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Ausgabe 13/1956

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wichtig und warum
Bonn–London: Die Bundesregierung betrachtet die Fragen Abrüstung und Wiedervereinigung als Parallelfragen und „Zwillingsprobleme“, aber ein „Junktim“ in der Weise, daß ohne Wiedervereinigung nicht abgerüstet werden kann, wurde von Bonn weder verlangt noch von London zugestanden.
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INFORMATIONEN
In dem neuen deutsch-britischen Warenabkommen, das Anfang vergangener Woche in London unterzeichnet wurde, ist eine erhebliche Kontingentserhöhung im nichtliberalisierten Abschnitt des Warenverkehrs vorgenommen worden.
- Wissen
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Der wahre Joseph
Vor einigen Jahren erschien in Frankreich ein Buch unter dem Titel „Wenn Hitler gewonnen hätte“. Der Autor schildert eine Nachkriegswelt, die sich von der tatsächlichen im Grunde nur dadurch unterscheidet, daß nicht Stalin, sondern Hitler den Krieg gewonnen hat.
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Malenkow: „Freude an Shakespeare“
Der Besuch. Malenkows in Großbritannien wurde dem Foreign Office dadurch bekannt, daß ein Beamter die Liste der angesagten Delegation von Elektroingenieuren durchging und dabei auf einen Namen stieß, der ihm bekannt vorkam.
Von Michael Davie
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Hochschulminister
Im Staate Hamburg heißt ein Minister Senator. Sonst aber ist er nicht besser dran als seine Kollegen in anderen Ländern. Er ist kein Beamter, hat also weder Versorgungs- noch Pensionsansprüche.
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Lüg schneller, Genosse!
„Wenn jüngere Genossen hier in Berlin in Parteiversammlungen aufgetreten sind und haben erklärt: ‚Ich bin von Stalin erzogen, und ich glaube ihm‘, so müssen wir ihnen helfen, die Probleme richtig zu erkennen.
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Zwölf Monate?
Der Bundesrat hat, ohne auf die grundsätzliche Frage: Wehrpflicht oder Berufsheer einzugehen, für den Fall der Annahme des Wehrpflichtgesetzes, das ihm am Freitag im ersten Durchgang vorlag, einen nur zwölfmonatigen Wehrdienst vorgeschlagen.
- DIE ZEIT
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Das Heizöl quillt nach oben
Jahrzehntelang ist Heizöl ein vernachlässigtes und wirtschaftlich uninteressantes Abfallprodukt bei der Verarbeitung (Veredlung) des Rohöls gewesen.
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Krupp steigerte den Umsatz auf 2,7 Milliarden
Als sich Ende Januar 1951 für 32 Männer die Tore der Festung Landsberg geöffnet hatten, schritt auch Alfried Krupp von Bohlen und Halbach mit einigen seiner Direktoren durch die alliierte Torwache hinaus ins Freie.
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Neues in Venedig
Für die siebzehnte venezianische Filmfestspielwoche im August werden schon jetzt große und umwälzende Neuerungen angekündigt.
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Eine große Dichterin
Von einer Frau soll hier gesprochen werden, die beinahe schon vergessen worden wäre; von einer Frau, die noch als 34jährige aussah wie ein junges Mädchen, das auf bestürzende Weise nicht altert: dunkles Haar, dichte Augenbrauen, volle, nicht ganz geschlossene Lippen, eine starke, aber gerade geformte Nase – und Augen, die von unbeschreiblicher Schönheit gewesen sein müssen, obwohl man ihre Farbe auf der Photographie nicht erkennen kann.
Von "
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Erwarte nicht zuviel
Nach einem neuen Buch von Horst Wolfram Geißler zu greifen, bedeutet, mit Sicherheit gute Unterhaltung vorzufinden. Vielleicht hofft man gar, wieder einem „Lieben Augustin“ zu begegnen, wie in jenem biedermeierlich-lebensfrohen Buch über die Süße des Nichtstuns, das Geißler vor 35 Jahren schrieb und das ihm Ruhm brachte.
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Picknick
Nach dem auch in Deutschland aufgeführten Schauspiel „Picknick“ von William Inge hat der Broadway-Regisseur Joshua Logan, so eine Art Reinhardt des Musicals, diese amerikanische Tschechowiade von den Kleinstadtfrauen, die durch ein charmantes Raubtier von Mann außer Rand und Band geraten, in Cinemascope inszeniert.
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Der Traum von Gestern
Schon die ungenaue Datierung der Handlung, die sich nur aus der Auseinandersetzung des Helden mit gewissen historischen Phänomenen, wie Krieg, Zusammenbruch der Donaumonarchie, Entstehung der Jugendbewegung, erschließen läßt, sondert den Roman aus der Menge brutal-naturgetreuer Darstellungen realistischer Konflikte und handfester Geschehnisse, wie sie die Gegenwartsliteratur durchweg bevorzugt, aus und stellt ihn in die Tradition des klassischen Bildungs- und Entwicklungsromans, der sich für historische Phänomene und außerhalb einer normativen allgemein-menschlichen Einflußsphäre liegende Vorkommnisse stets nur insoweit interessiert, als sie für die geistige Entwicklung des Helden von tieferer Bedeutung sind.
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Erster Spaziergang
Die gleichen Bergorte, die noch vor wenigen Wochen alles unter dem Vorzeichen „Schnee und Frost“ getan hatten, preisen jetzt Krokus und Weidenkätzchen, Wanderwege und Ozon an und die letzten Skiabfahrten, wo die Sonne noch nicht aufgeräumt hat.
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Ich schlafe nach Paris
Paris, Ende März Manchmal sind Feen gütig. Wenn man gerade mit Sehnsucht vom Pariser Frühling träumt so ist es aufmerksam von ihnen, eine Einladung für eine Reise dorthin ins Haus zu schicken, auch wenn sie die Güte eng bemessen und den Aufenthalt am einen, nur einen einzigen Tag beschränken.
Von Eka v. Merveldt
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Hochkonjunktursorgen in Skandinavien
Das ökonomische Bild, das die skandinavischen Länder zeigen, gleicht in den wesentlichen Zügen den meisten anderen europäischen Ländern: auch im Norden herrscht fortgesetzt Hochkonjunktur.
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Commerzbank weitete die Bilanz kräftig aus
Etwa 70 v. H. aller gewährten Kredite entfallen bei der Commerzbank-Gruppe auf Beträge unter 20 000 DM. Dieser betont mittelständische Charakter der Kundschaft mag ein Grund dafür gewesen sein, daß sich die restriktive Politik der BdL und des Bundesfinanzministeriums in den Bilanzen der Gruppe weniger ausgewirkt hat, als bei den anderen beiden Großbanken.
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Doch nach Canossa?
Es gibt keinen Weg nach Canossa“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Max Becker, im Rednerschnellbrief der FDP vom 24.
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Wenn der Kanzler in Ferien ist...
Der Fahnenmast über den Zinnen des Palais Schaumburg ragt kahl in den wolken verhangenen Märzhimmel. Die schwarzrotgoldene Standarte, die sonst allmorgendlich die Anwesenheit des Hausherrn kündet, bleibt in diesen Wochen eingezogen.
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Lineare Steuersenkung – mit sozialem Einschlag
Rüstungsausgaben sollen vorübergehend zurückgestellt werden – Wandel der Finanzpolitik?
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Neuer Glanz im Palazzo Vecchio
In den Wochen vor Ostern, wenn der Frühjahrsgroßputz einsetzt, pflegen auch die Städte, die sich mit Beginn der Reisezeit wie gastliche Häuser für die Fremden auftun, mit verdoppeltem Eifer die letzten unordentlichen Ecken aufzuräumen.
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Frauen sind unbezahlbar
Bekannte Zeiterscheinungen, die aber auch kulturhistorisch an einer langen Kette von Hochzeitsbräuchen und Ehegesetzen zurückverfolgt werden können, werden rührend ignoriert, wenn deutsche Richter sich auf den Standpunkt stellen, Ehen hätten mit Geld nichts zu tun; oder, wie das exakter, aber umständlicher in der Fachsprache heißt, „die Ehe als Lebensgemeinschaft der Ehegatten steht als solche ihrem Wesen nach außerhalb der Güter, deren Verletzung allgemeine Ansprüche auf Ersatz des Vermögensschadens auslösen kann“.
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Konsumgüter werden mehr gefragt
Stärker als bisher stand in diesem Jahr die Wiener Frühjahrsmesse unter dem Exportzwang der österreichischen Wirtschaft. Die Messe, die wieder mit einer Internationalen Automobilausstellung verbunden war, wies mehr als 600 000 Besucher auf, unter denen sich – aus 28 Staaten – auch sehr viele Ausländer befanden.
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Stern – made in USA
Am 14. März führte das „Cambridge Forschungszentrum“ der amerikanischen Luftwaffe in der Erprobungsstelle Holloman in Neu-Mexiko einen Versuch durch, bei dem es gelang, das „im Stickstoffatom gebundene Sonnenlicht wieder frei zu machen“.
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Das Abitur ist geschafft – was nun?
Reichen 2000 Mark? – Zum Arzt berufen, aber nicht zum Lehrer – Der Beruf des Lebens
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Wenn keiner mehr lügt...
Im weltabgeschiedenen Merton-Tal, irgendwo hoch im Norden, geht manches nicht mit rechten Dingen zu. Zweimal wird ein Mädchen von einem Ziegelstein getroffen, der frei umherwirbelt, ohne daß ein Untäter mitwirkt.
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Chinas Märtyrer sprechen
Es gibt hinsichtlich der Zukunftsaussichten der freien Welt und ihrer Bedrohung durch den Bolschewismus ein pessimistisches Argument, das kein verantwortungsbewußter Mensch leichtfertig beiseite zu schieben versuchen sollte.
Von Walter Abendroth
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Berliner Bank: „Bestes Jahr“
Als erste der Berliner Großbanken legt die Berliner Bank AG, Berlin,den Geschäftsbericht für 1955 vor, der nicht nur von der erfreulichen Entwicklung dieses Instituts zeugt, sondern auch ein Spiegelbild der Aufwärtsentwicklung der gesamten Westberliner Wirtschaft in dem bisher erfolgreichsten Nachkriegsjahr abgibt.
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Bayern
Seil gerissen
W. L., MünchenHerrlicher Sonnenschein und g’führiger Schnee hatten den Zahnarzt Dr. Oskar Kraus am 20. März 1955 dazu veranlaßt, einmal ohne Frau und Kind mit seinen Skiern auf den Herzogstand-Fahrenbergkopf (1626 m) zu fahren.
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Die algerische Sackgasse
Es gibt nichts Bezeichnenderes für die gegenwärtige politische Lage Frankreichs als die erstaunlichen (und soviel Gegensätze umspannenden) Mehrheiten, welche die Regierung Mollet für alle ihre Anliegen in der Kammer erhält.
Von Armin Mokier.
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Grüner Start – etwas holperig
Kaum ist der Grüne Bericht über die Lage der Landwirtschaft beim Bundestag – reibungslos – über die Bühne gegangen, und kaum sind die Vorschläge der Regierung – einstimmig – gebilligt worden, da kommt es beim Ingangsetzen der ersten Maßnahme schon zu einem ausgesprochenen Fehlstart.
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Dresdner Bank mit höherer Liquidität
Das bisherige stürmische Tempo der Bilanzausweitung bei den Nachfolgeinstituten der Dresdner Bankgruppe hat sich im Geschäftsjahr 1955 abgeschwächt.
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Meditationen im Krankenhaus
Es drehte ihn einmal um seine Achse, er hörte ein Knirschen, und ehe er noch platt auf dem Schnee lag, wußte er, daß nun mehreres anders sein werde, daß, was soeben noch gegolten hatte, nicht mehr galt.
Von Karl Friedrich Boree
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Wiedersehen mit Joséphine Baker
Früher kam man nach Sarlat (Périgord), um das alte Schloß des berühmten Kreuzfahrers Gottfried von Bouillon zu sehen, und ich war damals ziemlich enttäuscht gewesen, nur ein paar Ruinenreste auf einem bescheidenen Hügel mit dem pompösen Namen: Mont Jost vorzufinden.
Von Indro Montanem
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Briefe des Herzens
Ostern, da Konfirmation, Versetzung, Einschulung und Abitur in kinderreichen Familien zusammenprallen, ist die entscheidende Zeit, in der Elternweisheit ihre übermütigen oder verzweifelnden Kinder zur Besonnenheit leiten, in der aber oft auch Unverständnis der Erwachsenen die unsichere Jugend in Katastrophen stürzt; der rechte Jahreszeitenwechsel also, um sich in die Eltern-Kinder-Beziehung vergangener Jahrhunderte gleichnissuchend zu vertiefen und in den durchaus nicht immer beglückten Briefen gutmeinender, aber verständnisloser Eltern an ihre berühmten Söhne neuen Mut für die eigenen Kinder zu finden.
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Neue Flick-Transaktion
Dr. Friedrich Flick, der jetzt 73jährige Seniorchef seines Montan- und Verarbeitungskonzerns, wartet mit einer neuen großzügigen Transaktion auf dem Kohle-Energie-Gebiet auf.
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Kaffeezentrum
Hamburgs Hafen- und Verkehrssenator Ernst Plate unterzog sich am vergangenen Freitag einer sehr erfreulichen Aufgabe: er übergab dem „Verein der am Caffeehandel betheiligten Firmen“, der an diesem Tage auf sein 70jähriges Bestehen zurückblicken konnte, den neuen Saal der Kaffeebörse.
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Neu und sehenswert
Die tätowierte Rose (USA). Anna Magnani ist mit Verve und mit ihrer großen Kunst zu nuancieren – sie erhielt dafür in diesen Tagen als beste Schauspielerin des Jahres den amerikanischen Oscar – die temperamentgeladene, liebeshungrige Witwe in dem Film nach, Tennessee Williams Theaterstück „Rose tatoo“ (Regie Daniel Mann), ihr Partner ist Burt Lancaster.
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Funk für Anspruchsvolle
Man muß davon sprechen
Der Bundespräsident, der mit seiner tiefen, warmherzigen Stimme in der Sendung vom „Umgang mit rechtsradikalen Schriften“ zur „Woche der Brüderlichkeit“ zu hören war, sprach von „politischer Pornographie“ und meinte jene recht realen Figuren, die heute in der Bundesrepublik an allen Ecken und Enden aus dem Mißvergnügen an manchen Einrichtungen und Personen des demokratischen Staates Kapital zu schlagen versuchen, indem sie die Parole ausstreuen, unter Hitler sei alles besser gewesen – oder, wie es in den zur letzten Frankfurter Buchmesse ausgestellten, dort allerdings durch eine Selbsthilfeaktion der übrigen Verleger entfernten posthumen Aufzeichnungen Alfred Rosenbergs heißt: „Der Nationalsozialismus war die edelste Idee des zwanzigsten Jahrhunderts.
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Unsere Währung ist stabil
Aus dem Munde des Bundeswirtschaftsministers haben wir in letzter Zeit des öfteren die Versicherung gehört, daß die Währung nicht gefährdet sei.
Von Wolfgang Krüger
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Es fehlen Ingenieure
Auf eine sehr schwierige Lage, die sich für die Industrie in den kommenden Jahren ergibt, wenn nicht schleunigst Abhilfe geschaffen wird, hat der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in einer Denkschrift aufmerksam gemacht.
Von O. Tappen
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Anlagekäufe an den Börsen
Trotz der wieder einmal verschärften Situation am Geldmarkt tendierten die Aktien in der vergangenen Woche im allgemeinen etwas freundlicher.
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Schleswig-Holstein
Frühlingsmüde
Im Kieler Landtag wurden soeben die Etat-Beratungen abgeschlossen. Sie hatten drei volle Tage beansprucht. Kurz vor Toresschluß mußte noch über einen Antrag der Sozialdemokraten abgestimmt werden, welche die immerhin respektable Summe von zwei Millionen Mark für den Bau einer Turnhalle gefordert hatten.
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Auf einen Blick...
Die Good-will-Mission der westdeutschen Wirtschaft unter Führung des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Fritz Berg, ist von ihrer sechseinhalbwöchigen Reise durch Ostasien wieder zurückgekehrt.
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Das große Thema Liebe
Je mehr das Schreiben zu einem Handwerk wird, desto dringender erhebt sich die immergültige Frage nach den Grenzen zwischen Meister und Genie.
Von Hans Schwab-Felisch
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Der Meister, den niemand zur Ruhe setzen wird
In einer Schlichtheit und Konzentration, die niemand kann übertreffen wollen, ist hier genau das gesagt, was die Auferstehungsfeier bestimmen sollte in einer Welt, in der das Christentum noch nicht ausgelöscht ist.
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Masken bei Sellner
Schauspieler, die Sellners Inszenierungsmethode nicht verstehen, heben, wenn sie von ihre sprechen, den rechten Arm über den Kopf, bis die Hand das linke Ohr berührt: „Verrückt um jeden Preis.
Von Johannes Jacobi
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Heimliche Liebe
Wilhelmshavener Bürger haben einen Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen geschrieben, in dem sie gegen die drohende Verlegung der Wilhelmshavener Hochschule für Politik und Wirtschaft in eine andere Stadt protestieren.
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Anzeigenagentur ...
Will der Innenminister – entgegen jeder Vernunft und auch seinen dem Handel gegebenen Zusagen – neuerdings doch den Behördenhandel forcieren? Diese Frage ist durchaus nicht unberechtigt, wenn man die Entwicklung des „Gemeinsamen Ministerialblattes“ betrachtet, dessen Geschäftsführer quasi der Bundesinnenminister ist und zu dessen Teilhabern der Außenminister, der Vertriebenenminister, der Wohnungsbauminister, der Minister für Gesamtdeutsche Fragen, der Minister für Angelegenheiten des Bundesrates, der Familienminister Und zu guter Letzt auch noch ein Minister für besondere Aufgaben zählen.
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Diabolischer Rummel
Liebliche Hügel und Täler füllen die Kinolenwand; hier murmelt ein Bächlein, dort streicht ein sanfter, mitteldeutscher Wind über die Baumwipfel.
Von Hans Gresmann
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Freiheitsheld Habib Bourguiba
Eines Tages – es war im Herbst 1954 – ging ich die Rue de Rivoli hinauf zur Place de la Concorde, als ich plötzlich eine auffallende Erscheinung quer über den großen Platz auf mich zukommen sah.
Von M. Gräfin Dönhoff
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Der Chef und sein junger Mann
Wer so von Berufs wegen durch den einen oder anderen Betrieb geht, wer mit diesem Vorgesetzten oder mit jenem spricht, wer in dem einen Betrieb dieses, in dem anderen jenes Problem kennenlernt und bearbeitet, wer davon lebt, mit sehr offenen und kritischen Augen das anzuschauen, was andere als ihren ständigen Lebensrahmen – personell und methodisch – nicht mit der Aufmerksamkeit des Forschens, sondern mit dem Blick der Gewöhnung betrachten – dem prägt sich so manches ein.
Von Hellmuth Michael
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Moskauer sehen New York
Vor den Moskauer Kinos stehen die Menschen in diesen Tagen Schlange, um einen farbigen Kulturfilm über die USA zu sehen. Der Film zeigt „San Franziska, Chikago, New York“, und ebenso sachlich wie der Titel ist auch der Inhalt.
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Aus der Schule
Ein Schuljahr ist zu Ende. Die 770 000 Schulentlassenen räumten leichten Herzens die Bänke. Unter ihnen sind mehr als 380 000 Jungen und fast 390 000 Mädchen.
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Gertrud Kolmar:
Spaziergang
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Notizen
Friedenspreis für Reinhold Schneider, Der 53jährige Dichter Reinhold Schneider erhielt den diesjährigen Friedenspreis des deutschen Buchhandels, der mit 10 000 Mark dotiert ist.
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Berlin
Ein Funktionär wundert sich
In der Werner-Seelenbinder-Halle, gleich beim Zentralviehhof von Ostberlin, sitzt unter 2200 Genossen der Funktionär F. aus Leipzig, delegiert zur 3.
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Biblische Landschaft
Vkle Begriffe in der Weit haben sich gewandelt seit einem Menschenalter.
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ZEITSPIEGEL
Earl Winterton erklärte zum bevorstehenden Besuch Bulganins und Chruschtschows: „Nicht während des Besuches, aber vorher oder danach, wäre es sehr nützlich, wenn in allen Kirchen des Landes für die unglücklichen Menschen in den Zwangsarbeitslagern gebetet würde.
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Kein Zeug zum Helden
Heine – so scheint es – ist jedesmal anders, als der Biograph ihn will. Er entzieht sich an irgendeiner Stelle und treibt so noch posthum seinen Spott mit den um ihn im Guten und Böser Bemühten.
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Im Brennpunkt des Gesprächs;
Weltliteratur aus Südafrika
Nadine Gordimers „Entzauberung“ Der literarische Hochmut des Europäers hat lange Zeit gebraucht, um zuzugestehen, daß Amerika zur „Weltliteratur“ in Goethes Sinn des Wortes beitragen kann; Herman Melville hat diese Einsicht jedenfalls nicht mehr erleben dürfen, und sogar für Thomas Wolfe wäre es fast zu spät gewesen.
Von Christian E. Lewaher
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SPORT DER ZEIT
Im Dschungel der Amateurregeln
Ein junger, beliebter Offizier der amerikanischen Marineinfanterie, der Meilenläufer Wes Santee, war wegen überhöhter Spesenforderungen von der Amateur Athletic Union auf Lebenszeit disqualifiziert worden, hatte aber eine einstweilige Verfügung auf Aufhebung dieses Beschlusses vor dem Obersten Gerichtshof des Staates New York erwirkt.
Von Walther F. Kleffel
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Reich behütet
Das Etikett eines Westberliner Hutgeschäftes am Kurfürstendamm entdeckten neugierige britische Journalisten an Malenkows Hut, während der russische Gast Premierminister Eden besuchte.
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Saudien und sein Gold
Djiddah noch vor sieben Jahren besuchte,kennt es nicht wieder. Bald wird keines seiner zweihundert und mehr Jahre stehenden großen Steinhäuser, mit ihrem geheimnisvollen geschlossenen Holzerkern, mehr stehen.
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Pflegen – nicht schenken
In der vergangenen Woche sind zwei weitere Kapitalerhöhungen durchgeführt worden, die beide trotz ihrer Verschiedenartigkeit Musterbeispiele dafür sind, wie sich die Finanzsituation im Gesellschaftswesen zu ändern begonnen hat.
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Hessen
Die Tauben gewannen den Krieg
Am Montag, dem 12. März, Punkt 9.50 Uhr, hielt in der Friedrichstraße, einer der Hauptgeschäftsstraßen der hessischen Landeshauptstadt, ein Personenwagen.
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NFORMATIONEN
Vielmehr seinen Preisgesprächen mit, den sogenannten „neuralgischen Gruppen" der Konsumgüterwirtschaft Nachdruck verleihen.
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Die Kosten einer Illusion...
Noch im vergangen Sommer sprach man ernsthaft davon, daß das Ende des Jahres die 5prozentige Obligation bringen werde. Dieser Optimismus wurde damals durch die Tatsache gestützt, daß 5 1/2prozentige Pfandbriefe von einer Reihe von Realkreditinstituten ausgegeben und ohne Schwierigkeiten verkauft wurden.
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Bayerische Vereinsbank verstärkt das Eigenkapital
Eine in vieler Hinsicht bemerkenswerte Bilanz legt die Bayerische Vereinsbank, München, vor. Mit der Ausweitung ihres Bilanzvolumens um 19,1 v.
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Neue Musik darf sich erproben
Es ist schon oft genug festgestellt worden, daß die zeitgenössische Musik aller Richtungen, aufs Ganze gesehen, keine eigentliche Existenz im öffentlichen Kulturleben mehr hat.
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Messedämmerung
Wir haben an dieser Stelle nicht erst gestern damit begonnen, die am Außenhandel interessierten Kreise der westdeutschen Wirtschaft vor jeder Selbstgefälligkeit gegenüber der östlichen Konkurrenz zu warnen.
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Gespenster
Sie scheinen mehr Angst vor den Deutschen, als vor den Kommunisten zu haben“, sagte ein amerikanischer Verleger zu dem französischen Ministerpräsidenten Mollet.
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VDM-Dieselring
Der „Dieselring“ des Verbandes der Motorjournalisten V. wird alljährlich an jene Persönlichkeit verliehen, die sich um die Hebung der Verkehrssicherheit in Deutschland die meisten Verdienste erworben hat.
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Liliom im Exil
Sehr aufrichtig gibt sich der lange angekündigte und jetzt in New York mit gewaltigem Pressefanfarenlärm vorgeführte Film „Carousel“ als eine Bearbeitung der Broadway-Bearbeitung von „Liliom“ von Franz Molnar aus.
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Berlin gegen Euler
Seine lange aufgeschobene Entscheidung im FDP-Konflikt hat der Berliner Landesverband am vergangenen Wochenende auf einem außerordentlichen Parteitag gefällt.
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Der große Alte
Als 1954 der dreiundsiebzigjährige Heinz Tietjen die Intendanz der Westberliner Oper aufgab, trat er wohl formell „in den Ruhestand“, blieb aber unvermindert aktiv als Gastregisseur an der Mailänder Scala und anderen großen Bühnen.
Von C. E. L.
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Rohstofftendenz der Woche
Während der Berichtswoche trat bei den Getreidepreisen überwiegend eine Festigung ein, Auch die Wollnotierungen lagen höher, was nicht zuletzt auf die feste Tendenz an den Ursprungsmärkten zurückzuführen sein dürfte; Schwächer tendierten dagegen weiterhin Kaffee und Kakao, obwohl ein Teil der Preisverluste gegen Wochenschluß durch die brasilianische Erklärung über eine Vertagung der Devisenreform wieder hereingebracht wurde.
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„Freie“ Kohlenpreise
Der Entscheid der Hohen Behörde, die Kohlenpreise für die letzen beiden unter Höchstpreiszwang liegenden Reviere der Montan-Union, nämlich für die Ruhr und Aachen, freizugeben, gehört mit zu den besten Entschlüssen, die Luxemburg je gefaßt hat.