• Ausgabe 04/1954

    Ausgabe 04/1954

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Aus den Unternehmungen

    Der Vorstand der Farbwerke Hoechst AG. erstattete in einer AR-Sitzung einen vorläufigen Bericht über 1953. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 29 v.

  • Neuerscheinungen für die Wirtschaft

    Mit dem Titel „Übersicht über die Eisen- und Stahlwerke – Handbuch für den Gemeinsamen Markt der Montan-Union“ kam beim Wirtschaftsdienst Verlag und Druckerei GmbH.

  • Kein Zutrauen zu Italien ...

    Mitten in der politischen Krise, während sich noch Fanfani bemühte, eine neue Regierung zu bilden, meldete die New York Times daß die Vereinigten Staaten Italien zu radikaleren Maßnahmen gegen die wachsende Macht der kommunistischen Partei anstacheln und unter anderem keine Aufträge mehr an solche italienische Fabriken vergeben wollen, die von Kommunisten „beherrscht“ werden.

  • Interesse für Montanaktien

    Obwohl angesichts der Berliner Konferenz an den Börsen eine gewisse Unsicherheit verständlich gewesen wäre, konnten sich die Aktienmärkte im allgemeinen gut behaupten; auf vielen Gebieten gab es sogar noch annehmbare Gewinne.

  • Romane, die in Übersee spielen

    Eine australische Sozialstudentin wird gefragt, warum sie nach Beendigung ihres Studiums in London tätig sein will und nicht in Sydney oder Melbourne.

  • Konrad heißt er

    Bei der Namengebung der Kinder spielte die Politik schon immer eine Rolle. Das bestätigen die Standesämter in allen Teilen Deutschlands.

  • Ratschläge eines Chinesen

    Wieder einmal fragt man sich im Westen: „Wie werden die Russen sich diesmal benehmen? Meinen sie es ernst, oder werden sie uns erneut mit Finten und Fallen überraschen?“ Es scheint uns nie gelingen zu wollen, uns in die Mentalität des russischen Gegenübers hineinzufühlen.

  • SPORT DER ZEIT

    Olympische Gespräche

    Der Streit um die Olympischen Spiele 1956 artet langsam aus. Man wird sich erinnern, daß sich im vergangenen Jahre nicht nur die Männer des Internationalen Olympischen Komitees wegen angeblich großer Unzulänglichkeiten bei der Vorbereitung dieser sportlichen Weltspiele in die Haare gerieten, sondern daß auch die verschiedensten Sportverbände und Sportführer in die hitzige Debatte „Melbourne – Ja oder Nein“ eingriffen und kategorisch eine radikale Lösung des Konfliktes in der Richtung forderten, die Spiele schnellstens an ein anderes Land zu vergeben, das mehr Interesse an der Ausrichtung der Kämpfe zu zeigen bereit wäre und auch mehr Opfer finanzieller Art zu bringen sich verpflichten würde.

  • Lockt der rote Handel?

    Die Ausweitung des West-Ost-Handels setzt eine Regelung des Zahlungsverkehrs voraus

  • In Ostpreußen heulen die Wölfe

    III. Gewaltsame Polonisierung im südlichen Teil – Potemkinsche Dörfer – Ein Bericht aus unseren Ostgebieten

  • Auf der Brücke

  • Auch die Sympathie ist wichtig

    Vor einigen Tagen erhielten wir den Brief eines deutschen Auslandskaufmannes aus Übersee. Darin wird Klage geführt über das ungeschickte Auftreten vieler Deutscher im Ausland.

  • Stachelschweine in Uniform

    Wir haben es mit neuen und alten Kriegsstücken in den letzten Jahren versucht. Die alten, den ersten Weltkrieg spiegelnden, erwiesen sich für das Erlebnis dieser Jahrzehnte als nicht mehr gültig.

  • Aufwärtstrend in Bremen

    Es gehört zum guten Brauch, am Jahreswechsel Rückschau zu halten und Rechenschaft zu geben über das, was in den letzten zwölf Monaten erreicht wurde.

  • Der Kachelofen

    Daß die „Möglichkeit“ die schwerste aller Kategorien sei, hat der große Kierkegaard ganz wörtlich gemeint: vor der Unendlichkeit der Möglichkeiten überfällt die Angst den armen Erdenbürger.

  • Rheinland-Pfalz

    Bundesbahn seufzt

    Bundesbahn war der lachende Dritte beim Kampf der Rheinschiffer gegen den Strom, oder vielmehr gegen den nicht vorhandenen Strom.

  • DIE ZEIT
  • Die Schuld am Verkehrstod

    Es gibt eine andere, statistische Reihe, die für eine. Zeitspanne von neun Monaten (vom 1. Januar bis zum 30. September 1953) darstellt, welchen Anteil die einzelnen Gruppen der Verkehrsteilnehmer an der Gesamtzahl von 5478 Todesfällen hatten: es starben 2952 Motorradfahrer, 1215 Kraftwagenfahrer, 1425 Radfahrer, 2240 Fußgänger, 203 andere Verkehrsteilnehmer.

  • Hoheiten hoch im Kurs

    Erregte strahlende Gesichter junger Mädchen, jubelnde Halbstarke, die grelle Begeisterungspfiffe ausstoßen, wogende Menschenmengen, begeisterte Volksaufstände, Polizei in fröhlichem oder ärgerlichem Handgemenge kann man in diesen Wochen im abendlichen Lichterfluten in vielen Städten von Aachen bis Hannover, von Düsseldorf bis München beobachten.

    Von Erika Müller

  • Bayern

    Fremde Gärten

    Die unbekümmerte „Regierungserklärung“ des Münchner Faschingsprinzen: das Tragen von Eheringen sei für die Dauer der Narretei „nicht gerade verboten“, aber es empfehle sich, sie in Hand- und Hosentaschen zu verwahren, hat besorgte Kommentare hervorgerufen.

  • Hessen

    Kein Abitur

    Seine Beteiligung an dem öffentlichen Ratespiel „Die große Chance“, das der Hessische Rundfunk am 17. Dezember 1953 in Limburg veranstaltete, ist dem Limburger Oberprimaner Volkart Bode zum Verhängnis geworden; der Regierungspräsident in Wiesbaden hat ihm die Zulassung zur Reifeprüfung verweigert.

  • Was sonst noch geschah

    Verhundertunddreißig Ulemas, Kaids und Paschas haben als die geistlichen und weltlichen Führer der Bevölkerung Spanisch-Marokkos in Tetuan vor mehr als 30 000 Mauren eine Resolution ingenommen, in der sie es ablehnen, den von Frankreich eingesetzten neuen Sultan Sidi Mohammed Ben Mullay Arafa als ihr politisches Oberhaupt anzuerkennen.

  • Mißverstandenes Programm

    Gegenüber den Vorjahren sind in Westberlin größere Fortschritte unverkennbar; infolge der niedrigeren Ausgangsbasis erscheinen diese Fortschritte jedoch übermäßig groß.

    Von Erich Sxuer

  • Degussa steigert Umsatz

    Die Deutsche Gold- und Silber- Scheideanstatt vormals Roessler (Degussa), Frankfurt/M., die eine auf 7 (i. V. 5) v. H. erhöhte Dividende ausschüttet, legte den Geschäftsbericht für 1952/53 (30.

  • Auslandsberatung

    In den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens bedient sich die britische und amerikanische Industrie seit langem mit Erfolg unabhängiger Ingenieur-Büros, deren Aufgabe es ist, Interessenten bei ihren Plänen zu beraten und die Lieferaufträge entgegenzunehmen.

  • Ahnen gesucht für eine Galerie

    Durch eine Summierung von Mißverständnissen und falschen Berichten ist Hindenburg zum Zankapfel im Bundestag geworden. Und das kam so: Im Ältestenrat regte Bundestagspräsident Ehlers an, man solle für die Wandelgänge des Bundeshauses Bildnisse der bisherigen Bundetags- und der ehemaligen Reichstagspräsidenten malen lassen; ein Porträt von Paul Löbe sei für diesen Zweck schon in Auftrag gegeben worden.

  • Porto als Steuer

    Nach Äußerungen des neuen Postministers steht eine Erhöhung der Postgebühren bevor. Über den Umfang und die Einzelheiten ist man sich offenbar noch nicht klargeworden.

    Von Robert Strobel

  • Radikal-Kur

    Als weiteres Gremium hat jetzt auch der Wirtschaftsausschuß der CDU seine „Empfehlungen und Materialien“ zur Großen Steuerreform unterbreitet.

  • Partisanen kritisieren

    Der Partisanenkrieg ist kein feiner Krieg, und Partisanen sind keine feinen Leute. Aber der Partisanenkrieg war eine Realität (die, wie man befürchten muß, auch noch eine große Zukunft haben könnte), und so kann er sehr wohl Objekt eines Films sein.

  • Neue Schallplatten:

    Gegensätzliche Temperamente

    Mit der Erfindung der Langspielplatte und mit ihrer technischen Vervollkommnung während der letzten beiden Jahre ist die Konservierung musikalischer Darstellungen in eine neue Epoche eingetreten.

  • Der Mann mit dem Schnurrbart kam aus Spanien

    Salvador Dali ist in Rom angekommen. Mit einem weißen goldbestickten Damastgilet, einem Füllfederhalter im Knopfloch seines Mantels und einem anderen im Aufschlag seines Jacketts und mit dem berühmten langen Schnurrbart, den er mit Dattelsaft behandelt.

    Von Indro Montanelli

  • Nehru und die Politik der Mitte

    Kennen Sie Amerika?“ fragte ein Amerikaner einen Inder am Ende einer langen Unterhaltung – offenbar mit dem Unterton: ,Sonst wissen Sie ja nicht, wovon Sie reden.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Guter Bayer-Umsatz

    ken Bayer AG‚ Leverkusen, das Geschäftsjahr 1953 günstig. Wie die Verwaltung mitteilt, ist trotz des Preisdruckes aus verstärkter Konkurrenz der Gesamtumsatz (einschl.

  • Wo sich die Weltpolitik konzentriert...

    Dann kann man ja endlich mal rübertelefonieren“, sagte ein Gast an der Theke einer Kneipe in Westberlin. Er hatte gehört, daß zwei Kabel der vor langer Zeit zerrissenen Telephonleitungen zwischen dem Ost- und dem Westsektor wieder instand gesetzt seien –: das erste positive Ergebnis der Vierer-Konferenz.

    Von Jan Molitor

  • Exportförderung - ja oder nein

    Die seit Jahr und Tag heiß umstrittenen, mit dem Thema Exportförderung zusammenhängenden Fragen haben in der letzten Zeit erneut eine besondere Bedeutung erhalten.

  • Die liebe Jugend

    Was sie über die Tätigkeit der hessischen Landesregierung wissen“, möchte der sozialdemokratische hessische Ministerpräsident Zinn von den Schülern der Oberstufe der hessischen Oberschulen erfahren.

  • Der Dichter am Ende seiner Welt

    Vor achtzig Jahren, am 1. Februar 1874, wurde Hugo von Hofmannsthal geboren

    Von Christian E. Lewalter

  • Ein Wirtschatsthema für die Frau:

    Das kleine Streichholz anonym

    Allen unzufriedenen Hausfrauen empfahl Bundeswirtschaftsminister Erhard kürzlich bei einer Anfrage im Bundestag, Schachteln mit schlechten Streichhölzern an die Deutsche Zündwaren-Monopol-Gesellschaft, Frankfurt! Main, einzusenden.

  • Der Eid der Richter

    Dieser Tage kam es im Bundestag zu einem Intermezzo besonderer Art. „Billigt die Bundesregierung“, hatte der SPD-Abgedordnete Dr.

  • Bremen

    Der Heringskönig

    Für den 53 Jahre alten Käpt’n Harm Wiese aus Großefehn bei Aurich in Ostfriesland ist der 28. Januar ein großer und froher Tag: als erfolgreichster Schiffsführer der Loggerflotte wird er – nun schon zum drittenmal – vom Senat der Stadt Bremen im Einvernehmen mit dem Verband der deutschen Heringsfischereien im Rahmen eines Festaktes im Rathaus zu Bremen zum „Heringskönig“, diesmal für das Jahr 1953, gekrönt.

  • Kanada schätzt deutsche Spirituosen

    Die Pflege des Exportgeschäftes, insbesondere nach den nord- und südamerikanischen Staaten, ist der Rüdesheimer Weinbrennerei Asbach & Co.

  • Niedersachsen

    Das Land muß zahlen

    Domänenpächter Schröder und das Land Niedersachsen haben sich über einen Schadenersatz in Höhe von 1,5 Millionen DM geeinigt.

  • Baisse in Frankreich?

    Finanzminister Edgar Faure hat vor einigen Tagen eine Kommission mit der Aufgabe eingesetzt, das Ausmaß und die Ursachen der Differenz zwischen den französischen Preisen und denen des Auslandes zu untersuchen.

  • ZEITSPIEGEL

    „Die Überwältigung Deutschlands bedeutete in französischen Augen in erster Linie die Sicherung Frankreichs durch die Alliierten“, schreibt der englische Major Ellis in seinem Buch über den Krieg in Frankreich und Flandern, in dem er die seinerzeit von englischer Seite an die französische Generalität gerichteten Vorwürfe wiederholt und die Entschlüsse Lord Gorts, des Oberbefehlshabers des britischen Expeditionskorps im zweiten Weltkrieg verteidigt.

  • Es könnte etwas dran sein...

    Es ist besser, las ich einmal, sich selbst zu ändern, als zu versuchen, diese verlorene Welt zu ändern. Und ich könnte mir denken, daß die Wirrnisse dieser Zeit nicht von gestern stammen.

  • Bodensee

    Nobelpreisträger zogen nicht

    Ein Arzt in Lindau kam 1952 auf den Einfall, die Stadt zu überzeugen, wie interessant eine Zusammenkunft von Nobelpreisträgern in Lindau sei.

  • Stop für Lastwagen?

    Während sich Ministerien und Fraktionen in Bonn zu einer schwierigen Auseinandersetzung über das Verkehrsproblem rüsten, das einer Katastrophe nahezukommen droht, hat eine Indiskretion – nicht zum erstenmal in der kurzen Geschichte der Bundesrepublik – vorzeitig für die Informierung der breiteren Öffentlichkeit gesorgt.

    Von W. F.

  • Und keiner weint mir nach

    Siegfried Sommer, Jahrgang 1914, ist in München, seiner Heimat, als „Blasius, der Spaziergänger“ bekannt. Seine skurrilen, raunzenden, scheinbar aus der Luft des Hofbräuhauses kommenden Kommentare zu den landeshauptstädtischen Ereignissen erscheinen jeden Freitag in der „Abendzeitung“.

    Von Woligang Koeppen

  • Rückkehr zu hohen Maßstäben

    Aus Amerika kamen die Bilder und Zeichnungen, mit denen eine der schönsten Ausstellungen moderner Kunst zusammengestellt worden ist, die man seit langem in Deutschland sehen konnte: Paul Klee – Max Beckmann, in der Kestner-Gesellschaft in Hannover.

    Von Martin Rabe

  • Wandel im USA-Kongreß

    Der 83. Kongreß der Vereinigten Staaten, der vor kurzem zu seiner letzten Sitzungsperiode vor den Anfang November stattfindenden Wahlen zusammengetreten ist, wird Entscheidungen zu treffen haben, die nicht nur für Amerika, sondern auch für die von ihm geführte westliche Welt von großer Bedeutung sein.

    Von Ernst- Krüger

  • Ein lohnpolitischer Fanfarenstoß

    Die neuaufgelegte „Gruppenkampftheorie“ des Herrn Agartz gibt doch etwas zu denken

  • Barbarossas Charter

    Der Besuch, den der holländische Minister Mynheer J. Algera Anfang Januar der Regierung in Bern machte, galt in erster Linie der Frage eines gemeinsamen Vorgehens gegen die Bundesrepublik.

  • Funk für Anspruchsvolle

    In diesen Tagen, wo die Teilung des NWDR so lebhaft diskutiert wird, gab es eine – wohl unbeabsichtigte – Demonstration der Einigkeit: der Intendant des NWDR Hamburg, Ernst Schnabel, sprach im Programm des NWDR Köln die Einleitung zur Sendung von Thomas Wolfes einzigem Drama „Das Herrenhaus“.

  • Titelseite
  • Hilfestellung für Moskau

    Am Tage, an dem Molotow in Berlin eintraf, wurde den Hörern des UKW-Nord eine Umfrage bei den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen über die deutschen Wünsche an die Berliner Konferenz geboten.

  • Molotows Versuche und Pläne

    Der Versuch Molotows, noch vor dem Montagbeginn der Berliner Konferenz mit Bidault zusammenzutreffen, ist mißlungen. Immerhin wurde die vermutlich lange Reihe der Diners zu zweit, für die allabendlich genug Zeit in Berlin sein wird, mit dem Dienstagabendessen eingeleitet, das Molotow in der Sowjetbotschaft für Bidault gab.

  • Ein widerwärtiger Plan

    Niemand kann uns verdenken, daß wir die Berliner Verhandlungen der vier Mächte über Deutschland weniger mit Zuversicht als mit Sorge beobachten.

  • Theodor Heuss

    Als jüngst auf der Autobahn der Kilometerstein mit dem Berliner Bären eingeweiht wurde, hielt der Bundespräsident die Festrede.

    Von Richard Tüngel