• DIE ZEIT: Jahrgang 1953

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1953/01

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    • König Tito

      „Lang lebe König Tito!“ rief der jugoslawische Ingenieur Ristic, als er einem Richter vorgeführt wurde, um sich mit sechs anderen Jugoslawen wegen feindlicher Umtriebe gegen den Staat zu verantworten.

    • Paraderolle auf fremde Kosten

      Eine vielleicht nicht sehr gewandte, aber tüchtige junge Ärztin in der Ostzone, die sich monatelang um den „Zuzug“ nach Westberlin bemüht hatte, resignierte schließlich.

  • Ausgabe 1953/02

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    • Eisenhoppers

      In den Vereinigten Staaten gibt es ein neues Spielzeug für alt und jung. Es ist ein Grashüpfer mit vier Federbeinen und einem Gummisauger, der sich unter dem Körper des Grashüpfers befindet.

    • Die Zweifler und die Europäer

      Wir täuschen uns nicht darüber, daß ein großer Teil der Westeuropäer bei der Erwähnung des Wortes Europarat zu gähnen anfängt.

  • Ausgabe 1953/03

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    • IN DIESER AUSGABE:

    • Unter der Fuchtel der Innenpolitik

      Am 20. Januar wird General Eisenhower sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten antreten. Die Ära Truman ist damit zu Ende und mit ihr der erste Abschnitt einer politischen Strategie, die dazu geführt hat, daß den Sowjetrussen – und ihrem Expansionsstreben zum erstenmal nach dem Potsdamer Abkommen Halt geboten wurde.

  • Ausgabe 1953/05

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    • Neue Wege zur Nazisuche

      Einer hohen Behörde bitte ich hier mitteilen zu dürfen, daß ich die Kunstfertigkeit, mit welcher der Reactions Analysis Staff des „Amtes für öffentliche Angelegenheiten“ von HICOC seine Übersicht über die Nazi-Gesinnung in Westdeutschland ausgekocht hat, gleichfalls angewendet habe.

    • Der 30. Januar

      Zwanzig Jahre liegt jenes verhängnisvolle Datum, der 30. Januar 1933, zurück. Zwanzig Jahre, das ist eine lange Spanne in unserer schnell – lebigen Zeit, und doch stehen wir noch mitten in der Realität, die dieser Tag heraufbeschworen hat: Das Reich, dem Rheinbund gleich auf kleinstem Raum zusammengedrängt, die Grenze zwischen Ost und West oder, wie es früher hieß, zwischen Slawen und Germanen, genau dorthin zurückgeworfen, wo sie vor tausend Jahren, um 900 also, verlief.

  • Ausgabe 1953/06

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    • Oldenburger Kirchenstreit

      Die Synode der Oldenburgischen Kirchen (siehe „Die Zeit" vom 15. Januar 1953) hat mit 39 gegen 20 Stimmen den drei Oberkirchenräten Kloppenburg, Dr. Hans Schmidt und Dr.

    • Kanzler-Latein

      In der Bundestagssitzung vom 28. Januar ergrif; der Bundeskanzler überraschend das Wort zu folgender Erklärung: „Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sie werden etwas erstaun; sein über das, was ich sage.

  • Ausgabe 1953/07

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    • Ministergehälter

      Zur Zeit sind zwei deutsche Länder damit beschäftigt, ihre Ministergehälter zu erhöhen. In Hessen sollen sie demnächst statt 22 000 DM jährlich 26 400 DM betragen und dies rückwirkend vom 1.

    • Staatskrise in Permanenz

      Es ist erschreckend, zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit, ja, mit welcher ständig wachsenden Beschleunigung die Bundesrepublik in ihrer politischen Substanz ausgehöhlt wird und damit einem Vernichtungsprozeß entgegengeht.

  • Ausgabe 1953/08

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  • Ausgabe 1953/09

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    • Atompolitik muß geändert werden

      Vor kurzem hat die Atom-Energie-Commission (AEC) der Vereinigten Staaten ihren dreizehnten Halbjahresbericht an den Kongreß, der die Monate Juli bis Dezember 1952 umfaßt, veröffentlicht.

    • Das böse, böse Deutschland

      Amerika gilt, gewiß nicht mit Unrecht, als das Land, in dem mehr als sonstwo jeder des anderen Meinung gelten läßt. Nur bei gewissen Lebensfragen sind der Toleranz Grenzen gesetzt, gegenwärtig zum Beispiel bei der kommunistischen Frage.

  • Ausgabe 1953/10

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    • Die Distel im Steuerbouquet

      Die „kleine Steuerreform“, mit der der Bundesfinanzminister den geplagten Steuerzahler der Bundesrepublik zu versöhnen oder wenigstens von seinen schlimmsten Komplexen zu befreien gedenkt, kann ein Lichtblick sein, falls sie einen Wendepunkt der Steuerpolitik ankündigen sollte.

    • Weder – noch

      Daß die Anti-Europäer, das heißt diejenigen, die von europäischem Zusammenschluß und Integration nicht viel halten, schlechte Deutsche und wahrscheinlich Nazis sind, das haben wir aus allen westlichen Hauptstädten schon öfter gehört, Jetzt bescheinigt ein französischer Journalist in der Pariser Zeitung Le Monde den anderen Deutschen, die für Europa und für Integration und kurz für all das sind, was Herr Schuman seit zwei Jahren immer wieder vorgeschlagen und vorwärtsgetrieben hat, daß vielmehr sie die schlechten Deutschen und wahrscheinlich Nazis sind.

  • Ausgabe 1953/11

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    • Die DGB-Filme

      Daß in Deutschland, dessen Filmproduzenten von Unglück und Talentlosigkeit geschlagen zu sein scheinen, bessere Filme hergestellt werden sollten, sagen alle.

    • IN DIESER AUSGABE:

  • Ausgabe 1953/12

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    • IN DIESER AUSGABE:

    • Zurück zur Zensur

      Unter dem scheinheiligen Vorwand, die Demokratie zu verteidigen, bereitet die bayerische Landesregierung ein Gesetz „zur Sicherung des politischen Friedens“ vor.

  • Ausgabe 1953/13

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    • Englisch Wasser

      Daß sich aus der Beschlagnahme deutscher Warenzeichen und Patente für die Alliierten eines Tages ärgerliche Weiterungen ergeben würden, die ihrem Ansehen in der Welt nicht dienlich sind, hätten sich diejenigen, die die Gesetze über „feindliches Eigentum“ erließen, sagen müssen.

    • IN DIESER AUSGABE:

  • Ausgabe 1953/14

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    • Tobak im Bundestag

      Für Goethe ist das Rauchen eine barbarische Sache gewesen. Aber Bach hat eine kontrapunktische Aria zum Lob des Rauchens komponiert.

    • Auferstehung

      Wie es zugeht, daß ein Mensch das Osterereignis als wirkliches Geschehnis hinnimmt, diese Frage muß offenbleiben. Man kann höchstens darauf hinweisen, daß das Auferstehungsereignis nicht weniger absurd ist, als es das Ereignis des Menschen schlechthin ist, und daß diese beiden Geheimnisse sich untergründig miteinander berühren, zueinander „stimmen“ und einander in ihrer Unhaltbarkeit dennoch halten.

  • Ausgabe 1953/15

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    • Der lachende Laie

      Der erste Laienbeisitzer der zweiten Kammer des hamburgischen Landesverwaltungsgerichtes, derselben Kammer, welche in der Klage Hjalmar Schachts gegen den Hamburger Senat entschied, lachte ungeniert, als der Vertreter eines Nebenklägers darauf, hinwies, die Weimarer Republik sei an einer zu weitherzigen Auslegung des Freiheitsbegriffes zugrunde gegangen.

    • Carol ging den falschen Weg

      Ein Jahrzehnt hat Carol II. in Rumänien regiert, die zehn entscheidungsvollen Jahre von 1930 bis 1940. Im Westen glaubte man, das Bemerkenswerte an seiner Person darin finden zu können, daß er sich schon als junger Offizier im ersten Weltkrieg über alle Standesschranken hinwegsetzte und in Odessa ein junges Mädchen ungeklärter Herkunft heiratete und daß er später seine Familie verließ und den Thron riskierte, um mit seiner Geliebten, Madame Lupescu, zusammenleben zu können.

  • Ausgabe 1953/16

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    • Malenkow stößt auf Widerstand

      In Rußland gab es eine Amnestie –: den Prestigegewinn hat Berija; der Korea-Frieden bahnt sich möglicherweise an –: Prestigegewinn für Molotow.

    • Kritiklos zahlen!

      In der Öffentlichkeit bringt sich seit einiger Zeit immer mehr der „Bund der Steuerzahler“ zur Geltung, dessen Bedeutung aus natürlichen Gründen im selben Maße wächst, wie der Steuerdruck zunimmt.

  • Ausgabe 1953/17

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    • Wenn der NWDR geteilt wird...

      Es scheint, als sollte das Bundes-Rundfunkgesetz, das im Bonner Parlament sehr temperamentvoll diskutiert und dessen Vorbereitung schließlich mit 160 Ja- und 143 Nein-Stimmen an den Fachausschuß überwiesen würde, nun doch Wirklichkeit werden, wenn’s auch unwahrscheinlich ist, daß es noch in der gegenwärtigen Periode, also vor den Wahlen, werde unter Dach und Fach gebracht werden können.

    • IN DIESER AUSGABE:

  • Ausgabe 1953/19

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  • Ausgabe 1953/20

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    • Der Kölner Vulkan

      Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Dr. John, hat uns einen Brief geschrieben. Wir möchten unsere Leser nicht der Möglichkeit berauben, einmal ein Originalerzeugnis dieses Amtes kennenzulernen, darum drucken wir es ab.

    • Was Dulles im Orient will

      Wenn heute ein Europäer in Kairo, Teheran oder Tunis durch die Straßen geht, lärmen die Kinder oft extra laut, um ihr Mißfallen kundzutun.

  • Ausgabe 1953/21

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    • Die Unabhängigkeit der Richter

      Im Herbst 1952 trafen sich in Venedig mehrere Vertreter westeuropäischer Richterverbände, um die Gründung einer internationalen Richterorganisation zu besprechen.

    • Henker z. Wv.

      Der ehemalige deutsche Scharfrichter von Prag, Alois Weiß, hat beim Verwaltungsgericht Regensburg Versorgungsansprüche eingeklagt.

  • Ausgabe 1953/22

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    • Schwarz-Weiß-Rot

      Man muß dem Bundesrat wirklich Dank dafür wissen, daß er sich (und sogar einstimmig) für ein Uniformverbot ausgesprochen hat.

    • Die „Einigkeit“ der Diadochen

      Es ist still geworden um die inneren Auseinandersetzungen in der Sowjetunion. Nachdem Ignatjew über die „Ärzteverschwörung“ gestürzt ist, scheint es in der Parteihierarchie keine Konflikte mehr zu geben.