• Ausgabe 15/1957

    Ausgabe 15/1957

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Wichtig - und warum

    Dulles und der Assuandamm: Stimmt es, daß Außenminister Dulles Finanzhilfe für den Bau des Assuan-Dammes verweigerte, um „Nasser eine Lehre zu erteilen“ und um die Sowjetunion vor die Wahl zu stellen, entweder selbst in die Bresche zu springen und dann als „Störenfried“ im Nahen Osten zu erscheinen oder aber durch eine Absage an Nasser im Nahen Osten Gesicht zu verlieren? Ein Mitarbeiter der Zeitschrift „Time“ behauptete es, Dulles stritt es ab, gab aber zu, daß die Assuan-Absage erfolgt sei, weil Nasser „Schaukelpolitik mit dem Ostblock getrieben“ und sich „als Nutznießer des Weltkonfliktes aufgespielt habe“.

  • Das Staatsbad Norderney

    Das Staatsbad Norderney hat für Ostersonnabend, den 20. April, die Göttinger Symphoniker mit ihrer großen philharmonischen Besetzung unter der Leitung von Bela Holai zu einem Symphoniekonzert eingeladen.

  • Brentano in 18 Betten

    Es sei doch gewiß eine beneidenswerte und höchst interessante Reise gewesen, so begrüßte der Sprecher den eben von seiner Weltreise zurückgekehrten Bundesaußenminister auf der Bonner Pressekonferenz.

  • Der Witz der Woche

    Diktator Stalin und der Erbauer des Suezkanals, Lesseps, deren Denkmäler zu gleicher Zeit auf Erden gestürzt wurden, treffen sich im Jenseits.

  • Neues Recht in altem Gewande

    Ab 1. April 1957 gelten die Bestimmungen des Gesetzes „zur Änderung und Ergänzung des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 23.

  • Verlängerte Osterrückfahrten auch ins Ausland

    Verlängerte Osterrückfahrkarten auch ins Ausland. Die Sonntagsrückfahrkarten der Bundesbahn haben auch in diesem Jahr über das Osterfest eine verlängerte Geltungsdauer.

  • ZEITSPIEGEL

    Die Errichtung einer Niederlassung der sowjetischen Reeder- und Schiffsmaklerorganisation in Hamburg, der Sovracht, die die immer zahlreicher nach Hamburg kommenden russischen Schiffe abfertigen soll, war Gegenstand vorbereitender Gespräche zwischen dem Hamburger Verkehrssenator Plate und dem Vertreter der Sovracht, Aleksander Iwanow.

  • Den Haag hofft auf E36

    Die Holländer haben Sorgen um den „richtigen Anschluß“. Es geht um das zeitlich gleichgeschaltete Zusammentreffen des niederländischen und deutschen Teiles der Europastraße 36 an der „Nahtstelle Grenze“.

  • In Holland blühen die Tulpen

    In Holland blühen die Tulpen. Der Keukenhof, Hollands alljährliche internationale Blumenausstellung, öffnete bereits seine Pforten.

  • Öl in der Sahara

    Die zehnte Aufschlußbohrung bei Edjele in der Nähe der libyschen Grenze ist in 14 100 Fuß Tiefe fündig geworden. Der Erfolg dieser Bohrung zeigt, daß sich das bei Edjele erschlossene Vorkommen noch weiter nördlich ausdehnt, als ursprünglich angenommen wurde.

  • Kurt Tucholsky:

    Die Kunst zu reisen

    Nimm die kleinen Schwierigkeiten der Reise nicht so wichtig; bleibst du einmal auf einer Zwischenstation sitzen, dann freu dich, daß du am Leben bist, sieh dir die Hühner an und die ernsthaften Ziegen, und mach einen kleinen Schwatz mit dem Mann im Zigarrenladen.

  • „Die Liebe rettet doch alles...“

    Ein neuer, heiterer Ton und eine neue, leichtere Landschaft bei Edzard Schaper

  • Die ratlosen Ganzschwachen

    Das Beunruhigende des Phänomens der „Halbstarken“ liegt merkwürdigerweise in seiner absoluten Folgerichtigkeit – von den übrigen Sachverhalten des heutigen Lebens aus gesehen; ganz besonders aber von dem Zustand der älteren Generation aus.

  • Im Großraumwagen

    „Der Großraum ist billiger als der Kleinraum. Menschenwürde aber ist veraltet und stammt aus jener Zeit, als die Straßenbahnen noch modern waren.

  • Getanztes Labyrinth

    Im pseudoantiken Palazzo des braunschweigischen Staatstheaters bestimmen antike Helden die Stunde des modernen Bühnenspiels.

  • Das abgewaschene Ärgernis

    Ein Ärgernis wurde abgewaschen. Die 21 Heiligenfiguren im Hochchor der Lübecker Marienkirche sind über Nacht verschwunden. Arbeiter kamen in der Stille und machten Lübecks Glanz und Schande zu Wasser.

  • Denkspiel um Schuld und Sühne

    In diesem Dorfe steht das letzte Haus so einsam wie das letzte Haus der Welt“ singt Rilkes Stundenbuch. Dort, wo Dorfrand und Weltrand ineinander übergehen, ist auch Fritz Hochwälders „Herberge“ daheim; ein Dorfwirtshaus im Osten – irgendwo.

  • Sehenswerte Filme

    Aus der Fülle der meist unwesentlichen Filme heben wir an dieser Stelle einige aus der Spitzengruppe heraus. Da diese Filme eine längere Laufzeit haben und in sehr großen Abständen in den einzelnen Bundesländern erscheinen, finden Sie gelegentlich Wiederholungen, wobei wir jeweils die neuen Hinweise voranstellen.

  • Hinter den Kulissen

    Die „Ausgeglichenheit“ des niedersächsischen Haushalts für 1957 steht nicht bloß auf schwachen, sondern auch auf sonderbaren Füßen.

  • Kohlenkonzentration bei Eschweiler Berg

    lionen DM ausschütten. Die HV (30. April) so! außerdem über eine Kapitalerhöhung in zwei Abschnitten um insgesamt 60 auf 120 Mill.

  • Der Vater heißt Ironimus...

    Wir möchten aus gegebenem Anlaß über eine liebenswürdige Verbindung von österreichischer Heiterkeit und finanzpolitischer Werbung berichten.

  • Funk für Anspruchsvolle

    Der Autor Horst Mönnich, den Rundfunkhörern vor allem bekannt durch seine Reihe „Prozeßakte Vampir“, hatte versucht, das Thema Hexenwahn, für dessen funkische Darstellung sich wohl als naheliegendste und „sicherste“ Form die des Features angeboten hätte, in einem Hörspiel abzuhandeln’ (Die Furcht hat große Augen, NDR, Mittelwelle, Donnerstag, den 4.

  • Wissen
  • H-Bombe Lenin

    Wer die Lehren der Geschichte auch in leichtchiffrierter Form lesen kann, wird erkennen, daß die erste unkonventionelle Bombe nicht auf Hiroshima abgeworfen wurde.

  • Würde um Würde

    Der Berliner SPD-Abgeordneten Frau Louise Schröder, die in der Zeit von Blockade und Luftbrücke als Oberbürgermeisterin der Reichshauptstadt amtierte, wurden zu ihrem 70.

  • DIE ZEIT
  • Begegnung mit Josua

    Die Ausgrabungen im biblischen Hazor überraschten mit außergewöhnlichen Ergebnissen

    Von fl. Sehmökel

  • Fehlzündungen sozialistischer Wirtschaftpraxis

    Den Holländern ist eine gesalzene Rechnung präsentiert worden, die eigentlich schon vor den Wahlen im vorigen Jahr fällig gewesen wäre.

    Von Erwin A. Granzow

  • Seine 99 Bräute...

    Casanova hat mit den vielen Büchern, die bisher über ihn geschrieben wurden, schon ein erstaunlich langes Leben geführt; und als er in späteren Jahren herzoglich böhmischer Bibliothekar geworden war, zeichnete er aus seinem Leben und seiner Zeit auf, an was er sich erinnern wollte.

  • Gesetz mit Hintertür

    Daß es Krämer gibt, die mit der Rechten den Schinken für das Abendbrot über die Theke reichen und mit der Linken die „Schwarte“ für das Nachabendbrot in Gestalt eines Abenteuer- oder Kriminalromans, ist eine Tatsache, die dem seriösen Leihbuchhandel schwer zu schaffen macht und auf die DIE ZEIT auch bereits ausführlich hinwies (Nr.

  • Wirtschaftsthema für die Frau:

    Junge Mädchen im Betrieb

    Die jungen Mädchen scheuen gar nicht so sehr die typisch-weiblichen Berufe, wie z. B. den der Krankenschwester oder der Hausgehilfin, erklärte kürzlich die Leiterin der Berufsabteilung eines großen Arbeitsamtes auf einer Tagung.

  • Notizen

    Liturgische Experimente eingestellt. Die seit 1948 in mehreren Pariser Pfarreien durchgeführten Experimente, mit der Ersetzung des Lateinischen durch die französische Sprache in der katholischen Liturgie die entchristlichten Massen, vor allem die Arbeiter, der Kirche Wieder zuzuführen und die Sprache der Kirche für sie verständlich zu machen, sind jetzt beendet worden.

  • Der dürstende Kontinent

    Australien ist für uns ein dunkler Kontinent. Aber die große Entfernung dieses Erdteils von Europa mindert für uns seine Bedeutung heute nicht mehr.

  • Zurückhaltung der Ausfuhr-Kredit AG

    Im Verlauf der letzten Monate hat die BdL im Rahmen ihrer kreditpolitischen Zielsetzung, worauf die Ausfuhr Kredit AG, Frankfurt/Main, in ihrem Geschäftsbereich 1956 hinweist, auch eine Reihe von Maßnahmen getroffen, die die Finanzierung mittel- und langfristiger Exportkredite über den Plafond B der AKA (Notenbankmittel) betrafen.

    Von W. R.

  • ...dann freut sich der Dritte

    Ein Dutzend Landesparteitage der CDU, SPD, der Deutschen Partei und des Gesamtdeutschen Blocks (BHE) boten am vergangenen Wochenende einen Vorgeschmack des Bundestagswahlkampfes.

  • Hessen

    Vorsicht, Polizei!

    Unter der schlichten Überschrift „Vermischte Verwaltungsausgaben“ findet der aufmerksame Leser der Landtagsdrucksache 1/700 einen Betrag von 15 400 DM, den der hessische Minister des Innern für die Bereitschaftspolizei ausgegeben hat.

  • Ohne Disziplin geht es nicht!

    Es ist für die Realkreditinstitute nach Auslaufen der Steuernovelle vom 19. Dezember nicht einfach, die Marktsituation für dieEmission von Pfandbriefen und Kommunalobligationen zu beurteilen.

  • Witten-Guß drosselt Produktion

    Aus den jüngsten Berichten der beiden großen Edelstahlproduzenten DEW-Krefeld und Südwestfalen-Geisweid lachte eitel Sonnenschein.

  • Kenner raten

    Bisher mußte man noch mit einem alten Baedeker oder Guide bleu von 1908 oder 1911 nach Frankreich fahren, weil es so zuverlässige und genaue Reiseführer neuesten Datums nicht gab.

  • SPORT DER ZEIT

    Ruderer mit 80 Jahren

    Zweimal in der Woche um sieben Uhr früh und jeden Sonntag um elf Uhr können aufmerksame Spaziergänger am Ufer der Hamburger Außenalster von dem Bootssteg des „Der Hamburger und Germania Ruderclub“ einen Vierer oder auch einen Achter ablegen sehen, dessen Crew aus recht gesetzten, aber wohltrainierten Herren besteht, die sicherlich alle längst die „Fünfzig“ überschritten haben.

    Von Walther Kleffel

  • Fiskus verteuert die Kohle

    Obgleich jetzt eigentlich schon jedermann weiß, daß die Imporkohle zu einem für unsere Wirtschaft lebenswichtigen Faktor geworden ist, dessen Bedeutung in den nächsten Jahren mit ziemlicher Sicherheit noch wachsen wird, kann sich die Bundesregierung nicht entschließen, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um die Kohlenimporte zu erleichtern und zu verbilligen.

    Von siehe auch die Zeitnr. 11/1956

  • Warum Stalin stürzte

    Warschau, im April Die Geheimrede, die Nikita Chruschtschow damals, am Zwanzigsten Parteitag hielt, und über deren Zweck und Ursache sogar heute noch auf beiden Seiten des Eisernen Vorhanges ein großes Rätselraten herrscht, war in Wirklichkeit die psychologische Vorbereitung einer umfassenden Reform des sowjetischen Wirtschafts- und Verwaltungssystems, also der zentralisierten totalen Planwirtschaft.

    Von Ernst Halperin

  • Wo Waffen sprechen

    Etliche Jahre haben vergehen müssen, ehe der letzte Weltkrieg literarisch überhaupt erfaßt, ehe eine Beurteilung aus der Distanz möglich werden konnte.

    Von Ingolf Jungclaus

  • Berlin

    Die Nummer 320155

    Der Gedanke, Seelsorge per Telephon zu betreiben, ist sicher etwas ungewohnt, wird aber in Berlin seit einem halben Jahr mit Erfolg in die Tat umgesetzt.

  • Freundliche Börse

    Wie erfreulich sich die Lage auf dem Aktienmarkt in der zurückliegenden Zeit stabilisiert hat, bewies das vergangene Wochenende.

  • Was nun, Herr Schäffer?

    In seinem Beschluß vom 17. Januar hat das Bundesverfassungsgericht den § 26 EStG 1951, der sich mit der „Ehesteuer“ – sprich: der steuerlichen Zusamenveranlagung von Eheleuten – befaßt, für nichtig erklärt, und zwar wegen Verstoßes gegen Art.

  • Österreich im östlichen Kreuzfeuer

    Vorwürfe aus Moskau, Prag und Budapest – Der Ballhausplatz zeigt „gemütliche Würde“

  • Was übrigblieb...

    Zur gleichen Zeit haben sie beide gearbeitet, Richard Haizmann und Gustav Heinrick Wolff, der die auf Seite 6 abgebildete Bronzegruppe „Orpheus und Eurydike“ 1928 fertigstellte.

  • Eine beispielhafte Regelung

    Die Nachkriegsgeschichte der westdeutschen Wirtschaft weiß bis jetzt, wohl von kaum einem insolventen Unternehmen zu berichten, das in klarer Erkenntnis seiner Lage so rechtzeitig die Konsequenzen gezogen hat, daß alle Gläubiger vollständig befriedigt werden konnten.

  • Bayern

    Franz und Vinzenz – die feindlichen Schwäger von Grassau

    Der 54 Jahre alte Bauer Vinzenz Jarmer aus Grassau im Chiemgau wurde vom Schwurgericht Traunstein des versuchten Totschlages nicht, für schuldig gefunden.

  • Mit stumpfer Feder

    Zwei Millionen Pfund haben die Helden und Heldinnen der Romane Daphne du Mauriers ihrer Autorin eingebracht. Diese erfolgreichen Herren und Damen entstammen der Welt der patriarchalischen Vergangenheit oder einem poetischen Zwischenreich alter Adelssitze, in denen Geld keine, stolze Kavalierstugenden aber eine um so größere Rolle spielen.

  • „Nicht auf die Banken abwälzen“

    Die Frankfurter Bank legt für das Geschäftsjähr 1956 eine Bilanz vor, die sich wiederum um etwa 30 v. H. ausgeweitet hat. Die bisher recht steil – und zwar über den Durchschnitt aller Kreditbanken hinaus – nach oben gerichtete Entwicklungskurve hat sich ungeschwächt fortgesetzt.

    Von W. R.

  • Abschluß der LZB Düsseldorf

    Überall sei wieder ein Konjunkturauftrieb festzustellen, die Nachfrage nach Konsumgütern steige, die Erzeugung nehme zu. Aber, so kommentierte der Präsident der Landeszentralbank von Nordrhein-Westfalen, Ernst Fessler, die Wirtschaftssituation des Landes anläßlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes des Instituts, die Lage sei labil, weil sich erneut Preisauftriebstendenzen verstärkten.

  • Außenhandelsfinanzierung im Vordergrund

    Für die Norddeutsche Kreditbank AG, Bremen, ist entsprechend der allgemeinen wirtschaf – lichen Aufwärtsentwicklung das Geschäftsjahr 1956 durchaus befriedigend verlaufen.

  • Reverenz für New York

    In New York verbrachte ich knappe vierzehn Tage. Ich war in Museen, Galerien, Theatern, Konzertsälen, Universitäten, Colleges, Restaurants: ich habe die Stadt durchstreift; aber man frage mich nicht nach Namen oder wissenswerten Einzelheiten.

    Von Rudolf Hagelstange

  • Gespräche am Bankschalter

    Rendite beachten!

    Das Interesse am Wertpapier ist im Wachsen, wenngleich es sich noch nicht im wünschenswerten Maße auch in einer entsprechenden Spar- und Anlagetätigkeit niederschlägt.

  • Automatik im Autosuper

    Während im Ausland heute schon die Mehrzahl der Kraftfahrzeuge ab Fabrik mit einem eingebauten Autoradio geliefert wird, ist der Autosuper in der Bundesrepublik bis heute noch ein nachträglich anzuschaffendes Zubehör geblieben.

  • Aus Bergleuten wurden Präzisionsarbeiter

    Unabhängig von der noch umstrittenen Frage, ob die Automatisierung schlagartig größere Freisetzungen von Arbeitskräften bringen wird oder nicht, muß bei fortschreitender Automation mit personellen „Umsetzungen“ innerhalb des Betriebs gerechnet werden.

  • Die August-Thyssen-Hütte wird Konzern

    Der Wiederaufstieg der Thyssen-Hütte geht schnell voran. Getragen von der expansiven Konjunktur und gelenkt von einem zielklaren unternehmerischen Vorstand hat die August Thyssen-Hütte AG, Duisburg-Hamborn, mit ihren Produktionszahlen bereits die vierte Stelle unter den Stahlwerken der Bundesrepublik erreicht.

  • Phantasie des Intellekts

    Gerade sie sind einer makabren Umwelt abgewonnen, einem Straflager der amerikanischen Armee bei Pisa, in das Pound wegen seiner während des letzten Krieges gegen Roosevelt gehaltenen römischen Radioreden geworfen wurde.

  • Der fatale Zinsfuß

    In letzter Zeit zeichnet sich bei den Hypothekenbanken die Neigung zu einer elastischeren Emissionspolitik ab, als sie bisher betrieben wurde.

  • Auf einen Blick ...

    Wer die Verhandlungen vor dem Rechtsunterausschuß des amerikanischen Senats über die Rückgabe der deutschen Vermögenswerte verfolgt – die Auseinandersetzungen über das deutsche Auslandvermögen sind damit in die entscheidende Runde eingetreten – der findet bestätigt, daß längst nicht alle Amerikaner bereit sind, das Recht höher als das Geschäft zu stellen.

  • Streikgrund: Schlechtes Betriebsklima

    Der Ausstand der englischen Metall- und Werftarbeiter hätte vermieden werden können

    Von Kenneth Harris

  • Ertragslage weiter verbessert

    Der Wirtschaftsablauf des vergangenen Jahres hat auch den Geschäftsberichten der Banken ein etwas anderes Aussehen als in den Vorjahren gegeben.

  • Gott auf der Reeperbahn

    Posaunenklänge hört man selten auf der Reeperbahn. Junge Menschen spielten vor der Davidswache kirchliche Lieder. Ein Transparent zeigte an, daß hier „Das Gespräch des Monats“ des evangelischen Männerwerks der Landeskirche Hamburg stattfinden sollte.

  • Hamburg

    Im Catcherzelt auf St. Pauli

    Am Millerntor auf St. Pauli steht ein großes Zirkuszelt, von bunten Fahnen umflattert wie ein mittelalterlicher Turnierplatz.

  • Verzicht auf Rock’n Roll

    Der deutsche Film „Die Halbstarken“ lief kürzlich in einem Kino der Champs Elysées unter dem Titel „Les Demi-Sel“, die Halb-Salzigen.

  • Schwebende Leichtigkeit

    Die letzte Tat von Max Ophüls ist seine Hamburger Inszenierung von Beaumarchais Komödie „Ein toller Tag“ gewesen. Gustaf Gründgens, der Intendant des Hamburger Schauspielhauses, hielt am Grab die Gedenkrede für den dahingegangenen Künstler, die wir nachfolgend wiedergeben.

  • Wer hat das gesagt?

    Richtig wird es sein, wenn wir in den kommenden Jahren das Geld für eine weitere Erhöhung der Löhne jener Bevölkerungsgruppen verausgaben, die es am dringendsten benötigen.

  • Neuer Interessent für Siegerland

    Die Hüttenwerke Siegerland AG, Siegen, eines der entflochtenen Stahlvereins-Unternehmen, hat per 30. September 1956 gut und erfolgreich gearbeitet.

  • Produktivitätsrate ist kein Maßstab

    Antwort: Als die Entwicklung der Reallöhne von der Währungsreform bis zur Mitte des Jahres 1955 zum Teil nicht unwesentlich hinter der Produktivitätsentwicklung zurückblieb, hat niemand in Deutschland verlangt, sie müsse der Produktivitätsentwicklung angepaßt werden.

  • Der streitbare Erzbischof

    Dem vor Jahresfrist von den Engländern nach der Seychellen-Insel Mahé verbannten Erzbischof von Zypern ist inzwischen von der britischen Regierung erlaubt worden, sich wieder frei zu bewegen.

  • Gehalt und Ethos

    Der Beamtenrechtsausschuß des Bundestages hat den Vorschlag, die 45-Stundenwoche im öffentlichen Dienst einzuführen, abgelehnt, nachdem er sie vorher einmal mit einer Zufallsmehrheit gebilligt hatte.

  • Pankows Kulturoffensive in Rom

    Die „DDR“, die sich offenbar der Tatsache bewußt ist, daß sie als politischer Partner wenig attraktiv ist, verlegt sich jetzt auf Kulturpropaganda mit „fremden Federn“.

  • Helden oder Lumpenpack?

    Unter dem Titel „Helden oder Lumpenpack“ veröffentlichte die englische Sonntagszeitung „Observer“ einen Brief des ehemaligen Ungarn George Mikes, der inzwischen als britischer Schriftsteller vor allem durch sein höchst amüsantes England-Buch „How to be an Alien“ bekannt geworden ist.

    Von George Mikes

  • Der Lorekaifels

    Der Lehrer (natürlich der höheren Schule) fragt nach den berühmten Liebespaaren. „Daphnis und Chloe“... „Romeo und Julia“...

  • Aktiv in Athen

    Im Rahmen des deutsch-griechischen Handels gelang es 1956 der deutschen Exportwirtschaft, ihre Position auf dem griechischen Markt weiter auszubauen.

  • IG-Aktionäre für Vergleich

    Die Hauptversammlung der IGFarbeni.A.war vor eine schwere Entscheidung gestellt, als sie über die Genehmigung des mit der Jüdischen Weltorganisation abgeschlossenen Vergleichs über etwaige Ansprüche der im Auschwitzer Bereich beschäftigten KZ-Häftlinge zu befinden hatte.

    Von W. K.

  • Chruschtschow will dezentralisieren

    Die „operative Führung von Industrie und Bauwesen“ soll näher an die Betriebe herangetragen werden

    Von F. Dassel

  • Ruf nach einem Gesundheitsminister

    Der 7. April ist das Datum des „Weltgesundheitstages“, den die Organisationen der UNO eingerichtet haben und der in Deutschland am 10.

  • Huckepack zur See

    Die Anforderungen der Weltwirtschaft an die Schiffahrt werden von Jahr zu Jahr größer. Diese Tendenz und das Streben nach Rationalisierung haben in den letzten Jahren zu einem „New look“ im Schiffbau geführt, der bei den Tankern auf immer größere Schiffsgefäße, bei den Trampfahrern neben einem Wachsen der Laderäume auf eine Spezialisierung im Transport bestimmter Ladungen abzielt.

  • Die Reise ins Glück

    Wie viele Menschen möchten wohl auch einmal nach Indien, Afrika und Florida, nach Mallorca, Island und Finnland fahren oder gar eine richtige Weltreise machen? Gewiß, ein paar gibt es schon, die können das.

  • „Wirtschaftspolitik der leichten Hand“

    SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Deist gab uns Auskunft über die Konzeption seiner Partei

  • In der Klemme

    In Zeiten einer sich abflachenden Konjunktur und gleichzeitiger Kapitalknappheit ist die Finanzierung mittel- und langfristiger Objekte ein schwieriges Kapitel geworden.

    Von K. W.

  • Denn Leipzig liegt nicht in Utopia...

    Als einem der bedeutendsten Denker der kommunistischen Welt, dem heute 71jährigen Professor Ernst Bloch, im Oktober 1955 der von ihm langersehnte Pankower Nationalpreis II.

    Von Heinz Kersten

  • Kirschwasser und Spätzle

    In der Schweiz geht es einem manchmal so: Schneebedeckte Berggipfel, blaue Seen, grüne Matten und Kuhherden – man glaubt, durch eine Riesenreklame für Vollmilchschokolade zu fahren.

  • Mein Streit mit den Beamten

    Die innenpolitische Sensation der vergangenen Woche war der Angriff der bayerischen Staatsbeamten auf Bayerns Finanzminister Friedrich Zietsch (SPD), der öffentlich Kritik an den Besoldungsforderungen der Beamtenverbände geübt und eine – wie er meint – untragbare Erhöhung der Bezüge abgelehnt hatte.

  • Schleswig- Holstein

    Wunder des Testens

    Eine alte Frau, Einwohnerin einer Kleinstadt, hatte Geburtstag. Töchter und Enkel aus Hamburg waren dagewesen und eben mit dem Postbus wieder abgefahren.

  • Bad en – Württemberg

    Lebensgefährliche Fernlastzüge

    Drei Menschen mußten sterben, weil am Steuer eines Lastzuges ein übermüdeter Fahrer saß. Aber der 23jährige Manfred Weißflog, der am 3.

  • Anita ändert ihr Portefeuille

    Die Tochter Fritz Thyssens, Anita Gräfin de Zichy, hatte bekanntlich ihre industriellen Vermögenswerte in der Montanindustrie auf Grund der alliierten Diktate in eine Vermögensholding einbringen müssen.

  • Eine Studie des Grauens

    Zu Gerhard Reitlingers dokumentarischem Werk über die Ausrottung der Juden Europas „Die Endlösung“

    Von Marianne Regensburger

  • Stuck oder nicht Stuck – das ist hier die Frage

    Seit das Inferno des Bombensturmes in fast allen deutschen Landstrichen Kirchen und Dome in den Schutt sinken ließ, hat sich überall dort, wo man die Mauerkelle wieder in die Hand nahm, sogleich auch die schwere Frage gestellt: Restauration oder Neubau? Ganz verschieden sahen die Antworten aus.

    Von Walter Abendroth

  • Wird unsere Souveränität eingeschränkt?

    Bedeutet ein Beitritt der Bundesrepublik zum Gemeinsamen Markt der sechs Montan-Union-Staaten eine Einschränkung der eigenstaatlichen.

  • Überzogener Moral-Optimismus

    Der Streit um die Vorhänge zerbricht die scheinbar ruhige und ordentliche Welt der Klinik. Der leitende Arzt fällt eine Fehlentscheidung, die ihm schließlich den Posten kostet.

  • Überraschungen in Königswinter

    Das Deutsch-Englische Gespräch in Königswinter, das alljährlich zwischen Parlamentariern, Journalisten und Leuten der Wirtschaft stattfindet, hat noch jedes Mal dazu beigetragen, Standpunkte herauszuarbeiten, die oft in dieser Deutlichkeit noch nirgendwo formuliert worden waren.

  • Parlamentskrach – Wehners Vergleich

    Hat sich der SPD-Abgeordnete Wehner nur im Ausdruck vergriffen (was jedem, zumal in der Erregung, passieren kann) oder zog er den Vergleich zwischen Schröder und – Wyschinski in wohlbedachter Absicht? Denn ob er schon die beiden Personen: den ehemaligen sowjetrussischen Generalankläger und den deutschen Bundesinnenminister oder nur deren Methoden miteinander vergleichen wollte (wie dies Erich Ollenhauer später erklärte), das tut nicht viel zur Sache.

  • Titelseite
  • Selbstsucht greift an

    Gelobt seien die Verbände, sie müssen sein! Sie geben den Schwachen, sofern sie nur ein Plätzchen auf den Mitgliederlisten haben, die Chance oder wenigstens die Hoffnung, höhere Löhne oder bessere Gewinne zu erzielen.

    Von josef Müiier-Marein

  • Maulkorb für einen Minister?

    Um den bayrischen Finanzminister Friedrich Zietsch ist ein rechter Wirbel entstanden, weil er es gewagt hat, sich in einem „Offenen Brief“ gegen die Art und Weise zu wenden, wie der „Deutsche Beamtenbund“ seine Forderung auf Erhöhung der Beamtengehälter motiviert.

    Von Erwin Topf

  • Der Präsident ist müde

    Seit seiner Neuvereidigung am 21. Januar ist Eisenhowers Beliebtheit in allen Schichten der Bevölkerung merklich gesunken. Das fühlt man besonders jetzt, wo die Steuerklärungen für 1956 ausgefüllt werden müssen, eine Beschäftigung, die niemand Freude und den Steuernehmer Staat nirgends populär macht.

    Von Felix Morley