• Ausgabe 01/1957

    Ausgabe 01/1957

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Wichtig – und warum

    Saar wieder deutsch: Mit dem Jahreswechsel traten die deutschfranzösischen Verträge in Kraft, nach denen das Saargebiet politisch ein Bestandteil der Bundesrepublik wird.

  • Persianer – ein Pelz mit Zukunft

    Von den vielen Millionen Dollar, die alljährlich in den Vereinigten Staaten für Pelz ausgegeben werden, entfällt mehr als die Hälfte auf Nerz.

  • Der Witz der Woche

    Der Sowjetjournalist Charjow berichtete aus der Bundesrepublik: „... Ich habe nichts bemerkt von einem deutschen Wirtschaftswunder.

  • Konrad Adenauer

    Wenn mir Gott die Kraft und die Frische läßt!“ Diese Voraussetzung, unter der Dr. Adenauer auf dem Stuttgarter Parteitag der CDU im vorigen Jahr seine Bereitschaft zur Fortführung der Geschäfte erklärte, ist heute weniger fragwürdig, als sie damals zu sein schien.

  • Und wer trägt das Kurs-Risiko?

    Wer in diesen Tagen an den Bankschalter ging, um einen Kontensparvertrag – im Rahmen des kürzlich vom Bundesrat verabschiedeten 2.

  • Friede zwischen Juden und Arabern?

    Das nur mühsam im Gleichgewicht gehaltene Budget Israels, das durch die Einwanderungen aus Nordafrika ohnehin stark belastet ist, hat für das kommende Finanzjahr noch ein Bleigewicht von Rüstungsausgaben und Kosten für den Sinaifeldzug zu tragen, das dem sonst nicht ängstlichen Finanzminister Eshkol Sorgen macht.

  • Die Wucht am Rhein

    Das Stachelschwein, lateinisch hystrix cristata, ist nach Brockhaus ein Nagetier mit Stacheln im Haarkleid. „Zur altweltlichen Familie der Erdstachelschweine gehört das gemeine Stachelschwein, dachsgroß, mit kurzem Schwanz, schwarzbraun und weiß.

  • Antiwestlich gutt

    Radio Budapest meldet, das ungarische Kriegsministerium habe beschlossen, die Uniform der Offiziere und Soldaten der ungarischen Armee, die bisher der sowjetischen Uniform sehr ähnlich sah, zu ändern.

  • Neuer Respekt für Neutralität

    So sicher war sich Nehru seiner Sache, daß es ihm richtig schien, in einer Abschiedsrede über den amerikanischen Rundfunk Indiens „Weg der Nichtbeteiligung an irgendeinem militärischen Pakt oder Bündnis“ besonders hervorzuheben.

  • Eine Lanze für das „Pocket-Book“

    Es gibt Bücher, die von zahlreichen anspruchsvollen Lesern, aber auch von den Rezensenten einfach ignoriert werden. Gemeint sind jene mit aufreizend bunten Umschlägen versehenen Taschenbücher ausländischer Herkunft, die von vielen mit der – inkorrekten – Bezeichnung Pocket-Books abgetan werden.

  • Wieder an der alten Konzeption anknüpfen!

    Um die vollendete Harmlosigkeit der („dynamischen“) Rentenformel darzutun, verweist der „Bulletin“-Autor schließlich noch darauf, daß ja auch der Wiederbeschaffungspreis in der kaufmännischen Kalkulation steuerlich zulässig sei.

  • Auf einen Blick ...

    Der Zenfralbankrat hat auf seiner Dezembersitzung die geld- und kreditpolitische Entwicklung des vergangenen Jahres einer eingehenden Analyse unterzogen, deren Ergebnis für die notenbankpolitischen Entscheidungen dieses Jahres von Bedeutung ist.

  • Elbstrom wird Kraftstrom

    Seit hundert Jahren hat die Größe der Seeschiffe zugenommen und auf der Elbe landeinwärts bis Hamburg Stromvertiefungen erforderlich gemacht.

  • Niedersachsen

    Universitätsnöte

    Wie prekär die Situation an den Hochschulen sein kann, zeigt sich am Beispiel der Georgia Augusta in Göttingen. Wenn sich nicht in absehbarer Zeit vor allem die Raumfrage lösen läßt, wird die „Geburtsstätte der Atomphysik“ manch namhaften Wissenschaftler verlieren.

  • Ein Mißverständnis

    Wir danken Euch von Herzen für das große schöne Paket, das Ihr uns zu Weihnachten geschickt habt“, heißt es in einem Brief aus der Sowjetzone.

  • ZEITSPIEGEL

    Clare Boothe Luce, die ehemalige amerikanische Botschafterin in Rom, beklagte sich in New York über die nachlässige Behandlung des auswärtigen diplomatischen Personals durch die amerikanische Regierung.

  • Die Milchmädchenrechnung des Ministers

    Es wäre verlockend zu erfahren, welche Gedanken dem Herrn Bundestagspräsidenten, der ein kluger und nüchterner Mann ist, gekommen sein mögen, als er einen Brief las (wenn er ihn las), den dir Bundesinnenminister dieser Tage an ihn richtete.

  • Grünes Zahlenspiel

    Die Gegenüberstellung der Verkaufserlöse und Ausgaben der Landwirtschaft im letzten Wirtschaftsjahr, die (im Jahresbericht der Bundesregierung) vom Bundesernährungsministerium alljährlich veröffentlicht wird, ist der Sache nach recht problematisch.

  • Adenauer empfiehlt „gründliche Arbeit“

    Rentenreform soll „mit Geduld und Sorgfalt“ vorbereitet werden: also keine eilige Pfuscherei

  • Bald muß Farbe bekannt werden ...

    Vor dem Start in die Europäische Wirtschafts-Union – hoffentlich noch in diesem Jahr

  • Funk für Anspruchsvolle

    Wenn die Fernsehsender darauf verzichten wollen, Opernaufführungen originaliter zu übertragen (und für diesen Verzicht spricht vieles), dann werden sie eines Tages ein Studio bauen müssen, das es ihnen erlaubt, sich wieder ehrlich zu machen.

  • Probierkarnickel

    Die Bundesrepublik besitzt in Rom eine Auslandsschule, die leider von Sankt Bürokratius sehr stiefmütterlich behandelt wird.

  • DIE ZEIT
  • Drei Könige kommen im Boot

    Die Sonne ist nur noch eine kleine wächserne Scheibe, die blaß im Dunst des Mittagshimmels hängt. Der Wind kommt vom Strom her.

  • Der Aufstand Sumatras

    Die Revolte des Obersten Simbolon richtet sich gegen Sukarnos Zentralismus in Java

    Von Uli Faber

  • Internationale Solidarität

    In der letzten Sitzung des vergangenen Jahres hat das eidgenössische Parlament einen Antrag des Bundesrates auf Gewährung eines Darlehens von 200 Mill.

  • „Brecht-Sensation“ in New York

    Das verwegene Phoenix-Theater unten in der 12. Straße, New Yorks geistige Kampfbühne, setzte seinem Publikum nun sogar Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Setzuan“ vor.

  • Hoher Preis für die Expansion

    Die zweite Nachkriegswelle der Superkonjunktur in Australien hatte an der Jahreswende 1555/56 ihren Höhepunkt erreicht. Seither zeigen sich immer deutlicher die Anzeichen ihres Abflauens.

  • Ungarn-Handel fällt aus

    Die unter der sowjetischen Besatzung Zwangsweise in den Ostblock eingegliederte Republik Ungarn umfaßt rd. 93 000 qkm (Bundesrepublik rd.

    Von Schwerindustrie Verbrauchsgüter

  • Hamburg

    Picasso führt gegen Klee mit 4:1

    Als der Geschäftsführer des Kunstvereins in Hamburg am vergangenen Wochenende in sein Journal sah, stellte er fest, daß 12 638 zahlende Besucher in den ersten 25 Tagen die große Paul-Klee-Ausstellung gesehen hatten und 16 855 Mark für deren Eintrittskarten in der Kasse waren.

  • Keine Richter in eigener Sache

    An die Spitze des Obersten Finanzgerichts in Niedersachsen soll, nach dem Willen des Finanzministeriums, ein Finanzbeamter treten – und nicht ein Richter.

  • Entenwörterbuch

    Zum Jahresanfang 1957 veröffentlichte die satirische französische Wochenzeitschrift Le Canard Enchainé ihr neues Dictionnaire Canard, wörtlich: Entenwörterbuch.

  • Reformator von Cottbus

    Der Mann, der im Juni dieses Jahres die Kanzel der Ostberliner Marienkirche bestieg, um mit einem aufsehenerregenden Vortrag die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland zu eröffnen, war in Erscheinung, Temperament und bilderreicher Kraft der Sprache dem Doktor Martin Luther nicht unähnlich.

    Von Sabina Lietzmann

  • Schuldscheine zuerst

    Mit der Vorlage der Bilanz 1955 hat der Württem bergische Versicherungsverein a.G. Stuttgart, den Anschluß an die aktuelle Berichterstattung gefunden.

  • Und die Landwirtschaft?

    Als der Deutsche Bauernverband kürzlich sein zehnjähriges Bestehen feierte, bei dem der Herr Bundespräsident, zahlreiche Mitglieder des Bundeskabinetts und die Landwirtschaftsminister verschiedener Bundesländer zugegen waren, wurden schöne Reden über das in den letzten zehn Jahren Geleistete gehalten; es war von der „wirtschaftlichen Revolutionierung“ und den „Lebensinteressen des Bauerntums“ die Rede, aber von der Gestaltung der Zukunft hörte man wenig.

    Von Felix von Bethmann-Hollweg

  • HEW im Investitions-Sog

    Im Geschäftsbericht 1955/56 (30. 6.) werden die Aktionäre der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG, Hamburg, mit einem Bauprogramm bekannt gemacht, das in den nächsten Jahren etwa 500 Mill.

    Von 56 (30. 6

  • Italienischer Dostojewskij

    Die italienische Roman-Literatur aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist bei uns kaum bekannt. Selbst von Manzonis bedeutendem Werk, „Die Verlobten“, das Goethe besonders schätzte, wissen nur wenige.

    Von Erich Franzen

  • Erinnerung an Paul Klee

    Der Autor dieser kleinen Erinnerung an Paul Klee, Lothar Schreyer, war über lange Jahre Mitglied von „Sturm“ und „Bauhaus“ den Mittelpunkten expressionistischen Denkens und Schaffens in Deutschland.

    Von L. Scbreyer

  • Theater ist Handlung

    Als abgekürzte Chronik des Jahrhunderts ist das Theater Shakespeares der Ort weltbewegender Ideen in Menschengestalt und sprengender Leidenschaften von dämonischer Macht.

    Von Johannes Jacobi

  • Das Frauenporträt (10):

    Prof. Margret Hildebrand

    Sicher hätte Professor Margret Hildebrand unsere Aufmerksamkeit auch verdient, wenn wir ihr nur als Entwerferin durchdachter, ruhevoller Vorhangs- und Tapetenmuster begegnet wären, als die sie ja auch viele Menschen von Ausstellungen her oder aus dem täglichen Umgang mit ihren angewandten Entwürfen kennen.

    Von Kyra Stromberg

  • Der Wunderbomber

    In der New York Herald Tribune haben die Brüder Alsop, die zu den bestinformierten amerikanischen Journalisten zählen und vor allem über besonders gute Fäden zum Pentagon verfügen, einen Artikel veröffentlicht, in dem sie sich mit dem amerikanischen Verteidigungsbudget auseinandersetzen.

    Von H. G.

  • Schultheiß ist zufrieden

    Trotz des schlechten Sommerwetters ist es der Schultheiss-Brauerei AG, Berlin, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften in Berlin und im Bundesgebiet im Geschäftsjahr 1955/56 (30.

    Von G. G.

  • Notizen

    Entstand so das Leben? In einem ersten praktischen Versuch glaubt der amerikanische Biochemiker Dr. Stanley Miller von der Columbia-Universität die Theorie verschiedener Wissenschaftler bewiesen zu haben, daß vor Jahrmillionen gewaltige elektrische Entladungen in einer gasgefüllten Atmosphäre der Erde zur Entstehung des Lebens geführt haben.

  • Die Tragödie des Mimen

    Isidor wurde sich eines Tages bewußt, daß die heilige Flamme in ihm lohe, und beschloß, daß er der Nachwelt gegenüber verpflichtet sei, unter die Poeten zu gehen.

    Von Maria Dessauer

  • Der alte Carnot ist überholt

    Ein französischer Militärfachmann gibt Empfehlungen für den Aufbau der deutschen Armee

  • SPORT DER ZEIT

    Ohne die Russen

    In seiner Neujahrsbotschaft an die deutschen Sportler forderte der Präsident des Deutschen Sport-Bundes, Willi Daume, im kommenden Jahre die sportlichen Beziehungen zur Sowjetzone noch mehr zu festigen.

  • Umsatz-Plus ohne Ertrags-Plus

    Die Aktionäre der Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, werden, wenn sie in der oHV am 14. Januar den Abschluß per 30. Juni 1956 zu genehmigen haben, vielleicht eine Debatte um folgende Relation führen: Das Unternehmen hat per 30.

  • Der philosophische Fragebogen

    Ludwig Marcuse, unseren Lesern durch eine Reihe von Beiträgen gut bekannt, lebt in den Vereinigten Staaten und lehrt Philosophie an der University of Southern California.

    Von Ludwig Marcuse

  • Preislied auf Peter Gan

    Peter Gan, gebürtiger Hamburger und einer der deutschen „Flaneure der beiden (Seine-)Ufer“, ist als witziger Chronist seiner Zeit, als Lyriker glücklicherweise nie „aktuell“ gewesen.

    Von Karl Krolow

  • Howaldt-Hamburg erhöht Dividende

    Eier der wertvollsten Bundesbetriebe, die Howaldtswerke Hamburg AG, Hamburg, hat für 1955/56 8.) die Dividende von 7 auf 8 v.

  • News
  • Der Hauptmann von Köln

    Unlängst gab der Regisseur des in Ostberlin angelaufenen DEFA-Films, Der Hauptmann von Köln, Slatan Dudow, der SED-Zeitung „Neues Deutschland“ ein Interview.

    Von G. Paulsen

  • Politik und Kleider

    Seit einigen Wochen hat Paris ein Musée du Costume. Im Untergeschoß des Musée d’Art Moderne wird in diesem Winter die französische Mode der Jahre 1725 bis 1925 gezeigt, eine Schau, die im Frühjahr von Kostümen früherer Jahrhunderte abgelöst werden soll.

  • Die Brentanos und Brentano

    I. Die lebendige Geschichte eines alten Geschlechts – Soldaten, Kaufleute, Politiker, Gelehrte und Dichter

  • Widerpart des Preußenkönigs

    Das Brentanosche Haus Cimaroli war vor allem ein Geschlecht von Soldaten; es ist buchstäblich für Kaiser und Reich auf den Schlachtfeldern Europas verblutet.

  • Titelseite
  • Reaktion-Fortschritt

    AIs die sowjetischen Panzer den ungarischen Aufstand niederschlugen, da bot sich den Kommunisten eine bequeme ideologische Floskel dar: die Aufständischen seien Horthy-Agenten, Konterrevolutionäre, faschistische Banditen, „Reaktionäre“ gewesen, hieß es.

    Von Michael Fnund

  • SED und die Würmer

    Verschiedene Kolchosen im Bereich einer Maschinen-Traktoren-Station des Bezirks Leipzig haben kürzlich beschlossen, „Kampfgruppen zu bilden, um unseren Staat zu schützen“.

  • Das Pensum für 1957

    Nach der tiefen Ernüchterung, die uns die Entdeckung des brain washing bescherte – die Feststellung also, daß der Mensch, die Krone der Schöpfung, einem gelehrigen Pudel gleich vermittels der Gehirnwäsche abgerichtet werden kann, heute dies zu glauben und jenes zu verwerfen und morgen, gerade umgekehrt, jenes zu glauben und dieses zu verwerfen – ist die Entdeckung, daß eine ganze Generation, die nur die Knechtschaft kennt, doch um die Freiheit weiß, ein gerechter Trost.

  • Raketenwunder

    Zwei Fernlenkgeschosse, Nachkommen von Hitlers V-Waffen und Vorläufer, der interkontinentalen Wasserstoffrakete wählten 1956 den Weg in die Freiheit.