• Ausgabe 19/1952

    Ausgabe 19/1952

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Aus den Unternehmungen

    Als erste Regionalbank im Bundesgebiet legt die Württembergische Bank (früher Württembergische Notenbank). Stuttgart, ihre Bilanz auf den 31.

  • Wissen
  • Piecks Antwort: Bürgerkrieg

    Ein erstes Ergebnis der schleppenden Verhandlungen mit dem Westen über Generalvertrag und Europa-Armee ist nunmehr zu verzeichnen der Kreml hat den deutschen Kommunisten erlaubt, ihre politischen Ziele offen darzulegen; Bei der Mai-Kundgebung in Ostberlin hat Wilhelm Pieck angekündigt, die deutsche Sowjetzone werde eine eigene Armee aufstellen, wenn es nicht gelänge, „den General-Kriegs-Vertrag und die Remilitarisierung Westdeutschlands zu verhindern“.

    Von Richard Töngel

  • Schlechte Beamte kosten Geld

    Der Staat, In seinem Verhältnis zu den Menschen gesehen, liefert zunächst zwei Aspekte: wer regiert und wie regiert wird. Die oft beklagte Kluft, die sich zwischen den Politikern und dem Volke auf tut, ist wesentlich durch diesen Zwiespalt begründet.

    Von W. Fredericia,

  • Generalvertrag ohne Menschenrechte

    Bedenklicher als die praktischen Folgen der Zusatzabkommen zum Generalvertrag ist der Geist, der aus ihnen spricht. Unter den Forderungen, die an die Bundesregierung gestellt wurden, befand sich auch die, daß die deutsche Justiz den Strafvollzug an den von Gerichten der Alliierten auf deutschem Boden als sogenannte Kriegsverbrecher Verurteilten zu übernehmen habe.

  • Tagebuch der Zeit

    Widerstände in Bonn

    Der französische Außenminister Robert Schuman erklärte zu Beginn der vergangenen Woche, der Vertrag über die europäische Verteidigungsgemeinschaft werde am Wochenende paraphiert werden.

  • DIE ZEIT
  • Finanzinstitute im Überseehandel

    Seit der Währungsreform hat sich die Wiedereingliederung der Bundesrepublik in Welthandel und Weltverkehr Schritt für Schritt vollzogen.

  • Eulenspiegeleien-italienisch

  • WILHELM LEHMANN:

    Ruhm des Daseins

  • Die Schwierigkeiten bei der Besteuerung von Scheingewinnen

    Unser Steuerrecht ist insbesondere auf dem Gebiete der Besteuerung gewerblicher Gewinne von unzweifelhafter Fragwürdigkeit. Die Periodenabgrenzung einerseits und die steuerlichen Bewertungsvorschriften andrerseits zwingen den Kaufmann oft zu einem Gewinnausweis, der mit den wirtschaftlichen Realitäten einfach nicht in Einklang zu bringen ist.

  • Was Frauen auszusagen haben

    Nach dem Ergebnis unseres Preisausschreibens könnte es so aussehen, als würden alle wichtigen Bücher nur noch von Männern geschrieben.

  • Genügt Partnerschaft?

    Hier wird einerseits gezeigt, welche Irrwege unsere politische Erziehung, sei es die „staatsbürgerliche“ der Wilhelminischen und der Weimarer Epoche, sei es die „volkspolitische“ des Hitlersystems, im Zwang idealistischer, wirklichkeitsferner Zielsetzungen gegangen ist und anderseits mit allen Gründen der Soziologie, des Rechts, der Psychologie und Pädagogik dargelegt, daß nur vom Verhalten zum Mitmenschen her, durch „Partnerschaft“, unser politisches (Leben gesunden kann.

    Von A. D.

  • Wege zur Verbilligung der Einfuhr

    Von Otto Bertram, Vorsitzender des Einfuhrausschusses des Gesamtverbandes des Groß- und Außenhandels e. V.

  • Ptolemäus könnte heute lachen

    Ums Jahr 300 vor Christi Geburt stand der griechische Mathematiker Euklid in Alexandrien vor König Ptolemäus Philadelphus. „Euklid“, fragte der mathematisch anscheinend unbegabte Herrscher, „gibt es für mich keinen Zugang zu deiner Wissenschaft?“ Der große Geometriker erwiderte, indes Seine Majestät zusehends trauriger wurde: „Zur Mathematik, o mein Gebieter, führt kein Königsweg.

  • Endlich neuer Start der Großbanken

    Um die Bankwirtschaft entsprechend den veränderten politischen Verhältnissen auf neue Rechtsgrundlagen zu stellen, bedürfen vor allem drei Fragenkomplexe einer gesetzlichen Neuregelung: der Umbau der Bank deutscher Länder zur Bundesnotenbank, die endgültige Gestaltung der Nachfolgeinstitute der Großbanken sowie die Anpassung des Reichsgesetzes über das Kreditwesen an den heutigen staatsrechtlichen Aufbau.

  • Friedrich Sieburg:

    Über die Flucht in die Neurose

    Es müßte eine Lust sein, die Menschheit aus dem Griff der Seelenärzte zu befreien und sie ihren wahren Problemen zurückzugeben, wenn man nur sicher wäre, ‚daß man ihr damit einen Gefallen täte.

  • Was läßt sich von der EZU noch erhoffen?

    Was kann man von einer Ordnung des europäischen Handels erhoffen, die nicht nur mit Störungen, wie den Entliberalisierungen, rechnen muß, sondern die ihrerseits die mühsam erreichte Stabilität jener Mitgliederländer gefährdet, die sich der Ordnung willig unterwerfen? Sind das nicht Zeichen dafür, daß das europäische Verrechnungssystem versagt hat? Sollte man nicht am 30.

  • Höfliche Parlamentarier, sanfte Polizisten

    Zelte waren im Orient immer ein Symbol der Freiheit, die schwarzen Zelte der Beduinen, die auftauchen und wieder verschwinden und deren Bewohner voller Verachtung auf die ansässigen Bauern schauen.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Florentiner Musik-Mai

    Es lag nahe, in diesem Jahre das Werk Rossinis (geb. 1792) in den Mittelpunkt des Maggio Musicals Fiorentino zu stellen. Mit der seit langer Zeit nicht mehr gehörten „Armida“, die sich als ungleich weniger „aktuell“ herausstellte als die vor einem Jahr wiederentdeckte gleichnamige Oper Lullis, wurde das Festspiel sozusagen offiziell eröffnet.

    Von Hans Rutz.

  • Amalthea-Musikbücher

    Das deutsche Musikschrifttum spaltet sich ziemlich schroff in die wissenschaftliche und die unterhaltende Kategorie. Die Bücher der ersten legen Wert auf ein strenges Gesicht, auch in der unvermeidbaren illustrativen Ausstattung, die der zweiten geben sich in Wort und Bild gern populär in einem nicht immer seriösen Sinne.

  • Die Seelen-Heilkunde und das Heil der Seelen

    Eins scharfe Stellungnahme gegen die Psychoanalyse in einer Zeitschrift des Vatikais, verfaßt von Monsignore Felici, hat in Europa Aufsehen erregt.

  • Lieber legaler Handel als Schmuggel

    Der Außenhandel, der heute von Lizenzen und Kontingenten beherrscht wird, bietet immer wieder Beispiele für die Zweischneidigkeit eines staatlich gelenkten Handels.

  • Neue Mehrheit im Bundesrat

    Nicht nur die Bonner Koalitionspartner der FDP sind über die von ihnen als Affront empfundene Zusammensetzung der Stuttgarter Regierung verärgert und beunruhigt; auch die Bundestagsfraktion der FDP selbst ist in ihrer großen Mehrheit mit dieser Lösung nicht einverstanden.

    Von Robert Strobel

  • Schriftsteller und Staat

    In der ersten Maiwoche haben sie alle in Berlin getagt: die deutschen Verleger, die Schriftsteller, die Studenten, die Soziologen und die Leute von der politischen Wissenschaft.

    Von unserem Berliner Korrespondenten

  • Am höchsten geschätzt: der Freimut

    Kein Einsender hat alle diese zehn Titel genannt. Dem Ergebnis am nächsten kam eine Reihe von Teilnehmern, die acht der oben verzeichneten Bücher auswählten.

    Von Christian E. Lewalter

  • Warenmärkte immer noch flau

    Die über die Entwicklung der internationalen Warenmärkte während der zweiten April-Hälfte vorliegenden Meldungen sind allesandere als zuversichtlich.

  • Golf – nicht mehr so exklusiv?

    Vielen Leuten gilt Golf als eine Angelegenheit lediglich der „feinen“, sprich: reichen Leute, ganz im Gegenteil etwa zu England und Amerika, wo, wie wir noch sehen werden, Golf ein wahrer Volkssport ist.

  • ‚19. Reihe‘

    Als er den Vorhang berührte, hob eine schmale Hand ihn zur Seite. Ein Lichtkeil lag matt für einen Augenblick vor ihm und schloß sich in der nächsten Sekunde.

  • Der Putsch um das Zinn

    In den Vereinigten Staaten gilt Nelson Rockefeller, der während des zweiten Weltkrieges die Interessen der Länder beider Amerika koordinierte, als der beste Kenner Lateinamerikas.

  • Ironie und tiefere Bedeutung

    Marquand ist der passionierte Schilderer der Bostoner Hautevolee. Routine und eine leichte. Feder geben seiner Kritik an der Gesellschaft ein gewisses Dutzendgesicht, das aber von einer stark entwickelten Freude am psychologischen Detail, blitzenden Dialogen und treffsicherer Konzeption aufgewogen wird.

    Von H. Schi.

  • ZEITSPIEGEL

    Der Bundespräsident ist der Bitte der Bundesregierung, das Deutschlandlied wieder zur Nationalhymne zu erklären, nachgekommen.

  • Prälat Dr. Ludwig Kaas †

    Prälat Ludwig Kaas, Päpstlicher Protonotar, dreifacher Doktor, Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Professor für Kirchenrecht an der Universität Bonn und dem Theologischen Seminar in Trier, Mitglied der Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung und, bis 1933, des Deutschen Reichstags, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Zentrumspartei, ist in der Nacht zum 25.

  • Im Lande des Caudillo und der Kirche

    Spanien war uns entgegengekommen. Auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt landete am 24. April zum ersten Male nach dem Kriege eine viermotorige amerikanische Maschine der spanischen Luftverkehrsgesellschaft „Iberia“.

    Von Eka von Merveldt

  • Ebbe und Flut ist Kaufmannsgut

    Sie fragen mich nach den Aussichten für das deutsche Auslandsgeschäft. Das Sprichwort des Hamburger Kaufmanns: „Ebbe und Flut ist Kaufmannsgut“ paßt zur Beantwortung der Frage.

  • Die Wirklichkeit der Bilder

    C. G. Jung und K. Kerényi: Einführung in das Wesen der Mythologie, (Rhein-Verlag Zürich, 260 S., Leinen, DM 16,–.) Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen.

  • Künstler, Mäzene und Steuern

    Die Ausstellung „Die Industrie als Kunstmäzen“, die wir bereits angekündigt haben (Die Zeit Nr. 18 vom 1. Mai 1952), ist in der Hamburger Kunsthalle mit einem Festakt, bei dem Bundespräsident Professor Heuss eine Ansprache hielt, eröffnet worden.

    Von Martin Rabe

  • Beichte auch beim Psychoanalytiker

    In einem Blatt des Vatikans konnte man einen scharfen Artikel gegen die Psychoanalyse lesen — ein Artikel, der beinahe einer offiziellen Weisung gleichkam.

    Von Rolf Reißmann

  • Nur Gott kann von Schuld befreien

    Ein römischer Monsignore hat in einem Blatt für den Klerus Roms zur Psychoanalyse vom moraltheologischen Standpunkt aus Stellung genommen – ist das Grund zur Aufregung, als hätte der Vatikan oder gar der Hl.

  • Günstige Bankbilanz

    In Österreich ist die Erinnerung daran, daß, die Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre mit dem Zusammenbruch der Creditanstalt in Wien, eingeleitet wurde, noch recht lebendig.

  • Spezialhandel ohne Ausgleich

    Hamburg und Bremen haben ihre zentrale Stellung im Außenhandel, besonders beim Import wie auch im Export von Stückgütern nach Übersee wiedergewonnen, wobei ihr Spezialhandel – unterteilt nach Waren (Produktenfirmen), Märkten (Länderfirmen) und in jüngster Zeit ergänzt durch stärkere Spezialisierungen im technischen Bereich – den Rahmen bildet.

  • Kein Blatt vor den Mund

    „Ich hab mich zu sehr geschämt, zu sein, was ich bin. Ich weiß, ich seh nicht so aus, als ob ich’s in der Welt weit bringe, wo alle anderen so’n Tam-Tam davon machen, daß man reich werden muß oder berühmt durch wer weiß was.

  • Der dünne Spalt der Hoffnung

    Die beiden neuen amerikanischen Romane, die jetzt in deutscher Sprache vorliegen, sind Werke von Fünfundzwanzigjährigen. Es wäre jedoch völlig unangemessen, hier von „begabtem Nachwuchs“ zu sprechen.

  • LOUIS UNTERMEYER UND JEAN NEUVCELLE:

    Der Erdball stöhnt nicht nur – er lacht auch

    Nationen vergleichen ihren Humor – V. Die Amerikaner auf dem Lande scherzen anders als die in der Stadt – Komik in Italien

  • Exportkartelle „müssen sein“

    „Gegen die Schaffung der Diktatur eines Bundeskartellamtes“ (so lautet der Titel seiner Streitschrift) wendet sich Dr. H. D.

  • Für gleiches Recht im West-Ost-Handel

    Theoretisch beginnt der Osthandel an der Oder-Neiße-Linie, praktisch aber schon am volksdemokratischen Vorhang, mit dem speziellen Handelsobjekt West-Berlin.

  • „Schieberamsch“ mit sozialen Aufwendungen beim Lastenausgleich

    Für alle, die in der edlen Kunst des Skatspiels nicht genügend erfahren sind, bedarf es vielleicht einer Erklärung: der Witz beim „Ramschen“ ist, im Endergebnis möglichst wenig an zählenden Karten zu erhalten, also so billig wie möglich davonzukommen.