• Ausgabe 20/1947

    Ausgabe 20/1947

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • CLEMENS GRAF PODEWILS

    Sappho an den Frühling

  • Wettlauf mit

    der Krise

    Hunger im Land – nun demonstrierten auch die Hamburger Werktätigen. Es will etwas besagen, wenn selbst diese ruhig-sachlichen, nüchtern denkenden Menschen ihre Arbeit im Stich lassen und auf die Straße, gehen.

  • Öl aus Mais

    Einer Zuschrift von sachkundiger Seite entnehmen wir folgendes: Seit einigen Monaten ist der Mais in unserer Brotgetreide-Versorgung tonangebend, und er könnte es auch in der Fettwirtschaft sein.

  • Die Welt des Malers Max Beckmann

    Wie lange haben wir nichts von Max Beck- mann gesehen! Im Jahre 1937 verschwanden seine letzten Bilder aus den deutschen. Museen; er selbst ging~nach Holland.

  • Reiches Indonesien

    Anfang waren es Gewürze, die den Abenteurer nach Ostindien zogen – später war es Gummi und schließlich Öl. Jetzt sind es die großen mineralischen Bodenschätze, die die Kapitalisten anziehen.

  • Das Punktsystem

    Eine Zusammenstellung über die Sonderzuweisungen an die Bergleute gibt einen Überblick für die vergangenen drei Monate. Zwischen dem 20.

  • Nachruf auf den Luftballon

    Von Heilwig v. d. Mehden Ich will heute von etwas erzählen, was es nicht mehr gibt. Nein, nicht von Schinken und Ananas mit Schlagsahne oder von Autofahrten und Abendkleidern.

  • André Gide: Theseus und Ödipus

    Dem französischen Dichter André Gide war es im Mai 1942 gelungen, aus dem nicht besetzten Teil Frankreichs nach Tunis auszuweichen, wo er in einiger Ruhe seine Arbeit am „Tagebuch“ und am „Theseus“ fortsetzen konnte, dann aber, von der Gestapo aufgespürt.

  • Die letzte Börsenwoche

    Alle deutschen Börsen zeigten in der letzten Woche ein nachlassendes Geschäft. Der Kursstand galt jedoch im allgemeinen als behauptet.

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    In der britischen Zone arbeiteten im vorigen Jahr 6 618 947 Männer und Frauen. Damit lag diese Zahl um 357 704 über der entsprechenden Zahl des Jahres 1938.

  • Die Wohnstadt von morgen

    Der Anblick unserer zerstörten Städte läßt daran zweifeln, ob sie je einmal neu erstehen werden. Wenn aber ihr Aufbau eines Tages ernsthaft in Angriff genommen werden könnte, dürfte man da von einem Wieder- oder von einem Neuaufbau reden? Die Städtebauer zerbrechen sich die Köpfe, darüber, nach welchen maßgebenden Gesichtspunkten dies geschehen müßte.

  • DIE ZEIT
  • HUGO v. HOFMANNSTHAL (1920)

    Verschuldung gegen den Genius

    Es ist nicht die Stunde, feste zu feiern, aber es ist die Stunde, sich zu sammeln und aufzu bauen. Angegriffen ist diese Nation in ihrem Tiefsten, dennoch trägt sie, und trägt nicht knirschend, sondern in tiefen Gedanken.

  • Metaphysik der Lüge

    Wer kennt nicht Verneuils „Monsieur Lamberthier“? Ein virtuos gebautes Stück, das den ganzen Abend mit zwei Personen auskommt, den frischgebackenen Eheleuten Germaine und Mauriac, und dessen Inhalt zwischen Eheproblematik und Kriminalgeschichte unruhig hin- und herflackert.

  • Leere Bestellbücher

    Die Verkaufs- und Mustermesse, die in Schwerin von Ende April bis Anfang Mai unter der Bezeichnung „Mecklenburg im Aufbau“ stattgefunden hat, ist besonders in Lübeck freudig begrüßt worden, als eine Möglichkeit, die nun schon seit zwei Jahren unterbrochenen Beziehungen und Verbindungen zu „Land ein“ wieder aufzunehmen.

  • Von der ewigen Wahrheit

    In unserem zonal zerlegten Deutschland sind Fremdsprachen nichts Fremdes mehr, und die Probleme der Übersetzung und der Verständigung über sprachliche Grenzen hinaus sind aktuell.

  • Vorposten Westküste

    Für die schleswig-holsteinische Westküste von der Sylter Nordspitze bis zur Elbmündung ist der Kampf gegen das Wasser von jeher eine besonders dringende Aufgabe gewesen.

    Von Franz S.uchan

  • Der „Volksarzt“

    Das Dritte Reich, liebte es, mit dem Wort „Volk“ verschwenderisch umzugehen. Dasentsprach einerseits den Instinkten, die der zunehmenden, Vermassung entsprangen und die man anzusprechen wünschte.

  • Hungerdemonstrationen

    Das deutsche Volk hat den Winter glücklicher überstanden, als ich selbst zeitweilig zu hoffen wagte“, erklärte Sir Sholto Douglas am Ende der Kälteperiode.

  • Furcht und Not des Abendlandes

    Dreißig v. H. aller Holländer wollen auswandern. Das ist das Ergebnis neuester Statistiken. Als bevorzugtes Auswanderungsland der 2,7 Millionen Holländer, die ihre Heimat zu verlassen wünschen, wird die Südafrikanische Union, genannt.

  • „Romeo und Julia“

    Die Oper „Romeo und Julia“ von Heinrich Sutermeister, in den Jahren vor dem Kriege komponiert und 1940 in Dresden uraufgeführt, ist nach ihrem großen Premierenerfolg nur noch an wenigen deutschen Bühnen herausgekommen; lediglich Berlin und Aachen brachten sie mit gleichfalls starker Wirkung zur Wiedergabe.

  • Nach dem Ende Europas

    Nicht nur die Zertrümmerung Mitteleuropas,sondern die Gefährdung des ganzen Erdteils wird-heute durch die quer durch Deutschland und Österreich verlaufende westöstliche Zonengrenze jedem Auge sichtbar.

    Von Johann Albrechl v. Runizau

  • Von den Anfängen des europäischen Denkens

    Bruno Soelis: „Die Entdeckung des Geistes Daß der Mensch Entschlüsse faßt, denkend und gestaltend der Umwelt gegenübertritt; ist uns heute etwas Selbstverständliches. Die Griechen aber führten laute Selbstgespräche, die Gespräche mit Göttern waren.

    Von Ernst Kirsten. Göttingen

  • Norwegens Fischwirtschaft

    Für die norwegische Fischerei ist es charakteristisch, daß der größte Teil der in der Fischerei Beschäftigten selbständig ist und mit eigenen, sehr kleinen Booten fischt.

  • Die Märchenoper „Sadko“ in Berlin

    Die Berliner Staatsoper hat ein Werk einstudiert, das für Berlin nicht nur neu, sondern ein wirklicher Gewinn ist: die Legendenoper „Sadko“ von Nikolai Rimsky-Korsakow.

  • Im Zeichen der Präsidentenwahl

    Nach dem Senat hat auch das Repräsentantenhaus das Trumansche Hilfsprogramm für Griechenland und die Türkei angenommen. Das ständige Hinausziehen der Beratung, der stürmische Verlauf der Debatten, die vielen Zusatzanträge und die erhebliche Minderheit von 107 Nein-Stimmen gegen 287 Ja-Stimmen sind ebenso wie die Verschalung des Antistreikgesetzes im Kongreß und der Kampf um den Haushaltsvoranschlag zum Teil bereits als Vorboten der kommenden Präsidentenwahl zu werten.

    Von W. G.

  • Palästina vor der UNO

    Eine Atmosphäre elektrischer Hochspannung kennzeichnet die Palästina-Tagung, seit Vertreter der „Jewish Agency“ und der Palästina-Araber an den Sitzungen des politischen Ausschusses der UNO teilnehmen.

  • WOCHENÜBERSICHT

    In Montreal tagte die Generalversammlung der Internationalen Luftfahrtorganisation ICAO. Zum Vorsitzenden wurde der – australische Delegierte Arthur S.

  • Titelseite
  • Lidice in Schleswig – Holstein

    Zum bösen Erbe der Nazizeit gehört das Grauen, das sich an die Namen von Orten geheftet hat und von ihnen nicht mehr weichen will.

  • Wo liegt Chinas Zukunft?

    „Meistgehaßt und meistgelobt“ von allen Staatsführern der Welt, nannte ein Korrespondent einst den Mann der seit mehr als zwei Jahrzehnten die Geschicke Chinas bestimmt: Generalissimus Tschiangkaischek.

  • Verschiedenes
  • Das Dringlichste

  • Frankreichs Automobilindustrie

    Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen auch Frankreichs Automobilindustrie zu kämpfen hat, sind sehr erheblich. Zerstörungen in den großen Werken, Mangel an Rohmaterial, Kohle, Strom und Facharbeitern, sind es, die den Wiederaufbau erschweren.

  • Sozialversicherung als Machtmittel

    Wie unsere Leser wissen, ist die „Zeit“ für eine umfassende Reform der Sozialversicherung (im Sinne einer organisatorischen Vereinheitlichung, eher Verfahrensvereinfachung und einer Senkung der Verwaltungskosten) eingetreten.

  • Die Kathedrale

    In der Nacht der uns umgebenden menschlichen Einsamkeit steht oft ein grenzenloses Staunen über das, was einmal an Schönheit in unseren alten Ländern war.

    Von Werner Hallmann

  • Nordexpreß durcheilt den Kontinent

    Dies schon ist das Tröstlicher daß es keinen Disput über das Platzbelegen gibt. Niemand bricht Streit vom Zaune niemand gebraucht die Ellbogen.

    Von Walter Henkels

  • Wildschweine und Politik

    Das Wildschwein wurde schon vor dem erstenWeltkrieg zu einem Politikum, als die amerikanischen Karikaturisten anfingen, Kaiser Wilheim II.

    Von H.

  • Die Saat des Rembrandt-Deutschen

    Dieser Julius August Langbehn, der vor vierzig Jahren - es war am 3. Mai 1907- auf dem kleinen Dorffriedhof zu Puch bei Fürstenfeldbruck zu Grabe getragen wurde, er war ja eigentlich damals schon ein fast Vergessener.

    Von John Haiding