• Ausgabe 20/1951

    Ausgabe 20/1951

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Pensions-Ergänzung

    Die Concordia – Lebensversicherung! A.G., Köln, bringt eine neuartige Pensions-Eigänzungsversicherung heraus. Gegenwärtig erhält die Ehefrau eines Versicherten bei vorzeitigem Ableben des Mannes je nach dem Zeitpunkt des Todesfalles und der bisherigen Versicherungsdauer nur einen gewissen Prozentsatz des vollen Betrages als Witwenrente.

  • Visitenkarten

    Es ist neuerdings in verstärktem Maße üblich. geworden, Büchern als Leitspruch ein Zitat voranzustellen – ein fremdes Zitat.

  • Neue Fronten

    Da sind nun die Delegierten nach Straßburg gefahren, Engländer, Franzosen, Deutsche und alle, die den Zusammenschluß Europas herbeifuhren wollen.

  • Die Moskauer Linie siegt in Peking

    Eine der letzten Aufnahmen Mao Tse-tungszeigt ihn mit dem bärtigen Botschafter Indiens in Peking, K. M. Panikkar, an der wohlefüllten Festtafel, die aus Anlaß des indischen Nationalfeiertages in Panikkars Residenz aufgebaut worden war.

  • Beamter und Bürokrat

    Da hat der Vorsteher des Finanzamts Rosenheim in Oberbayern an einen Bürger folgenden Brief geschrieben: „Sehr geehrter Herr! Aus den Rückstandsanzeigen habe ich entnommen, daß Sie mit Steuern und Abgaben in Rückstand gekommen sind .

  • Kravag fängt an

    Der Versicherungsverband des deutschen Kraftverkehrs V. a. G. (Kravag), der vor kurzem vom Zonenamt des Reichsaufsichtsamtes für das Versicherungswesen i.

  • Wie es ihm gefällt

    Ich wünschte, Sie wären kein Dramatiker geworden“, schrieb der Theaterkritiker James Agate im Sommer 1946 an Christopher Fry.

  • Wissen
  • MacArthur auf riskanten Pfaden

    Ist es je vorgekommen, daß ein Generalstab in eine öffentliche Erörterung über Kriegsziele, Strategie und Kampfmethoden gezogen wird, während gleichzeitig die Armee auf dem Schlachtfeld kämpft? Dieses einzigartige Schauspiel bietet die westliche Welt seit Wochen ihren östlichen Feinden.

    Von Paul Bom-din

  • DIE ZEIT
  • Freiwillig – aber doch Zwangsanleihe

    Die folgenden Ausführungen zum Thema „Investitionshilfe“ werden vielleicht bei einigen unserer Leser, zumal bei solchen, die zum Kreise der „Betroffenen“ gehören, keinen ungeteilten Beifall finden: man wird meinen, daß die Probleme allzusehr von der fiskalisch-verwaltungstechnischen Seite her betrachtet seien.

  • Der Mantel der Barmherzigkeit

    Steinhagens wohnten in einer Laube weit draußen am Ende der Stadt. Ich hatte Mühe, mein Bündel bis dorthin zu schleppen und schimpfte auf meinen Vater, während ich ging.

  • KURT HILLER:

    Zugespitztes

    Einem Versöhnler ins Stammbuch, der den Abgrund überbrücken möchte, dessen unendliche Tiefe uns Freiheitler von dem totalitären Teufel trennt: „Zwiespalte“ „überwinden“ wollen – ja, das scheint, abstrakt besehn, eine gute Sache; besonders, falls ein höchst gefährdeter Dritter da ist.

  • Affäre J 3

    Ein einzigartiger Mordprozeß begann dieser Tage vor dem Kriminalgericht Melun (Frankreich). Die Angeklagten sind zwei junge Leute, die erst 17 Jahre alt waren, als einer von ihnen ihren Kameraden Allain Guyader am 8.

  • Electric Charley

    Am 16. Dezember 1950 hatte Präsident Truman gleichzeitig mit der Erklärung des „Nationalen Notstandes“ die sofortige Einrichtung eines „Amtes für die Mobilisierung der Verteidigung“ – Office of Defense Mobilisation (ODM) – angeordnet.

    Von Ernst Krüger

  • „Die Todgeweihten des Islam“

    Eine Reise nach Persien im Jahre 1951 vollzieht sich praktisch und schnell. Vor dem Kriege fuhr man billiger durch Sowjetrußland oder den Balkan.

  • Die unschlagbare Frau

    Die französische Bühne kennt keinen Bruch zwischen Generationen; sie ist wie ein alter Park, der jedes Jahr von selbst neu grünt und um „Nachwuchs“ nicht verlegen ist.

  • DIE WOCHE

    In Korea trafen die UNO-Truppen und Südkoreaner während ihres erneuten Vormarsches nach Norden auf heftigen kommunistischen Widerstand.

  • Eine Anzahl von Menschen ...

    Nietzsches Voraussage der „Heraufkunft des Nihilismus“ hat sich in diesem Jahrhundert unheimlich bestätigt. Die christlichen Sicherheiten, um 1900 noch selbstverständlich, sind dahin.

  • Der Weg zurück

    Die jugoslawische Regierung hat jetzt erneutsehr umfassende Maßnahmen zu der seit einiger Zeit angekündigten Liberalisierung der jugoslawischen Wirtschaft angeordnet, die darauf hindeutet, daß es ihr wirklich ernst mit diesem Vorhaben ist.

  • Das Recht der Restitution

    Esfehlt noch“, so hatte „Die Zeit“ kürzlich geurteilt, „an einem für Wissenschaft wie Praxis wertvollen Kommentar des Rückerstattungsgesetzes für die britische Zone“.

  • Romane aus fünf Ländern

    A. J. Cronin: Die Schlüssel zum Königreich. (Parnaß Verlag Scherz und Goverts, Stuttgart, 448 S., Leinen 14,50 DM.) – Tiefer gegründet als „Die- Zitadelle“, durch seine Schlichtheit ergreifend, in seiner Aussage überzeugend.

  • Der Heilige als Obrigkeit

    Vielleicht würde manches Buch gerechter beurteilt werden, wenn der Leser sich über die Absicht des Autors immer im klaren wäre und das Werk an eben dieser Absicht messen würde, nicht an der eigenen Erwartung, die oft in eine andere Richtung zielt.

  • Das überlastete Parlament

    Unser Parlament, sicherlich eines der emsigsten, die es zur Zeit gibt, stöhnt unter seiner Arbeitslast, Die Ursachen dieser enervierenden Inanspruchnahme sind verschiedener Art.

    Von unserem Boaner Korrespondenten

  • Ein glorioser Augenblick

    Ein solcher Genius unserer Tage ist Prince Louis de Broglie, der Sproß eines alten Adelsgeschlechts. In den Büchern „Licht und Materie“ und „Die Elementarteilchen“ hatte der große französische Forscher bereits früher einem großen Publikum mit französischer Eleganz und Sauberkeit die abstrakte Welt der Theorien der modernen Physik nahegebracht.

    Von Berthold Lammen

  • Notizen

    Die Goethe-Plakette verlieh der Magistrat der Stadt Frankfurt anläßlich der Einweihung des wiederaufgebauten Goethe-Hauses an fünf Wissenschaftler: Alexander Rudolf Hohlfeld, Professor für Germanistik an der Universität Viscounsent USA, Professor Dr.

  • Die Sprache der Gefangenschaft

    Es geht eine Wanderausstellung durch das Bundesgebiet. Sie läßt sich in zwei größere Kisten verpacken und füllt zwei mittelgroße Räume.

    Von Kyra Stromberg

  • Wieder Bernard

    Viel beachtet wurde in diesen Tagen die Stellungnahme, die Präsident Bernard im Zentralbankrat zu dem Schreiben von M. Cattier gegeben hat.

    Von R. E. L.

  • Metaphysik und Bee-Bop

    Im Hauptquartier der französischen Existentialisten, dem Café de Flore am Boulevard Saint-Germain in Paris, flüstert der Kellner einem nach Cadillac und Traveller-Schecks riechenden Amerikaner in recht gutem Englisch zu: „Sehen Sie dort den kleinen, schielenden Herrn, der zwischen den beiden Existentialisten sitzt? Das ist Monsieur Sartre.

    Von Hanns Mayer

  • SED liquidiert Einzelhandel

    Ulbricht, der ostzonale Lenin, hat erklärt, daß sich in der Sowjetzone eine „natürliche und gesunde Konkurrenz zwischen den staatlichen Handelszentralen und dem privaten Handel entwickeln und dem Wettbewerb aller Handelsformen ein weiter Spielraum gelassen werden muß“.

  • Abschied von der alten Oma

    Bisweilen gibt es eine Großmutter von 33 oder 34 Jahren. Ist sie hübsch oder gar ein bißchen prominent, dann findet man sie in den Illustrierten oder Wochenschauen und wundert sich, daß so etwas, das wie ein junges Mädchen aussieht, Großmutter ist.

    Von Walter Fredericia

  • Schicksal des Freigelassenen

    Der „Barabbas“, den das Stadttheater Pforzheim jetzt als erstes Stück von Michel de Ghelderode in Deutschland herausbrachte, ist ein Volksschauspiel, das nicht recht in den herkömmlichen Theaterrahmen passen will.

  • Die Stimme des Publikums

    Die Württembergische Staatsgalerie konnte die Menschentrauben kaum fassen, als in ihren hohen, hellen Erdgeschoßräumen die Ausstellung der zum Domnick-Preis 1951 von einunddreißig der aufgeforderten Maler eingesandten Arbeiten eröffnet wurde.

    Von Hermann Dannedier

  • Morrison kommt nach Deutschland

    Der englische Außenminister Herbert Morrison kommt nach Bonn. Das ist in der Tat ein besonderes Ereignis, denn sein Vorgänger Ernest Kevin hat in den fünf Jahren, in denen er dem Foreign Office vorstand, keine Gelegenheit gefunden, Westdeutschland einen offiziellen Besuch abzustatten.

  • Calabrien, ein Slum-Viertel Europas

    Italiens Sorge Nr. 1: Die Agrarreform – Gespräch mit Landwirtschaftsminister Segni

    Von Hubertus Prinz zu Löwenstein

  • In Amerika dürfen sie strampeln

    An der Vorhalle des alten Florentiner Findelhauses begrüßt den Eintretenden die berühmte reizvolle Reihe der Wickelkinder, die der Tonbildner Andrea della Robbia im fünfzehnten Jahrhundert geschaffen hat.

    Von Walter Frederking

  • Selbstbesinnung der Wissenschaft

    Wenn man uns etwas als „einmalig“ anpreist, hören wir kaum noch hin. Aber es gibt zuteilen doch „erstmalige“ Dinge, bei denen wir aufhorchen.

  • Problematische Getreidesituation

    Die Getreidesituation Westdeutschlands hat sich in den letzten Wochen nicht verändert; wir leben noch immer – oder schon wieder – vom Schiff in den Mund und werden nur mit Mühe den Anschluß an die neue Ernte erreichen.

  • Wie es die Engländer machen

    Die deutschen Gewerkschaften nutzen ihre „Macht der Millionen“, wenn es um die Mitbestimmung geht; die britischen Gewerkschaften haben kürzlich, mit der Drohung und aktiven Vorbereitung eines Eisenbahnerstreiks, Lohnerhöhungen in voller Höhe ihrer Forderungen erzwungen, ohne mehr als eine „beschleunigte Miiarbeit“ bei der Verminderung des schwellender Defizits der Eisenbahnen durch Leistungssteigerung zu versprechen.

    Von E. Gertvin

  • Revolution im Fürsorgerecht?

    Die Frage, ob der fürsorgesuchende Hilfsbedürftige einen Rechtsanspruch auf öffentliche Fürsorge hat und diesen Anspruch im Wege der Klage geltend machen kann, ist infolge einiger jüngst gefällter verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen zu einem der umstrittensten Probleme unserers Sozialrechts geworden.

  • Schmuck jenseits der Moden

    Das ist nun schon fast zehn Jahre her. EineGoldschmiedin öffnete mir die Vitrine mit den Schmuckstücken, die sie nicht auf Bestellung, sondern zu eigener Lust gemacht hatte.

    Von Helene Rah ms

  • Ohne Pauken und Trompeten...

    Zweimal im Laufe dieser lernen Monats ist eine wichtige Entscheidung über den Kurs unserer Wirtschaftspolitik gefallen, ohne daß dies von der Tages- und Fachpresse mit Pauken und Trompeten nachdrücklichst verkündet worden wäre, obwohl hinreichender Anlaß dazu bestanden hätte.

    Von E. T,

  • Verpackung wirbt

    Wenn der Außenhandel im allgemeinen sorgfältiger Marktforschung und -bearbeitung bedarf, so gilt das in ganz besonderem Maße für Exporte nach den USA, dem Lande mit dem schärfsten Wettbewerb.

  • Geschäfte mit Geschmack

    In England gibt es einen „Rat für industrielle Formgebung“. Er wurde unter Mitwirkung des Staates gegründet. Dieser Rat soll der typischen Einstellung der Wirtschaft entgegentreten, daß man nur Möbel, Gebrauchsgegenstände und dergleichen anfertigen solle, die dem Publikum gefallen.

  • Schädliche Einflüsse

    DerInterzonenhandel ist mit einer schweren politischen Hypothek belastet. Es wäre töricht dies leugnen oder ignorieren zu wollen.

  • Egk und Eich

    Die Bayerische Akademie der Künste hat zwei Seelen in ihrer Brust, eine vorsichtige und eine wagemutige. Mit der vorsichtigen hat sie es soeben abgelehnt, den Komponisten Werner Egk, der in diesen Tagen fünfzig Jahre alt wurde, in ihre Reihen aufzunehmen, obwohl er ein gut katholischer Bayer ist, von einem so kompetenten Kollegen wie Carl Ort! vorgeschlagen wurde und ja schließlich nicht nur den „Abraxas“ geschrieben hat.

  • Die neuen Makarts

    Nach erfolglosen Versuchen, deutsche Vorbilder für den zu betreibenden „sozialistischen Realismus zu finden, der die Staatskunst der Marxisten-Leninisten darzustellen hat, haben Dresdner Kulturfunktionäre endlich Makart wiederentdeckt.

    Von C. W,

  • Traumfabrikanten

    Hollywood, Stechpalmenwald, ursprünglich nichts als ein Flurname, ist zum Inbegriff perfektionierter Kunstindustrie geworden.

  • Ist Berlin nicht mehr gefährdet?

    Man kann nicht sagen, daß die Aussicht auf die kommunistischen „Weltjugendspiele“ in Berlin besonders aufregend sei. Allerdings ist es ein sehr beträchtliches Bauprogramm, das die Ostzonen-Regierung für die geplanten sommerlichen Spiele sich in vielen Teilen der Oststadt vorgenommen hat.

    Von unserem Berliner Korrespondenten

  • Grüße vom lieben Gott

    Seid gut zu den Armen – das ist die Devise, mit der eine Gruppe Kinder vom Montmartre ihre Sommerferien verbringt. Es sind arme Kinder: ein Negerjunge mit zerrissenem Hosenboden, ein Mädchen, das die ersten Nylonstrümpfe vorsichtig über die Beine streift, zwei, drei Jungen mit der Weisheit der Kinder in den Augen (einer Weisheit, die man offenbar später gegen die Segnungen der Pubertät eintauscht), ein Hund.

  • Lohnen sich Sanktionen?

    Die USA fordern wirtschaftliche Sanktionen der westlichen Welt gegen China. Ließe sich durch derartige Maßnahmen die jüngste der Volksrepubliken entscheidend treffen? Ein Vergleich mit den Sanktionen gegen Italien zur Zeit des Abessinien-Feldzuges hinkt; China ist unvergleichlich viel autarkiebegabter als Italien und hat zudem alle Landverbindungswege in Asien, Soweit sie in Ostblockländer führen, offen.

  • Hugo Junkers

    Vor uns liegt die Neuauflage von Richard Bluncks Junkers-Biographie („Hugo Junkers – – Ein Leben für Technik und Luftfahrt“, Econ-Verlag GmbH.

  • Das Haus am Hirschgraben

    Das Geburtshaus Goethes am Großen Hirschgraben zu Frankfurt, das am 22. März 1944 durch Bomben zerstört worden war, sollte wiederauferstehen.

  • Lagebesprechung am Rhein

    Man muß nicht an die Côte d’azur fahren, um festzustellen, daß der Film ein im wahren Sinne des Wortes fragwürdiges Phänomen ist und das Filmschaffen sich heute in einer Krise befindet, die alles-fürchten und alles hoffen läßt.

    Von P, H.

  • Titelseite
  • Diktatur der Formulare

    Wer ist in unserer schematisierten Welt noch in der Lage, sachliches Vertrauen und menschliches Interesse zu erwecken? Allenfalls ein Politiker, der außerhalb des parteipolitischen Gezänkes steht, oder ein Unternehmer, der für das Miteigentum seiner Arbeiter eintritt, und in jedem Fall ein Gewerkschaftler, der die freie Wirtschaft gegen die Sozialisierung verteidigt! Das gibt es nämlich.

  • Die Freiheit des Knüppels

    In Hamburg haben Studenten demonstriert. Polizei hat in den Demonstrationszug hineingeschlagen und seine Auflösung erzwungen.

  • Der Zerfall der bürgerlichen Mitte

    Wer hat nun eigentlich recht? Diejenigen, die nach der Wahl in Niedersachsen mit düsterer Miene prophezeiten, dies sei die Wiedergeburt des Nationalsozialismus, oder diejenigen, die zur Kommentierung der Wahlergebnisse den Rechenstift ergriffen und feststellten: die SRP hat zwar 11 v.

    Von Marion Gräfin Dönhoff