Das größte saarländische Hüttenwerk, die Roechling’schen Eisen – und Stahlwerke GmbH, blicken in diesen Tagen auf das 75jährige Bestehen zurück. Aus einem kleinen Betrieb entstand in siebeneinhalb Jahrzehnten ein bedeutendes Unternehmen, das heute mehr als 13 000 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Den Grundstein legte Karl Roechling 1881 mit dem Ankauf der Völklinger Eisenhütte, die zwei Jahre zivor stillgelegt worden war. Den größten Aufschwung nahm die Hütte unter Kommerzienrat Dr. Hermann Roechling, der nach 1945 als „Kriegsverbrecher“ vor Gericht gestellt wurde.

Die Zukunft der Roechling-Werke ist noch völlig ungewiß, zumal die französische Sequester-Verwaltung formaljuristisch bisher nicht aufgehoben wurde. Im Zusammenhang mit den Verhandlungen über das später von der saarländischen Bevölkerung abgelehnte Saarstatut schlossen die französische und deutsche Regierung am 3. Mai 1955 das Abkommen über die Völklinger Hütte, über das bei den z. Z. laufenden Saarverhandlungen diskutiert wird. V.