Die deutschen Verluste im Zweiten Weltkrieg

von Percy E. Schramm, Göttingen

Der Göttinger Geschichtsprofessor Percy E. Schramm führte von 1943 bis 1945 das Kriegstagebuch des Wehrmachtsführungsstabes im OKW. In dieser Eigenschaft stand ihm alles dort vorhandene Informationsmaterial über die deutschen Kriegsverluste zur Verfügung, und zwar nur völlig unfrisierte Zahlen. Da durch eine Publikation der Abschlußziffern, die ohne sein Wissen erfolgte, ein unklares Bild über die deutschen Verluste entstanden sein könnte, hält Professor Schramm jetzt die Zeit für gekommen, sein Material der Öffentlichkeit zu übergeben.

In jedem Monat des Zweiten Weltkrieges erhielt die Oberste Deutsche Führung ein dickes Heft, in dem mit Hilfe von Statistiken und Tabellen über den Tod Buch geführt wurde. So hatte sie einen dauernden, sicheren Überblick über die deutschen Menschenverluste. Alle Angaben waren so zuverlässig, wie sie unter den schwierigen Kriegsverhältnissen nur sein konnten. Nicht bekannt ist allerdings, ob das im April 1945 fällige Heft noch fertiggestellt wurde. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die am 14. März ausgegebene Übersicht die letzte gewesen. Die in ihr zusammengestellten Zahlen bezogen sich auf die Verluste bis einschließlich 31. Januar 1945, waren jedoch im Hinblick auf den Osten noch nicht ganz vollständig. Danach hatte die Wehrmacht einschließlich der Waffen-SS seit Kriegsbeginn eingebüßt!

1 810 061 Tote

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davon beim Heer: 1 622 561

bei der Marine: 48 904

bei der Luftwaffe: 138 596

ferner waren gestorben (infolge

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