• DIE ZEIT: Jahrgang 1951

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1951/01

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    • Was die Gewerkschaften nicht sehen

      Von gewerkschaftlicher Seite wird gerne mit einem Begriffsschema gearbeitet, das sprachlich wie sachlich unzulänglich ist. Das ist die bequeme Formulierung von den „beiden Sozialpartnern“.

    • Punkt 12 Uhr

      Die Sowjetunion hat sich mit den Noten der drei Westmächte vom 22. Dezember, in denen vorgeschlagen worden war, daß auf einer Vorkonferenz die Tagesordnung der kommenden Vorbesprechung festgelegt werden sollte, im großen und ganzen einverstanden erklärt – unter dem Vorbehalt allerdings, daß nicht sämtliche zwischen Ost und West strittigen Fragen gleichen Rang haben sollten, sondern daß das Thema Deutschland im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen müsse.

  • Ausgabe 1951/02

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    • Beispiel Helgoland

      Die „Aktion Helgoland“ bedeutet nach dem Willen ihrer Initiatoren mehr als eine Sensation und bedeutet alles andere als eine chauvinistische Demonstration.

    • Geburtstags-Echo

      Der Zufall wollte es, daß der Bundeskanzler der Deutschen Bundesrepublik, Dr. Konrad Adenauer, und der Staatspräsident der von den Sowjets eingesetzten Ostzonenregierung, Wilhelm Pieck, in derselben Woche 75 Jahre alt wurden.

  • Ausgabe 1951/03

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    • Ein Mißverständnis

      Bei einem privaten Besuch in Hamburg hat der Britische Hohe Kommissar Sir Ivone Kirkpatrick einen Vortrag gehalten, der zu erheblichen Mißverständnissen Anlaß gab.

    • Ein Wink Gottes?

      Im Berliner Abgeordnetenhaus haben bei der geheimen Abstimmung für den neuen Oberbürgermeister zwei Abgeordnete der FDP oder CDU für den Kandidaten der SPD, Professor Ernst Reuter, gestimmt.

  • Ausgabe 1951/04

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    • Chinas rote Friedenstaube

      mindestens zwei Partner. Einen Krieg zu entfesseln, dazu genügt der Wille eines einzigen Staates. Dies ist es, was die gegenwärtige Situation in Asien so bedrohlich werden läßt.

    • Die Ausnahmen

      Die Verantwortlichkeit für die Auslieferung deutscher Staatsangehöriger ist von der Hohen Kommission in die Hände der Bundesregierung übergeben worden, allerdings mit „einigen“ Ausnahmen.

  • Ausgabe 1951/05

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    • Die unabsetzbaren Richter

      Der Bundestag hat das im Grundgesetz vorgesehene und von der SPD bereits vor einem Jahr angeregte Gesetz über das Bundesverfassungsgericht beschlossen.

    • Was kümmert uns Korea?

      Was kümmert uns Korea! Haben wir nichteigene Sorgen genug? Gewiß, nur sind es die gleichen oder doch ähnliche Sorgen. Denn auch für Deutschland lassen sich die Fragen stellen, über die man sich in Lake Succes im politischen Ausschuß der UNO seit Wochen nicht einigen kann: Läßt sich der Osten durch Unnachgiebigkeit abschrecken oder fühlt er sich durch militärische Maßnahmen provoziert? Läßt er sich durch Diplomatie zur Vernunft bringen oder wirkt Verhandlungsbereitschaft auf ihn ermutigend? Und sollte es zu Verhandlungen über Korea kommen – welche Rolle wird den Koreanern dabei selbst eingeräumt werden? Welcher Teil des gespaltenen Korea wird mitzureden haben, nur der von Amerika anerkannte oder auch der sowjetisierte? Und wie läßt sich die Wiedervereinigung des geteilten Landes bewerkstelligen? Was wird aus den kommunistischen Reformen und dem kommunistischen Machtapparat jenseits der Zonengrenze des 38.

  • Ausgabe 1951/06

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    • „Ikes“ Fehlleistung

      Jenes mit praktischen Beispielen nur schwach besetzte Kapitel über die „Fehlleistungen“ könnte der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, in seinem Standardwerk jetzt durch die Vergeßlichkeit einer hochgestellten Persönlichkeit auf festere Füße stellen: Die hochgestellte Persönlichkeit ist der Oberbefehlshaber der Atlantik-Streitkräfte General Dwight D.

    • Deutsche für Übersee gesucht

      Bisher brauchte sich der Deutsche nicht ernstlich Gedanken über Auswanderung zu machen, wenn er nicht gerade Flugzeugkonstrukteur, Raketen-Experte oder Atom-Physiker war oder wenn ihm nicht Freunde oder Verwandte im Ausland den Weg ebnen konnten.

  • Ausgabe 1951/07

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    • Wir Deutsche können warten

      Es war am Aschermittwoch, als eine Schweizer Zeitung uns Deutsche mit erhobenem Zeigefinger warnte, wir würden, wenn wir unseren Karnevalskater ausgeschlafen hätten, einen Wandel in der Deutschlandpolitik der Westmächte feststellen.

    • Ist Amerika zur Weltherrschaft bereit?

      Seit um die Mitte Januar unsere Constellaüon~ Maschine auf dem New Yorker Flugplatz landete, haben wir hier über Schneestürme und eingefrorene D Züge bis zu neuerlicher Frühlingsstimmung alle Wetterphasen in dramatisch rascher Folge genossen.

  • Ausgabe 1951/08

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    • Pressekonferenz bei Acheson

      Der hilfsbereiten Güte der deutschen Abteilung im State Department verdankte ich die Möglichkeit, an der wöchentlichen Pressekonferenz des Staatssekretärs Acheson teilzunehmen, was im allgemeinen schwierig ist, weil sie in sehr kleinen Räumen stattfindet und daher nur eine beschränkte Anzahl von Plätzen für die hier akkreditierten Journalisten zur Verfügung steht.

    • Hans Böckler †

      An einem schweren Herzleiden, das sich verschlimmerte, weil er trotz ärztlichen Rates sich bei den Verhandlungen über das Mitbestimmungsrecht nicht schonen wollte, ist Dr.

  • Ausgabe 1951/09

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    • Teurer Rat am 38. Breitengrad

      Am 12. Februar hatte Attlee im Unterhaus gesagt, die Truppen dürften nicht noch einmal den 38. Breitengrad überschreiten. Am 15.

    • Bonn muß zur Vierer-Konferenz beitragen

      Welche Vorstellungen hat die Bundesregierung von einem zukünftigen einheitlichen deutschen Staat, und welche Bedingungen knüpft sie an sein Zustandekommen? Dieser Frage kommt heute mit Rücksicht auf die geplante Vierer-Konferenz besondere Bedeutung zu.

  • Ausgabe 1951/10

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    • Bärendienst für Clementis

      Die Nachricht, daß der frühere tschechoslowakische Außenminister Clementis aus Prag verschwunden und wahrscheinlich ins Ausland geflüchtet sei, tauchte am 4.

    • Die Übereiligen

      Die Westmächte haben der Bundesrepublik dieoffizielle Genehmigung zur Errichtung eines Außenministeriums erteilt. Damit hat die Bundesrepublik wieder einmal einen beträchtlichen Schritt vorwärts getan.

  • Ausgabe 1951/11

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    • Warum Ramcke zurückging

      Als wir in seinem Versteck inmitten der Lüneburger Heide beisammen saßen, wollte es der Zufall, daß dies ein wichtiger Termin für Ramcke war.

    • Brauchen wir einen Außenminister?

      Brauchen wir eigentlich heute schon einen selbständigen deutschen Außenminister? Auch das revidierte Besatzungsstatut schränkt unsere Handlungsfreiheit auf dem Gebiet der auswärtigen Politik immer noch empfindlich ein.

  • Ausgabe 1951/12

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    • Diplomatisches Haarspalten

      In der zurückliegenden Epoche autoritärer Staatsführung haben wir uns so daran gewöhnt, politische Entschlüsse und Maßnahmen als vollendete Tatsachen vorgesetzt zu bekommen, daß uns das gemeinsame Auffinden, vielmehr Aushandeln eines politischen Kompromisses oder auch nur die Vorbereitung einer entsprechenden Konferenz höchst merkwürdig erscheint.

    • Völlig verfahren

      Wie war noch der Gang der Ereignisse? Das magere Ergebnis der langen Beratungen über das Mitbestimmungsrecht hatte bei den Gewerkschaften Ärger und Mißtrauen hervorgerufen.

  • Ausgabe 1951/13

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    • Lehren aus dem Fall Ramcke

      Da werden Soldaten freigesprochen, weil sie einem verbrecherischen Befehl gehorcht haben (General Rossum) und andere werden verurteilt, obwohl sie keine verbrecherischen Befehle gegeben haben (General Ramcke), Verbrechen aber doch gegen ihren Befehl und ohne ihr Wissen von ihren Untergebenen verübt worden sind.

    • Die Abenteuer des Mr. Miller

      In Washington begann: am zweiten Ostertag eine Konferenz der Außenminister von 21 amerikanischen Republiken. Ihre offiziellen Ergebnisse dürften mager bleiben, da nur Empfehlungen und keine verpflichtenden Beschlüsse gefaßt werden können; ihre Vorgeschichte und ihre indirekten Auswirkungen aber sind in höchstem Maße interessant.

  • Ausgabe 1951/14

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    • Haßgesang

      Wir haben uns diejenigen gemerkt, die Beifall geklatscht haben“, rief ein Mann in der Pause eines Theaterstückes aus, das über die Bretter der Celler Schloßtheaterbühne ging.

    • Die Wirtschaftskrise läßt sich meistern

      Gemessen an dem, was da alles über uns hätte hereinbrechen können, sind wir – vorläufig – noch einmal recht glimpflich davongekommen? Bedrohlich genug sah es ja aus, an allen Ecken und Enden.

  • Ausgabe 1951/15

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    • Die Mottenkiste

      Lang, lang ist’s her, seit die SPD gemeinsam mit den sozialistischen Parteien Europas die Avantgarde der Völkerverbrüderung bildete.

    • Vier US-Divisionen kommen nach Deutschland

      Die Marschbefehle für die vier amerikanischen Divisionen, deren Entsendung nach Westdeutschland soeben vom Senat gebilligt worden ist, sind bereits ausgefertigt.

  • Ausgabe 1951/16

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    • Wohlleb und die Liliputaner

      Südbadens Staatspräsident Wohlleb hat Angst, Angst vor einem Südweststaat, der seinen Miniaturstaat verschlingen könnte. Für sein Leben gern möchte er Südbaden erhalten.

    • Der Krieg aber ist geblieben...

      Der leichtfertige Unfehlbarkeitsglaube MacArthurs hatte die Welt dicht an den Abgrund eines dritten Weltkrieges getrieben. Diese Gefahr ist jetzt verringert worden.

  • Ausgabe 1951/17

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    • Pétain – ein Kollaborateur?

      Der letzte Marschall Frankreichs, Henri Philippe Pétain, hat als sterbender Gefangener noch einmal die Welt in Atem gehalten, wie vordem als siegreicher Heerführer.

    • Europäische Lösung der Saarfrage

      Als der deutsche Bundeskanzler während seines Pariser Besuches einmal die Freitreppe zum Quai d’Orsay hinaufstieg, begegnete ihm Johannes Hoffmann von der sogenannten Saarregierung.

  • Ausgabe 1951/18

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    • Ausbürgern statt einsperren!

      In einer Diktatur ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt wird. In einer Demokratie ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten wird.

    • Ein Schifflein sah ich fahren...

      Der deutsche 5000-BRT-Dampfer „Mai Rickmers“, der nach Ansicht der Nationalchinesen „Konterbande“ geladen hatte, ist auf seiner Fahrt nach dem rotchinesischen Tientsin von einem Kanonenboot Tschiangkaischeks aufgebracht worden.

  • Ausgabe 1951/19

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    • Kein Erdrutsch in Niedersachsen

      Wenn man den Aufwand an Propaganda, Reden, Aufrufen, Plakaten und Flugblättern betrachtet, der den niedersächsischen Wahlen voranging, muß man feststellen, daß der Endeffekt all dieser Anstrengungen nur gering war.

    • Überseetag 1951

      Mitten im Getriebe der Arbeit wurde im Hamburger Hafen im festlich hergerichteten Schuppen 74 der Überseetag 1951 feierlich begangen.

  • Ausgabe 1951/20

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    • Diktatur der Formulare

      Wer ist in unserer schematisierten Welt noch in der Lage, sachliches Vertrauen und menschliches Interesse zu erwecken? Allenfalls ein Politiker, der außerhalb des parteipolitischen Gezänkes steht, oder ein Unternehmer, der für das Miteigentum seiner Arbeiter eintritt, und in jedem Fall ein Gewerkschaftler, der die freie Wirtschaft gegen die Sozialisierung verteidigt! Das gibt es nämlich.

    • Die Freiheit des Knüppels

      In Hamburg haben Studenten demonstriert. Polizei hat in den Demonstrationszug hineingeschlagen und seine Auflösung erzwungen.

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