Eine Skizze von Karl Plesse

Daß eine Weiche falsch gestellt war, bemerkte der Lokomotivführer zuerst. Der Zug ratterte über die Schienenstränge auf ein Nebengleis und ließ den Bahndamm hinter sich. Der Lokomotivführer bremste. Langsam rollte der Zug aus. Er stand auf einem alten rostigen Gleis inmitten einer Wiese, die sich zum Fluß hin langsam senkte.

Es war ein Sommernachmittag. Der Wind trieb kleine Wolken über den Himmel und spielte mit dem Gras. Entlang des Zuges öffneten sich die Türen. Fahrgäste stiegen aus und der Zugführer lief vom Gepäckwagen nach vorn zur Lokomotive. Er lief langsam, denn das Gras wickelte sich um seine Schuhe.

„Was ist passiert?“ rief er. „Die Weiche war falsch gestellt“, sagte der Lokomotivführer.

„Wir müssen zurückfahren“, sagte der Zugführer. „Ja“, sagte der Lokomotivführer.

Der Zugführer pfiff und wirkte den Reisenden, wieder einzusteigen. „Abfahrt!“

Aber der Zug fuhr nicht ab. Die Lokomotive schnob und schob. Es zeigte sich rasch, daß sie den Zug auf der Steigung zum Bahndamm nicht in Bewegung setzen konnte.