Weltnorm medizinischer Instrumente? Eine internationale Normung medizinischer Instrumente – vor allem Spritzen, Nadeln und Blutübertragungsgeräte – schlägt die internationale „Organization for Standardization“ vor. Es soll dadurch der Verlust von Menschenleben bei internationalen Hilfsaktionen vermieden werden: Während einer Epidemie in der Türkei hatte sich gezeigt, daß die aus Schweden stammenden Spritzen nicht zu den Nadeln „made in USA“ paßten:

Viva la musica! Acht Millionen amerikanische Jugendliche lernen gegenwärtig ein Instrument spielen, wird aus Kreisen des Musikinstrumentenhandels berichtet, dessen Umsatz 1955 gegenüber dem Vorjahr um 15 v. H. stieg. Diese plötzliche musikalische Aktivität wird auf die vermehrte Freizeit und den Einfluß des Fernsehens zurückgeführt, das vielen Jugendlichen ein Vorbild dazu gebe, selbst ein Instrument zu spielen. – Westdeutschland ist am Import von Musikinstrumenten mit fast zehn Millionen Mark beteiligt; begehrt sind vor allem Hohner-Mundharmonikas und Geigen.

Billigere Langspielplatten. Mehrere große Firmen in der Bundesrepublik haben jetzt Preissenkungen für ihre Langspielplatten – gute Unterhaltungsmusik, klassische und konzertante Musik – bekanntgegeben. Diese Maßnahme wurde notwendig durch die wachsende Konkurrenz der den Buchgemeinschaften ähnlichen Schallplattenklubs. Schlager und „Schnulzen“ sind von der Preissenkung ausgenommen; ihr Umsatzvorsprung gegenüber den klassischen Platten wird nicht auf ein mangelndes Interesse beim Publikum zurückgeführt, sondern lediglich auf die bisher zu hohen Preise der Platten mit guter Musik.

Kommunisten gern gelesen. Die Moskauer Zeitung „Isvestija“ berichtet, daß in Syrien vor kurzem die erste – auf Kosten der Sowjets gedruckte – Übersetzung des Gesamtwerkes von Maxim Gorki erschienen ist. Gleichzeitig seien in der Sowjetunion Ubersetzungen des Algeriers Mohammed Did, Sammelausgaben moderner arabischer Erzähler sowie „Tausendundeine Nacht“ in Auflagen zu je hunderttausend Exemplaren herausgegeben worden. Moderne Romane mit kommunistischer Tendenz sollen besonders von der ägyptischen und syrischen Intelligenz gern gelesen werden, während Jordanien, Saudi-Arabien, der Yemen und Sudan die russischen Klassiker bevorzugen.

Künstler en gros. Einen Künstleraustausch zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion will der New Yorker Broadwaymanager Billy Rose für das kommende Jahr organisieren. Auf einer Moskaureise hat er eine Liste von 500 sowjetischen Künstlern zusammengestellt, die Gastspiele in den USA geben sollen. Ebensoviel amerikanische Schauspieler werden nach seinen Plänen in die Sowjetunion reisen.