• DIE ZEIT: Jahrgang 1946

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1946/01

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    • Unsere Aufgabe

      „Es ist unser Ziel, nach 12 Jahren der Naziherrschaft und -propaganda eine freie Presse in Deutschland wiederherzustellen. Dies ist einer der ersten Schritte in dieser Richtung.

    • Parteien

      Wie ein anderes, fast nicht minder bewegtes Jahrhundert sich gewissenhaft die Frage nach „dem Berufe unserer Zeit zur Gesetzgebung“ vorlegte, so bangen wir heute vor der Frage nach dem Berufe unserer Zeit zur Demokratie.

  • Ausgabe 1946/02

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    • Stunde der Prüfung

      Vor ihrem Auseinandergehen hat die Hauptversammlung der Vereinten Nationen noch den Beschluß gefaßt, allen Völkern höchste Sparsamkeit zu empfehlen, um die große gemeinsame Not zu lindern.

    • „Heim ins Reich...“

      Vor einem Jahre erlebten wir den großen Treck, und damals schien es uns wohl, als ob die Not das äußerste Ausmaß angenommen hätte.

  • Ausgabe 1946/03

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    • Spanische Krise

      „Wir wollen keinen Kreuzzug der Ideen“, erklärte die französische Regierung Léon Blum während des spanischen Bürgerkriegs. Inzwischen hat sich viel geändert.

    • Aus eigener Kraft

      In Hamburg ist die Hamburger Bürgerschaft zusammengetreten. In Kiel hat sich der Provinziallandtag versammelt. In Bremen besprachen führende Mitglieder der süddeutschen Regierungen mit den verantwortlichen Leitern der deutschen Verwaltung in der britischen Zone Fragen des Wirtschafts- und Güteraustausches zwischen den Zonen.

  • Ausgabe 1946/04

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    • Für den Frieden

      Wer heute das geistige Ohr an den politischen Boden legt, der vermeint ein fernes Geräusch zu vernehmen. Die überhitzte Einbildungskraft einer namenlos gepeinigten Menschheit glaubt Pferdegetrappel und Rossegestampf unterscheiden zu können, das Rollen der schweren Geschütze und das Dröhnen und Brummen der Motoren, und das Herz krampft sich uns in entsetzensstarrem Grauen zusammen wie früher, wenn der Engel der Vernichtung über einer Stadt schwebte.

    • Bodenrecht

      Das Leben und die Zukunft des deutschen Volkes hängt davon ab, daß aus dem deutschen Boden der höchstmögliche Ertrag herausgeholt wird.

  • Ausgabe 1946/05

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    • Totengedenken 1946

      Dieser Sonntag, der dem Gedenken der Gefallenen gewidmet war, ist vorübergegangen, ohne daß er sich von anderen Tagen wesentlich unterschieden hätte.

    • Elemente des Aufbaus

      Viererlei sind die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Aufbau, für eine Erhöhung der Erzeugung, erklärte Anthony Eden in einer großen Rede Anfang März in Hull: Unternehmungslust, Leistung, innerer Ansporn und harte Arbeit.

  • Ausgabe 1946/06

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    • Nürnbergs zweite Phase

      Das angloamerikanische Prozeßverfahren gibt jedem Angeklagten eine Chance, die ihm das Recht anderer Länder versagt: Er kann seinen Platz auf der Anklagebank verlassen und vom Zeugenstand aus über seine eigene Sache aussagen.

    • Die große Familie

      Während des Krieges, nach der Casablanca-Konferenz des Jahre 1943, erklärte Winston Churchill, daß kaum eine Tatsache für die künftige politische Entwicklung der Welt von so großer Bedeutung sein werde wie der Umstand, daß Großbritannien und die Vereinigten Staaten die gleiche Sprache redeten.

  • Ausgabe 1946/07

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    • Europa und die Demokratie

      Sicher ist, daß Leute heute für die Demokratie votieren, weil sie in ihr das politische Ergebnis der Suprematie der angelsächsischen Waffen sehen und eine andere Haltung zurzeit nicht möglich ist.

    • Unser Atemraum

      Die deutschen Werke, die jahrelang nur für den Krieg und die Vernichtung gearbeitet haben, wurden einer strengen Prüfung unterworfen.

  • Ausgabe 1946/08

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    • Wahlen

      Die Wahlen für die gesetzgebenden Körperschaften der Provinzen und freien Städte in der britischen Zone im kommenden Herbst werden dem politischen Leben einen starken und wertvollen Auftrieb geben.

    • Konzentrationäre

      Der Herausgeber der „Deutschen Rundschau“, deren beispielloser Kampf gegen den Nationalsozialismus auch im Ausland anerkannt wurde, hat wie kein anderer das Recht, zu dieser Frage Stellung zu nehmen.

  • Ausgabe 1946/09

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    • Erziehung zum Menschen

      Gleich nach Ostern beginnt das neue Schuljahr. Seit Kriegsende ist dies der erste Ansatz zu einem geordneten Schulanfang. Die Schüler, die der Bombenkrieg aus den Städten getrieben und über das Land verstreut hatte, die Flüchtlinge aus den Ostgebieten, die vielen Jungen, die als Luftwaffenhelfer oder in HJ-Einheiten während der letzten grausigen Phase dieses Krieges auf irgendeinen militärischen Posten gestellt worden waren, sie alle werden jetzt nach einigen Monaten der Sammlung und vorbereitenden Arbeit erstmalig wieder in ihre entsprechenden Klassen eingeordnet.

    • Europa als geistige Einheit

      Das sogenannte „In-der-Luft-Liegen“ von Ideen hat stets geschichtliche Ursachen; denn alle Geschichte vollzieht sich unabänderlich im Gefälle völkerbiologischer Prozesse.

  • Ausgabe 1946/10

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    • Der Kostenpunkt

      Achtzig Millionen Pfund Sterling sind im britischen Staatshaushalt für die Kosten der Besatzung von Deutschland vorgesehen, eine „verblüffende Zahl“, wie der Sprecher der Opposition, Eden, bemerkte.

    • Dänische Reise

      Der erste Eindruck, den man von Dänemark nach fünfjähriger Abwesenheit gewinnt, ist weniger bestimmt durch die Veränderung, die dieses Land inzwischen durchgemacht hat, als vielmehr durch den unbewußten Wandel der eigenen Wertungsbasis und die Gewöhnung an anomale Zustände und Aspekte als etwas mittlerweile Alltägliches.

  • Ausgabe 1946/11

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    • Die Regulierung des Bodenpreises

      Wer an Bebauungsplänen arbeitet, weiß, daß die öffentliche Hand auf die Verwertung des kostbarsten Volksgutes, des Grund und Bodens, nur beschränkt einwirken kann.

    • Erwachen aus dem Chaos

      Vor einem Jahr verstummten die Geschütze. Aus den Kellerlöchern, wohin sie sich vor Bombenangriffen und Tieffliegern geflüchtet hatten, aus den Schützengräben und Einmannlöchern, wohin sie gestellt waren, um auf verlorenem Posten auszuharren, ohne den Sinn des Kampfes mehr zu verstehen, aus den Bunkern der Großstädte, wohin panisches Entsetzen vor dem Unvorstellbaren sie gejagt hatte, überall schauten die deutschen Menschen gen Himmel, die Zivilisten, die wenigen Soldaten, die Frauen und Kinder.

  • Ausgabe 1946/12

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    • Denazifizierung

      Das Wort klingt genau so mißtönend wie sein Inhalt widerwärtig ist, gilt es doch, den Sumpf der vergangenen Jahre aufzuwühlen, all den Schmutz noch einmal durchzuseihen, in dem wir fast erstickt sind.

    • Ein Teilungsplan

      François Poncet, während langer Jahre französischer Botschafter in Berlin, hat einen Plan vorgelegt, der die Kriegsgefahr beschwören soll, die – angeblich von einem einigen, von zentraler Stelle geleiteten und verwalteten Deutschland ausgehen könnte.

  • Ausgabe 1946/13

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    • Leipziger Messe

      Die Reise geht über gute Straßen. Die Äcker in unserer Zone sind vollständig bestellt, die Saat steht gut, ist nur ein wenig blaß infolge Düngermangels.

    • Ritterlichkeit

      Im Prozeß gegen einen deutschen Offizier, den Generaloberst Student, meldete sich freiwillig ein britischer Offizier, Brigadier Ingles, als Zeuge, um vor dem Gericht und aller Welt zu bekunden, daß das Verhalten der deutschen Truppen in Kreta nicht den Rahmen des Völkerrechts verlassen habe.

  • Ausgabe 1946/14

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    • Probleme der Arbeit

      Es erscheint sonderbar, daß nach dem verlorenen Kriege und nach der Stillegung der Kriegsindustrie und der Einschränkung oder dem gänzlichen Abbau wesentlicher Teile der übrigen Industrie in Deutschland nach wie vor ein Mangel an Arbeitern und Arbeiterinnen besteht.

    • Jahrmarkt der Politik

      J~ie Parteien sind wieder da. An den Straßen prangen hre Aufrufe. In großen Ver S Sammlungen wenden iie sich an die kommenden Wähler.

  • Ausgabe 1946/15

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    • Städte wählten

      Nach den Landgemeinden und den Kreisen haben am vergangenen Sonntag die Städte mit mehr als – 20 000 Einwohnern in der amerikanischen Besatzungszone.

    • Appell an die UNO

      Als die Außenminister sich auf der Pariser Konferenz nicht hatten einigen können, als der Weg zum wahren Frieden durch die Unmöglichkeit versperrt schien, eine gemeinsame Grundlage für die angestrebte Friedenskonferenz zu gewinnen, da hat der nordamerikanische Staatssekretär Byrnes einen neuen Weg gewiesen.

  • Ausgabe 1946/16

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    • Der eiserne Vorhang

    • Wiederaufbauprovinzen

      Ein Jahr nach der Kapitulation sind die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse einschließlich der Währungsfrage noch so wenig geklärt, daß die wichtigsten Aufgaben der deutschen Städte und Provinzen, der Wiederaufbau und die Wiederaufbaufinanzierung, noch nicht klar umrissen und für die Dauer festgelegt werden können.

  • Ausgabe 1946/17

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    • Verantwortungslos

      Jede Staatsform erwächst aus zweierlei Voraussetzungen, den äußeren und den inneren, den Überlieferungen und festen Formen der Vergangenheit und den lebendigen Kräften des täglichen Lebens.

    • Gerhart Hauptmann †

      Der deutsche Dichter Gerhart Hauptmann ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie ein greiser Seher aus großer Vergangenheit ragte er in unsere zerrissene, von Unruhe erfüllte Zeit hinein, Verkörperung der geistigen Entwicklung von nahezu zwei Geschlechtern.

  • Ausgabe 1946/18

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    • Universitäts-Studium in Hamburg

      In der Hamburger Bürgerschaft liegen verschiedene Anträge auf Änderung der Entnazifizierungsbestimmungen für Jugendliche vor.

    • Prozeß Mihailowitsch

      Noch um die Jahreswende 1942/43 rangierte Drascha Mihailowitsch in einer amerikanischen Rundfrage nach den populärsten alliierten Generalen an fünfter Stelle.

  • Ausgabe 1946/19

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    • Verantwortungslos?

      Es wird überall sehr viel über die Erziehung zur Demokratie gesprochen und geschrieben. Jeder weiß, daß ein wirklich demokratisches Denken sich nur durch eine systematische Veränderung aller Lebensbedingungen und auch der Verwaltungsformen ergeben kann.

    • Hoffnung auf Paris

      Seit dem 15. Juni verhandeln die Außenminister wieder in Paris. Sie haben die Fäden dort wieder aufgenommen, wo sie sie einen Monat vorher mit einem müden Verzicht aus der Hand haben gleiten lassen.

  • Ausgabe 1946/20

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    • Das Land der Freiheit

      Am 4. Juli feiern die Bürger der Vereinigten Staaten ihren Nationalfeiertag. Vor 170 Jahren, am 4. Juli 1776, erklärten die Vertreter der 13 Kolonien zu Philadelphia ihre Unabhängigkeit vom englischen Mutterlande.

    • Die Sperre von Schutt und Vorurteilen

      Der Krieg hat nicht nur unsere Städte zerschlagen. Er hat auf die Bauplätze, auf die wir nicht verzichten können. Berge von Schutt gehäuft, die wir erst forträumen müssen, bevor wir mit der Arbeit für den Neubau beginnen können.