Die Adam Opel AG in Rüsselsheim hat dem vielfachen Käuferwunsch, seine 1,5-Liter-Typen dem Aussehen und dem Stil des Kapitäns anzunähern, entsprochen und präsentiert den Olympia Rekord, Modell 1957, nach Beendigung der Werksferien nunmehr wesentlich verändert gegenüber der seitherigen Ausführung.

Im ganzen wirkt der neue Wagen gestreckter, obwohl die Gesamtkarosserie nur um rund 23 mm länger wurde. Die Frontpartie ist stark an das Gesicht des Kapitäns angenähert, wobei der breitgehaltene Kühllufteintritt jetzt Juda ein feingegliedertes Gitter aufweist. Die Scheinwerfer wurden an die äußerste Peripherie gelegt. Die Unteren Kotflügel laufen flossenartig in eine große Heckleuchte mit kombinierten Brems-, Schluß- und Blinkleuchten aus. Durch seitliche Anordnung des Reserverades ist die Ausnutzbarkeit des Kofferraumes um weitere 10 v. H. gesteigert und die Herausnahme des Reserverades bei vollem Kofferraum ermöglicht worden, Form und Stil der 1957er-Modelle werden eindrucksvoll unterstrichen durch zusätzlich angebrachte Chromzierleisten. Die rückwärtigen Stoßfänger sind jetzt glatt und hörnerlos und runden die Wagenlinie ab.

Der eingebaute 1,5-1-Opel-Kurzhubmotor weist eine I. eine von Verbesserungen auf, die nicht die Motorleistung steigern, sondern die Qualität der Maschine erhöhen. So werden die Modelle der Olympia-Reihe (Rekord mit den Nebentypen Olympia, Caravan und Schnell lieferwagen) jetzt mit einem vollsynchronisierten Getriebe geliefert. Die Innenausstattung wurde verfeinert und verbessert. Das Lieferprogramm des Olympia Rekord umfaßt insgesamt neun verschiedene Farblackierungen und ist damit auf die oftmals sehr individuell gehaltenen Wünsche des Publikums abgestellt. Die Mehrkosten der vielfachen Verbesserungen sind trotz der rationellen Fertigungsmethoden im Rüsselsheimer Werk nicht voll aufgefangen worden, so daß die neuen Modelle mit einem Aufschlag von 110 DM auf den Markt kommen. W.