• DIE ZEIT: Jahrgang 1950

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1950/01

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    • Österreichs Unabhängigkeit

      Als Harry Hopkins zum erstenmal im Auftrage Roosevelts mit Stalin zusammentraf, sprachen de über Hitler, über den Vertragsbruch, den er gegenüber der Sowjetunion begangen hatte, und Stalin stellte fest, es müsse ein Minimum von moralischem Standard vorhanden sein, damit die Völker überhaupt miteinander leben können.

    • Wie lange noch...?

      Wer etwa noch geglaubt hat, Schumachers verantwortungsloser Zwischenruf „Bundeskanzler der Alliierten!“ sei nur in der Hitze des Gefechts erfolgt, muß durch die Neujahrsbotschaft des Führers der SPD eines Schlimmeren belehrt werden.

  • Ausgabe 1950/02

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    • Umkehr in Südamerika

      Will man die politische Entwicklung in Südamerika während des Jahres 1949 auf eine Formel bringen – was immer nur in sehr begrenztem Umfange möglich ist – so könnte man vielleicht sagen, daß der Kommunismus zurückgegangen ist, der Nationalismus hingegen zugenommen hat.

    • Mao wird salonfähig

      Großbritannien hat mit der Anerkennung Mao Tse Tungs – vorausgesetzt, daß es nicht eine so unhöflich abweisende Antwort erhält wie Burma – einen „alten Freund lebendig begraben“, wie Tschiang Kai Schecks Botschafter in London sich ausdrückt.

  • Ausgabe 1950/03

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    • Und Pieck schweigt...

      Behutsam und andeutungsweise beginnen die Regierungsstellen der „Deutschen Demokratischen Republik“ uns darauf vorzubereiten, daß die Rückführung der Kriegsgefangenen und Verschleppten aus Sowjetrußland ihrem Ende entgegengehe.

    • Die Konferenz von Colombo

      Die Konferenz von Colombo, zu der die Außenminister des britischen Commonwealth in der vergangenen Wo ehe zusammengekommen waren, ist mit einer Resolution abgeschlossen worden, in der zwar von den Problemen des Fernen Ostens ganz allgemein und von denen der südasiatischen Staaten im besonderen die Rede ist, in der aber das Wort China nicht vorkommt.

  • Ausgabe 1950/04

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    • Wirrwarr in der Dekartellierung

      Die Schweiz ist das kartellreichste Land in Europa. Diese Tatsache sollte all denen zu denken geben, die Kartelle grundsätzlich für machtpolitische, freiheitsfeindliche und letzten Endes undemokratische Institutionen halten.

    • Bekennende Kirche

      Es gibt in Berlin keine Deutschen mehr“, sagte Pastor Niemöller in einer Predigt in Wiesbaden am letzten Sonntag, „es gibt nur Amerikaner und Russen, und wer sich nicht zu den Amerikanern bekennt, gilt als Russe.

  • Ausgabe 1950/05

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    • Bourdin geht

      Der Bundespressechef Paul Bourdin hat sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Bevor er vor wenigen Wochen sein Amt antrat, war er Chefredakteur der Berliner Zeitung „Der Kurier“ gewesen, ein glänzender Journalist mit großen politischen Gaben und ausgezeichnet durch ein auffallendes Geschick, Menschen zu behandeln.

    • Mißtrauen gegen Deutschland

      Aus den Vereinigten Staaten schreiben aufrichtige Freunde Deutschlands, von Woche zu Woche mehr und mehr besorgt, über die Verschlechterung der Stimmung gegenüber der neuen deutschen Bundesrepublik, die seit einiger Zeit eingetreten ist.

  • Ausgabe 1950/06

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    • Württembergs geliebter Herr

      Als Reinhold Maier, Ministerpräsident von Württemberg-Baden, im Oktober seinen 60. Geburtstag feierte, priesen seine Landsleute mit viel schönen Reden die echt schwäbische Redlichkeit, den nüchternen Idealismus und schlichten Fleiß ihres großen Sohnes.

    • Was kann gegen die Arbeitslosigkeit geschehen?

      Wir haben jetzt im Gebiet der Bundesrepublik rund zwei Millionen registrierte Arbeitslose. Die meisten Anzeichen sprechen dafür, daß diese Zahl im Laufe der nächsten Wochen bis zum Ende des Winters noch beträchtlich steigen könnte.

  • Ausgabe 1950/07

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    • Verräter unter uns

      Drei Tage, nachdem Präsident Truman die Herstellung der Wasserstoffbombe als ein Monopol der Vereinigten Staaten verkündet hatte, wurde Klaus Fuchs, einer der führenden englischen Atomphysiker, wie ihn der Staatsanwalt nannte, verhaftet, weil er seit 1942 laufend Atomgeheimnisse an die Sowjets verraten hat.

    • Seltsamer Urlaub

      Wirberichteten kürzlich an dieser Stelle von den 51 Lagern und Gefängnissen, die General von Falkenhausen in fünfjähriger Gefangenschaft durchwandert hat.

  • Ausgabe 1950/08

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    • Scharfer Wind vom Petersberg

      Kein Zweifel: Es weht ein steifer Wind vom Petersberg. Und er rührt nicht allein von antiquierten Strömungen in der französischen Besatzungspolitik her, nicht nur von Versuchen des britischen Elements der Hohen Kommission, das Seine zum englischen Wahlkampf beizutragen, oder von dem Einfluß einiger subalternen amerikanischer Beamten aus der New-Deal-Ära.

    • Drückeberger

      Die Herren Richter in Köln wollen nicht nach Berlin“, erklärte Bundesjustizminister Dr. Dehler auf einer Berliner Pressekonferenz, als er gefragt wurde, wie es denn mit der Verlegung des Obersten Bundesgerichtes von Köln nach Berlin stehe.

  • Ausgabe 1950/09

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    • Der steuerfreie Betrag

      Mit der Beratung der kleinen Steuerreform, also der Neufassung des Einkommensteuergesetzes, ist der Bundestag wider Erwarten auch im Februar noch nicht zu Ende gekommen.

    • Krieg und Kriegsgeschrei

      Es geht wieder eine Welle der Kriegsfurcht durch die Welt. Ursache ist die Besorgnis, es müßten sich zwangsläufig die Spannungen des Kalten Krieges in einem militärischen Zusammenstoß entladen.

  • Ausgabe 1950/10

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    • Frankreich vergißt Europa

      Der letzte Sonntag war ein Tag der Volkstrauer im doppelten Sinne: um die Toten zweier Weltkriege und um die Saar. Diese Saartrauer kann man uns so wenig verwehren, wie die Totenklage.

    • Mißbrauchte Macht

      Die kommenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein werfen ihre Schatten voraus – denkbar trübe Schatten.

  • Ausgabe 1950/11

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    • Ein zweites München?

      Gespräche mit Rußland liegen in der Luft. Und sehr viele Menschen im Westen und im Osten beschäftigen sich mit dem Gedanken, ob die großen Herren der Weltpolitik nicht endlich durch Verhandlungen die Menschheit von dem Alpdruck eines dritten Weltkrieges, eines Atomkrieges, befreien könnten.

    • Europäisches Gezänk

      Ende des Monats wird in Straßburg voraussichtlich der Ministerausschuß des Europa-Rates zusammentreten. Wie die englische Nachrichtenagentur Reuter hierzu meldet, sollen sich der britische Außenminister Bevin und sein französischer Kollege Schuman darüber einig sein, daß eine Aufforderung des Europa-Rates an die deutsche Regierung, ein Beitrittsgesuch zu stellen, nicht in Frage komme; wenn die Bundesrepublik glaube, nach dem Abschluß der Saarkonventionen abseits stehen zu müssen, dann sei dies ihre Angelegenheit.

  • Ausgabe 1950/12

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    • Fabriken statt Kasernen

      Daß Churchill jüngst den Vorschlag machte, westdeutsche Divisionen aufzustellen, ist geeignet, manchen Leuten in Deutschland den Kopf zu verdrehen.

    • Neun zu eins

      Neun Ostmark gegen eine Westmark – : schlechter hat es um die ostzonale Währung noch nie gestanden. Lag es an Leipzig allein, daß in Berlin zum letzten Wochenende die Ostmark so tief im Kurs sank? Die westdeutschen Besucher der Leipziger Messe hatten sich mit Ostgeld eingedeckt, weil sie einkaufen wollten.

  • Ausgabe 1950/13

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    • Nervenkrieg im Teutoburger Wald

      Schießplatz Teutoburger Wald... So hieß lakonisch die deutsche Sensation der letzten Woche. Es begann mit einer kargen Mitteilung, wie sie nun einmal unter Militärs üblich ist.

    • Münchener Fehlurteil

      Heinrich Himmler verfügte in einem Geheimerlaß des Reichssicherheitshauptamtes vom Jahre 1942, daß die Gestapo gegen sogenannte „Ostarbeiter“ ohne Gerichtsverfahren die „Sonder- oder Kurzbehandlung“ anwenden sollte.

  • Ausgabe 1950/14

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    • Quittung für Noack

      Professor Noack, Gründer und Leiter des Nauheimer Kreises, hat von der SED, die er hartnäckig und mit der Blindheit des Verliebten umwarb, einen sehr deutlichen Korb erhalten.

    • Kinderkrankheiten unserer Außenpolitik

      Bevor der Bundestag in die Osterferien ging, billigte er mit großer Mehrheit den einstimmigen Beschluß seines außenpolitischen Ausschusses, wonach der Bundeskanzler aufgefordert wird, ein Bundesamt für Besatzungsfragen und Auswärtige Angelegenheiten einzurichten.

  • Ausgabe 1950/15

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    • Görings Armleuchter

      Görings Goldschatz gefunden – so fing die Story an, die nicht als Aprilscherz gemeint, war und sich dennoch so entwickelte. Man denke doch, daß Göring Brillanten sogar an seinen Pantoffeln trug! Wie hoch mußten danach die Werte sein, die er auf dem Gelände seiner bayrischen Privatburg bei Weiden vergraben hatte.

    • Gnadeninstanz für Nürnberg

      Von allen Merkwürdigkeiten des neuen Völkerrechtes, das in Nürnberg erstmalig praktiziert wurde, war die ausdrückliche Bestimmung, eine Revisionsinstanz nicht zuzulassen, vielleicht die absonderlichste.

  • Ausgabe 1950/16

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    • Bach und die „Nationale Front“

      Die Diskussion darüber, ob die westdeutschen Sender die Sendung der Leipziger Bach-Kantaten in diesem Jubiläumsjahr übernehmen sollten, ist zwar abgeebbt, aber die kommunistische Kulturpropaganda begnügt sich nicht damit, bei den Feierlichkeiten zum 200jährigen Todestag Johann Sebastian Bachs den Vorteil von Leipzig auszunützen.

    • Panische Solidarität

      Londoner und Münchener haben für gewöhnlich nicht viel miteinander gemein. In der vergangenen Woche aber geschahen Dinge, die es erlauben, den Namen der britischen und der bayerischen Hauptstadt in einem Atemzug zu nennen.

  • Ausgabe 1950/17

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    • Synode in Berlin

      Die Evangelische Kirche Deutschlands hat ihren Entschluß wahrgemacht und die dritte gesamtdeutsche Synode in der Höhle des Löwen abgehalten, im Ostsektor von Berlin.

    • Planung über das ERP hinaus

      Vier Partner aus dem Arbeitskreis der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute haben sich zusammengetan, um einen Beitrag zu der so oft angesprochenen, noch niemals aber gründlich untersuchten Frage zu liefern, was „am Tage danach“ erreicht sein kann, was dann noch zusätzlich geschehen muß: am Tage nach dem Auslaufen der Marshall-Plan-Hilfe also.

  • Ausgabe 1950/18

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    • Was nach der Soforthilfe kommt

      Offenbar kommt das Gespräch über den Lastenausgleich jetzt wieder in Gang. Wie man aus Bonn hört, sind die Koalitionsparteien entschlossen, in diesem Sommer noch – oder endlich, wie man auch sagen kann – das heiße Eisen anzufassen und die Materie gesetzesreif zu machen.

    • Aufgelöste KP

      Unter lautem Für und Wider des ganzen Landes hat Ministerpräsident Menzies sein Wahlversprechen eingelöst und vor dem australischen Parlament ein Gesetz eingebracht, das die Auflösung der Kommunistischen Partei Australiens verfügt.

  • Ausgabe 1950/19

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    • Lie reist ins Rote

      Im kommenden Februar geht die Amtszeit des ersten Generalsekretärs der UNO zu Ende. In den Jahren seiner Tätigkeit hat sich Trygve Lie bis zur Selbstverleugnung darum bemüht, ein Friedensinstrument aus dieser internationalen Organisation zu machen, aber die Ereignisse waren stärker als er: Um die Anerkennung Rotchinas zu erzwingen, boykottiert die Sowjetunion seit Monaten den Sicherheitsrat und lähmt seine Arbeiten.

    • Gefangene, die nicht heimkehren dürfen...

      Auf die frivole Meldung der sowjetischen „TASS“, daß keine deutschen Kriegsgefangenen mehr nach Deutschland heimkehren würden, da sie bereits alle heimgekehrt seien, erhoben sich in der ganzen zivilisierten Welt Empörung und Entsetzen über die neue Moskauer Ungeheuerlichkeit; nur die kommunistische Partei, sowohl in Westdeutschland als auch in den anderen westlichen Ländern, schweigt natürlich.

  • Ausgabe 1950/20

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    • Heimat im Osten

      Vor 700 Jahren haben sich die ersten Deutschen in den Hansestädten Bremen und ’Lübeck zusammengefunden, um in den deutschen Osten zu ziehen und die Gebiete jenseits der Weichsel zu kolonisieren.

    • Zählt die Kriegsgefangenen!

      Die Außenminister der drei Westmächte haben ihre Stimmen erhoben gegen die Gefangenhaltung jener Menschen, deren Gefangennahme durch ihren damaligen Alliierten sie einst begeistert begrüßten.

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