.

Auf den süddeutschen Märkten war die Tendenz nicht so einheitlich. Frankfurt und vor allem München melden ein nur schleppendes, lustloses Geschäft. Auf den Einfluß der süddeutschen Märkte geht auch die Flaute an der Düsseldorfer Börse zurück. Düsseldorf meldet einen sehr stillen Börsenverlauf bei allerdings durchweg behaupteten Kursen. Einige Kurse liegen noch um mehrere Punkte über denen Hamburgs, so Siemens Stammaktien mit 114.

Einige Kurse vom Hamburger Markt der Festverzinslichen: 4 l/2proz. Brabag-Obligationen 59, 4 1/2proz. Hamburger Hochbahn 110, 4proz. HEW 113, 4 1/2proz. HEW 106, 4proz. Hydrierwerke Pölitz 42, 4proz. Klöckner 110. Unter den Pfandbriefen halten. Preußische Landespfandbriefanstalt 105 1/2, Deutsche Centralboden 85, Preußische Centralboden 83 und Preußische Zentralstadtschaft 84. –ck