• DIE ZEIT: Jahrgang 1952

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1952/01

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    • Wo können wir die Rechnung präsentieren?

      Zu dem Tätigkeitsbericht der Bundesregierung, der kurz vor Weihnachten veröffentlicht wurde, hat Dr. Adenauer ein Vorwort geschrieben und in ihm unter anderem gesagt: „Deutschland befindet sich jetzt in einer Mächtegruppe, die nicht nur bereit und entschlossen, sondern auch in der Lage ist, den Totalitätsanspruch der Sowjets einzudämmen und uns Frieden und Freiheit zu sichern.

    • Ungarische Rhapsodie

      Das Schicksal der vier amerikanischen Flieger, die vor einigen Wochen auf dem Flug von Westdeutschland nach Belgrad mit ihrer Transportmaschine infolge schlechten Wetters über ungarisches Gebiet gerieten und dort zur Landung gezwungen wurden, zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, welchen Grad die „Beziehungen“ zwischen den Nationen bereits erlangt haben.

  • Ausgabe 1952/02

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    • Stalin wünscht Glück...

      Zum Jahreswechsel hat Stalin eine Glückwunschbotschaft an das japanische Volk gerichtet, an ein Volk also, das mit der Sowjetunion noch im Kriegszustand lebt.

    • Totengräber

      Der ehemalige Reichskanzler der Weimarer Republik, Joseph Wirth, hat offenbar beschlossen, sich neuerlich der Politik zuzuwenden.

  • Ausgabe 1952/03

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    • Posthumer Ruhm

      Frankreichs Nationalversammlung hat beschlossen, dem verstorbenen General de Lattre de Tassigny die Ehre eines Staatsbegräbnisses zuzubilligen und ihm nachträglich die Marschallwürde zu verleihen.

    • ...nie wieder Kommiß

      Das Wort „Remilitarisierung“, ein irreführender, falscher Begriff für eine offenbar notwendige Sache, ist erfreulicherweise, nachdem es ja auch Schaden genug angerichtet hatte, aus der öffentlichen Diskussion nahezu verschwunden.

  • Ausgabe 1952/04

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    • Der Appell an die Opposition

      Zweimal, kurz nacheinander, hat der Bundeskanzler an die sozialdemokratische Fraktion appelliert, sie möge sich doch zu einer Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und den Regierungsparteien in den entscheidenden.

    • Churchill muß sich anpassen

      Die Politik der Westmächte wird für die nächste Zukunft auf den Abmachungen beruhen, die Churchill mit Truman in Washington getroffen hat.

  • Ausgabe 1952/05

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    • Verletzte Spielregeln

      Wenn ein Beamter, Lehrer oder Briefträger seine Aufgaben nicht kennt, wird er zur Ordnung gerufen oder seines Amtes entsetzt – wenn ein Abgeordneter des Bundestages zu erkennen gibt, daß er keine Ahnung hat, was seine Kompetenzen eigentlich sind, so geschieht gar nichts.

    • Paris gefährdet Europa

      Die Ernennung des bisherigen französischen Hohen Kommissars im Saargebiet, Gilbert Grandval, zum Botschafter in Saarbrücken, wirft die Frage auf, ob es etwa der Pariser Regierung darum geht, im letzten Augenblick noch die Teilnahme der Bundesrepublik an der Europa-Armee zu verhindern.

  • Ausgabe 1952/06

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    • Gilbert Grandvals seltsame Mission

      Ende Oktober 1951 fand in Saarbrücken, unter dem Vorsitz des jüngst vom Hohen Kommissar zum Botschafter avancierten Gilbert Grandval, eine geheime Sitzung statt.

    • Warum wir jetzt planen müssen

      Bei meinem Rücktritt von der Stellung eines Rohstoffberaters der Bundesregierung im vergangenen Herbst ließ ich ein Problem zurück, dessen Lösung mir – als streitbarem Freunde Professor Erhards – besonders am Herzen lag und das wir oft, besonders auf unserer Amerika-Reise, behandelt hatten: den Aufbau einer weitsichtigen Vorausplanung.

  • Ausgabe 1952/07

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    • Die Niederlage der SPD

      Die Wehrdebatte im Deutschen Bundestag hat eines klar bewiesen, daß es nämlich nicht angeht, parlamentarische Debatten über außenpolitische Verträge zu führen, die sich noch im Stand der Verhandlungen befinden.

    • Die Welt blickt auf Paris

      Die Blicke der Welt, die in der vorigen Woche auf Bonn gerichtet waren, haben sich nach Paris gewandt. In der Nationalversammlung geht in französischer Version das gleiche Schauspiel über die Bühne wie sechs Tage zuvor im Bundestag.

  • Ausgabe 1952/08

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    • Zwei Schwerpunkte: Ostasien und die NATO

      Am zweiten Jahrestag der Unterzeichnung des sowjetisch-chinesischen Bündnis-Abkommens fand ein demonstrativer Telegrammwechsel zwischen Stalin und Mao Tse Tung statt.

    • Die Flinte im Korn

      Wenn man das Unbehagen, nein mehr: die Ratlosigkeit und das Preisgegebensein des heutigen Menschen auf eine simple Formel bringen wollte, so würde man als Ursache wahrscheinlich seine metaphysische Beziehungslosigkeit erkennen.

  • Ausgabe 1952/09

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    • Elend zwischen Maas und Rhein

      Man fährt an der deutsch-holländischen Grenze, der „Spanischen Ley“, entlang, so benannt aus jener Zeit, da hier, wie es im schönen Liede von Wilhelmus van Natalie heißt, „de Koning van Hispanien“ treulich geehrt wurde.

    • Teurer Botschafter

      Wegen der Ernennung des Herrn Grandval zum französischen Botschafter in Saarbrücken, die den Wunsch der französischen Regierung erkennen läßt, im Saargebiet fertige Tatsachen zu schaffen, ist es zu einer bis heute nicht befriedigend gelösten Auseinandersetzung zwischen Bonn und Paris gekommen.

  • Ausgabe 1952/10

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    • Verschärfung zwischen Ost und West

      In den Vereinigten Staaten läuft der Kampf um die Präsidentenwahl nur langsam an. Einstweilen geht er hauptsächlich um innerpolitische Fragen.

    • Flickwerk

      Die Luft im Palais Bourbon stand dumpf und unbewegt über dem Halbrund redender und gestikulierender Volksvertreter. Alle, mit Ausnahme der Kommunisten, hatten eben noch den enormen Ausgaben für die Aufrüstung und den Krieg in Indochina zugestimmt.

  • Ausgabe 1952/11

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    • Cowboy-Diplomatie

      Bevor General Eisenhower, bei seinem Athener Besuch vom griechischen König zum Diner eingeladen, sich in die königliche Villa begab – die griechischen -Könige residieren nicht mehr in dem vom bayerischen König Otto gebauten Palast –, empfing er den griechischen General Papagos in, man kann es nicht anders nennen, Audienz.

    • Dr. Wildermuth †

      Der Bundesminister für Wohnungsbau, Eberhard Wildermuth, ist in seiner Heimatstadt (Tübingen im Alter von 61 Jahren einem Herzschlag erlegen.

  • Ausgabe 1952/12

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    • Das Moskauer Angebot

      Als der Inhalt der sowjetischen Note über den deutschen Friedensvertrag bekannt wurde, war man sich im Westen – ohne vorherige Verabredung – völlig einig darüber, daß sie ein schlechtes Machwerk sei, nur dazu fabriziert, die Verhandlungen über einen deutschen Wehrbeitrag zu stören.

    • Der goldene Strom aus dem Westen

      Präsient Truman hat 7,9 Milliarden Dollar, dasist mehr als das deutsche Steueraufkommen eines ganzen Jahres, vom Kongreß für die Auslandshilfe gefordert, die von jetzt an hauptsächlich eine Rüstungshilfe für Westeuropa sein soll.

  • Ausgabe 1952/13

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    • Das gefährdete Ansehen des Staates

      Das Pressegesetz, das das Bundesinnenministerium als Referentenentwurf veröffentlicht hat, ist der kommunistischen und der SRP-Presse auf den Leib geschrieben.

    • Kreml will einkaufen

      Von der „Welthandelskonferenz“, die in der ersten Aprilwoche zu Moskau stattfinden soll, erwartet der Kreml, daß sie eine Gelegenheit sei, den westlichen Geschäftsmann für das östliche Geschäft zu gewinnen.

  • Ausgabe 1952/14

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    • Truman kandidiert nicht mehr

      Präsident Truman hat das große Jefferson-Jackson-Dinner in Washington zum Anlaß genommen, um seine immer wieder hinausgeschobene Entscheidung bekanntzugeben, daß er eine Nominierung der Demokratischen Partei zum Präsidentschaftskandidaten nicht annehmen werde.

    • Probleme nach dem Tage X

      Der Königsteiner Kreis, der kürzlich in Bonn tagte, ist eine Vereinigung von Juristen, Beamten und Volkswirten, die aus der Sowjetzone verdrängt wurden.

  • Ausgabe 1952/15

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    • Verbotene Trauer

      Gegen den deutschen Kompanie-Chef einer in Werl stationierten Arbeitseinheit der Besatzungstruppen ist auf Anweisung britischer Dienststellen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, weil vier Männer seiner Einheit in Uniform am Sarge des im Gefängnis in Werl verstorbenen deutschen Generals Mälzer einen Kranz niedergelegt haben.

    • Präsidentschaftswahlen und Europa-Verteidigung

      Nach einer siebenstündigen außenpolitischen Debatte nahm der Bundestag einen Antrag der Regierungsparteien und einen Absatz aus einem sozialdemokratischen Antrag an, in denen die deutsche Einheit als „oberstes Ziel der deutschen Politik“ bezeichnet wird.

  • Ausgabe 1952/16

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    • Dauerhafte Befreiung

      Anfang April wandte sich das Wiener Parlament mit einem eindrucksvollen Appell an die Besatzungsmächte und besonders an die Sowjetunion, Österreich Freiheit und Unabhängigkeit wiederzugeben.

    • Auch der Westen bleibt die Antwort schuldig

      Die neue Sowjetnote des Kreml ist in den westlichen Hauptstädten, in Washington, London, Paris und nicht zuletzt in Bonn, mit großem Mißtrauen entgegengenommen worden.

  • Ausgabe 1952/17

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    • Die Geduld der Flüchtlinge ist erschöpft

      Die Gefahr, daß Flüchtlinge auf eigene Faust mit Wagenkolonnen über die Landstraßen ziehen werden, um ihre Umsiedlung zu erzwingen, rückt näher.

    • Die Friedensbombe

      In der Außenpolitischen Kommission des Parlaments deutete der japanische Staatsminister Okasaki an, daß für Japan durchaus die Möglichkeit bestehe, einen Friedensvertrag auch mit dem kommunistischen China abzuschließen.

  • Ausgabe 1952/18

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    • Verhöhnte Menschlichkeit

      Tausende von Jugendlichen, von denen viele noch keine achtzehn Jahre alt sind, schmach--ten wegen „politischer Verbrechen“ in den Kerkern der Sowjetzone.

    • Die Industrie als Kunstmäzen

      Kunst kann ohne Mäzenatentum nicht gedeihen. Der Künstler muß innerhalb der menschlichen Gesellschaft Platz und Rang haben. Dazu aber muß es Menschen geben, die ihn brauchen, für sich selbst oder für Institutionen, denen sie vorstehen oder denen sie angehören.

  • Ausgabe 1952/19

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    • Piecks Antwort: Bürgerkrieg

      Ein erstes Ergebnis der schleppenden Verhandlungen mit dem Westen über Generalvertrag und Europa-Armee ist nunmehr zu verzeichnen der Kreml hat den deutschen Kommunisten erlaubt, ihre politischen Ziele offen darzulegen; Bei der Mai-Kundgebung in Ostberlin hat Wilhelm Pieck angekündigt, die deutsche Sowjetzone werde eine eigene Armee aufstellen, wenn es nicht gelänge, „den General-Kriegs-Vertrag und die Remilitarisierung Westdeutschlands zu verhindern“.

    • Schlechte Beamte kosten Geld

      Der Staat, In seinem Verhältnis zu den Menschen gesehen, liefert zunächst zwei Aspekte: wer regiert und wie regiert wird. Die oft beklagte Kluft, die sich zwischen den Politikern und dem Volke auf tut, ist wesentlich durch diesen Zwiespalt begründet.

  • Ausgabe 1952/20

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    • Deutschland und der Kalte Krieg

      In einer Pressekonferenz vor 300 in- und ausländischen Journalisten hat der stellvertretende Ministerpräsident der Sowjetzone, Walter Ulbricht, zu dem deutsch-alliierten Generalvertrag Stellung genommen.

    • Der Kreml lockt nicht nur – er droht

      Wo stehen wir heute? In welcher Richtung kann sich die deutsche Politik entwickeln? Der Vertrag über die Europa-Armee ist in Paris paraphiert worden.

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