• Ausgabe 11/1952

    Ausgabe 11/1952

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Aus den Unternehmungen

    24-Mill.-Wandelanleihe der Daimler-Benz AG. Die Daimler-Benz AG. Stuttgart-Untertürkheim, beabsichtigt, zur Finanzierung von Investitionen eine Wandelschuldverschreibungen-Anleihe im Gesamtnennbetrag von 24 Mill.

  • Hochveredelt . . .

    Die Textilveredlungsindustrie hat anläßlich der Frühjahrsmesse in Köln die Öffentlichkeit mit ihrem neuen Gütezeichen „Hochveredelt“ bekannt gemacht.

  • „Ich bin rückwärts gewandt...“

    Man mag es als peinlich empfinden, daß ein „Bekenntnis“ zu Weinheber überhaupt nötig ist. Aber zeitgenössische Urteile sind oft genug von Äußerlichkeiten abhängig.

  • Wer korrumpiert die Saar?

    Ein Sprecher des französischen Außenministeriums behauptete zur Denkschrift der Bundesregierung an den Europarat, die Bonner Regierung „bedrohe und korrumpiere“ die Saarbevölkerung.

  • DIE LITERARISCHE ZEIT

    Der neue Decamerone aus Boscaccio

    Es gibt Leute, die meinen, man könne Best-Seller heute mit Vorbedacht herstellen, nach Rezept. Aber noch liegt die Serienfabrikation im weiten Feld, und jeder Best-Seller ist ein Modell.

  • Washingtoner Abkommen i.L.

    Es fehlen nur noch die letzten Unterschriften unter das Abkommen zwischen Bonn, Bern und den Alliierten, um den Washingtoner Vertrag über die Liquidierung der deutschen Guthaben in der Schweiz zu annullieren, und es ist schwer zu sagen, wo das Ende dieser unrühmlichen „Vereinbarung“ (die 1946 auf Druck Washingtons erfolgt ist) mehr befriedigen wird, in der Bundesrepublik oder in der Schweiz.

  • Notizen für Reisende

    Die Kurverwaltung von Bad Neuenahr hat den Teilnehmern eines „Einführungskursus in die Naturheilverfahren“, der vom 16. bis 22.

  • Beulenpest

    In Nordkorea und in der Mandschurei ist die Beulempest ausgebrochen. Jedenfalls Berichten so die Nachrichtenagenturen, Funkstationen, Zeitungen und Rundfunksendungen der nordkoreanischen und der chinesischen Regierung.

  • Dr. Wildermuth †

    Der Bundesminister für Wohnungsbau, Eberhard Wildermuth, ist in seiner Heimatstadt (Tübingen im Alter von 61 Jahren einem Herzschlag erlegen.

  • JOSEF WEINHEBER:

    Die Nacht ist groß

  • Deutsch-Holländischer Wirtschaftsrat?

    Die rückliegenden Wochen brachten den bisherigen niederländisch-deutschen Wirtschaftsgesprächen eine akzentuierte Fortsetzung, die die Hoffnung auf eine vernunftvolle Entwicklung der deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen wachsen läßt.

  • Schnellere Arbeit

    Im vergangenen Jahr hatten wir uns mehrfach mit der ungewöhnlich langweiligen Bearbeitung von Exportanträgen beschäftigt, die der dafür zuständigen „Zentralen Genehmigungsstelle“ im In- und Auslande den zweifelhaften Ruf einer besonderen Müdigkeit einbrachte.

  • Berlin Theaterausland?

    Ist es nicht eine verkehrte Welt? Früher zog Berlin die Theaterbesucher aus ganz Europa an; heute muß ein Berliner Ensemble sich auf den Weg über die Zonengrenze machen, damit die Westdeutschen einen Begriff bekommen, wie man in Berlin Theater spielt.

  • Menschen suchen Ärzte – Ärzte suchen den Menschen

    I. Besuch in Heilstätten, in denen neue Wege eingeschlagen wurden – Erweiterte Grenze der Medizin

  • Der Lastenausgleich wird endlich akut

    Vor mir fliegt das dicke Buch mit 400 Paragraphen, das den jetzt in Beratung des Ausschusses befindlichen Entwurf eines Gesetzes über den Lastenausgleich enthält.

  • Das sterbende Grenzland am Eisernen Vorhang

    Im Westen redet man viel von der Auseinandersetzung mit dem Kommunismus. Die Vorsichtigen wollen sich gegen ihn verteidigen, die Kühnen wollen die Völker von ihm befreien; im Washingtoner Jargon unterscheidet man dies durch containment und roll back.

  • Der „Duden“ für Sowjetdeutsche

    Unter der altbewährten Flagge seines Namens und seines Verlages, des Bibliographischen Instituts Leipzig, ist eine neue Ausgabe des „Duden“ aufgekreuzt.

  • Ganz wie bei uns

    Geheimniskrämerei bei Verhandlungen über den Abschluß eines nicht geheimen Vertrages, der früher oder später doch bekannt werden muß, weil seine Bestimmungen in das tägliche Leben des einzelnen Staatsbürgers eingreifen, ist immer verdächtig.

  • Undramatische Ballade

    Der Macht, der politischen, wirtschaftlichen, menschlichen, geistigen und geistlichen, wohnt eine ungeheure Verlockung inne.

  • Jeden Vormittag ein Buch

    Die Übertragungen aus Nordamerika häufen sich auf unseren Büchertischen in einem Maße, das es willkommen erscheinen läßt, wenn uns aus den Staaten auch Meßbescheide einer bezeichnenden Literaturkritik erreichen.

  • Die Schatten der Toten vom 20. Juli...

    In einer Verhandlungspause erinnerte ein Zuhörer an einen jener skeptisch-pfeffrigen Witze, die während des „Dritten Reiches“ erzählt wurden, und erntete bei den Umstehenden melancholisch lächelnde Zustimmung.

  • DIE ZEIT
  • Berliner Krise abgewendet

    In der vergangenen Woche schien es, als ginge die Ära Reuter in Berlin zu Ende. Er hatte von sich aus, nicht auf Grund eines Parteibeschlusses, seine SPD-Mitsenatoren in der Berliner Koalitionsregierung aufgefordert, die gemeinsame Senatssitzung zu verlassen.

  • Sparsame Männer?

    Kleiden sich die Männer von Jahr zu Jahr schlechter?-Das könnte man vermuten, wenn man den Bericht des Dozenten Nerlove von der Universität Chikago liest.

  • Blick auf die Börsen

    Nach der allgemeinen Kursrückbildung an den Aktienmärkten in der dritten und vierten Februarwoche setzte sich gegen Ende des Monats wieder eine freundliche Tendenz durch.

  • Ein Schnelligkeitsrekord

    Ich hatte nach Vlodorp eine Droschke nehmen müssen. Es war 6die einzige Möglichkeit, um noch rechtzeitig dorthin zu gelangen und – was wichtiger war – rechtzeitig wieder fortzukommen, denn am nächsten Morgen sollte ich für mein erstes großes Auftreten als Pianist eine Probe mit dem Philharmonischen Orchester haben.

  • SPORT DER ZEIT

    Im Kampf um das Vollblut

    Man benutzt kein schnelles Pferd mehr, um; von Ort zu Ort zu kommen. Der Motor regiert die Stunde. Aber gehört deshalb auch das Pferd selbst der Vergangenheit an, und wird man in Zukunft auf seine Dienste verzichten? Das ist eine Frage, die immer wieder gestellt wird.

  • Maßvolle Wähler

    Das Ergebnis der Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung des Südweststaates zeigt, daß die Stimmung der Wählerschaft nicht mit der Stimmung von Parteipolitikern verwechselt werden darf.

  • Niemöller isoliert sich

    Pastor Niemöller ist bald nach seiner Moskauer Reise wieder ins westliche Ausland gefahren. Von dort kommen neue Nachrichten über seine politisch akzentuierten Ansichten von Deutschland und seiner Politik.

    Von unserem Berliner Korrespoidenten

  • Unter dem Gesetz der Säuberung

    Die innerpolitische Auseinandersetzung der USA-Regierung mit dem Kommunismus scheint nunmehr in die zweite Phase zu treten. Die erste war durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Juni 1951 gekennzeichnet, durch das die Anwendung der Smith Act auf die Tätigkeit der kommunistischen Partei gebilligt wurde.

  • Mit einem Mann begann es

    Friedrich Griese ist der Dichter des Mecklenburger Landes, seiner Wälder, seiner Seen. Er hat in seiner Heimat immer die Urlandschaft gesehen mit der natürlichen Ordnung ihrer Gewalten, in die der Mensch eingriff, als er die Wälder rodete und den Boden urbar machte.

  • Vorschläge an einen jungen Staat

    Das indonesische Finanzministerium hat sich ausdrücklich auf die Vorschläge Dr. Hjalmar Schachts berufen, als es neuerdings bekanntgab, das sogenannte Zertifikationssystem sei abgeschafft worden.

  • Wandlungen eines Berliner Künstlers

    Zum erstenmal werden außerhalb Berlins, nämlich in Hannover in der Kestner-Gesellschaft, Bilder Alexander Camaros in einer Sonderausstellung gezeigt.

    Von Mariin Rabe

  • Wie ist der „gerechte“ Butterpreis?

    Seit Wochen kriselt es um den Butterpreis; man möchte sagen: es zeichnen sich leichte „Einbuchtungen“ ab. Der gegenwärtige Preis für Markenbutter von 5,70 DM je kg ab Molkerei wird von einigen Seiten her nicht unerheblich unterboten.

  • Ruf nach Revision

    Die Aktienhausse des vergangenen Jahres hat im allgemeinen zu der Beurteilung geführt, daß man es wieder einmal sehe: Aktien sind und bleiben eine sichere Sache! Wer so glücklich war, Aktien zu besitzen, ist also über die Währungsreform gut hinweggekommen.

  • „Von Krise zu Krise ...“

    Bei der dritten deutschen Spielwarenfachmesse in Nürnberg war das Geschäft normal bis gut, in vielen Fällen sogar sehr gut. Aber mehr als bisher war doch der Preis entscheidend, so daß einige Zweige, der Branche freudige Überraschungen erlebten, wie etwa die Holzspielwaren oder die Gesellschaftsspiele, die besser abschnitten als im Vorjahr.

  • Gleichberechtigung?

    Die Frage der deutschen Gleichberechtigung spielt nicht nur in der großen Politik ihre Rolle: sie wird auch im Alltag aufgeworfen.

  • An Stoffen fehlt’s nicht, aber an Gestaltung

    Über kein Instrument der Öffentlichkeit gibt es so viele verschiedene Meinungen wie über den Rundfunk. Die bejahenden Kritiker sagen – und haben völlig recht damit –, in jedem Monatsprogramm jeden deutschen Senders sei des Guten oder Erwünschten so viel, daß die Hörergebühr von zwei Mark reichlich aufgewogen sei.

    Von Josef Marein

  • Schweden blickt auf Bornholm

    In der außenpolitischen Debatte des schwedischen Reichstags kam der Konservative Jarl Hjalmarson auf die strategische Bedeutung der dänischen Insel Bornholm zu sprechen.

  • Von Bergen und Bädern

    Der Begriff Süden ist eine Frage der geographischen Relation. Der eine fährt aus Hamburg nach Wiesbaden und der andere nach Ischia.

  • ZEITSPIEGEL

    Der Moskauer Rundfunk hat Bayern als den „Stützpunkt der amerikanischen Spionage in Europa“ bezeichnet. Dasselbe Thema wurde vom Berliner Korrespondenten der „Prawda“, Pawel Naumow, behandelt.

  • Ein neuer Hauptmann ein neuer Zuckmayer

    1924 war Gerhart Hauptmann mit dem Entwurf eines Dramas „Herbert Engelmann“ fertig, das 1923 in einer Berliner Inflationspension spielt und in dessen Mittelpunkt ein von Verschüttung und Gefangenschaft im Kern seiner Persönlichkeit verletzter Heimkehrer steht.

  • Verwirrung der Gefühle

    Was man um die Jahrhundertwende noch allgemein und getrost als „Verwirrung der Gefühle“ bezeichnet hätte, ist heute ein neurotischer oder psychotischer Fall, dem man mit Elektro- oder Insulinschocktherapie, nötigenfalls mit einer Hirnoperation zu Leibe rücken kann.

  • Pfiffe aus der Atmosphäre

    Mit dem Radar hat sich der Mensch ein neues Auge geschaffen, das weit in die Welt hineinblickt. Das Radargerät schleudert seinen Strahl in den Raum und fängt seinen Reflex an irgendeinem Gegenstand, auf den er fällt, wieder auf.

  • Zentraler Markt Köln

    Die als zweiter Teil der Kölner Frühjahrsmesse durchgeführte Haushalt- und Eisenwarenmesse (Messe des Verbandes Deutscher Eisenwarenhändler) hat sich als die zentrale Inland- und Exportmesse dieser Branchen erwiesen, da es keine andere Marktveranstaltung gibt, wo das Angebot an Haushalt- und Eisenwaren auf eine So konzentrierte Nachfrage wie in Köln stoßen kann.

  • Der schmale Weg

    Johannes Pfeiffer, seit seiner Schrift „Umgang mit Dichtung“ einem ernsthaften Leserkreis vertraut, legt eine Sammlung von fünfzig Interpretationen deutscher Gedichte vor.

  • Spiel mit dem Spiel

    In diesen Tagen wäre Max Kommerell, der 1944 starb, fünfzig Jahre alt geworden (kaum kann man ihn sich so „jung“ vorstellen, da doch sein Werk so reich und reif weiterlebt).

  • Amsterdams Schiffahrt steigt groß ein

    Das Frühjahr 1952 wird in der internationalen Rheinschiffahrt einige Neuerungen bringen, die, geeignet sein können, die Struktur wesentlich zu beeinflussen und sogar auf Schiene und Straße, auf Industrieansiedlung und Überseewege zu wirken.

  • Prager Verteilungsexperimente

    Die tschechoslowakische Zeitung „Mlada Fronta“ richtete schwere Vorwürfe wegen schlechter und fehlerhafter Fertigung und ungenügender Sollerfüllung gegen das Prager Zweigwerk des Skoda-Konzerns.

  • Der Pilger und der Mönch

    Am zwanzigsten Todestage Briands, dem 7. März, dieses größten Europäers zu gedenken, hat keine französische Feder verlockt. Die europäische Idee steht zur Zeit in Paris nicht sehr hoch im Kurs und noch weniger der Gedanke der deutsch-französischen Verständigung.

  • Der Hörspielpreis der Kriegsblinden

    Keine Institution hat bisher einen Preis für gesendete Hörspiele gestiftet. Jetzt haben es die dankbarsten und intensivsten Hörer getan: die Kriegsblinden.

    Von Manfred Hausmann

  • Ehescheidung aus Linientreue

    Das Wesen der Ehe liegt in einer antifaschistisch-demokratischen Ordnung nicht allein in einem ehelichen Verkehr und in einem Leben des Mannes in Filzpantoffeln“, erklärte das Amtsgericht Potsdam und schied die Ehe des brandenburgischen Landesstaatsanwalts Jahnke aus dem Verschulden der Frau.

  • Ursendung eines Dramas

    Zur Ankündigung der österreichischen Sendergruppe Rot-Weiß-Rot, daß sie Thomas Wollfes Schauspiel „Manor-House“ uraufführen wolle, würde geschrieben: Es ist das einzige Bühnenstück des Dichters, Max Reinhardt hat ihn dazu angeregt.

  • Porträts und Selbstporträts

    Die venezianische Kurtisane, Zeitgenossin Tizians, Aretinos und der Louize Labé, ist von Rilke in der Ersten Duineser Elegie als Urbild der großen Liebenden erkannt und gefeiert worden.

  • Frankfurter Messe – eine Wendemarke?

    Die Frankfurter Frühjahrsmesse (bis 14. März) verfügt über ein beweiskräftiges Positivum: die Vielzahl der in den Messehallen vertretenen Branchen kann praktisch jeden einschlägigen Kauf wunsch auffangen.

  • Die Kraft der Aussage

    In dem weiten Bereich der modernen Musik, der erfüllt ist von dem Kampfgetümmel, der Eifersucht und dem Intrigenspiel der verschiedensten „Richtungen“, stehen einige wenige Gestalten aufrecht und in sich selbst gegründet da, als Zeugen echter schöpferischer Unabhängigkeit.

    Von Walter Abendroth

  • Moral kennt keine Ferien

    Jetzt kommt ein Wort, heißt ‚Parallelepipedon‘, wird einmal drüber gelacht und nicht wieder“, mit diesem Satz pflegte Studienrat B.

    Von Erika Müller

  • Türkisches in Zahlen

    Die Türkei, durch ihre geographische Lage seit je zum politischen Meilenstein bestimmt, ist für den Durchschnittseuropäer trotz Kanal Atatürk immer noch ein Land hinter orientalischen Schleiern.

  • Titelseite
  • Cowboy-Diplomatie

    Bevor General Eisenhower, bei seinem Athener Besuch vom griechischen König zum Diner eingeladen, sich in die königliche Villa begab – die griechischen -Könige residieren nicht mehr in dem vom bayerischen König Otto gebauten Palast –, empfing er den griechischen General Papagos in, man kann es nicht anders nennen, Audienz.

  • Tagebuch der Zeit

    Lebhafte diplomatische Tätigkeit in Asien

    Das Hauptgewicht der politischen Vorgänge lag in dieser Woche im asiatischen Raum. Der Senat der Vereinigten Staaten hat den Friedensvertrag mit Japan noch nicht ratifiziert, obwohl davon das Inkrafttreten der mit dem Vertrag in Zusammenhang stehenden Abkommen abhängt.

  • Moskau spielt die deutsche Karte aus

    Die Frage eines deutschen Friedensvertrages wurde auf einmal wieder lebhaft diskutiert und diesmal überraschenderweise auf dem politischen Forum der Bundesrepublik.

    Von Richard Tiingel