• Ausgabe 06/1955

    Ausgabe 06/1955

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Aus den Unternehmungen

    Eternit baut Berliner Werk nicht weiter aus. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und der Verwaltung der Eternit AG über die Gewährung eines weiteren ERP-Kredites von rund 2,8 Mill.

  • Ärgerliche Meinungskämpfe über Montan-Preise

    Wo bleiben die Vorteile der voll ausgenutzten Kapazitäten und der Modernisierungs-Investitionen?

  • Rohstofftendenz der Woche

    Die Entwicklung auf den Weltrohstoffmärkten in den letzten 14 Tagen hat sehr deutlich gezeigt, daß politische Ereignisse nicht mehr derartige Wirkungen, wie sie seinerzeit während des Korea-Konfliktes zu beobachten waren, auf den Weltmarkt ausüben, da sich offensichtlich eine Konsolidierung der allgemeinen weltwirtschaftlichen Situation abzuzeichnen beginnt.

  • Was sonst noch geschah

    Die Commonwealth-Konferenz, an der unter dem Vorsitz von Churchill die Ministerpräsidenten von Indien, Australien, Neuseeland, Kanada, Pakistan, Ceylon und des Zentralafrikanischen Staatenbundes sowie der stellvertretende Ministerpräsident der Südafrikanischen Union teilnahmen, stand im Zeichen der Entwicklung im Fernen Osten.

  • Derart betrachtet...

    Krennen Sie mich denn nicht mehr?“ fragte Ilja Ehrenburg bei seinem New Yorker Aufenthalt im Jahre 1946 einen alten Bekannten, der es vermieden hatte, ihn zu begrüßen.

  • Berlins SPD distanziert sich

    Der Versuch des SPD-Bundesvorstandes, die Berliner Sozialdemokratie in die Volksbewegungs-Kampagne mit einzubeziehen, ist fürs erste eine Kundgebung Erich Ollenhauers in Berlin angesetzt; doch schon jetzt steht fest, daß die Gegner der Wiederbewaffnung in Berlin nicht nur mit anderen Argumenten, sondern mit anderen Methoden arbeiten müssen als im Bundesgebiet.

  • Nicht Free Europe

    E lern Hinweis von Radio Freies Europa folf nd, stellen wir fest, daß der in der Artikel „Der Mörder ist der Ermo lete" (Die Zeit, Nr 50 v.

  • Entartung des Königlichen

    Als Albert Einstein zum ersten Male in die Vereinigten Staaten kam, jubelte die am Pier sich drängende Menge voll höchster Begeisterung.

  • Albert Vigoleis Chelen:

    Vogelfrei

    Unter dem Titel „Vigolotria“ hat der Autor der „Insel des zweiten Gesichts“ jetzt einen kleinen Versband veröffentlicht (bei Eugen Diederichs, Düsseldorf, 67 S.

  • Nun Schluß mit der Theorie!

    Niemand in Bonn braucht darüber verwundert zu sein, daß „im Lande draußen“ einige Beunruhigung herrscht; die bisher doch nur geringfügigen Ergebnisse der nun seit Monaten intensiv betriebenen Verhandlungen und Vorberatungen über die Neuordnung des Verkehrs haben überall enttäuscht.

  • Der Glockenkrieg

    E ir Wei Kat run Kos ligt glei ten, katl klei die ten jene besc klei Bev Glo Ider noc die stre mai in beti klä ord nur den m z, Bilhgheim ;rühjahr 1954 schaffte sich die Gende Billigheim bei Neustadt an der traße ein neues Geläut an.

  • Liebeslied der Guarani

    Die Guarani-Indianer bewohnen große Teile Südbrasiliens und Paraguays. Der erste Europäer, der Guaraní-Gedichte erwähnt und sie geschätzt hat, ist Montaigne gewesen.

  • „Fall John“ in Österreich

    Zwei Themen beherrschen zur Zeit das politische Gespräch von Wien: die Verhaftung des Magistratsdirektors Sokolowski seitens der Sowjetkommandantur und der Selbstmord des ehemaligen Favoritner Polizeichefs Vinzenz Seiser.

  • Selbstzufrieden

    Bundespostminister Balke hat am 4. Februar bei einer Pressekonferenz in Bonn erklärt, die Gebührenerhöhungen vom Juli 1954 hätten sich „günstig ausgewirkt“ – für die Finanzen der Bundespost nämlich.

  • Funk für Anspruchsvolle

    Während die deutsche Filmproduktion nur zögernd Themen der jüngsten Vergangenheit aufgreift und meist, wie neuerdings wieder im Harlan-Film „Verrat an Deutschland“, sogleich versucht, vor klaren Erkenntnissen in den Nebel der großen Gefühle auszuweichen, packt der Funk – in mancher abendlichen Sendung, aber auch im Schulfunk – die heiklen Dinge an und scheut sich nicht, den Widerspruch herauszufordern.

  • Taxichauffeure mit Pistolen

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  • DIE ZEIT
  • Stehrs Grab

    Seh auf Gla das dun Tend zer letz wür r von sien u r, Habelschwerdc s Grab von Hermann Stehr, einem ir bekanntesten schlesischen Dichter, an Florianberg in Habelscbwerdtl r Bergland ist verwüstet.

  • Niederlausitz

    Spree-Kanäle

    Mit dem Ziel, den Überschwemmungen im Spreewaldgebiet zu begegnen und den Grundwasserspiegel zu heben, werden gegenwärtig in der Niederlausitz die vorbereitenden Arbeiten für das Projekt „Wasserregelung Spree“ fortgeführt.

  • Von den Tieren lernen

    Der „einsame Gelehrte“ ist für unsere Zeit nicht mehr typisch. Es sieht so aus, als spiegele sich unsere Abkehr vom Individualismus und Subjektivismus des 19.

    Von Günther Dahl

  • „Wir finden das unfair...“

    Die Bemühungen der Deutschen Lufthansa, nach der von den Alliierten diktierten Zwangspause künftig im innerdeutschen und auch im internationalen Luftverkehr ein (sehr bescheidenes) Wort durch die Wiederaufnahme eines eigenen Liniendienstes mitzureden, haben nicht überall im Ausland Zustimmung erhalten.

  • Pikante Pyramiden-Linie

    Ein volles Jahrzehnt Nachkriegsmode hat bewiesen, daß sich die französische Haute Couture um ihre Vorrangstellung einstweilen keine Sorgen zu machen braucht.

    Von Elisabeth Rüssel

  • Rundfunkwirtschaft: nicht unzufrieden

    Rundfunk und Fernsehen sind traditionell unruhig. Das gilt für die kulturelle, organisatorische und politische Seite nicht minder wie für die wirtschaftliche.

    Von W.-O. Reichelt

  • Hütte Oberhausen modern

    Die aus dem Verband der alten Gutehoffnungshütte herausgeschnittene Hüttenwerk Oberhausen AG, Oberhausen, das älteste Großhüttenwerk der Ruhr, hat in den vergangenen Jahren einen erstaunlichen Neubau und Umbau durchgeführt und steht kurz vor Eröffnung der dann wohl modernsten Feineisenstraße der Bundesrepublik, Mehr als 200 Mill.

  • Thomas, der Schwindler

    in die Phantasiegefilde seiner Welt fern allen herkömmlichen Begriffen. Der Träumer und Gaukler, Taugenichts und Schwindler Guillaume Thomas aus Fontenay nennt sich Guillaume de Fontenay und gibt sich für den Neffen des berühmten, gleichnamigen Generals aus.

  • Volksentscheid als Waffe

    Das Wort Volksentscheid ist in die Diskussion geworfen worden. In einer Münchener Gewerkschaftsversammlung zuerst, dann im Düsseldorfer Gewerkschaftshaus, schließlich im Bonner sozialdemokratischen Hauptquartier und in der Frankfurter Paulskirche.

  • Gibt es wirksamen Atomschutz?

    Nicht nur der Mann auf der Straße ist in der Regel der Meinung, daß man sich gegen Atomwaffen, zumal in einem so engen, dichtbesiedelten Lande wie Westdeutschland, nicht wirksam schützen könne.

    Von Robert Strobel

  • Schatten auf Frankreichs Polizei

    Das Problem des Justizirrtums ist so alt wie die Justiz selbst. Das 19. Jahrhundert kennt einige berühmte Fälle, die Dreyfus-Affäre zum Beispiel, die Frankreich jahrelang in zwei Lager zerriß.

    Von Maurice Le Boul

  • Nur hinein ins volle Menschenleben ...

    Fasse ich meine Dresdener Erfahrungen kritisch zusammen, so kann ich ohne Ressentiment sagen: viel gelernt habe ich in dieser Lehrzeit nicht.

  • Afrika statt Indonesien...

    Da sich Indonesien von seinem einstigen Mutterlande losgesagt hat und die Versuche der Holländer, wenigstens die wirtschaftlichen Bindungen fortbestehen zu lassen, nach Auflösung der holländisch-indonesischen Union endgültig gescheitert sind, wenden sich viele holländische Handelshäuser, deren Betätigungsfeld hauptsächlich in Indonesien lag, anderen Kontinenten zu.

  • Die zweimal geprüften Bücher Mosis

    Es liegt in der Natur großer Gedanken, daß sie den geschichtlichen und volklichen Raum ihres Jrsprungs sprengen und eines Tages Eigentum der Welt werden, was sie bis zum Erlöschen ihrer Wir-:ungskraft bleiben.

    Von Walter Abendroth

  • Kommunisten mit Humor

    Er sagt, daß er seine Maschine genau so liebe wie seine Frau“, übersetzte Fräulein Kosticz vom Presseamt des ungarischen Außenministeriums.

  • Rheinland-Pfalz

    99 Phon Beifall

    Das Phonmeßgerät – von der Polizei häufig angewandt, um die Lautstärke von Auspufftöpfen der Motorräder zu kontrollieren, setzt sich nicht nur zur Messung von Beifallsstürmen bei Jam-Sessions durch, sondern neuerdings sogar im rheinischen Karneval.

  • Niedersachsen

    So wird repräsentiert

    Die 4. Große Strafkammer beim Landgericht Hannover verurteilte am vergangenen Freitag einen ehemaligen niedersächsischen Staatsbeamten, den ehemaligen Polizeiverwaltungsinspektor Ludwig Weber, der zugleich Schatzmeister der niedersächsischen Polizeigewerkschaft war.

  • Dresden und die Kultur Europas

    Am 13. Februar sind zehn Jahre vergangen, seit Dresden zerstört wurde. Der nahezu totale Untergang dieser Stadt, zugleich eines der furchtbarsten Blutbäder des zweiten Weltkrieges, war im wesentlichen das Werk einer einzigen Nacht.

    Von Stefan Roth

  • ZEITSPIEGEL

    Im Verlauf seiner großen, vom Rundfunk übertragenen Rede vor dem Bundesausschuß der CDU in Bonn sagte Bundeskanzler Adenauer einige Minuten vor zwölf: „Ich habe nur noch vier Minuten Zeit, deshalb muß ich schnell machen.

  • Wer gehört zur Elite?

    Vor der Evangelischen Akademie in Bad Boll hat der Bundesinnenminister Dr. Gerhard Schröder einen Vortrag über Begriff und Problem der Elite gehalten, der jetzt im Druck erschienen ist.

  • Eine Verheißung

    Mit Waldtraut Gummersbach, deren Roman „Und sängen sie nicht im Nebel“ mit dem Otto-Detzenberg-Preis der Stadt Blausauer ausgezeichnet wurde, hat die Jury das Werk einer völlig unbekannten Dichterin gekürt.

    Von Wolfgang Eben

  • Ost-Pommern

    An der Brachland-Front

    Nach sowjetischem Beispiel schickt jetzt auch Warschau Industriearbeiter, Angestellte und technische Spezialisten auf das flache Land.

  • Aktienpakete mit Holzwurm

    Es ist Sonnabend, der 8. Januar 1955. In Bremen klingelt ein Postbote an der Schwachhauser Heerstraße Nr. 222. Ein Eilbrief aus Bonn, Poppelsdorfer Allee Nr.

  • Abschied von einer mittleren Stadt

    Sie ist schön, die Stadt, auch am Tage. Ihre Schönheit ist so berühmt wie ihre Geschichte. Es ist eine barocke Geschichte, sichtbar als Schönheit.

    Von Hans Egon Gerjach

  • Neue Schallplatten:

    Pelleas und Melisande

    Ein biederer, leicht angegrauter Ehemann, eine blutjunge, betörende Frau, ein jünglingshaft romantischer Schwager – aus der uralten Verkettung dieser Menschen hat Claude Debussy ein musikalisches Gemälde geschaffen, das mit seiner orchideenhaften Schönheit und mit der Neuartigkeit seiner Tonsprache aller Gefahren spottet, an denen ein Gestalter von weniger sicherem Geschmack unerbittlich gescheitert wäre.

  • Kommunist Secchia

    Wer das Porträt eines in Ungnade gefallenen kommunistischen Funktionärs zeichnen will, tut gut, sich einmal wieder anzusehen, was die Parteizeitungen über diesen Mann geschrieben haben, als er im Zenith seines Ansehens stand.

    Von Italo Zingarelli

  • Jahn und der Referent

    Die deutschen Turner wurden kürzlich durch Äußerungen eines Ministerialbeamten des Bundesinnenministeriums in Bonn in böse Erregung versetzt.

    Von W. F. K.

  • GEORGE GROSZ:

    Ein kleines Ja und ein großes Nein

    Sein Leben von ihm selbst erzählt – III. Kubisten, Futuristen, „Blaue Reiter“...–Scherls Bücherserie „Lies dich empor!“

  • Einträgliche Tage für Baissiers

    Trotz der vielen mißlichen Dinge, die seit Wochen aus dem Bereiche der Innen- und Außenpolitik auf den Aktionär eingestürmt sind, ist es an den deutschen Wertpapiermärkten zu keinerbesorgniserregenden Entwicklung gekommen.

  • News
  • Tiefer beugen sich die Sterne

    Zu Beginn des Jahres der deutschen Kapitulation endete im Krankensaal dritter Klasse eines Jerusalemer Hospitals das Leben der fast siebzigjährigen Else Lasker-Schüler.

    Von Albert Arnold Scholl

  • Die ideale Staatsverfassung

    Montesquieu und der „Geist der Gesetze“ – Ein Sechzigjähriger schrieb das Werk seines Lebens

    Von E. A. Greeven

  • Titelseite
  • Erdbeben in Moskau

    Am vergangenen Wochenende erklärte der erste sowjetische Parteisekretär Nikita Chruschtschew in einem Interview mit dem amerikanischen Verleger Hearst, Berichte über einen Machtkampf zwischen ihm und Ministerpräsident Malenkow seien „Wunschgedanken“.

  • Die Folgen für Frankreich

    Frankreich ist politisch gar nicht so unstabil, wie man immer sagt. Nicht nur überdauert die französische Ministerialbürokratie alle Krisen, Stürze und Weltuntergänge; wenn man von dem Sonderfall der Ausbootung der Kommunisten im Mai 1947 absieht, ist es bisher stets die gleiche Gruppe der ungefähr 20 Politiker gewesen, die die Ministersessel der 4.

  • Der Strick im Tornister

    Das Wort vom Marschallstab im Tornister stammt von Napoleon, und es bedeutet, daß jeder Soldat, wenn ihm das Glück hold ist, eines Tages Marschall werden kann.

  • Schörner juristisch

    Jeder Soldat kennt Schörner. Er war nicht einfach unbeliebt und gefürchtet, sondern weithin verhaßt, und dieser Haß ist noch unvergessen.

  • Ende der Aera PMF

    Der Sturz des französischen Ministerpräsidenten Mendès-France hat in der Bundesrepublik einen sehr ernsten Eindruck gemacht.

    Von Armin Mohler