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Ausgabe 10/1953

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Der Teufel – gestern und morgen
Auch in der Romanliteratur gibt es eine Duplizität der Fälle. Zu Weihnachten erschien in deutscher Ausgabe (bei Claassen, Hamburg) der Roman des Schweden Eyvind Johnson, der einen historischen Hexenprozeß aus der Zeit Richelieus zum Thema hat: der Stadtpfarrer von London endete auf dem Scheiterhaufen, weil er angeblich Ursuliner-Nonnen mit schändlichen Visionen behext hatte (vgl.
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INFORMATIONEN
Die Verlagerung der deutschen Ausfuhrerlös-Kontrolle auf die Landeszentralbanken und (endlich) eine Verringerung der für die Ausfuhrerklärungen vorgeschriebene Zahl der Ausfertigungen hat ein beim Bundeswirtschaftsministerium gebildeten Arbeitskreis in einem Gutachten vorgeschlagen.
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Beim rechten Namen genannt
Ehre, wem Ehre gebührt: in diesem Falle der Bayernpartei. Als einzige der gewichtigeren Gruppen hat sie scharf gegen den Gesetzentwurf der bayerischen Regierung Stellung genommen, der in 25 Artikeln das amtlich zugelassene Verfassungsleben mit den politischen Meinungen der Münchener schwarz-roten Koalition identifiziert.
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HANS WIELAND
Abends
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Feuilleton
Theologie ohne Himmel und Hölle
Die gesamte dänische und norwegische Öffentlichkeit ist in den Strudel eines heftigen Meinungsstreites geraten, der – merkwürdig genug – weder durch ein politisches Ereignis noch durch einen gesellschaftlichen Skandal oder sonst eine Begebenheit auf dem weiten Feld täglicher Sensationen ausgelöst wurde.
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Jazz at the Philharmonie
Der Jazz ist zweifellos das interessanteste Phänomen der neuen Musikgeschichte, schon deshalb, weil keine andere Art des Musizierens je so viele Menschen enthusiasmiert hat.
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IN DIESER AUSGABE:
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Politik bringt Leben in die Börsensäle
Zum erstenmal seit langer Zeit ist der Aktienmarkt wieder in Bewegung geraten, allerdings nicht in dem Sinne, daß nun etwa die Zeit für eine Hausse gekommen ist.
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Japans Trend zur Qualität L. St., Kobe, im FebruarYoshida ist nach seiner Wiederwahl zum Premier in seinem rekonstruierten Kabinett gegenwärtig bemüht, Japans Außen- und Wirtschaftspolitik neu zu gestalten. Die wortkargen Regierungserklärungen lassen immerhin erkennen, daß die Reorganisierung der japanischen Wirtschaft in der Politik Yoshidas die Hauptrolle spielen wird. Japan ist mit seinen 85 Mill. Einwohnern ein stark übervölkertes Land, das aus dem Exporterlös die erforderlichen Nahrungsmittel und Rohstoffe beschaffen muß. In dieser Hinsicht gleicht es Deutschland. Wie für Deutschland so gilt auch für Japan: Export oder Hungertod! Mit „Made in Japan“, dem Fleiß der Japaner, wird der für das Leben notwendige Reis bezahlt...
Erzeugnisse aus Japan waren in der Welt bisher als Produkte des Dumpings bekannt. Premier Yoshida will mit dieser Legende ein für allemal aufräumen.
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Hamburg holt auf
Westdeutschlands Außenhandel über Hamburg erreichte im vergangenen Jahr nach den Feststellungen des Handelsstatistischen Amtes einen Wert von 8,37 Mrd.
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Lindert die Not!
Auf unseren Aufruf, den Flüchtlingen in Berlin und Holland zu helfen, sind bisher für die Berlin-Hilfe 7 477,75 DM, für die Holland-Hilfe 2 195,– DM als Spenden eingegangen.
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Pension für Autoren?
Schon voriges Jahr hat Walter v. Molo (beim Berliner Schriftsteller-Kongreß) von der Bundesregierung gefordert, sie solle gesetzliche Schritte gegen die materielle Not des Schriftstellerstandes tun, und sowohl Professor Heuß wie Dr.
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Papier statt Kanonen
Die Konferenz der sechs Außenminister in Rom über die europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) hat nicht zu dem gefürchteten Zusammenbruch der militärischen Europa-Pläne geführt.
- DIE ZEIT
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Messebarometer steht auf leicht bewölkt
Verstärkter Käufermarkt in Frankfurt, Köln und Hannover – Der Messekrieg dürfte von der Wirtschaft bald entschieden werden
Von M. D.
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Sklave – Krieger – Dichter
Miguel de Cervantes gehört zu jener merkwürdigen Art von schöpferischen Menschen, deren Namen unter den glänzendsten im Buche der Geistesgeschichte verzeichnet stehen, während dieselben Namen ohne jeden Nachhall verweht wären, wenn ihre Träger ein einziges bestimmtes Werk nicht geschaffen hätten.
Von Walter Abendroth
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Die „liebe alte Stadt“ New York
Vor einem halben Jahrhundert herrschte in New York die amerikanische Aristokratie, die großen Familien aus der Kolonialzeit.
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Wirtschaft ohne Fesseln
Vor fünf Jahren wurde Bundeswirtschaftsminister Erhard zum Wirtschaftsdirektor der Zweizonenverwaltung ernannt. Aus diesem Anlaß hat sich unser Bonner Korrespondent, Dr.
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Wie Paris subventioniert...
Die französische Exporthilfe setzte vor zwei Jahren ein und beschränkte sich vorerst auf den Außenhandel mit der Dollarzone.
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Warum die Schwarzen rot sind
Hinter Euston Station liegt Camden Town, eine schmutzige, trostlose Vorstadt Londons. Die Einwohnerschaft dieses Stadtteils ist anders als die aller anderen Vororte – hier nämlich lebt die Mehrzahl aller Neger.
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Im Frühjahr offenherzig
Die offene Linie“ nennen die Couturiers in ihrer Fachsprache die verwegenen Versuche, das Dekolleté, das bisher an festlichen Abenden getragen wurde, im Frühjahr und Sommer auch am Tage zu wagen.
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Pogrome im „Heiligen Krieg“
Ein altes Thema wird aktuell in Serge Groussards Roman „Schreckensnacht“ (aus dem Französischen von Wilhelm Lüsberg, Brüder Auer Verlag, Bonn): das Thema Judenpogrom.
Von Wilhelm G. Dittmer
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In der Straße von Formosa
Im britischen Unterhaus erklärte Außenminister Anthony Eden auf die Anfrage eines Mitgliedes der Opposition, daß von vierzig Angriffen auf britische Schiffe in der China-See mindestens achtzehn von nationalchinesischen Fahrzeugen durchgeführt wurden, die von Formosa aus operieren.
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Warum gräbst du, Centurio?
Gebt mir tausend echte Römer“, ruft der Präfekt von Ravenna aus, als die Heruler 455 seine Stadt belagern. Mit tausend echten Römern glaubt er nicht nur seine Stadt, sondern das ganze weströmische Reich vor dem Untergang bewahren zu können.
Von P. H.
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Planwirtschaft auf Europa-Basis?
Neue Luxemburger Gesetzentwürfe sollen Kontrollen über den Montanbereich. hinaus erweitern
Von W.-O. Reichelt
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Der Maler des „Moulin Rouge“
Schon oft ist der Hang Hollywoods zur Perfektion und historischen Genauigkeit in Langeweile ausgeartet. Der Farbfilm „Johanna von Orleans“ mit Ingrid Bergman in der Titelrolle, der geschichtliche Genauigkeit bis zur letzten Niete für die Rüstung der Jungfrau erstrebte, war ein Beispiel dafür, daß historisch genaue Szenen blaß, ja, verlogen wirken, wenn sie nichts als historisch sind.
Von Erika Müller
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„Wozzeck“ in Kiel
Das Kieler Landestheater brachte kürzlich als lokale Erstaufführung Alban Bergs „Wozzeck“-Oper mit bemerkenswertem Erfolg heraus.
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Zollfreie Proben
Eine internationale Konvention zur Erleichterung des Versandes von Warenmustern und Werbematerial, deren Wortlaut von den Vertragsparteien des GATT unter Mitwirkung der Internationalen Handelskammer festgelegt wurde, ist am 1.
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Privatinitiative
Der Ausbau der Energieversorgung in Bayern ist bekanntlich das Problem Nummer eins. Sie wird unter erheblichem Einsatz öffentlicher Mittel betrieben.
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Für und gegen Kolchosen
Der Generalsekretär der SED, Ulbricht, hat in Leipzig die Pläne verkündet, die auf eine völlige Sowjetisierung des Dorfes in der Sowjetzone hinzielen.
Von unserem Korrespondenten
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,,Selbstreinigung“ der DP
Das Bundesdirektorium der Deutschen Partei hat den Landesverband Nordrhein-Westfalen aufgelöst. Es wird ein neuer Landesverband aufgebaut.
Von unserem Korrespondenten
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Stuttgarter Plaudereien
Es ist offenbar ein widerspruchsvolles Gewerbe, Angestellter einer Rundfunkanstalt im Bundesgebiet zu sein. Während der Kommentator des bayerischen Rundfunks von seinem Intendanten mit geradezu selbstmörderischer Humanität für Äußerungen gedeckt wird, die in keiner Weise zu verteidigen sind, werden in Stuttgart drei leitende Angestellte wegen Äußerungen auf die Straße gesetzt, die nicht aus ihrem Munde, sondern aus dem des Vizepräsidenten des Bundestages gekommen sind.
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Kolumbien-Handel
Das vergangene Jahr brachte Kolumbien wirtschaftliche Erfolge auf fast allen Gebieten. Die Geschäftstätigkeit blieb auch noch zu Anfang dieses Jahres auf relativ hohem Niveau.
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„Helgen frei für deutsche Schiffe“
Als am 24. Februar der 21. Seeschiff-Neubau der Nachkriegszeit, das MS „Württemberg“, von der Bauwerft Nordseewerke Emden GmbH vor Borkum dem Reeder Hugo Stinnes/Brenntag, Hamburg, feierlich übergeben wurde, nahmen Werft und Reeder Gelegenheit zu ernsten Ausführungen.
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Kastanien im Zimmer
Ich weiß, daß die Kastanie einiges kann. Was bei den leichtblütigen Zweigen der Kirsche begreiflich ist, erscheint bei den so mastig schwerblütigen, der Kastanie, ungewöhnlich: Wenn wir im Winter einen Zweig vom Baume schneiden, ins Wasser und warme Zimmer stellen, gibt er sich gern der Täuschung hin, der Frühling rühre schon an die harzverpichten Blätter der Knospen.
Von Norbert Jacques
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Belohnte Schwäche
Zweifellos ist es eine hohe Anerkennung für die Wirtschaftsführung der Bundesrepublik, daß sie nun als nicht mehr hilfsbedürftiges und dollararmes Land bezeichnet wird.
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Sie stehen nach der Freiheit Schlange
Über eine abseitige Chaussee rattert täglich ein Omnibus von Langenhagen bei Hannover nach Sandbostel, einem Durchgangslager für männliche Jugendliche irgendwo in der Einsamkeit zwischen Weser und Elbe.
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Vieldeutige „Hauptprobe“
Schauspiele, die dem Publikum Rätsel aufgeben, scheinen oft gerade darum unsterblich. Aber, es müssen Schau-Spiele sein. Hans Erich Nossacks Stück „Die Hauptprobe“ ist rätselvoll genug, um eine gemischte Kommission von Philosophen, Literaturhistorikern und Psychologen zu beschäftigen.
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Vorsicht mit den Steuergeldern
Im Norden von Schleswig-Holstein, in Schleswig, entsteht eine Weißzuckerfabrik. Das Gesamtobjekt wird voraussichtlich Investitionen in Höhe von etwa 26 Mill.
Von Walter Dudek
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Cocteau und die Ameisen
Wer viel von sich reden macht, muß es sich gefallen lassen, daß auch manch Böses über ihn gesagt wird. Jean Cocteau hat das auch erfahren müssen.
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ZEITSPIEGEL
Der stellvertretende Oberbefehlshaber der USA-Truppen in Europa, General Handy, wird demnächst mit den 800 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften seines Stabes sein bisheriges Hauptquartier in Frankfurt/Main verlassen und sich nach Paris absetzen.
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SPORT DER ZEIT
Zueinander kommen
Niemand von uns zweifelt, daß die Vereinigung beider Teile Deutschlands unser aller Wunsch und oberstes Ziel unserer Bemühungen ist.
Von W.f. Kltffel
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Tagebuch der Zeit
Persischer Aufstand – Moskauer Interview
Die jüngsten Ereignisse in der iranischen Hauptstadt, der Konflikt zwischen Ministerpräsident Mossadegh einerseits und dem Schah, der vor dem religiösen Fanatiker Kaschani unterstützt wird, andererseits, lassen erkennen, daß die innen- und außenpolitische Krise des Landes ihrem Höhepunkt zutreibt.
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Ich Kapitan, Frau, hol’ mehr Schnaps!
„Ich Kapitan“, sagt er rauh und tippt auf die dicken, goldenen Achselstücke seines hochschultrigen Uniformmantels. Es ist nicht zu glauben, daß dies ein Offizier sein soll.
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Die Russen kamen und riefen Stoi...
Erlösung, die keine Freiheit brachte –Erlebnisse einer Frau in der Sowjetzone
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Philosophie wurde unzünftig
In unseren Betrachtungen zum siebzigsten Geburtstag von Karl Jaspers („Die Zeit“ Nr. 7) war davon die Rede, daß Philosophie sich ständig ihres „Auftrags“ erinnern müsse und versage, wenn sie sich in „Wissenschaftlichkeit“ zurückziehe.
Von C. E. L.
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Ein Stück fernöstlicher Welt
Das große Museumsgebäude in West-Berlin, von Bode vor dem ersten Weltkrieg als Asiatisches Museum geplant, von Bruno Paul entworfen, aber durch die Ungunst der Zeiten teilweise unfertig liegengeblieben, wird seit etwa fünf Jahren mit steter, eifriger Beharrlichkeit nach und nach ausgebaut und findet Trakt um Trakt seine Vollendung.
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Unter dreifacher Belastung
Wie zu erwarten war, übt das Ausland an der geplanten und vom Bundesrat grundsätzlich befürworteten Senkung der deutschen Einkommen- und Körperschaftsteuer mehr oder weniger heftig und offen Kritik.
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Hörspiel und Dichtung
Um Geld zu verdienen, war Gottfried Keller Staatsschreiber, und da er’s lange genug war, ergibt die Anzahl der poesielosen Amtsschriftstücke, die er abfaßte, zusammen vielleicht mehr als die Bände des „Grünen Heinrich“.
Von Paul Hübnerfeld
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Der größte Fund des Jahrhunderts
Aus dem Geheimfach seiner Erinnerungen an Begegnungen mit seltsamen Käuzen, Sonderlingen, Originalen und undurchschaubaren Existenzen („Die Venus von Bengasi“, „Die Kavaliere von Ekeby“ und „Der geheimnisvolle Herr Bibi Quatorze“) holt E.
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Funk für Anspruchsvolle
...am Tage, wo die Sperrfrist für die Pariser Frühjahrsmodebilder ablief, Antonia Hilke die neuesten Modelle von Dior, Fath und Madame Schiaparelli als Schnellzeichnerin auf eine Tafel skizzieren.
- Titelseite
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Die Distel im Steuerbouquet
Die „kleine Steuerreform“, mit der der Bundesfinanzminister den geplagten Steuerzahler der Bundesrepublik zu versöhnen oder wenigstens von seinen schlimmsten Komplexen zu befreien gedenkt, kann ein Lichtblick sein, falls sie einen Wendepunkt der Steuerpolitik ankündigen sollte.
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Cube und sein Echo
Gerechterweise muß gesagt werden, daß die in München erscheinende „Süddeutsche Zeitung“, die zunächst die Worte des Funk-Kommentators Cube von der „selbstmörderischen Humanität“ gegenüber den Flüchtlingen der Aufmerksamkeit ihrer Leser empfohlen hatte, sich inzwischen gegen dieses Rezept „Vorhang zu“ ausgesprochen hat.
Von J. M.
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Weder – noch
Daß die Anti-Europäer, das heißt diejenigen, die von europäischem Zusammenschluß und Integration nicht viel halten, schlechte Deutsche und wahrscheinlich Nazis sind, das haben wir aus allen westlichen Hauptstädten schon öfter gehört, Jetzt bescheinigt ein französischer Journalist in der Pariser Zeitung Le Monde den anderen Deutschen, die für Europa und für Integration und kurz für all das sind, was Herr Schuman seit zwei Jahren immer wieder vorgeschlagen und vorwärtsgetrieben hat, daß vielmehr sie die schlechten Deutschen und wahrscheinlich Nazis sind.
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Krupps biologische Erbmasse
In der vergangenen Woche sollten die langwierigen Verhandlungen über das Krupp-Vermögen Zwischen den alliierten Stellen und der Familie durch Vertragsunterzeichnung beendet werden, aber in letzter Minute wurde dieser Termin noch einmal herausgeschoben.