• DIE ZEIT: Jahrgang 1951

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1951/01

    Ausgabe ansehen
    • Was die Gewerkschaften nicht sehen

      Von gewerkschaftlicher Seite wird gerne mit einem Begriffsschema gearbeitet, das sprachlich wie sachlich unzulänglich ist. Das ist die bequeme Formulierung von den „beiden Sozialpartnern“.

    • Gefährliche Föderalisten

      Gar mancher, der einst im Parlamentarischen Rat wie ein Löwe für die Eigenrechte der Länder kämpfte, muß deren Mißbrauch heute, da er als Wahrer von Bundesinteressen wirkt, mit Lammsgeduld über sich ergehen lassen.

  • Ausgabe 1951/02

    Ausgabe ansehen
    • Beispiel Helgoland

      Die „Aktion Helgoland“ bedeutet nach dem Willen ihrer Initiatoren mehr als eine Sensation und bedeutet alles andere als eine chauvinistische Demonstration.

    • Der bewaffnete Frieden ist teuer

      Der Osten hat nie aufgehört, zu rüsten. Jetzt folgt ihm die westliche Welt, unter Führung der Vereinigten Staaten, Und wie es bei den Amerikanern üblich ist: wenn sie eine Aufgabe anpacken, dann tun sie es ganz.

  • Ausgabe 1951/03

    Ausgabe ansehen
    • Ein Mißverständnis

      Bei einem privaten Besuch in Hamburg hat der Britische Hohe Kommissar Sir Ivone Kirkpatrick einen Vortrag gehalten, der zu erheblichen Mißverständnissen Anlaß gab.

    • Ein Wink Gottes?

      Im Berliner Abgeordnetenhaus haben bei der geheimen Abstimmung für den neuen Oberbürgermeister zwei Abgeordnete der FDP oder CDU für den Kandidaten der SPD, Professor Ernst Reuter, gestimmt.

  • Ausgabe 1951/04

    Ausgabe ansehen
    • Chinas rote Friedenstaube

      mindestens zwei Partner. Einen Krieg zu entfesseln, dazu genügt der Wille eines einzigen Staates. Dies ist es, was die gegenwärtige Situation in Asien so bedrohlich werden läßt.

    • Die Ausnahmen

      Die Verantwortlichkeit für die Auslieferung deutscher Staatsangehöriger ist von der Hohen Kommission in die Hände der Bundesregierung übergeben worden, allerdings mit „einigen“ Ausnahmen.

  • Ausgabe 1951/05

    Ausgabe ansehen
    • Die unabsetzbaren Richter

      Der Bundestag hat das im Grundgesetz vorgesehene und von der SPD bereits vor einem Jahr angeregte Gesetz über das Bundesverfassungsgericht beschlossen.

    • Nur für Funktionäre

      Den Sauerbrunnen in Bad Pyrmont dürfen in Zukunft nur noch hohe SED-Funktionäre schlürfen. Für die anderen Sterblichen der sowjetischen Besatzungszone ist weder Bad Pyrmont noch ein anderes westdeutsches oder überhaupt ausländisches Bad mehr erlaubt.

  • Ausgabe 1951/06

    Ausgabe ansehen
    • Deutsche für Übersee gesucht

      Bisher brauchte sich der Deutsche nicht ernstlich Gedanken über Auswanderung zu machen, wenn er nicht gerade Flugzeugkonstrukteur, Raketen-Experte oder Atom-Physiker war oder wenn ihm nicht Freunde oder Verwandte im Ausland den Weg ebnen konnten.

    • Freiheit und Knödel

      Was eine richtige Befreiung des Volkes aus den Ketten des Kapitalismus ist, das pflegt nach den bisherigen Erfahrungen meist auch gleich von allerhand anderen Dingen zu „befreien“, die man weniger gern abgeschüttelt hätte.

  • Ausgabe 1951/07

    Ausgabe ansehen
    • Wir Deutsche können warten

      Es war am Aschermittwoch, als eine Schweizer Zeitung uns Deutsche mit erhobenem Zeigefinger warnte, wir würden, wenn wir unseren Karnevalskater ausgeschlafen hätten, einen Wandel in der Deutschlandpolitik der Westmächte feststellen.

    • Ist Amerika zur Weltherrschaft bereit?

      Seit um die Mitte Januar unsere Constellaüon~ Maschine auf dem New Yorker Flugplatz landete, haben wir hier über Schneestürme und eingefrorene D Züge bis zu neuerlicher Frühlingsstimmung alle Wetterphasen in dramatisch rascher Folge genossen.

  • Ausgabe 1951/08

    Ausgabe ansehen
    • Letzter Notenkrieg vor der Vierer-Konferenz

      Eines der Hauptthemen der geplanten Vier-Mächte-Konferenz wird Deutschland sein. Daher müssen wir die diplomatischen Vorgänge zwischen Ost und West genau beobachten und ihrer Bedeutung gemäß einordnen.

    • Wie La Prensa starb...

      La Prensa, die größte unabhängige Tageszeitung Argentiniens und ganz Südamerikas, ist seit Ende Januar nicht wieder erschienen.

  • Ausgabe 1951/09

    Ausgabe ansehen
    • Teurer Rat am 38. Breitengrad

      Am 12. Februar hatte Attlee im Unterhaus gesagt, die Truppen dürften nicht noch einmal den 38. Breitengrad überschreiten. Am 15.

    • Ein Mann, dem die Freiheit nichts nützt

      Während diese Zeilen geschrieben werden, im ein junger 22jähriger Mensch. durch die Straßen Hamburgs und weiß nicht, wohin. Rolf Berger freut sich seiner Freiheit nicht.

  • Ausgabe 1951/10

    Ausgabe ansehen
    • Bärendienst für Clementis

      Die Nachricht, daß der frühere tschechoslowakische Außenminister Clementis aus Prag verschwunden und wahrscheinlich ins Ausland geflüchtet sei, tauchte am 4.

    • Die Übereiligen

      Die Westmächte haben der Bundesrepublik dieoffizielle Genehmigung zur Errichtung eines Außenministeriums erteilt. Damit hat die Bundesrepublik wieder einmal einen beträchtlichen Schritt vorwärts getan.

  • Ausgabe 1951/11

    Ausgabe ansehen
    • Warum Ramcke zurückging

      Als wir in seinem Versteck inmitten der Lüneburger Heide beisammen saßen, wollte es der Zufall, daß dies ein wichtiger Termin für Ramcke war.

    • Brauchen wir einen Außenminister?

      Brauchen wir eigentlich heute schon einen selbständigen deutschen Außenminister? Auch das revidierte Besatzungsstatut schränkt unsere Handlungsfreiheit auf dem Gebiet der auswärtigen Politik immer noch empfindlich ein.

  • Ausgabe 1951/12

    Ausgabe ansehen
    • Diplomatisches Haarspalten

      In der zurückliegenden Epoche autoritärer Staatsführung haben wir uns so daran gewöhnt, politische Entschlüsse und Maßnahmen als vollendete Tatsachen vorgesetzt zu bekommen, daß uns das gemeinsame Auffinden, vielmehr Aushandeln eines politischen Kompromisses oder auch nur die Vorbereitung einer entsprechenden Konferenz höchst merkwürdig erscheint.

    • Völlig verfahren

      Wie war noch der Gang der Ereignisse? Das magere Ergebnis der langen Beratungen über das Mitbestimmungsrecht hatte bei den Gewerkschaften Ärger und Mißtrauen hervorgerufen.

  • Ausgabe 1951/13

    Ausgabe ansehen
    • Lehren aus dem Fall Ramcke

      Da werden Soldaten freigesprochen, weil sie einem verbrecherischen Befehl gehorcht haben (General Rossum) und andere werden verurteilt, obwohl sie keine verbrecherischen Befehle gegeben haben (General Ramcke), Verbrechen aber doch gegen ihren Befehl und ohne ihr Wissen von ihren Untergebenen verübt worden sind.

    • Die Abenteuer des Mr. Miller

      In Washington begann: am zweiten Ostertag eine Konferenz der Außenminister von 21 amerikanischen Republiken. Ihre offiziellen Ergebnisse dürften mager bleiben, da nur Empfehlungen und keine verpflichtenden Beschlüsse gefaßt werden können; ihre Vorgeschichte und ihre indirekten Auswirkungen aber sind in höchstem Maße interessant.

  • Ausgabe 1951/14

    Ausgabe ansehen
    • Haßgesang

      Wir haben uns diejenigen gemerkt, die Beifall geklatscht haben“, rief ein Mann in der Pause eines Theaterstückes aus, das über die Bretter der Celler Schloßtheaterbühne ging.

    • Die Wirtschaftskrise läßt sich meistern

      Gemessen an dem, was da alles über uns hätte hereinbrechen können, sind wir – vorläufig – noch einmal recht glimpflich davongekommen? Bedrohlich genug sah es ja aus, an allen Ecken und Enden.

  • Ausgabe 1951/15

    Ausgabe ansehen
    • Die Mottenkiste

      Lang, lang ist’s her, seit die SPD gemeinsam mit den sozialistischen Parteien Europas die Avantgarde der Völkerverbrüderung bildete.

    • Nicht mehr Menschen zweiter Klasse

      Die Beamten unter den Flüchtlingen und die ehemaligen Berufssoldaten hatten jahrelang in begreiflicher Ungeduld gewartet –: das Gesetz zur Regelung ihrer Rechtsverhältnisse, das soeben vom Bundestag verabschiedet wurde, bringt nun auch eine wesentliche Verbesserung ihrer Lage.

  • Ausgabe 1951/16

    Ausgabe ansehen
    • Der Krieg aber ist geblieben...

      Der leichtfertige Unfehlbarkeitsglaube MacArthurs hatte die Welt dicht an den Abgrund eines dritten Weltkrieges getrieben. Diese Gefahr ist jetzt verringert worden.

    • Die den Krieg gewannen...

      Der kalte Angstschweiß kann dem braven Steuerzahler ausbrechen, wenn er folgende Meldung liest: Ein Fünftel aller Personenwagen, die im Jahre 1950 von deutschen Automobilwerken geliefert wurden – landeten bei westdeutschen Behörden.

  • Ausgabe 1951/17

    Ausgabe ansehen
    • Brillen und Gebisse

      Nun wird also voraussichtlich das britische Festjahr, The Festival of Great Britain, die historische Kulisse abgeben für die qualvoll in die Länge gezogene Todesszene der Labour-Regierung.

    • Pétain – ein Kollaborateur?

      Der letzte Marschall Frankreichs, Henri Philippe Pétain, hat als sterbender Gefangener noch einmal die Welt in Atem gehalten, wie vordem als siegreicher Heerführer.

  • Ausgabe 1951/18

    Ausgabe ansehen
    • Ausbürgern statt einsperren!

      In einer Diktatur ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt wird. In einer Demokratie ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten wird.

    • Ein Schifflein sah ich fahren...

      Der deutsche 5000-BRT-Dampfer „Mai Rickmers“, der nach Ansicht der Nationalchinesen „Konterbande“ geladen hatte, ist auf seiner Fahrt nach dem rotchinesischen Tientsin von einem Kanonenboot Tschiangkaischeks aufgebracht worden.

  • Ausgabe 1951/19

    Ausgabe ansehen
    • Überseetag 1951

      Mitten im Getriebe der Arbeit wurde im Hamburger Hafen im festlich hergerichteten Schuppen 74 der Überseetag 1951 feierlich begangen.

    • Kein Erdrutsch in Niedersachsen

      Wenn man den Aufwand an Propaganda, Reden, Aufrufen, Plakaten und Flugblättern betrachtet, der den niedersächsischen Wahlen voranging, muß man feststellen, daß der Endeffekt all dieser Anstrengungen nur gering war.

  • Ausgabe 1951/20

    Ausgabe ansehen
    • Der Zerfall der bürgerlichen Mitte

      Wer hat nun eigentlich recht? Diejenigen, die nach der Wahl in Niedersachsen mit düsterer Miene prophezeiten, dies sei die Wiedergeburt des Nationalsozialismus, oder diejenigen, die zur Kommentierung der Wahlergebnisse den Rechenstift ergriffen und feststellten: die SRP hat zwar 11 v.

    • Diktatur der Formulare

      Wer ist in unserer schematisierten Welt noch in der Lage, sachliches Vertrauen und menschliches Interesse zu erwecken? Allenfalls ein Politiker, der außerhalb des parteipolitischen Gezänkes steht, oder ein Unternehmer, der für das Miteigentum seiner Arbeiter eintritt, und in jedem Fall ein Gewerkschaftler, der die freie Wirtschaft gegen die Sozialisierung verteidigt! Das gibt es nämlich.