Geheimnis der Pyramide von Sakkara

Es ist recht still um die Pyramide in Sakkara gäworden", sagte mir Zakaria Goneim, der erste Inspektor der Altertümerverwaltung Ägypters, auf dem Gräberfeld der Totenstadt des alten Metaphis „Und wahrscheinlich werde ich im kommeaden Winter noch nicht einmal die Grabungen fortsetzen können, gerade jetzt, wo ich glaube, den wirklichen Bestattungsort des Königs Sechem Chtt näher gekommen zu sein Es scheint wirklich, als ob der kleine Mann nit dem großen Kopf und den klugen Augen, seit sielzehn Jahren im Dienst der Altertümerverwaltunj;, den Schlüssel für eine weitere erfolgversprechende Grabung gefunden hat.

Die Stufenpyramide des Königs Djoser hatte vierzehn Scheintüren. Der ausgegraibehe Eingang zur Sarkophagkammer lag in der gleichen Achse wie die mittlere der Scheintüren.

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Es hat sich nun gezeigt, daß der Pyramidenkomplex der neuentdeckten . Pyramide von Sakkara in der gleichen Weise wie der des Königs Djoser konstruiert ist. Außerdem ist es wahrscheinlich, daß der berühmte Arzt und Weise Imhotep, den man noch im ersten Jahrtausend vor Christi verehrte, der Architekt für beide Pyramiden war. Warum sollte denn da nicht auch gegenüber von der mittleren Scheintür ein Weg zu der wirklichen Grabkammer des Königs Sechem Chet führen? Zakaria Goneim erscheint es ziemlich sicher, daß die jetzt schon entdeckte Grabkammer nur ein Scheinbegräbnis für den verstorbenen Herrscher enthielt. Vielleicht den König selber, sondern für irgendeine weibliche Angehörige des Königshauses bestimmt, fand man doch im Gang zur Sargkammer weiblichen Goldschmuck, Armringe und eine goldene Dose in Form einer Muschel. Und unter anderen inzwischen neuentdeckten Gefäßen wurde ein Fragment mit einem Teil des Namens der Königsmutter, beginnend mit dem Namen der Göttin Neith, gefunden. Mehr als fünfhundert Gefäße wurden gefunden. Darunter Krüge mit und ohne Griff, Schüsseln, Teller und Becher; dazu kleine Tische aus Alabaster, Diorit und porphyrischem Felsgestein. Neben der Sammlung von Steingefäßen aus der Pyramide des Königs Djoser ist dies die einzige aus einem KÖnigsgrab der dritten Dynastie ( Eine der wesentlichsten Entdeckungen bei den, letzten Arbeiten an der Pyramide des Bönigs Sechem Chet waren steingeschüttete Rampen, die zum Bau der Pyramide gedient haben müssen. Damit bestätigt sich die Vermutung vieler Gelehrter, daß man mit Rampen die schweren Steinblöcke zum Bau der Pyramiden an Ort und Stelle brachte. Hier fand man die ersten dieser Rampen, die nicht mehr abgetragen worden waren, da die Pyramide nie vollendet wurde. H, M üller F eidmann

 
  • Quelle DIE ZEIT, 10.1.1957 Nr. 02
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