• DIE ZEIT: Jahrgang 1954

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1954/01

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    • Zehn Richter korrigieren die deutsche Geschichte

      Kann man aus einer Nation austreten? Oder auch nur den geschichtlichen Zusammenhang zerreißen, in dem die Nation sich in der Form des Staates durch die Jahrhunderte darstellt? So möchte man fragen, wenn man das Urteil liest, mit dem das Bundesverfassungsgericht einen Block von Verfassungsbeschwerden sogenannter 131er zurückgewiesen hat.

    • Für wen spricht Molotow in Berlin?

      Eben eine solche Nachricht haben wir Weihnachten gelesen, nur kam sie – aus Moskau, und es handelte sich um Berija und Konjew.

  • Ausgabe 1954/02

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    • Neutralisierung?

      Je näher die Berliner Konferenz heranrückt, um so lebhafter scheint das Verlangen westlicher Diplomaten und Politiker zu werden, die Sowjets wissen zu lassen, worauf der Westen von vornherein zu verzichten bereit sei.

    • Glückliche SPD

      Aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle geht hervor, daß die SPD die Kapitulation sehr viel besser überstanden hat als Deutschland.

  • Ausgabe 1954/03

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    • Moskaus Ziele in Berlin

      Während der new look, den die Politik des Kreml seit dem Tode Stalins angenommen hat, sich in der Sowjetunion auf allen Gebieten ausdehnt – von der Landwirtschaft über den Strafvollzug bis zum „sowjetischen Realismus“ in der Kunst –, hat das erste Auftreten sowjetischer Unterhändler seit der Konferenz im Pariser Palais de marbre rose vom Frühjahr 1951 keinen neuen Verhandlungsstil erkennen lassen.

    • Der Sturz des jungen Gottes

      Absetzung des Skupschtina-Präsidenten Djilas zeigt schwere Krise des Tito-Regimes

  • Ausgabe 1954/04

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    • Hilfestellung für Moskau

      Am Tage, an dem Molotow in Berlin eintraf, wurde den Hörern des UKW-Nord eine Umfrage bei den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen über die deutschen Wünsche an die Berliner Konferenz geboten.

    • Molotows Versuche und Pläne

      Der Versuch Molotows, noch vor dem Montagbeginn der Berliner Konferenz mit Bidault zusammenzutreffen, ist mißlungen. Immerhin wurde die vermutlich lange Reihe der Diners zu zweit, für die allabendlich genug Zeit in Berlin sein wird, mit dem Dienstagabendessen eingeleitet, das Molotow in der Sowjetbotschaft für Bidault gab.

  • Ausgabe 1954/05

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    • Ernste Krise der Konferenz?

      Im Spiegelsaal der Sowjetbotschaft, Unter den Linden, scheint nicht nur die Akustik schlechter zu sein als im Westberliner Kontrollratsgebäude, sondern auch die Konferenzatmosphäre.

    • Titos bewaffnete Bürokratie

      An die Absetzung des Partei-Theoretikers und jugoslawischen Parlamentspräsidenten Djilas, der in einigen Zeitungsartikeln von der Parteilinie abgewichen war, scheinen sich jetzt umfangreiche Säuberungsmaßnahmen zu schließen.

  • Ausgabe 1954/06

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    • Vorstoß der Föderalisten

      Die Konferenz der westdeutschen Ministerpräsidenten, die während zweier Tage in München abgehalten wurde, hat in den Fragen des Schulwesens, des Rundfunks und der Landeszentralen für Heimatdienst zu einer Reihe einstimmig gefaßter Empfehlungen geführt.

    • Wenn die Konferenz scheitert...

      Während die vier Außenminister jeden Nachmittag, außer sonntags, sich vier Stunden lang an einem Tisch gegenübersitzen und in tödlicher Langeweile dieselben Argumente wiederholen, sind hinter dem Alexanderplatz, im Ostsektor Berlins, zum erstenmal wieder Patrouillen sowjetischer Soldaten mit Maschinenpistolen aufgetaucht.

  • Ausgabe 1954/07

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    • Klopfzeichen

      Der Prozeß gegen den Spion Weis mußte von dem Bundesgericht in Karlsruhe abermals vertagt werden. Vorher kam. es zu einem höchst bemerkenswerten Zwischenfall.

    • Gescheitert! – Was nun?

      Die Berliner Konferenz ist gescheitert. Es geht nur noch darum, sie aufrichtig zu beenden; das heißt, es geht um ein Schlußkommuniqué, das die Zweifel und Hoffnungen beseitigt, die den Westen noch einmal an einen Tisch mit der Sowjetunion getrieben haben.

  • Ausgabe 1954/08

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    • Ohne Raum

      In der Schuldebatte der Hamburger Bürgerschaft beschwerte sich der frühere Schulsenator Landahl, daß die Wiedereinführung der vierjährigen Grundschule 62 neue Schulräume erfordert.

    • Berlin – das sind wir

      Die Scheinwerfer, die auf Berlin gerichtet waren, sind erloschen. Viele Wochen lang wurde der Name der ehemaligen Reichshauptstadt in allen Sprachen der Welt genannt.

  • Ausgabe 1954/09

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    • Jupiter tonans

      – 1. Ich stelle dazu fest: Es ist nicht wahr, daß dieser Vorgang sich vor einigen Wochen abgespielt hat. Es handelt sich vielmehr um Ausführungen, die ich in der 254.

    • Das Wehrgesetz

      Das erste positive Ergebnis der Berliner Konferenz ist nun Ereignis geworden: Der Bundestag hat mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit die Ergänzung des Grundgesetzes angenommen, durch die das Recht der Bundesrepublik auf Verteidigung festgelegt und die Bonner und Pariser Verträge als mit dem Grundgesetz vereinbar bezeichnet werden.

  • Ausgabe 1954/10

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    • Kein Grund zum Kulturkampf

      Die Bundesregierung hat dem Bundesrat einen Gesetzentwurf zugeleitet über Änderungen zum Personenstandsgesetz, und zwar soll die gesetzliche Bestimmung gestrichen werden, daß keine kirchliche Trauung vor der standesamtlichen vorgenommen werden darf.

    • Die Unbelehrbaren

      Es war eine Konferenz zur Belehrung der Unbelehrbaren – diese Hoffnung war das einzige, was die westlichen Außenminister von Berlin mit nach Hause brachten.

  • Ausgabe 1954/11

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    • Durchschaute Embleme

      Die Entfernung von Hammer und Sichel aus dem österreichischen Staatswappen haben die (nichtkommunistischen) Mitglieder des österreichischen Parlaments gefordert, weil diese Embleme zum „Symbol der Unterdrückung und der Versklavung“ geworden seien.

    • Ei, ei, was seh’ ich!

      Eine neue Übersetzung der „Drei Bücher vom Recht des Krieges und des Friedens“ von Hugo Grotius ist vor einiger Zeit im Tübinger Verlag J.

  • Ausgabe 1954/12

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    • Unter der Decke

      „Unter der Decke sind wir ein sterbendes Volk.“ Mit diesen Worten hat Bundesfamilienminister Würmeling vor der Evangelischen Akademie in Bochum den Rückgang der Geburtenziffern in der Bundesrepublik kommentiert.

    • Der Skandal Montesi in Rom

      Der römische Sensationsprozeß um den rätselhaften Tod der Vilma Montesi gegen den Journalisten Silvano Muto ist auf Wunsch der Anklagebehörde unter lebhaften Tumulten auf unbestimmte Zeit vertagt worden.

  • Ausgabe 1954/13

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    • Wie tot ist Sefton Delmer?

      Wer erinnerte sich nicht! Mit „Gustav-Siegfried I“ meldete sich der Britische Rundfunk, als Deutschland in Bombennächten unterging.

    • Orangen für rote Bürger

      Die Sowjetunion hat, wie im Vorjahr, in Israel Apfelsinen gekauft: 100 Millionen Stück für 2,5 Millionen Dollar, also das Stück für zehn Pfennig.

  • Ausgabe 1954/14

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    • Perfektes Selbstverbot

      Wenn jemand aus Angst, es könne ihn ein anderer ins Wasser werfen, selber hineinspringt, dann ist das wohl der höchste Grad von Perfektionismus, der sich erreichen läßt.

    • Souveränes Pankow von Moskaus Gnaden

      Die „Deutsche Demokratische Republik“ ist durch die Souveränitätserklärung des Kreml in einer Hinsicht gewiß nicht anders geworden als sie bisher war: sie bleibt sowjetisches Besatzungsgebiet.

  • Ausgabe 1954/15

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    • Washington zum Eingreifen bereit

      Die VII. Flotte der amerikanischen Marine ist im südchinesischen Meer aufgetaucht. Sie kreuzt südlich von Formosa zwischen den Philippinen und der Ostküste Indochinas.

    • Kallenbach war viel zu tüchtig

      In Bayern gibt es eine Staatsaffäre, die man getrost als in vieler Hinsicht typisch für eine unerfreuliche Entwicklung in der ganzen Bundesrepublik bezeichnen kann.

  • Ausgabe 1954/16

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    • Die Plage des Föderalismus

      Bundesfinanzminister Schäffer nannte den Tag, an dem der Bundesrat seine Finanzgesetze zumTeil ausgehöhlt, zum Teil abgelehnt hat, einen schwarzen Tag für den deutschen Föderalismus und sprach von einem drohenden Verfassungskonflikt.

    • Die Europa-Armee marschiert nicht

      Man soll den großen Gedanken einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft gewiß nicht vorzeitig zu Grabe tragen, aber man muß sich darüber klar sein, daß der Vertrag über die Europaarmee in der Form, in der er vor fast zwei Jahren, am 27.

  • Ausgabe 1954/17

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    • Der Hundefriedhof

      Moscha Pijade ist Präsident des jugoslawischen Parlaments und gilt als der führende Theoretiker der Kommunistischen Partei Jugoslawiens.

    • Monnets Erfolg

      Mit etwas Verzögerung – es sollte eigentlich ein Osterei werden – hat der Präsident der Hohen Behörde, Jean Monnet, die erste US-Anleihe für die Montan-Union vereinnahmt.

  • Ausgabe 1954/18

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    • Dulles verläßt das sinkende Genfer Schiff

      Von Teilung zu Teilung – Rückzug Amerikas auf die nächste Verteidigungslinie

    • Streit ums Finanzamt

      Wilhelm Zietsch, der bayerische Finanzminister, der sonst ein Prediger der Sparsamkeit ist, hat im Landtag die Mittel beantragt und erhalten, um ein Finanzamt von dem oberfränkischen Städtchen Lichtenberg in die nur acht Kilometer entfernte Kreisstadt Naila zu verlegen.

  • Ausgabe 1954/19

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    • Die Politik des „go it alone“

      Vor fast einem Jahr, am 26. Mai 1953, sprach Senator Taft zum letztenmal vor seinem Tode über amerikanische Außenpolitik. Er sagte, die Vereinigten Staaten sollten sich weniger um die Interessen und Empfindlichkeiten anderer Nationen kümmern, die Schwäche der UNO in Rechnung ziehen und sollten insbesondere in Korea allein vorgehen – go it alone.

    • Auch ein Reiseland

      Der österreichische Staatsbürger Perne, ein Volksdeutscher aus Slowenien, der nach dem Krieg die österreichische Staatsbürgerschaft erlangte, ist jetzt von einem kommunistischen Gericht in Laibach zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden.

  • Ausgabe 1954/20

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    • Mitläufer-Kongreß

      Hätte Propst Grueber nicht am Sonntag in der Ostberliner Seelenbinderhalle gesprochen, so hätte der „Deutsche Nationalkongreß“ keinerlei Erwähnung verdient.

    • Von Amerika aus gesehen

      Amerika ist das Land der raschen Entwicklungen, derDrehungen um 180° – eine Eigenschaft, die sich sowohl angenehm wie ärgerlich auswirken kann.

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