Österreich, das nach wie vor unter einem starken Importdruck westdeutscher Erzeugnisse steht und in seinen Bemühungen, die österreichischen Exporte nach der Bundesrepublik auszuweiten, nur langsam vorwärtskommt, hofft jetzt auf eine günstigere Entwicklung seiner Lieferungen an die Bundesrepublik. Die österreichische Handelsdelegierte in Frankfurt, Ing. Ludwig Riedl, ist der Ansicht, daß die am 1. Juli in Kraft getretenen westdeutschen Zollsenkungen, der für den Spätsommer und Herbst erwartete, erhöhte Einfuhrbedarf Westdeutschlands sowie das neue und günstige Lieferverfahren Österreichs gute Chancen für die Ausdehnung der österreichischen Exporte nach Westdeutschland bieten.

Eine ausgezeichnete Möglichkeit dafür ist den westdeutschen Einkäufern übrigens durch Wiens internationale Herbstmesse gegeben, die vom 9. bis 16. September stattfindet und „in nahezu lückenloses Angebot der österreichischen Produktion servieren wird. Die Messe umfaßt ebenso Bekleidung und Textilien jeder Art, wie auch Lederwaren, kunstgewerbliche Artikel, Schmuck- und Gebrauchswaren, Bürobedarf, Möbel, Musikinstrumente, chemische und kosmetische Erzeugnisse, Glas, Porzellan, Keramik, Gummi- und Kunststoff waren, Haushalts- und Eisenwaren, Beleuchtungskörper, Öfen, Heizgeräte, medizinische Apparate, elektrotechnische Einrichtungen, Gerät und Maschinen, Werkzeuge, Werkzeugmaschinen, Armaturen, Erzeugnisse der Feinmechanik und des Maschinenbaus, Eisen- und Holzkonstruktionen, Baumaterial, Land- und Forstwirtschaftsbedarf sowie Nahrungs- und Genußmittel. Unter den 20 teilnehmenden Auslandsstaaten wird sogar die Bundesrepublik als der wichtigste Handelspartner Österreichs im Rahmen der 3000 Aussteller mit mehr als 1000 Firmen am stärksten vertreten sein. ww.