• Ausgabe 05/1953

    Ausgabe 05/1953

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • SPORT DER ZEIT

    Pillen...Toto...Permit

    In seinem köstlichen Dialog „Der Kapaun und das Masthuhn“ läßt Voltaire den Kapaun sagen: „Die Menschen bedienen sich des Gedankens nur, um ihre Ungerechtigkeiten zu begründen, und sie wenden die Worte nur an, um ihre Gedanken zu verbergen.

  • Karl Krolow:

    Im Spätwinter

  • Unternehmungen

    Wachsende Konsolidierung bei der Reichswerke AG. Der Jahrelange Stillstand der Anlagen bei Wiederinbetriebnahme der nicht demontierten Anlageteile stellte an die Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten, Berlin, wie aus dem aus dem gleichen Grunde erst jetzt vorgelegten Geschäftsbericht für die drei ersten DM-Geschäftsjahre hervorgeht, große Ansprüche.

  • Archibald MacLeish:

  • Eine fünfte Großmacht

    Autoren, Verleger, Publikum, Kritiker – das scheinen die vier großen Mächte zu sein, die das literarische Leben bestimmen. „Die Verleger machen die Literatur“, sagte Ernst Schnabel unlängst kategorisch bei einem Mittwochsgespräch.

  • Butterpreise...

    Die deutschen Hausfrauen schmunzeln: einmal über die „faule“ Geschichte mit den Kühlhauseiern und dann über das Purzeln der Butterpreise! Die Kühlhauseier, die man jetzt wie sauer Bier in Stadt und Land anbietet, um sie endlich an die Hausfrau zu bringen, haben allerdings zwei Seiten (bei Eiern eine immerhin seltene Erscheinung): sie sind billig und sind es wieder nicht, alldieweilen der infolge der falschen Einlagerungspolitik entstandene Verlust von immerhin 3 Mill.

  • Existenzkampf der Kirche in Polen

    Es sind eigentümliche Spionagedokumente, von denen in dem Prozeß die Rede ist, der in Krakau gegen fünf Geistliche und zwei Angehörige der katholischen Jugend geführt wird.

  • Neue Wege zur Nazisuche

    Einer hohen Behörde bitte ich hier mitteilen zu dürfen, daß ich die Kunstfertigkeit, mit welcher der Reactions Analysis Staff des „Amtes für öffentliche Angelegenheiten“ von HICOC seine Übersicht über die Nazi-Gesinnung in Westdeutschland ausgekocht hat, gleichfalls angewendet habe.

  • Teure Wohnungen

    Die mit Recht soviel beklagte Bürokratisierung des wirtschaftlichen Lebens ist in erster Linie eine Ordnungsfrage, d. h. also eine solche der grundsätzlichen Haltung des Menschen, der heute zu der Entscheidung zwischen Freiheit und Zwang aufgerufen ist.

  • Bauen wir die Slums der Zukunft?

    Die Frauen Schleswig-Holsteins diskutierten mit den Architekten und Behörden

  • Die serbische Ilias

    Die Lieder der slawischen Völker erbten sich jahrhundertelang mündlich fort, wandelten sich, veränderten ihren Inhalt und wurden erst in der Zeit der deutschen Romantik aufgeschrieben.

  • Fragwürdiges Wahlrezept

    Die Wahlarithmetiker der Koalitionsparteien rechneten und verhandelten lange, die man sich im Bundeskabinett endlich auf einen Gesetzentwurf einigte.

  • IN DIESER AUSGABE:

  • ZEITSPIEGEL

    Die Presse Israels erinnert gegenwärtig, im sammenhang mit den neuesten Judenverfolgungen in Rußland, an frühere Judenverfolgungen in der Sowjetunion.

  • DIE ZEIT
  • Weniger Pachtland – höhere Pachtsätze

    Wir haben von Zeit zu Zeit – speziell mit Beiträgen des gleichen Verfassers, dem wir auch den nachstehenden Beitrag verdanken – auf die Anzeichen hingewiesen, die eine ungünstige Entwicklung im landwirtschaftlichen Pachtwesen vermuten ließen.

  • Mignon, zum erstenmal

    Ist das der schönste Vers der deutschen Sprache?“, fragte der Knabe Carl Burckhardt seinen Vater im Gedenken an die Erschütterung, die ihn – noch einmal Jahre zuvor – überwältigt hatte, als er eben den Vater im Garten lesen hörte, Schiller, Vergilübersetzung, und darin die Stelle: „O Königin, du weckst der alten Wunde / Unnennbar schmerzliches Gefühl“: Max Rychner hat kürzlich bei einer Besinnung auf Burckhardts Stil von dieser ersten Begegnung mit großem Gedicht erzählt.

    Von Albrecht Goes

  • Lessing-Preis 1953

    Lessing war ein universeller Geist, aber ein Lyriker war er nicht. Dennoch hatte sich die Hansestadt Hamburg entschlossen, ihren Lessing-Preis diesmal an zwei Lyriker zu geben: an den Naturmythiker Wilhelm Lehmann und den evangelischen Humanisten Albrecht Goes.

  • Museumsarbeiten

    Jahrbuch der Hamburger Kunstsammlungen Band II, herausgegeben von Peter Wilhelm Meister In Verbindung mit Carl Georg Heise und Erich Meyer.

  • Problematische Agrarunion

    In Paris stehen in Kürze wieder Verhandlungen über die Bildung einer Europäischen Agrarunion an. Von einem Experten aus dem Mitarbeiterstab des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs erhalten wir dazu nachstehenden Beitrag, der besonders im Hinblick auf die am 30.

  • Brasilien ringt um Ausgleich

    Das am 22. Februar in Kraft tretende neue Währungsoperationsgesetz, das die Bildung eines gelenkten Freimarkt-Wechselkurses für den inflationsschwangeren Cruzeiro vorsieht, macht eine Neuregelung der brasilianisch-deutschen Handelsbeziehungen notwendig.

  • Das Land der aufgehenden Sonne ist wieder da

    Japan, immer noch das Land mit der dichtesten Bevölkerung, immer noch das Land es Fortschritts in Asien und das Land der uralten Traditionen, hat – im Gegensatz zu Deutschland – seinen Friedensvertrag.

    Von Indro Montanelli

  • Werkzeug-Legende

    Die Verwendung von Werkzeugen in allen Bereichen der industriellen und handwerklichen Fertigung sowie im Haushalt auf der einen Seite und die Verschiedenartigkeit der Abnehmer (Großhandel, Einzelhandel, Warenhäuser, kommunale und industrielle Großverbraucher, Importeure, Exporteure und alliierte Dienststellen) auf der anderen Seite, stellt die Werkzeugindustrie stets wieder vor erhebliche Marktprobleme.

  • Herbert Brownell

    Als Eisenhower nach Korea flog, nahm er zwei seiner künftigen Minister mit, den Verteidigungsminister Wilson, was nur natürlich war, aber auch den Justizminister Brownell.

    Von Paul Bourdin

  • Wie man Bundesrichter wird

    Der frühere Personalchef der Niedersächsischen Staatskanzlei, Dr. Helmuth Beyer, der vor einiger Zeit als Bundesrichter nach Karlsruhe berufen wurde, hat in einem umfangreichen Schreiben gegen die Personalpolitik des Ministerpräsidenten Kopf (SPD) schwere Vorwürfe erhoben.

  • Chamäleonhaut für Polizisten?

    Man hat M. Y. Ben-gavriel „eine seltsame Mischung zwischen Martin Buber und Kail May“ genannt. Schärfe des Geistes und überschäumende Phantasie vereint er in vollendeter Manier.

    Von Cornelius Colon

  • In SSD-Fängen

    Der dreizehnjährige Konstantin Letter arbeitete – es war im vergangenen Dezember – auf dem Feld seiner Adoptiveltern in der Glienicker Heide nahe der Grenze von Westberlin zur Sowjetzone.

    Von W. D.

  • Eisen auf hohem Pferd

    In einer Gemeinschaftserklärung der eisenschaffenden Industrie, die die Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie e. V.

  • Eigentümer fordern Mitbestimmung

    Auf dem Hamburger Wertpapiertag 1953 hat die Arbeitsgemeinschaft der Schutzvereinigungen für Wertpapierbesitz eine Denkschrift zur Reform des Aktienrechts vorgelegt, die in zweijähriger Arbeit von namhaften Experten des Gesellschaftsrechts, der Volks- und Betriebswirtschaftslehre zusammengestellt worden ist.

  • Endstation Potsdamer Platz...

    Alles aussteigen... Endstation.“ So ruft der Schaffner seit ein paar Tagen in der Straßenbahn 74, wenn sie, vom östlichen Weißensee kommend, den Leipziger Platz erreicht hat, an den sich der Potsdamer Platz anschließt.

    Von unserem Berliner Korrespondenten

  • Korea im Deutschen Theater

    Das Ostberliner „Deutsche Theater“ kann das zweifelhafte Verdienst für sich in Anspruch nehmen, das politische Hetzstück auf den Bühnen der Sowjetzone heimisch gemacht zu haben.

  • Symbol und Stolz Frankreichs

    Madame Colette symbolisiert in vielerlei Hinsieht Frankreich. Sie ist mehr als eine berühmte Dichterin, sie ist eine Institution.

    Von Fadame Colette symbolisiert in vielerlei Hin- niemand gleicht jener Colette

  • Preise in der CSR

    Der Durchschnitts-Monatsverdienst in der Tschechoslowakei beträgt heute etwa 2500 bis 3000 kcs. Die Kaufkraft dieser Summe ist natürlich höher als der internationale Kurs der Tschechenkrone, weil noch immer Kleider- und Lebensmittelkarten existieren.

  • Startschuß für die Steuerreform

    Im Bundesfinanzministerium wird mit Hochdruck an der „kleinen Steuerreform“ gearbeitet. Man spricht in Bonn nur von der „kleinen Steuerreform“.

  • Tagebuch der Zeit

    Deutschland und der EVG-Vertrag

    In einem Interview mit der französischen Zeitung La Croix bezeichnete Bundeskanzler Dr. Adenauer „ein gutes deutsch-französisches Verhältnis“ als das „Kernstück“ des Zusammenschlusses der europäischen Völker.

  • NRF und „Parisienne“

    Um zwei neue Literaturzeitschriften scharen sich jetzt die französischen Schriftsteller. Beide sind neu; beide tragen auf ihrem Umschlagblatt den Vermerk: „Jahrgang eins, Nummer eins, vom 1.

  • Der fünfte Besucher...

    Was sie hier für bildhübsche Sekretärinnen haben“, dachte der Mann, als ihm eins jener Zaubergeschöpfe, die unter der Gattungsbezeichnung „Privatsekretärin des Chefs“, den Dschungel des modernen Lebens unsicher machen, vorausging.

  • Auf den Fahrer kommt es an

    Die Geschwindigkeitsgrenzen sind aufgehoben. Was sich nach dieser und anderen Neuerungen im Kraftverkehr ändert, behandelt folgender Beitrag des Oberstaatsanwalts Kleffel, der einmal der erste Verkehrsrichter war.

  • Modell des eiskalten Krieges

    Zwei große Reiche mögen sich im Kriegszustand befinden. Sie seien durch eine natürliche Grenze, sagen wir: ein Meer, so voneinander getrennt, daß die tägliche Reibung ausgeschaltet werden kann und sich beide völlig abzuschließen vermögen.

  • Viel Lärm um ein Gesetz

    Die italienische Öffentlichkeit hat alle Mühe, zu begreifen, auf welch komplizierte Weise ihre Wählerstimmen von dem neuen Wahlgesetz in geheimnisvolle Quotienten umgewandelt werden.

    Von Italo Zingarelli

  • Das Emigranten-Triumvirat

    Das innenpolitische Barometer Finnlands zeigt ein neues Sturmtief an: Zwischen den nationalen Kommunisten auf der einen und den orthodoxen Moskauhörigen auf der anderen Seite ist ein offener Kampf ausgebrochen, der zur Sprengung des „Volksdemokratischen Bundes“ zu führen droht, einer Organisation, die zur Stärkung der marxistischen Front gebildet wurde.

    Von Engdabl Thygesen

  • Kunst als Jubel der Materie

    Aus der Ansprache über das Wesen des Gedichts, gehalten beim Empfang des Hamburger Lessing-Preises

    Von Wilhelm Lehmann

  • Kritik am exakten Denken

    Die Krisis, in der der Mensch heute steht, beruht auf der Tatsache, daß sich seine Intelligenz und seine Moral nicht gleichlaufend miteinander entwickelt haben.

  • Inflation hinterließ tiefe Spuren

    Das Preisproblem beeinflußt nach wie vor in entscheidendem Maße die wirtschaftliche Entwicklung in Frankreich. Sie stand bis zum Februar des Vorjahres im Zeichen der latenten Inflation.

  • Arbeitslohn und Auto

    Ein amerikanischer Autohändler hat kürzlich Ostasien bereist, um die Absatzmöglichkeiten für Personenwagen zu erforschen. Das Ergebnis seiner Untersuchungen ist erschütternd.

  • Gegen England

    Die englisch-ägyptischen Verhandlungen über die zukünftige Verfassung des Sudan befinden sich in einem kritischen Stadium. Es geht um die Vollmachten des englischen Generalgouverneurs, der während einer dreijährigen Übergangszeit, in der die Regierung des Landes allmählich in sudanesische Hände übergeleitet werden soll, an der Spitze der Regierung steht.

    Von E. K.

  • MacArthur und die Bibel

    Vor meiner Abfahrt nach Japan hatte mir jemand gesagt, daß dort in jedem Hotel ein Kimono und ein Paar Pantoffel für den Gast bereitständen.

  • Tropisches Reich

    Der Bücher über Brasilien gibt es viele. Sie behandeln jedoch in der Mehrzahl Teilgebiete des riesigen, tropischen Landes, das bekanntlich unser einstiges Deutschland um das sechzehnfache an Flächeninhalt übertrifft.

    Von Heim Hell

  • ERNST VON SALOMON

    Die Macht des Schriftstellers?

    Der Aufsatz von Hermann Kesten „Die Macht des Schriftstellers“ („Die Zeit“ vom 22. Januar) hat den „Fragebogen“-Autor Ernst von Solomon auf den Plan gelockt.

  • Funk für Anspruchsvolle

    Eine Rede sei keine Schreibe, heißt es. Doch wie eigenartig: „Herr X schreibt für den Funk“, sagen die Leute; aber daß Herr X für den Funk schreibt, das eben ist meist das Malheur.

  • Diskonterhöhung in USA

    Die höchste Instanz im amerikanischen Bankwesen, der Federal Reserve Board, hat die von acht der zwölf Bundesreservebanken durchgeführte Erhöhung der Diskontrate von l 3/4 v.

  • Am Berliner Broadway

    Seit Beginn des neuen Jahres ist in Berlin der Boulevardismus ausgebrochen. Die nichtstädtischen Bühnen besonders huldigen dem frommen Schein, als sei die Stadt nicht umringt von Gefahren, Nöten und Bedrängungen.

  • News
  • Unsere Prognose:

    Schattenquote gibt Fragen auf

    Zwei Faktoren haben dem Rentenmarkt im vergangenen Jahr Auftrieb gegeben: Die Aussichten auf das inzwischen wirksam gewordene 1.

  • Blick in die Branchen:

    Mäßige Rendite bei Textil

    Die Spannungen zwischen Produktion und Absatz und die Wirbel auf den Rohstoffmärkten haben in allen Bilanzen und Geschäftsberichten der deutschen Textil-Aktiengesellschaften ihren Niederschlag gefunden.

  • Geldmarkt drückt auf die Börse

    Der Hauptgrund für die gegenwärtige Stagnation auf dem Aktienmarkt, die an manchen Tagen eine nahezu vollständige Geschäftslosigkeit zur Folge hatte, dürfte in dem für Januar ungewöhnlich angespannten Geldmarkt zu suchen sein.

  • Industrieproduktion fiel um einige Punkte zurück

    Der Index unserer industriellen Produktion lag im Dezember um einige Punkte niedriger als die Vorschätzung ergab. Dies liegt insbesondere an dem außergewöhnlichen Rückgang der Bautätigkeit, eine Folge der sechs Wochen früher als in den Vorjahren eingetretenen Kälteperiode, die den Bau in einem bisher nicht dagewesenen Maße beeinträchtigte.

  • Titelseite
  • Der 30. Januar

    Zwanzig Jahre liegt jenes verhängnisvolle Datum, der 30. Januar 1933, zurück. Zwanzig Jahre, das ist eine lange Spanne in unserer schnell – lebigen Zeit, und doch stehen wir noch mitten in der Realität, die dieser Tag heraufbeschworen hat: Das Reich, dem Rheinbund gleich auf kleinstem Raum zusammengedrängt, die Grenze zwischen Ost und West oder, wie es früher hieß, zwischen Slawen und Germanen, genau dorthin zurückgeworfen, wo sie vor tausend Jahren, um 900 also, verlief.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Bewußt oder fahrlässig?

    Man hat der deutschen Presse in den letzten Tagen in angesehenen Zeitungen des Auslandes so viel am Zeuge geflickt, daß wir Verständnis erwarten dürfen, wenn nun auch wir die Berichterstattung im Ausland über Vorgänge in Deutschland kritisch prüfen.

    Von Tan hat der