• DIE ZEIT: Jahrgang 1955

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1955/01

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    • Politik als Gelderwerb

      Von Zeit zu Zeit erheben sich mißmutige, weil steuerzahlende, Stimmen, um über die Höhe der parlamentarischen Diäten oder gar darüber, daß es sie überhaupt gibt, lebhafte und populäre Klage zu führen.

    • Moskau nicht eingeladen

      Die fünf „Colombo-Mächte“, Pakistan, Indien, Ceylon, Burma und Indonesien, haben in Bogor – das früher Buitenzorg (Sorgenfrei) hieß und Residenz der Gouverneure von Niederländisch-Indien war – eine Konferenz abgehalten.

  • Ausgabe 1955/02

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    • „In freier Selbstbestimmung”

      Im KPD-Prozeß vor dem Bundesverfassungsgericht ist die Frage aufgeworfen worden, ob nicht ein Verbot der Partei die Wiedervereinigung gefährde und daher gegen das Bonner Grundgesetz verstoße, das sich zum Ziel der Wiedervereinigung bekenne.

    • Feindliches Inland

      Aus der Rede, die die Frau des Botschaftsrats Schlitter auf der Weihnachtsfeier der deutschen Botschaft in London gehalten hat (siehe DIE ZEIT vom 6.

  • Ausgabe 1955/03

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    • Mehr Honig in Moskaus Leim

      Die Sowjetregierung hat der Bundesrepublik ein Tauschgeschäft vorgeschlagen. Sie will ihre Beziehungen zur Bundesregierung normalisieren, wenn diese dafür auf die Ratifizierung der Pariser Verträge verzichtet.

    • SPD auf falscher Straße

      Die SPD will auf die Straße gehen. Die Unmöglichkeit, auf legalem demokratischem Wege etwas gegen die Pariser Verträge zu erreichen, hat die Parteiführung offensichtlich zu dieser außerparlamentarischen Aktion animiert.

  • Ausgabe 1955/04

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  • Ausgabe 1955/05

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    • Blinder Eifer

      Der Brennpunkt der internationalen Aufregung hat sich für einige Zeit nach Formosa verlagert. Aber er wird bald wieder in Deutschland sein, falls Tschou Enlai so freundlich ist, wenigstens die Hilfe der Amerikaner bei der Räumung der Tachen-Inseln zu dulden, die die chinesischen Kommunisten ja zu besitzen wünschen.

    • Prüfstein für Moskau

      Seit längerer Zeit sind Besprechungen zwischen dem Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, Weitz, und Vertretern des sowjetrussischen Roten Kreuzes in Aussicht genommen.

  • Ausgabe 1955/06

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    • Die Folgen für Frankreich

      Frankreich ist politisch gar nicht so unstabil, wie man immer sagt. Nicht nur überdauert die französische Ministerialbürokratie alle Krisen, Stürze und Weltuntergänge; wenn man von dem Sonderfall der Ausbootung der Kommunisten im Mai 1947 absieht, ist es bisher stets die gleiche Gruppe der ungefähr 20 Politiker gewesen, die die Ministersessel der 4.

    • Der Strick im Tornister

      Das Wort vom Marschallstab im Tornister stammt von Napoleon, und es bedeutet, daß jeder Soldat, wenn ihm das Glück hold ist, eines Tages Marschall werden kann.

  • Ausgabe 1955/07

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    • „Verpaßte Gelegenheit“

      Die Fähigkeit zum Verpassen von Gelegenheiten wird niemand dem Westen abstreiten wollen. Aber um sie zu verpassen, muß eine Gelegenheit auch da sein.

    • Karl Marx würde staunen

      Die „westliche“ Welt von heute, die die Lehren von Karl Marx zum alten Eisen geworfen hat, ist marxistischer als sie glaubt; ja, sie deckt sich recht genau mit dem Bild, das Marx vor hundert Jahren von einer zukünftigen Gesellschaft entwarf.

  • Ausgabe 1955/08

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    • Enträtselter Pinning

      Wenn man sich heute gegen die Juden ergehen will, so schreibt man am besten ein Buch über Rußland. Da gibt es Ostjuden, und es klingt eingeweiht, wenn man sie „Chosaren“ oder „Aschkenasim“ nennt.

    • Lüge und Staat

      In einem Prozeß eines hessischen Journalisten gegen den Hessischen Staat hat der Bundesgerichtshof als Revisionsinstanz ein Urteil gefällt, das weitgehende Folgen für die Sauberkeit der Verwaltung in der Bundesrepublik haben kann.

  • Ausgabe 1955/09

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    • Principiis obsta!

      Der Bundestagsabgeordnete Becker, dessen Ausführungen in der Debatte um das Saarabkommen den scharfen Widerspruch des Kanzlers erweckten, hat rhetorisches Pech gehabt.

    • Zwölf Divisionen wofür?

      Der Bundestag hat das Vertragswerk über Souveränität, Wiederbewaffnung und Eintritt in den Brüsseler Pakt mit großer Mehrheit angenommen.

  • Ausgabe 1955/10

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    • Die Mithörer geben ihr Urteil ab

      Nur sechs v. H. der Gesamthörerschaft – ob Hörer der Bundestagsdebatte oder nicht – lehnten die Übertragung dieser Sitzungen im Rundfunk entschieden ab.

    • Alles Kriegsschulwissen ist überholt

      Der englische Militärschriftsteller Liddell Hart bemüht sich seit längerer Zeit, die britische Regierung, ihre militärischen Fachleute und die englische Öffentlichkeit davon zu überzeugen, daß eine Rüstung nach den überkommenen Grundsätzen des zweites Weltkrieges im Atomzeitalter unsinnig geworden sei.

  • Ausgabe 1955/11

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    • Falsche Waffen

      Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber die Politik der SPD. Den Kampf, den diese Partei gegen die Wiederbewaffnung und die Verträge im Parlament verloren hat, will sie jetzt vor dem Verfassungsgericht fortsetzen.

    • Achtung – ‚Freund‘ hört mit!

      Als die Alliierten 1945 in Deutschland die Macht übernahmen, verfielen die Beamten und Angestellten des Forschungsamtes in Berlin dem automatischen Arrest.

  • Ausgabe 1955/12

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    • Wendepunkt in Bonn

      Der mühsame Weg der Ratifizierung der Pariser Verträge ist nun zu Ende. Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat den Vertragsgesetzen zugestimmt, und es ist kein Zweifel, daß der Bundespräsident sie in den nächsten Tagen unterzeichnen wird.

    • Einigung, nicht Einheit

      Das Mainzer „Institut für europäische Geschichte“ ist ein Forschungsunternehmen, keine Vorbereitungsanstalt für schnelle europäische Integration.

  • Ausgabe 1955/13

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    • Wie arbeitet eine deutsche Sowchose?

      Ernährungskrise und „sozialistischer Aufbau“ der sowjetzonalen Landwirtschaft

    • Steuerfahnder vor Gericht

      Was eigentlich ist ein Kavaliersdelikt? Das Bundesfinanzministerium und die Finanzministerien der Länder protestieren heftig dagegen, daß unter diesem Begriff etwa eine Steuerhinterziehung fallen dürfe.

  • Ausgabe 1955/14

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    • Schäffers schwere Niederlage im Bundesrat

      Das Aufhäufen von Milliarden rächt sich – Die Länder gehen zum Angriff gegen den Bundesfinanzminister über

    • Schikanen

      Der Sowjetzonenregierung geht es bei der exorbitanten Erhöhung der Autobahngebühren für westdeutsche Fahrzeuge nicht so sehr darum, sich Mittel für die Unterhaltung der Straßen zu verschaffen.

  • Ausgabe 1955/15

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    • Nöte des Bundestages

      Die Erwartungen, die man 1953 an die Erhöhung der Zahl der Bundestagsabgeordneten von 402 auf 487 knüpfte, haben sich nicht erfüllt.

    • Politik und Gericht

      Die sozialdemokratische Bundestagsfraktion hat das Ihrige getan, um mit Hilfe der von ihr angestrengten Saarklage das Bundesverfassungsgericht abermals in eine unmögliche Lage zu bringen.

  • Ausgabe 1955/16

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    • Das Wohlfahrts-Paradies

      Der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei hat eine Broschüre über den „SPD-Sozialplan“ herausgebracht, die offensichtlich für die Massenverbreitung bestimmt ist.

    • Im Schatten der Affäre Kubel

      Niedersachsen wählt – Außenpolitik im Vordergrund – Das Zünglein an der Waage: BHE oder FDP?

  • Ausgabe 1955/17

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    • Die Schwäche unserer Position

      Die Moskauer Verhandlungen mit dem österreichischen Bundeskanzler haben in Deutschland das Gespräch über die Wiedervereinigung verstärkt, aber leider nicht die Einsicht geweckt, daß wir aus einem sehr wichtigen Grunde für längere Zeit nicht verhandlungsfähig sind – aus eigener Schuld und aus Schuld der westlichen Besatzungsmächte.

    • Das Recht auf Atomkraft

      In den letzten Wochen fanden Auseinandersetzungen darüber statt, ob der erste deutsche Atombrenner, der jetzt zu Versuchszwecken errichtet wird, in München oder in Karlsruhe stehen soll.

  • Ausgabe 1955/18

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    • Französisch-deutsches Neuland?

      Gewiß, die Bonner Verhandlungen zwischen dem Bundeskanzler und dem französischen Außenminister haben einige schwere psychologische Belastungen des deutsch-französischen Verhältnisses beseitigt, so daß die Aufnahme der Bundesrepublik in die Westeuropäische Union in beiderseits gebesserter Stimmung erfolgen kann.

    • Der Bilderstreit

      Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands und nicht nur eines unter anderen deutschen Ländern. Dies wird heute hin und wieder vergessen, in den Bundesländern ebenso wie auch in Berlin selbst.

  • Ausgabe 1955/19

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    • ...schadet nur

      Der Gesetzentwurf, durch den der Berliner Museumsbesitz und die in der Bundesrepublik lagernden Teile der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek auf eine Stiftung übertragen werden sollen, an der Bund und Länder zu gleichen Teilen beteiligt sind (DIE ZEIT Nr.

    • Der Sinn der Souveränität

      Die Bundesrepublik Deutschland ist souverän“, sagte der Bundeskanzler in seiner Proklamation zum 5. Mai, und so steht es auch im Pariser Protokoll über die Beendigung des Besatzungsregimes.

  • Ausgabe 1955/20

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    • Kein Luxus bei der Aufrüstung

      Es kommt jetzt manches auf uns zu, wovon sich die Öffentlichkeit bisher klare Vorstellungen nicht gemacht hat. Die Auseinandersetzung zum Beispiel zwischen Landwirtschaft und Bundesregierung über Landanforderungen, die von den Besatzungsbehörden anscheinend kurz vor Toresschluß gestellt worden sind, ist ein Warnzeichen.

    • Erste Militärgesetze

      Der Bundeskanzler will die gesetzlichen Grundlagen für den Aufbau der deutschen Verteidigungsstreitkräfte rasch schaffen. Das sogenannte Freiwilligengesetz ist im Entwurf fertig.