• Ausgabe 11/1948

    Ausgabe 11/1948

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Das Porträt

    Die bildliche Darstellung des Menschenangesichts in der Gegenwart ist fragwürdig geworden. Was auch dazu geführt haben mag, unter anderem etwa die Erfindung der Photographie, die damit verbundene Begnügsamkeit und die Sozialisierung des Porträts, oder der Einfluß der abstrakten Kunst, oder aber der Kollektivismus: die Krise besteht.

  • Farblos ist Trumpf

    Die Verhandlungen in der CDU-CSU-Fraktion über (die Nominierung des leitenden Direktors beleuchten die vielfältigen Divergenzen und Interessengegensätze sachlichen aber auch persönlichen Ursprungs, in der Partei, wenn auch der Schimmer dieser Zwiespältigkeit nach außen kaum durch-, dringt Die Institution eines vom Wirtschaftsrat ziemlich Unabhängigen, nur mit Zustimmung des Militärregierungen absetzbaren Leiters des Verwaltungsrats ist keiner der deutschen Parteien sympathisch.

  • Francos Chance

    Illustre Gäste sind an Bord der „Queen Elizabeth“ keine Seltenheit. Und auch am nächsten Freitag, wenn das Schiff nach siebentägiger Reise die Freiheitsstatue passiert haben wird, dürften New.

  • Elsa Brandström zum Gedenken

    Als die Tübinger Universität der Schwedin Elsa Brandström den Ehrendoktor der Rechte verlieh, hieß es in der Urkunde: „...die den Geboten des Herzens folgte, mutig aufstand für die Unterdrückten und Schwachen, die siegreich das Menschenrecht gegen Macht verteidigte, die Brücken von Nation zu Nation und von Mensch zu Mensch schlug, die mächtiger war, als das Gesetz sie je errichten kann.

  • Wer lebt, lebt nie genug

    Wie Herr Pambel an Leib und Seele vom Kataklysnia der Bombennacht durchschüttert, angesichts der verwaisten Kinder eines Rivalen im Aufglanz der Erbarmung begreift, „daß nunmehr eine andere Tapferkeit ihm leuchte als die, welche in Berichten rühmend erwähnt wird“ – und wie Frau Uwerkink vor sich und dem Schicksal in das zerstörte und geräumte Gelände flieht, das zur Toten Stadt erklärt wurde, dort ihr Kind gebärend.

  • Lichtenberg und die Deutschen

    Geoig Ch istoph Liditenberg aus hessischem PfarthatKi gebürtig, in der aweiten Hälfte des 18, Jafaihundeits Professor der Physik zu GötÄigea ist ir dei deutscher Geistesgeschichte ak in Frondeur auf allen Gebieten bekannt.

  • Begriffsverwirrung

    Aus Rußland mehren sich die Meldungen, daß nach dem Tadel, den die Komponisten Prokofieff und Schostakowitsch „dankbar aufnahmen“, weiterhin gegen den „bourgeoisen Formalismus“ in der Kunst zu Felde gezogen wird.

  • Märchen und Wirklichkeit der Ostzone

    Helmstedt war früher ein Nichts (mögen dieHelmstedter auch anders denken) heute ist es als britische Zonengrenzstadt in aller Munde.

  • Alptraum einer Zitadelle

    Im blauen Wasser des Sees, darauf ein fauliger Kahn mit engen Netzen, spiegeln sich dicke Zwingmauern und düstereKasematten, steinerne, spitze Bögen: Zwingburg der froh .

  • IHK zur Patentfrage

    Die Rechtsunsicherheit für die Inlandspatentebesteht noch immer. Für die Einrichtung eines Vierzonenpatentamtes scheinen die Voraussetzungen zu fehlen.

  • Moskaus Griff nach dem Norden

    Mit der Plötzlichkeit einer Katastrophe siehtsich Finnland dem wohltätigen Frieden einer verblüffend schnellen Nachkriegsgenesung entrissen und in den Brennpunkt schwerer politischerEntscheidungen gestellt.

  • Eine sterbende Industrie

    Die kürzlichen Bemühungen zur Schaffung eines Notprogramms für die schnelle Reparatur der deutschen, Binnenflotte. hat die Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit auf dieses Gebiet des deutschen Wirtschafts- und Verkehrsproblems.

  • Stromsperren bei vollen Halden?

    Die unzureichende deutsche Elektrizitätsversorgung hat ihre Hauptursachen in der zu geringen Leistungsfähigkeit und dem schlechten Zustand der Kraftwerke, in der Ausfuhr elektrischer Energie und den zu geringen verfügbaren Mengen an Kohle.

  • 50000 t Fische eingeführt

    Mehr als 50 Mill. kg Fische wurden nach vorläufigen Feststellungen während des Februars in die Doppelzone eingeführt. Im Vormonat betrug die Einfuhr 6 Mill.

  • Ohne Furcht und Tadel

    Der Prinzregent überreichte vor einiger Zeit einem Angehörigen des belgischen Hochadels für seine Verdienste während der Okkupationszeit einen Orden.

  • Käuferpsychologie

    Der „Pressedienst des „Einzelhandels“ bringt in einem Bericht, betitelt: Erfahrungen des saarländischen Einzelhandels, eine Schilderung der Auswirkungen des Übergangs zur französischen Währung unter gleichzeitiger weitgehender Lockerung der Zwangswirtschaft.

  • Wirklichkeitsmensch

    Es ist anzunehmen, daß alle Zweifel aus Erkenntnissen entstanden sind – und aus dem Zweifel wieder Erkenntnisse, die wiederum Zweifel schufen.

  • West-Ost-Messe

    Die Leipziger Messe soll die Austauschstätte zwischen den Volkswirtschaften des Westens und des Ostens sein! Diese Worte des brandenburgischen Wirtschaftsministers Rau, gesprochen bei der festlichen Eröffnung der diesjährigen Leipziger Frühjahrsmesse, geben treffend die Tendenz wieder, die in den Leipziger Messetagen entscheidend hervortrat.

  • Das Unglück der Waffen

    Die Zeiten, wo der Mensch sein Eigentum verliert, die Jahrhunderte der Barbarei, da alles zugrunde geht, werden. immer durch Kriege vorbereitet und bringen in ihrem Gefolge Hungersnot und Entvölkerung.

  • Die autgescheuchte ,Nachtschwalbe’

    Die neue Oper von Boris Blacher, „Die Nacht-, schwalbe“, entfesselte im Leipziger Opernhaus bei ihrer Uraufführung einen Skandal, wie er in dieser Heftigkeit, seit Kurt Weills „Mahagonny“ nicht erlebt wurde.

  • Notizen

    Auf einer Veranstaltung des „Kulturbundes für demokratische Erneuerung in Düsseldorf bezeichnete Frau Thorhorn, die den Ministerposten für Erziehung in der Ostzone innehat, die Schulreform als Diskussionsgrundlage für eine Vereinheitlichung des gesamten deutschen Erziehungswesens.

  • Zurück zu Sokrates!

    Der Prozeß, tt dem Sokrates atttio 39 ver Christi Geburt turn Todi durät 4at $cklerlmg$be<:her verur

  • Ärztliche Torpedierkunst

    D r. Paul Troch torpediert seine Gegner; da er Arzt ist, erblickt er in krankhaften Gewebsneubildungen – zum Beispiel im tuberkulösen Granulom oder in bösartigen Geschwülsten – diese seine Gegner: gegen das Kranke hat der Arzt zu kämpfen.

  • KARL ALBRECHT

    Wiederkehr der Griechen

  • Kurze Wirtschaftsmeldungen

    Die Gründung eines wirtschaftlichen „Kabinettsrates“ der Marshall-Plan-Länder erwartet man in London von der zweiten Pariser Konferenz der 16 Staaten.

  • Lebendige Vergangenheit

    An der Schwelle eines neuen Lebens gilt es zu überlegen, wie wir unser Dasein in seinen vielfaltigen Erscheinungs und Wirkungsformen einzurichten gedenken.

  • Dünkirchen überholt

    Als Winston Churchill im Frühjahr 1947 in Zürich die Notwendigkeit des – europäischen Zusammenschlusses proklamierte, um dem Ansturm des Bolschewismus Einhalt zu gebieten, war das Echo geteilt.

  • Berliner Doppelfest

    Als vor einigen Tagen der Frankfurter Oberbürgermeister Kolb als erster deutscher Fluggast offiziell in Berlin eingeholt wurde, gab es an feierlichem Ort und in nicht ganz so offiziösem Kreis viele beziehungsreiche Worte über das Verhältnis zwischen Berlin und Frankfurt.

  • Bodenreform muß vor den Wirtschaftsrat

    Zu einer Zeit da die Alliierten nodi gemeinsame !ntchBe6tingen fa&tea, wurde in Potsdam „zui pmokratiskrucg Deutschlands" die Durchführung filier Bodenreform beschlossen.

  • Kredit suchendes Mexiko

    Auf den ersten Blick besehen, befindet sich Mexiko wie so manches andere mittel- und südamerikanische Land im „Übergang“ vom Boom des Kriegsbedarfes in die Sphäre von Wettbewerb und Kaufmännischer Bilanzierung.

  • Der Dichter und die deutsche Jugend

    zentriert sich die Hauptlast tragischer Konflikte auf die Gestalt des Chefingenieurs Oderbruch. In ihm, dem Saboteur, der wissentlich die Kameraden in den Tod, schickt, weil ihm über allen Bedenken die Überzeugung steht, daß mit jedem verfügbaren Mittel die Macht des teuflischen Kriegsschürers gebrochen werden muß, damit das ganze Volk vor dem restlosen Verderben bewahrt bleibe, verkörpert sich die ganze Problematik des Widerstandskämpfers.

  • Büchmann, heute

    Als im Sommer des Jahres 1864 der Oberlehrer an der Friedrich Werderschen Gewerbeschule zu Berlin, Georg Bochmann, vom Besitzer des Verlages Haude und Spener den Auftrag erhielt, „Geflügelte Worte“ zu sammeln, wußte niemand, wie sich alles entwickeln würde.

  • Russischer Messianismus

    Eswird viel von der Weltgefahr des Kommunismusgesprochen, die es zu bannen gelte. Doch wenn man einer Gefahr widerstehen will,ist es nötig, sie klar zu bezeichnen und ihr den tätigen Namen zu geben, sonst kann leicht eine Verwirrungentstehen, die die Widerstandskraft schwächt.

  • Wochenübersicht

    Die Londoner Besprechungen über Deutschlandwurden beendet. Als Ergebnisse verzeichnete ein gemeinsames Kommuniqué erstens; volle Beteiligung der drei westlichen Zonen am Marshall-Plan; zweitens: weitgehende Angleichung der Wirtschaftspolitik der drei Zonen; drittens: eine föderative Regierungsform für Westdeutschland, und viertens: Verständigung öfter eine internationale Kontrolle des Ruhrgebiets.

  • Die Uhr der Baronin

    ciwes großen Berliner Verlagshauses ReUametexte s "ist eine unliebsame Sah? in der, Ichform zu schreiben. Aber ich bm nicht viel. Wozi mich also in einer dritten.