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Ausgabe 12/1954

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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In der Gewinnzone
Das bundeseigene Zechenunternehmen, die Bergwerksgesellschaft Hibernia AG, Herne, ist inzwischen auch in die Gewinnzone hinaufgeklettert.
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Schweizer Pläne
In den Monaten Februar und März pflegen die schweizerischen Großbanken an den Generalversammlungen einen Überblick über die Problemkreise der internationalen Wirtschaft und Finanz zu geben.
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Wieder Goldmarkt in London
Im Zusammenhang mit den britischen Mißnahmen zur teilweisen Konvertierbarkeit des Pfundes (Erweiterung der Transferierbarkeit ausländischer Pfundguthaben über das „Transferable Sterling Account Area“ auf die restliche Welt, außer Commonwealth und Dollarraum) wurde in London der seit 15 Jahren geschlossene „freie“ Goldmarkt wieder eröffnet, Frei ist er insofern, als die aufsichtsführende Bank von England in die Preisbildung nicht eingreifen wird und jedermann cort Gold verkaufen kann.
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Außenhandelsstelle wird zum Ärgernis
Ein deutscher Importeur schloß mit einer spanischen Außenhandelsbehörde einen Kontrakt über die Lieferung von 1500 t Kakao, die erste Kakaoeinfuhr aus Spanien übrigens seit 1936.
- Wissen
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Unter der Decke
„Unter der Decke sind wir ein sterbendes Volk.“ Mit diesen Worten hat Bundesfamilienminister Würmeling vor der Evangelischen Akademie in Bochum den Rückgang der Geburtenziffern in der Bundesrepublik kommentiert.
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Der Skandal Montesi in Rom
Der römische Sensationsprozeß um den rätselhaften Tod der Vilma Montesi gegen den Journalisten Silvano Muto ist auf Wunsch der Anklagebehörde unter lebhaften Tumulten auf unbestimmte Zeit vertagt worden.
Von Kalo Zingarelli
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Schüsse im Dunkel
Leben wir eigentlich in einem demokratischen Rechtsstaat? – In der letzten Ausgabe der „Welt am Sonntag“ berichtet Gerhart Herrmann Mostar von dem Fall eines Mannes, der seine Stellung verloren hat auf Grund von Gerüchten, er sei aus Rücksicht auf seinen in der Sowjetzone verhafteten Vater von den Sowjetrussen gezwungen worden, für sie zu arbeiten.
Von Richard Tüngel
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Fragwürdiges Veto-Recht
Nach dem Bundestag hat in der vorigen Woche auch der Bundesrat mit der vorgeschriebenen Zweidrittelmehrheit das Wehrergänzungsgesetz angenommen.
- DIE ZEIT
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„Ihr Hund muß sterben!“
Der Zug, der sich am vergangenen Sonntag durch die Straßen Lübecks bewegte, war wohl der seltsamste, den die alten Mauern dieser Stadt je gesehen haben.
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Rudolf Hagelstange:
Ernüchterung
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Mecklenburg
Ernst Quälmann
Am Sonntagvormittag des 21. März sollte im „VEB-Filmtheater Capitol“ von Waren eine Sondervorstellung des neuen DEFA-Films „Ernst Thälmann“ für Funktionäre stattfinden.
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Hertha Kräftner:
Der Knabe
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Nicht ohne Wohltäter
Am 16. März 1954 verließen zwei gleichlautende Telegramme im Namen der Bürgerschaft das Hersfelder Rathaus. Die Empfänger, Präsident Eisenhower und der Oberbefehlshaber der siebenten Amerikanischen Armee in Deutschland, werden hierin gebeten, dem an einer Kriegsschule in Kalifornien lehrenden Oberstleutnant Ralph F.
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„Weinreform“ am Rhein
Die Stadtväter von Geisenheim (Rheingau) beschlossen, künftig an Stelle von 88 Lagebezeichnungen nur noch zehn Lagenamen – nämlich Fuchsberg, Mäuerchen, Katzenloch, Fegefeuer, Marienberg, Mönchspfad, Rothenberg, Lückerstein, Kilsberg und Kläuserweg – für die in Geisenheimwachsenden Weine anzuerkennen, um damit dieWerbung für den Export zu erleichtern.
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Es klappern die Mühlen...
Die vorhandene Überkapazität in der deutschen Müllerei soll jetzt durch ein freiwilliges Mühlenkartell beseitigt werden. Während der Bedarf an Mahlkapazität rund 5 Mill.
Von Günther Grüneberg
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Rohstofftendenz der Woche
Wenn auch in der vergangenen Woche bei der überwiegenden Anzahl der hier notierten. Waren wiederum Preisfestigungen stattfanden, so waren sie doch im Einzelfall prozentual geringer als in der Vorwoche.
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Aktienmärkte tendieren in Mollstimmung
Die gegen Schluß der abgelaufenen Börsenwoche einsetzende leichte Kursrückläufigkeit an den Aktienmärkten hatte Ihren unmittelbaren Anlaß in den Meldungen über nicht zu vermeidende Feierschichten im westdeutschen Kohlenbergbau.
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Der höchste Richter
Dr. Josef Wintrich, der neugewählte Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, war bisher Präsident des Oberlandesgerichts München und Vizepräsident des bayerischen Verfassungsgerichtshofs.
Von V, von Züblsdorfi
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Gefälligkeiten
In der Meinung, daß das alliierte Dekartellisierungsgesetz den deutschen Zündwarenkartellzwang aufgehoben habe, begann, mit Billigung des badisch-württembergischen Wirtschaftsministeriums die Züdholzfabrik Hermut Tielbörger im Jahre 1953 die Fabrikation von Wachszündern, die beim Verbraucher alsbald sehr beliebt waren.
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Was sonst noch geschah
Auf der seit dem 11. März in Dakar in Französisch-Westafrika tagenden Sechs-Mächte-Konferenz zur Koordinierung von Verteidigungsmaßnahmen in Afrika südlich der Sahara ist von den Vertretern Großbritanniens, Frankreichs, Belgiens, Portugals, der Südafrikanischen Union und Liberias ein Abkommen über eine gemeinsame Benutzung der afrikanischen Verbindungswege dieser Staaten im Falle eines Krieges unterzeichnet worden.
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Die „Kubel-Doktrin“
er niedersächsische Finanzminister Kubel hat in seiner Haushaltsrede die Verluste der 1951 als Tochter der „Niedersachsen-GmbH“ gegründeten „Nieder sächsischen Treuhandverwaltung GmbH“ (NTG) mit „zur Zeit“ 3,8 Mill.
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Bayern
Rosenheimer wollen schießen
Die Hagelschäden bei uns sind katastrophal. Wir müssen endlich mit einer wissenschaftlich erforschten Abwehr beginnen“, erklärt Landrat Knott von Rosenheim.
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Agrar-Kurs in Warschau
Mit Schlägen mußten die polnischen Bauern von Miliz und Sicherheitspolizei zu den Versammlungen getrieben werden, in denen sie die Bildung von Kolchosen beschließen sollten.
Von Harald Laeuen
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SPORT DER ZEIT
Kunst und Sport
In das Hamburger Haus des Sports ist dieser Tage die Kunst zu Gast. Man sieht Bilder in Öl, Pastell und Tempera, Holzschnitte, Bronzen und Marmorplastiken, und man gewinnt den Mut, an die Möglichkeit einer Gemeinschaft zwischen Kunst und Sport, zwischen Künstlern und Sportlern zu glauben.
Von W. K.
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Überwundene Langeweile
Man muß damit rechnen, verlacht zu werden, wenn man Industriemessen nicht unter kommerziellen Gesichtspunkten durchwandert. Mir zum Beispiel schien der Stand der Göppinger Kalliko- und Kunstlederwerke auf der Frankfurter Messe einer der schönsten Stände überhaupt zu sein.
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Stirbt die Kunst an der Technik?
Unsere Gäste aus Westdeutschland kommen meist in einem Auftrag oder mit einer Botschaft, Vergnügungsfahrten nach Berlin gehören zu den Seltenheiten.
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Vor neuen Problemen in der Medizin
Beobachtungen und Gedanken anläßlich einer wissenschaftlichen Tagung in Frankfurt-Höchst
Von Paul Hühnerfeld
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Strafandrohung bleibt
Der so heftig umstrittene Paragraph 67 des Personenstandsgesetzes soll nach einem Vorschlag des Bundesrates in gemilderter Form bestehenbleiben.
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Die Frau als Mensch
Die Frau ist ein Mensch,“ Dies sei, so erklärt der holländische Anthropologe und Philosoph F. J. J. Buytendijk, der Ausgangspunkt und die Grundvoraussetzung seines Buches „Die Frau“ (Verlag J.
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Carmen und Moldau
Die entscheidende Frage bei der Beurteilung geschlossener Opernaufnahmen, die noch wichtiger ist, als selbst die Prüfung der klanglichen und darstellerischen Leistung, ist genau genommen eine Vorfrage; sie lautet: Was bietet die Aufnahme dem Plattenverkäufer, gemessen an Wesen und Inhalt des Originalwerkes? Hierfür gibt es zwei Gründe.
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Die Sorge der „Kleinen“
Die Mitgliederversammlung des Mineralöl-Zentralverbandes (Sitz Hamburg) im Landtagsgebäude von Düsseldorf hat wieder einmal gezeigt, daß die deutsche Wirtschaft ihre Konturen nicht nur vom Wirken großer.
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Undine dreisprachig
Das Märchen Von der Nixe, die einen Menschen heiratet, was beiden zum Verderben wird, ist in Deutschland durch Fouqués „Undine“ zu bleibender Form gekommen.
Von Julius Bab
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Irrt Blank?
Ich werde alle jungen Menschen, mit denen ich zusammenkomme, aufrufen: Lehnt als Deutsche den Wehrdienst ab und beweist damit, daß ihr Zivilcourage habt, der Welt ein Zeichen zu geben, auch wenn es Kopf und Kragen kosten sollte.
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Der Kohle-Kompromiß ist keine Lösung
Nach langwierigen Sitzungen hat die Hohe Behörde am letzten Wochenende eine vorläufige Neuregelung auf dem Gebiete der Kohlenwirtschaftspolitik der Montan-Unionsländer getroffen.
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Bremen
Er hat nur das Beste gewollt...
Vor der Bremer Strafkammer 1 wurde in einem ungewöhnlich dramatischen zweitägigen Prozeß, in dem es aber auch manch herzhaftes Gelächter gab, einem Kurpfuscher das Handwerk gelegt, der seit Jahren ziemlich leichtsinnig versucht hatte, aus der Dummheit der Menschen Kapital zu schlagen.
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Funk für Anspruchsvolle
Die Kunst der Illusion
Jean Anouilhs Jeanne – d’Arc – Komödie „Die Lerche“, ein starkes Theaterstück, ist scheinbar funkisch gebaut: in den Prozeß gegen die Jungfrau werden die Stationen ihres Aufstiegs und Untergangs durch „Rückblendung“ eingefügt.
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Tschiang macht von sich reden
Auf der Insel Formosa, dem Sitz der nationalchinesischen Regierung, herrscht seit Wochen eine ungewöhnliche politische Betriebsamkeit.
Von Ernst Krüger
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Termine wichtiger als Gesetze?
Durch die in der vergangenen Woche erfolgte Richterwahl ist der I. Senat des Bundesverfassungsgerichts wieder vollzählig geworden.
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Wien – wieder Schaufenster Österreichs
Deutschland wichtigster Handelspartner – Frühjahrsmesse im Zeichen der Liberalisierung
Von Willy Wenzke
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Niedersachsen
Weder Steuerschulden noch E605
Am 16. März verübte der 24jährige Mühlenbesitzer Gerd Benthack in Winsen Selbstmord. Die Motive zu der Tat des jungen Müllers, der vor 14 Tagen seine Meisterprüfung mit „sehr gut“ bestanden und fröhlich gefeiert hatte, sind nach Angaben der Kriminalpolizei noch ungeklärt.
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Ein Wirtschaftsthema für die Frau:
Was kann ich mit 3000 DM anfangen?
Seit vierzehn Tagen träume ich nachts von meinen Geldsorgen.................................................................
Von Immavon Guenther
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Hamburg;
Theater mit Verzehr
Die Kleine Komödie ist ein Theaterchen in Hamburgs City, und nur noch in Zürich gibt es etwas Ähnliches: man sitzt an Tischen, trinkt seinen Wein und sieht, wie auf der kleinen Bühne Schauspieler agieren.
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Vergeßt ihn nicht!
Betroffen nimmt man die Nachricht auf, daß ein bedeutender Musiker vom Leben abberufen wurde, einem Leben, das seinem Arbeitsertrag den Lohn vorenthalten hat, den er verdient hätte.
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ZEITSPIEGEL
Die hessische Landesregierung, vertreten durch die Abwicklungsstelle des Befreiungsministeriums, ist durch das Landgericht Wiesbaden zur Zahlung von 12 000 DM Schmerzensgeld an den ehemaligen politischen Häftling Borneis verurteilt worden.
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Das neue China – von Hongkong aus gesehen
Das also ist die Grenze zwischen jenen beiden unversöhnlichen Welten: eine armselige Brücke über einen kleinen Fluß, der Rotchina von der britischen Kolonie Hongkong trennt.
Von Marion Gräfin Dönhoff
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So geht es auch nicht
Die deutsche EZU-Position bereitet Sorgen. Alle Bemühungen, dagegen etwas zu tun, haben nichts genützt. Vielfach hatte man geglaubt, daß, wenn Deutschland erst einmal seinen Schuldnerverpflichtungen nachkommt, sich die Situation schnell und grundlegend ändern werde.
Von Waldemar Ringleb
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Jäger ohne Jägerlatein
Je enger sich uns die Schlinge der Zivilisation um den Hals legt, desto gebieterischer verspüren viele von uns ein unbestimmtes Gefühl der Sehnsucht nach unberührter Natur, nach Wildnis.
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Muschelkalk und Daddeldu
Was weiß die jüngere Generation noch von dem Dichter mit den vielen Berufen, der als Vagabund durch die Welt zog, dem nichts heilig war, dessen Dichtungen mitunter schon mehr schlüpfrig als derb sind, der ein Bohemienleben führte, irgendwie prickelnd und anziehend, interessante Sensationen verheißend, die ein respektabler Bürger wohl nicht akzeptieren kann? Diese Gestalt des trinkfreudigen Dichter-Malers verdankt ihre Existenz den zahlreichen witzigen doch keineswegs immer wahren Anekdoten.
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Mitgelesen
Silvester, Träumer und Dorfmusikant, eine literarische Kreuzung zwischen Taugenichts und Liebem Augustin, macht sich auf die Wanderschaft, um dem Mädchen Linda nach Meersburg zu folgen.
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Ganz im stillen fing es an
Frauenrechtlerin“ ist ein abscheuliches Wort. Es wurde von Männern geprägt, denen es nicht sympathisch war, daß Frauen Selbstbestimmung forderten.
Von Christian E. Lewalter
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Meine Freunde Ides und Opoulos
III. Vom Umgang mit Griechen – Unabhängig von Zeit und Geld – Der Verkehr regelt sich selbst
Von Johannes Gaitanides
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Mut zur Popularität
Unter den heute lebenden Künstlern von Rang gibt es kaum einen zweiten, der so viel für die Erneuerung und Erhaltung des Kontaktes zwischen Kunst und Publikum getan hat, wie der kürzlich 75 Jahre alt gewordene Komponist Joseph Haas, In einem Zeitalter, in dem es Mode wurde, die völlige Beziehungslosigkeit zwischen Schaffenden und Aufnehmenden (oder solchen, die es sein, sollten) für ein Zeichen bewunderungswürdiger Fortgeschrittenheit zu halten, ist diese Leistung gar nicht hoch genug zu bewerten.
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Die „trügerischen“ Dividenden
Der Formulierungsreichtum mancher Industriepreise, ihre Gewinne oder Dividenden zu bagatellisieren, ist zuweilen erstaunlich groß.
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Geld riecht nicht
Die Steuerbehörde hat in dem sonst so ernsthaften Berlin einen Heiterkeitserfolg zu verzeichnen, und dies vor Gericht. Dorthin war das Finanzamt nämlich von einem hinter Schloß und Riegel sitzenden Dieb zitiert worden, weil es ihm einen Steuerstrafbescheid über 700 Mark in seine Gefängniszelle geschickt hatte.
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Die Funktionäre Ulbrichts
Die Sozialistische Einheitspartei (SED) wird sich Ende März auf ihrem 4. Parteitag in Ostberlin, zwar nicht zur einzigen Partei der Sowjetzone erklären, aber sie wird die praktisch niemals angefochtene Identität zwischen SED und Sowjetzonen-Staat endlich sichtbar machen.
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Rheinland-Pfalz
Granaten in der Schule
In allen Schulen im westlichen Teil des Kreises Birkenfeld werden die Kinder jetzt auf Wunsch der Gendarmerie über Aussehen und Wirkungsweise der amerikanischen Munition unterrichtet.
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Ein Film um Luther
Es steht fest, daß heute die historische und literarische Bildung bei der Masse der Katholiken wie der Protestanten so zurückgegangen ist, daß gründliche Belesenheit in dem Werk Luthers zu den großen Seltenheiten gehört.
Von Erika Müller
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Sachsen
Stalin in Riesa
In Riesa feierte man ein doppeltes Ereignis: in dieser sächsischen Kreisstadt stellte man das erste Stalindenkmal in Mitteldeutschland auf, das gleichzeitig das erste in einer sowj et deutschen Fabrik hergestellte ist.
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Gedichte – heute?
Mindestens tausend Poeten hatten jahrzehntelang gefühlt wie Rilke; hunderte leiden neuerdings wie Trakl: und das alles, nicht nur nicht neu, sondern auch nicht einmal gut, deklariert sich fälschlich als neu und beansprucht, eben deswegen für gut gehalten zu werden.
Von Herbert Eisenreich
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Entmaterialisierte Sichtbarkeit
Was bei der Ausstellung des Malers Hans Meyboden, die der Hamburger Kunstverein gegenwärtig veranstaltet, an den Wänden hängt, ist kein Sprengstoff.
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Ein schlechter Rat
Eingriffe in den Markt sind nicht immer zu umgehen. Sie sind Kinder der Not. Krieg und Nachkriegsjahre haben sie uns denn auch in Massen beschert und uns dabei aber auch um die Erkenntnis reicher gemacht, daß sie keineswegs der Weisheit letzter Schluß sind.