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Ausgabe 13/1950

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Elternlos im Sturm der Zeit
Es sind nun fünf Jahre vergangen, seit Anno 1945 der Leidenszug der Ostflüchtlinge sich zum Westen bewegte, darunter Frauen und Kinder als die ausgedehnteste und erschütterndste Kolonne, und noch immer dauert die Wanderung der Vertriebenen an; auch unter den ausgewiesenen Deutschen der neupolnischen Gebiete, die unlängst im Westen eintrafen, stellten Frauen und Kinder den größten Anteil.
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Walter Eucken †
Kurz nach Vollendung seines 59. Lebensjahres ist der Freiburger Ordinarius für Volkswirtschaftslehre Walter Eucken in London, wo er Gastvorlesungen hielt, einem Herzschlag erlegen.
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DIE WOCHE
In Anschluß an eine Besprechung mit den Hohen Kommissaren nannte Bundeskanzler Adenauer folgende Vorbedingungen für den Beitritt der Bundesrepublik zum Europarats 1.
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Münchener Fehlurteil
Heinrich Himmler verfügte in einem Geheimerlaß des Reichssicherheitshauptamtes vom Jahre 1942, daß die Gestapo gegen sogenannte „Ostarbeiter“ ohne Gerichtsverfahren die „Sonder- oder Kurzbehandlung“ anwenden sollte.
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Ohne Umweg nach Straßburg
Was viele schon immer wußten, muß jetzt auch dem Bundeskanzler klar. geworden sein: Eine Außenpolitik, die nur mit Interviews arbeitet, bewährt sich nicht – selbst wenn man so eifrige Gesprächspartner hat wie Mr.
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Vorsicht, zerbrechlich!
Aus Bonn kommt die Nachricht, daß der Referentenentwurf des Finanzministeriums über das Bundesbankgesetz. fertiggestellt ist und schon in allernächster Zeit vom Kabinett behandelt und an den Bundestag weitergeleitet werden soll.
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Notizen
„Einen ganz stattlichen jungen Vogel“, der „aus den Trümmern herausgekrochen“ sei, nannte der Schriftsteller Arnold Zweig die „Deutsche Akademie der Künste“, die vom Präsidenten der Ostzonenrepublik Wilhelm Pieck in einem Staatsakt in der Berliner Staatsoper eröffnet wurde.
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Gute Absichten...
Nach Hilperts Fortgang hat das Theater in Konstanz sein Firmenschild geändert: Aus dem „Deutschen Theater“ wurde das „Theater am Bodensee“.
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Herr Eder kostete 8000 Schilling
Alles macht einen netten, sauberen, zivilisierten Eindruck. Frühjahrssonne erhellt den nüchternen Gerichtssaal, die Angeklagten tragen tadellose Uniformen, Rangabzeichen und Orden.
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Abd-el-Krim macht ernst
Als vor etwa drei Jahren ein alter Sträfling nach 21 jähriger Verbannung bei der Übersiedlung von der französischen Insel Réunion nach Südfrankreich in Port Said flüchtete, trat aus dem Dunkel der Vergangenheit eine legendäre Persönlichkeit wieder an das Licht der Öffentlichkeit.
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Die Suche nach dem verschollenen Erdteil
Immer wieder finden sich Abenteurer der Wissenschaft in dem Versuch, der Tiefe des Ozeans Geheimnisse zu entreißen, von denen sie hoffen, daß sie die letzten Fragen nach der Herkunft aller menschlichen Kultur zu entschleiern vermögen.
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Das Geheimnis des Paters Lombardi
Wie zu einer Theaterpremiere waren dieAutos vor der Marienkirche in Hamburg aufgefahren; Pater Riccardo Lombardi, jener italienische Jesuit, der in Italien nach dem Kriege mitten auf der Straße anhielt und zu predigen begann, der in Dörfern und Großstädten mit gleichem Enthusiasmus gehört wurde, sprach über den „Kreuzzug der Liebe“.
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Zwischendurch:
Der Vortritt
Churchill saugt inzwischen an seiner Zigarre. Und als ihn Petrus fragt, was denn nun sein Wunsch sei, erwidert er leichthin: „Ich habe es gar nicht eilig – bedienen Sie nur zuerst die beiden Herren .
- DIE ZEIT
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Südamerika: eine Chance
Die deutschen Kaufleute, die am Südamerikageschäft beteiligt sind, klagen über fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Die Handelsverträge können nicht erfüllt werden, obwohl deren Rahmen nach allgemeiner Auffassung zu eng ist und erweitert werden müßte.
Von Ernst Samhaber
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Warum nicht New York?
Mit der Ernennung Schlange-Schöningens zum Generalkonsul in den USA hat der Kanzler zweifellos eine kluge Entscheidung getroffen.
Von unserem Bonner Korrespondenten
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Zittere – o Welt!
Seppl am Gartentisch und klimperte Bergweisen auf seiner Zither. In Berlin-Charlottenburg saß die russische Emigrantin in ihrem möblierten Zimmer und spielte „Verlassen, verlassen, verlassen bin i.
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Nachwort zu Frankfurt
Die Frankfurter Frühjahrsmesse hat ihre Pforten geschlossen. 322 000 Besucher, davon 17 100 Ausländer aus 27 europäischen und 24 überseeischen Ländern, ein Inlandsgeschäft von über 200 Mill.
Von R.e. L.
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Im Fegefeuer der Prüfung
Ein Mitarbeiter der „Zeit“ hatte Gelegenheit, als Elternvertreter an einer der vierzehntägigen Ausleseprüfungen für die Oberschule teilzunehmen, die in diesen Tagen zum erstenmal seit der Einführung des 6.
Von Paul Wevmar
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Frühlingsauktionen
Den Anfang in der langen. Reihe von Frühjahrsversteigerungen machte das Münchener Haus Weinmüller mit dem Ausgeben der Kunstbibliothek Dr.
Von Wilhelm Otte
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Zeitnahe Moraldichtung
Ben van Eysselsteijn, Erzähler, Lyriker, Dramatiker, Holländer mit der romantischen Sehnsucht nach Indonesien, ist mehr denn in alle seine anderen Werke in sein neues, zur Völkerversöhnung mahnendes Drama „Posaunen von Jericho“ verliebt.
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Das Gastmahl des Lebens
Als sich T. S. Eliot 1948 zur Entgegennahme des Nobelpreises in Schweden aufhielt, wurde er in einem Interview über den Geist des neuen Stückes befragt, an dem er damals arbeitete.
Von Grele Schaeder
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Kindlicher Mitwisser
Daß ein Kriminalfilm bisweilen mehr von der Seele eines Kindes weiß als berufene Psychologen, zeigte der amerikanische RKO-Film „Das unheimliche Fenster* (in den Bahnhofs-Lichtspielen, Hamburg).
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SED in der Defensive
Zunächst hatte Grotewohl den Vorschlag der Bundesregierung auf gesamtdeutsche Wahlen einen „Unsinn“ genannt, den er überhaupt nicht lesen werde.
Von unserem Berliner Korrespondenten
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Der Einschläfer
Die Straße war nur wenig belebt, und so hätte es mit dem Ausweichen keine Schwierigkeit gehabt. Aber der Mann steuerte geradenwegs auf mich zu, als gedächte er mich zu rammen.
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Mäzen der Modernen
Einen Sammler, einen Entdecker“ nannte Carl Einstein bereits vor zwanzig Jahren den immer tätigen, energiegeladenen Mann, dessen Züge aufs Haar (im wahrsten Sinne des Wortes) dem Selbstporträt Lorenzo Ghibertis am Baptisterium zu Florenz gleichen und dessen ganzes Denken und Trachten der Kunsterkenntnis gehört.
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Aufruhr in Italien
Barrikadenkämpfe in Apulien, die rote Flagge über dem Markusplatz, Bauernrevoke in Kalabrien, und jetzt auch am Po, zwölfstündiger Generalstreik, Bombenanschläge und blutige Zwischenfälle in Rom –: Wer die tägliche Skala der Nachrichten aus Italien überfliegt, hätte allen Grund überzeugt zu sein, daß die dortige Lage seit ein paar Wochen den Verhältnissen in einer mittelamerikanischen Republik ähnele.
Von Claus Jacobi
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Hilfe durch Handelsverträge
Handelsverträge sollen helfen, zu kaufen und zu verkaufen. Seit in zunehmendem Maße Zuständigkeiten auf handelspolitischem Gebiet auf die Organe der Bundesrepublik übergegangen sind, bemüht man sich deutscherseits ganz besonders, diesem Grundsatz zur Geltung zu verhelfen.
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Adreßbücher
Fast 1700 Seiten „dick“ bietet das neue Hamburger Adreßbuch (bei Kauf 45 DM, bei Miete 28 DM), das gerade bei der Dumrath & Fassnacht KG.
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Leopold spaltet Belgien
Die Friedfertigkeit der letzten europäischen Monarchen hat uns vergessen lassen, wie gefährlich ein König zuweilen sein kann – ein König im Exil mehr noch als ein König daheim.
Von C. Dohlen
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Bilder und Träume
kräftig gebunden nach alter Chronik-Art, schlug sich allmählich vor mir auf. Miniaturen und Illuminationen ließen sich erkennen.
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Wir waren Uransklaven in Joachimsthal
Den Namen „Uransklaven“ gaben wir uns selbst, die wir – 4000 Kriegsgefangene – im September 1947 aus verschiedenen sowjetischen Lagern an den tschechischen Uranbergbau in Joachimsthal geliefert wurden.
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Nur für Wagnerianer
Die Frage: darf man Wagner spielen? schien einige Jahre aktuell. Sie ist heute überflüssig; der Autor des „Tristan“ wird nicht mehr für einen Inspirator braunen Unwesens gehalten.
Von Christian E- Lewalter
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Dollar-Export ist nicht so schwer ...
Es ist viel vom Export nach den USA geredet worden – aber die konstruktiven Vorschläge sind wenig zulänglich und werden nicht wirklich zum Ziel führen.
Von C. Kapferer
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Ein Mann der Initiative
In einem Augenblick, in dem die Kurve des Parteigründungsfiebers hohe Ausschläge zeigt, ist es nötig und gut, die Aufmerksamkeit auf politisch tätige Gruppen zu lenken, die weder Programme für die ferne Zukunft entwerfen noch nach Anhängern für solche Programme fahnden, sondern mit den Mitteln, die der heutige Stand der demokratischen Entwicklung in Deutschland ihnen bietet, bestimmte, konkrete, für jedermann faßliche und von jedermann zu billigende, aber sonst von niemandem bisher ernstlich angestrebte Zwecke erfüllen wollen.
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Ein Spuk fliegt um die Welt
27. März, jener Tag, an dem der Mars der Erde seit Jahren am nächsten stand, ist verstrichen, ohne daß „Fliegende Untertassen“ landeten und uns eine Vorhut der Bewohner des kriegerischen Planeten beschert haben.
Von Claus Jacobi
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Angeklagter Immanuel Kant
Die deutsche Philosophie der letzten 150 Jahre in einer Schweizer Perspektive
Von Walter Fredericia
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Musikalisches Theater: Kreneks Karl V.
Durch die mutige Initiative der Essener Oper ist zum ersten Male nach dem Kriege wieder ein Werk von Ernst Krenek auf der deutschen Musikbühne erschienen: Karl V.
Von Johannes Jacobi
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Europas größter Staudamm
In den bayrischen Alpen am Sylvenstein soll die größte Talsperre Europas gebaut werden. Im außerordentlichen bayrischen Haushaltsplan wurden 15 Millionen D-Mark als erste Jahresrate für den Bau dieses Wasserspeichers im oberen Isartal bewilligt.
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...und wie verdient man Export-Pfunde?
Nächst den „Edelvaluten“, Dollar und Schweizer Franken, ist der Sterling, vor allem seit der Abwertung, eine nicht zu verachtende Devise.
- News
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Mustermessen-Märkte, kurz beleuchtet
Der Bürobedarfsmarkt ist sehr uneinheitlich. Während das Jahresabschlußgeschäft als recht gut bezeichnet werden konnte, wobei berücksichtigt werden muß, daß es sich hierbei viel weniger um einen akut auftretenden Bedarf handelte, als vielmehr um eine steuertechnische Geldanlage, hat sich in den ersten Monaten des Jahres 1950 der Geschäftsgang stark verlangsamt.
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Sie helfen verkaufen
Wenn die Wirtschaft über Kreditmangel, besser Illiquidität, klagt, wird sie – gelegentlich über Gebühr – vorsichtig, Vertrauen schwindet.
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Gebrauchte Autos
Nach anderen Verkehrszentren hatte nun Hamburg in „Planten un Blomen“ seine Gebrauchtwagen-Messe. Preise? Ab 875 DM bis 16 000 DM.
- Titelseite
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Nervenkrieg im Teutoburger Wald
Schießplatz Teutoburger Wald... So hieß lakonisch die deutsche Sensation der letzten Woche. Es begann mit einer kargen Mitteilung, wie sie nun einmal unter Militärs üblich ist.
Von Jan Molitor
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Weizenkörner als Atombomben
In der Sowjetunion ist kürzlich eine Verordnung erlassen worden, die, obgleich sie im Westen merkwürdig wenig beachtet worden ist, weittragende Folgen haben kann: Am 17.
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Diätenküche
Abgeordnete, die sich vor der Öffentlichkeit zieren, sind seltene Vögel – je mehr sie reden dürfen, desto glücklicher sind sie gewöhnlich.
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Draußen vor der Tür
Es wird viel von Menschenwürde, Menschenrechten und Freiheit der Person gesprochen und auch geschrieben. Die ganze westliche Welt ist sich darüber einig, daß niemand dieser Rechte mehr bedarf als diejenigen, die gezwungen sind, im Machtbereich der Sowjetunion zu leben.