• DIE ZEIT: Jahrgang 1946

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1946/21

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    • Das neue Europa

      Am 14. Juli 1789 stürmte die Bevölkerung von Paris die Bastille. Sie brach in die mittelalterche Festung der französischen Könige ein, sie rang in die Kerker und Verliese, in die ohne Urteil, ohne Möglichkeit der Verteidigung und vielfach auf Grund geheimer Anschuldigung die rieselten Geister der Nation geworfen worden waren, in denen ein Voltaire und ein Mirabeau eschmachtet hatten.

    • Ein Bombenversuch

      Monatelang hat die Welt auf den großen Versuchgewartet, bei dem die Zerstörungskraft der Atombombe wissenschaftlich bis zu den letzten Folgen erprobt werden sollte.

  • Ausgabe 1946/23

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    • Deutsche Grenzen

      Heute gibt es deutsche Grenzen nicht nut m das Reichsgebiet herum, sondern mitten durch Deutschland hindurch, und alle diese Grenzen sind schwankend, umkämpft und von Tragik umgeben.

    • Östliche Schulreform

      K.

  • Ausgabe 1946/24

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    • Über unsere Kraft

      In London haben die entscheidenden Besprechungen begonnen, um die britische Besatzungszone in Deutschland auf neue, gesündere Grundlagen zu stellen.

    • Erziehung zur Politik

      Die Deutschen haben keinen Sinn für Politik. Von allen Seiten her hören wir diese Feststellung. von denen, die uns nicht lieben, als verstellung, Vorwurf einer an Barbarei grenzenden Rückständigkeit, von den Wohlgesinnten als mitleidige Entschuldigung für unsere jüngste Vergangenheit.

  • Ausgabe 1946/25

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    • Zonenzusammenarbeit

      Die britische Regierung hat den amerikanischen Vorschlag auf engere Zusammenarbeit der Be-^tatzungszonen angenommen. Der erste Schritt, um aus dem dauernden Absinken des Lebensstandes des deutschen Volkes, um aus der wachsenden Verzweiflung und der grenzenlosen Hoffnungslosigkeit herauszukommen, ist vollzogen.

    • Umrisse des Friedens

      Zur Eröffnung der Friedenskonferenz in Paris sind die Entwürfe veröffentlicht worden, die von den Außenministern der vier Großmächte in langen, wiederholt unterbrochenen und manchmal scheinbar hoffnungslos verfahrenen Beratungen aufgestellt worden sind.

  • Ausgabe 1946/26

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    • Hoffnung auf Brot

      In einer realistischen Betrachtung zur Welt-Getreidelage, die vor gut zwei Monaten hier veröffentlicht wurde, haben wir darauf hingewiesen.

    • Begleitmusik

      Seltsame Lichtphänomene sind über Schweden beobachtet worden, Feuerbälle, die in einer Höhe von 500–1000 Meter mit großer Geschwindigkeit durch die Luft rasen und wieder verschwinden.

  • Ausgabe 1946/27

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    • Tatsachen zum Fall Samhaber

      Stellungnahme des Fachausschusses 7 zum Artikel „Ohne Recht“ von Richard Tüngel

    • Nachruf auf eine Insel

      Wer nannte das rotfarbene Eiland in jenen Jahrhunderten, als es unter der Herrschaft Gottorper Herzöge und dänischer Könige sein anspruchsloses Dasein verdämmerte? Ein zerklüfteter Gipfel von knapp einem halben Quadratkilometer Fläche, der die Meeresoberfläche durchstößt, vegetations- und brunnenlos und, wozu auch kaum ein Anreiz bestand, nur unter Gefahren zugänglich; ein Orientierungspunkt vorbeiziehender Seefahrer und kümmerliche Behausung einer Handvoll friesischer Fischer.

  • Ausgabe 1946/28

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    • Philip J. Noel-Baker

      Kein Parteitag der britischen Labour Party hat so viel internationales Aufsehen erregt wie der letzte in Bournemouth. Zum erstenmal nach ihrem überwältigenden Sieg tagte hier jene Macht, die in den nächsten Jahren Englands Schicksal bestimmen und auch die Zukunft der Welt mitentscheiden wird Zu einem solchen wahrhaft historischen Zeitpunkt mußte die Wahl des Vorsitzenden von symptomatischer Bedeutung sein.

    • Die fünfte Zone

      Wer heute in Deutschland die Frage stellt, welches denn unsere Hauptstadt sei, wird oft auf erstaunte Gesichter und verlegenes Schweigen treffen, und besteht er auf einer Antwort, so wird er feststellen müssen, daß wenig Neigung herrscht, sie unumwunden zu geben.

  • Ausgabe 1946/29

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    • Neue Wege der Enteignung?

      In der Sowjetzone und in Berlin sind unmittelbar nach der Kapitulation die Bänken geschlossen worden. Ihre Aktiven wurden kürzlich auf die neu geschaffenen öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute Übertragen.

    • Ohne Heimat

      Dies nämlich ist es: keine Heimat haben – verjagt sein von Haus und Hof, die vertrauten Wälder nicht mehr sehen, die Seen und Hügel, den Kirchturm über den Dächern des Dorfes, die Straßen und Märkte in den Städten, den Pflug nicht mehr führen können über den eigenen Acker und in der Fremde im Elend leben, Heimweh im Herzen.

  • Ausgabe 1946/30

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    • Neuer Kurs

      Die Rede des amerikanischen Außenministers im Stuttgarter Opernhaus war eine programmatische Erklärung über die Grundsätze der amerikanischen Außenpolitik, die an einem Teilproblem, dem Frieden für Deutschland erläutert, an den Einzelheiten eines Sonderfalls also beispielhaft dargelegt wurden.

    • Freie Wahlen

      Zum ersten Male seit 1932 werden in den Gemeinden, die heute zur britischen Zone gehören, freie Wahlen abgehalten werden. Die Umstände, unter denen sie vor sich gehen werden, unterscheiden sich erheblich von denen, die bei gleicher Gelegenheit in anderen Zonen vorherrschten.

  • Ausgabe 1946/31

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    • Mensch und Schema

      Neben der Rede des amerikanischen Außenministers haben in Deutschland seit Kriegsende die Vorträge des großen englischen Politikers Lord Beveridge den stärksten Eindruck hinterlassen.

    • Das Echo

      Aus der internationalen Reaktion auf die Byrnes-Rede läßt sich, in den Umrissen wenigstens, ein erstes Bild ihrer voraussichtlichen politischen Folgen entwerfen.

  • Ausgabe 1946/32

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    • Stabile Demokratie

      Die Wahlen in den drei westlichen Zonen, der englischen also, der amerikanischen und französischen, diejenigen deutschen Wahlen, deren Ergebnis den freien politischen Willen des deutschen Volkes widerspiegelt, haben ein überraschendes, keineswegs vorherzusehendes Ergebnis gehabt: das ist die große Zahl der Stimmen, die für unabhängige Kandidaten abgegeben worden sind.

    • Churchills Kassandraruf

      Churchill sprach am 19. September in der Züricher Universität über die zukünftige Gestaltung Europas. Der ehemalige englische Premierminister bekleidet zurzeit kein Staatsamt, er ist Führer der parlamentarischen Opposition, seine Worte sind weder der englischen Regierung vorher bekanntgeworden, noch von ihr gebilligt.

  • Ausgabe 1946/33

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    • Das zweite Papier

      Es hat tausend Namen. Bald heißt es Bezugschein, bald Lebensmittelkarte, oder Permit, Recommandation, Empfehlung, Warenscheck, M-G-Nummer, Zuweisung, Bauerlaubnis.

    • Das Urteil

      Mit lückenloser Gründlichkeit hat das Nürnberger Gericht das Tun und Planen jener Männer ans Licht gezogen, die sich einmal anmaßten, „Geschichte zu machen“.

  • Ausgabe 1946/34

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    • Sozialismus und Wirtschaft

      Die Frage nach der Zukunft der deutschen Wirtschalt wird seit mehr als einem Jahr in materieller und organisatorischer Hinsicht gestellt und diskutiert.

    • Byrnes bleibt aktiv

      Der amerikanische Außenminister Byrnes hat aufs neue, diesmal in Paris, über die Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Europa gesprochen.

  • Ausgabe 1946/35

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    • Gewalt und Recht

      Die neue französische Verfassung, die dreizehnte Verfassung seit 1789, ist ein anschauliches Bild der Kräfte, die heute das politische Leben bestimmen.

    • Entscheidung in New York

      Nach intensiver Arbeit von fast einem VierteljahrDauer ist der Pariser Friedenskongreß beendet worden. Er schließt keineswegs mit der Unterzeichnung von Friedensverträgen ab; seine Aufgabe bestand vielmehr darin, diese Verträge, die für Italien, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Finnland schicksalhaft sein werden, in Form von Vorschlägen an die vier Außenminister vorzubereiten.

  • Ausgabe 1946/36

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    • Schwabenstreiche

      Als der Freispruch meines Mandanten verkündet und seine Entlassung bekanntgegeben wurde“, so sagte Dr. Kuboschok, der Verteidiger von Papens und der Reichsregierung, nachdem Lordrichter Lawrence in Nürnberg das Urteil des Gerichts verlesen hatte, „da dachte ich an die Fälle meiner früheren Verteidigererfahrungen, in denen nach Verbindung des Freispruchs das politische ,Unerwünscht‘ erschien, der Gestapobeamte am Gefängnistor stand und den entlassenen Untersuchungshäftling Sofort wieder verhaftete.

    • Spannung und Verständigung

      Die Periode zwischen der Pariser Friedenskonferenz und der jetzt beginnenden Tagung der Vollversammlung der UNO und der vier Außenminister in Neuyork wird gekennzeichnet durch eine Serie von Reden der angloamerikanischen Staatsmänner, um der Weltöffentlichkeit die Ziele und Methoden ihrer Außenpolitik klarzumachen.

  • Ausgabe 1946/37

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    • Das Veto

      In San Franzisko“, so führte Premierminister Attlee aus, der als Zweiter von der Regierungsbank nach Außenminister Bevin in der großen außenpolitischen Debatte des Unterhauses sprach, „haben wir alle das Vetorecht nur als eine Ausfluch in solchen Notfällen angesehen, bei denen alle fünf Großmächte in einen Konflikt hineingezogen werden können.

    • Der freie Verteidiger

      Kürzlich wurde die Nachricht verbreitet, die Kölner Anwaltskammer habe vorgeschlagen, die Verteidiger der Angeklagten von Nürnberg „wegen ihrer Verteidigungsführung einer politischen Untersuchung zu unterziehen“.

  • Ausgabe 1946/38

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    • Das internationale Gespräch

      Die programmatischen Erklärungen verantwortlicher Staatsmänner verdichten sich in letzter Zeit. Byrnes und Truman, Bevin, Attlee und ihr Oppositionsführer Churchill, Smuts und Bidault haben vor der aufmerksam lauschenden Welt das Wort ergriffen; der gewiß nicht als redefreudig bekannte Marschall Stalin stand innerhalb von fünf Wochen zweimal ausländischen Interviewern Rede und Antwort.

    • Die amerikanischen Wahlen

      Am 5. November haben die amerikanischen Wähler die neuen Kandidaten für den Kongreß gewählt. Der nachfolgende Artikel, der das Resultat der Wahlen noch nicht berücksichtigen konnte, schildert die innerpolitischen Situation der USA.

  • Ausgabe 1946/39

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    • Kahlschlag

      Debatten des Unterhauses werden in Deutschland mit regem Interesse gelesen, besonders von jüngeren Menschen, die bestrebt sind, sich einen Einblick in die Arbeitsmethoden einer voll funktionierenden Demokratie zu verschaffen.

    • Big Business geht in Führung

      Typisch für die Haltung der Republikanischen Partei in USA ist wieder ihr altes Symbol, der Elefant, der behäbig, gelassen, sich der Wucht seiner Persönlichkeit bewußt, seinen Weggeht, aber manchmal doch zu langsam ist oder sich eine Blöße gibt, was der ihm folgende Esel, das Wahrzeichen der Demokratischen Partei, benutzt, um vorbeizuhuschen und das Rennen zu machen.

  • Ausgabe 1946/40

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    • Macht und Geist

      Oliveira Salazar, der portugiesische Ministerpräsident, hat am 9. November in Lissabon vor dem Parteikongreß der Nationalen Union eine große Rede gehalten, in der er einen Überblick über die heutige Weltlage gab.

    • Um die Entscheidung in China

      Der nachstehende Artikel schildert die Lage Chinas, bevor General. Tschiangkaischek seinen Truppen die Einstellung des Feuers im Kampfe gegen die Kommunisten befahl.

  • Ausgabe 1946/41

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    • Japan gibt ein Beispiel

      Die Verwirrung in der Welt ist groß. Das Streben nach Sicherheit, das die geängstigten Menschen erfüllt, beschwört zugleich Argwohn und Mißtrauen, die als stille Teilhaber bei allen Gesprächen und Konferenzen zugegen sind.

    • Verfrühte Beschlüsse

      Auf Befehl der Siegermächte hat das deutsche Volk die Pflicht, sich eine demokratische Verfassung zu geben, weil es nur durch eine solche Verfassung aus der Unfreiheit des nationalsozialistischen Systems erlöst werden könne.