Ein deutscher Forschungsrat wurde unter dem Präsidium von Professor Werner Heisenberg mit dem Sitz in Stuttgart gegründet. Ziel des Forschungrats ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zwischen der Wissenschaft und den verantwortlichen deutschen Behörden.

„Das Kunstwerk der Stunde wird notwendig Ärgernis sein“, sagte die Schriftstellerin Elisabeth Langgässer, deren Roman „Das unauslöschliche Siegel“ zu den bedeutendsten deutschen Buchveröffentlichungen nach dem Kriege zählt. In einem Vortrag über die Möglichkeiten christlicher – Dichtung, den sie in Hamburg hielt, sprach Frau Langgässer weiter über die große Chance des Christentums, dessen Lebensgefühl sie zum erstenmal seit langer Zeit wieder mit dem modernen Lebensgefühl übereinstimmen sieht.

Im Hamburger Rathaus wurde eine Arbeitstagung des deutschen Schriftsteller- und Autoren Verbandes durch Kultursenator Hartenfels eröffnet.

Professor Dr. Otto Hahn, der im vorigen Jahr den Nobelpreis für Physik erhielt, wurde zu seinem 70. Geburtstag von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen zum Ehrendoktor ernannt.

Eine Universität für Eingeborene errichtete die belgische Universität Löwen in Kisantu (Belgisch Kongo). Die Universität, an der bis jetzt 120 Studenten immatrikuliert wurden, wird von Jesuiten geleitet.

In einem Budapester Buch-Antiquariat wurde das Manuskript von Mozarts Menuett und Trio Nr. 3 in C-dur, das er im Alter von zwölf Jahren schrieb, wiedergefunden. Das Manuskript war ungefähr hundert Jahre verschwunden und wird nun im nächsten Monat in London versteigert werden.

Die Städtischen Bühnen Dortmund, erhielten von der Stadtvertretung für die kommende Spielzeit einen Zuschuß von 1 Mill. DM bewilligt.

„Begegnung an der Elbe“ heißt ein neuer sowjetischer Film, der zur Zeit in Moskau uraufgeführt wird und ständig ausverkauft ist. Die Musik schrieb Dimitri Schostakowitsch, die Hauptrolle – eine amerikanische Agentin inder sowjetischen Besatzungszone Deutschlands – spielt die beliebte russische Filmschauspielerin Ljubow Orlowa. Der Film zeigt die Russen als Verteidiger der europäischen Kultur gegen die „Barbaren von jenseits des Atlantiks“. – Die geringe Resonnanz, die die russischen Filme in Deutschland finden, erklärt die staatliche russische Filmstelle mit dem „niedrigen Niveau des deutschen Kinopublikums“.