• DIE ZEIT: Jahrgang 1957

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1957/21

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    • Atomkrieg überholt?

      Der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen, General Norstad, ist in keiner beneidensverten Lage. Kaum macht er einen Plan für die Verteidigung Europas und rechnet aus, wieviel Soldaten er dazu braucht, ändert irgendeine Regierung aus finanziellen Gründen ihre Dispositionen und wirft die militärischen Pläne über den Haufen.

    • Der Wehrbeauftragte

      Der Verteidigungsausschuß des Bundestages will die Wahrung der Grundrechte und die Grundsätze der inneren Führung der Bundeswehr überwachen.

  • Ausgabe 1957/22

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    • Wie Gomulka sich durchsetzt

      Mindestens zweimal jährlich muß nach den Parteistatuten das Zentralkomitee der „Vereinigten polnischen Arbeiterpartei“ zu einer Plenarsitzung zusammenkommen.

    • Adenauer in Amerika

      Die New Yorker Zeitungen haben „dem Architekten des neuen Deutschland“ New York Times), dem „Turm der Stärke in der freien Welt“ (New York Herald Tribune) einen sehr herzlichen Empfang bereitet.

  • Ausgabe 1957/23

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    • Angst vor Infiltration

      Die Sowjetzone hat nun also wirklich ein Reiseverbot für Studenten und Fachschüler in sämtliche Länder westlich der Elbe verhängt! Eine gleiche Verordnung für Schüler ist bereits angekündigt und soll in Kürze folgen.

    • Entscheidung für Jahrzehnte

      Nun ist also die Entscheidung gefallen – nein, die Entscheidung noch nicht, weil die von der Antwort der Russen abhängt, aber der Westen hat jedenfalls in seinen eigenen Reihen den Entschluß gefaßt, Sowjetrußland ein Abrüstungsangebot zu unterbreiten.

  • Ausgabe 1957/24

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    • Das Risiko zu leben

      Fünfzehn Angehörige des 19. Luftlandebataillons Kempten ertranken am Montag, dem 2. Juni, bei dem Versuch, die Hier in der Nähe von Hirschdorf, an der Mündung des reißenden Gebirgsflusses Leubach, zu durchqueren.

    • Gemeinsame Außenpolitik

      So mancher Bürger der Bundesrepublik hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten die Frage vorgelegt, ob nicht in der nun anbrechenden Phase der Deutschen Bundesrepublik (vor allem im Hinblick auf die Ostpolitik) eine Große Koalition das Richtige sei.

  • Ausgabe 1957/25

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    • Neue Leute, alte Sorgen

      Die Pariser Regierungskrise hat ihre klassische Lösung in Richtung des geringsten Widerstandes gefunden. Das war nur möglich, weil in ihrem Verlauf die Radikale Partei ihre lästige Gouvernante Mendès-France, abgeschüttelt hat und nun wieder zur richtungslosen, aber wendigen „Scharnierpartei“ der Mitte geworden ist.

    • Mephisto in Oxford

      Nicht Heldenverehrung und Hymnen aufs Vaterland wollen wir von einem modernen Geschichtsprofessor hören – davon hatten wir in der Vergangenheit genug –, sondern die lautere Wahrheit und eine vorurteilsfreie Darstellung aller Tatsachen, gleichgültig ob sie uns angenehm sind oder nicht.

  • Ausgabe 1957/26

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    • Vorbild Goebbels

      Offensichtlich ist es unumgänglich, sich mal wieder mit der Münchener „Deutschen Soldaten-Zeitung“ zu beschäftigen, deren Juni-Nummer durch einen Aufsatz aus der Feder des Generalobersten a.

    • Algerische Bremse

      Wenn Amerikaner oder auch Asiaten nach Europa kommen, dann fragt mancher von ihnen fassungslos, wie es denn möglich sei, daß unsere Länder – die ihnen natürlich lächerlich klein vorkommen – sich nicht längst zu einer Einheit zusammengeschlossen haben.

  • Ausgabe 1957/27

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    • Explosion in Bonn

      Atom-Meiler – die ersten im Bundesgebiet hätten im Herbst fertig werden sollen – bringen Strahlen und daher Gefahren für die Gesundheit.

    • Die „algerische Grippe“

      Seit ein Straßenauflauf in Algier einen französischen Ministerpräsidenten das Steuerrad um 180 Grad herumwerfen ließ, ist in Paris zum erstenmal seit dem verschleierten Bürgerkrieg von 1948 die „Straße“ wieder zu einem zentralen Faktor der Politik geworden.

  • Ausgabe 1957/28

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    • Bayerns Heimat- und Königsbund

      Daß die deutschen Botschaften, Gesandtschaften und Konsulate überall auf der Welt in arge Raumnöte gerieten – dies wäre eine sichere (und vielleicht die einzig sichere) Folge jener föderalistischen Unternehmung, die dieser Tage vom Bayerischen Heimat- und Königsbund auf das dringendste gefordert wurde.

    • Chruschtschow und der Frieden

      Von allen Kreml-Astrologen scheint Marschall Tito der Wahrheit am nächsten gekommen zu sein, als er bald nach der ungarischen Tragödie sagte, es gäbe im Kreml eine „stalinistische“ und eine „antistalinistische“ Gruppe, die um die Macht kämpften.

  • Ausgabe 1957/29

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    • Preußen und Polen

      Daß eines Tages wieder die Waffen sprechen sollten, wenn es darum geht, die Besitzverhältnisse in den ehemaligen deutschen Ostgebieten zu klären – an diese Möglichkeit denkt in der Bundesrepublik überhaupt kein Mensch.

    • Grundstein des Anstoßes

      Genau ein Jahr lang warteten die Offiziere und Soldaten der 4. Schiffsstammabteilung in Eckernförde auf die Einlösung jenes Versprechens, das ihnen 46 Wohnungen für ihre Angehörigen verhieß.

  • Ausgabe 1957/30

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    • Moskau ist weit

      Und als sie an die Grenze bei Helmstedt kamen, sagten die westlichen Beamten zu ihnen: „Ihr wollt nach Moskau“, und sie bejahten es.

    • Gefährliche Personalpolitik

      Die politische Demokratie kann nur funktionieren, wenn sie über ein von den Parteien unabhängiges zuverlässiges Beamtentum verfügt.

  • Ausgabe 1957/31

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    • Meine Meinung, deine Meinung

      Bei den Filmfestspielen in Berlin gelangte auch ein peruanischer Filmstreifen zur Aufführung, der – wie viele meinten – in übermäßig realistischer Weise Stierkampfszenen zeigt.

    • Rumäniendeutsche

      Seit Monaten bemüht sich das Deutsche Rote Kreuz vergeblich um die Rückführung von 8000 Rumäniendeutschen nach der Bundesrepublik.

  • Ausgabe 1957/32

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    • Richard Stokes †

      Eigentlich hätte man es ihm selber noch einmal sagen sollen, wie viele in Deutschland dankbar seiner gedenken, aber nun ist es zu spät Richard Stokes ist am 3.

    • Besuch in Pankow

      Das einzige, was bei dem Chruschtschow-Besuch in Ostberlin von vornherein feststand, war die zusätzliche Arbeitsleistung, die er für die Bevölkerung der Zone bedeuten würde.

  • Ausgabe 1957/33

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    • Selbstkritik

      Der bekannte und berüchtigte sowjetische Schriftsteller Ilja Ehrenburg antwortete auf die Frage eines an den Weltjugendfestspielen teilnehmenden ausländischen Studenten, warum denn Rußland unter dem Sowjetregime keine großen Schriftsteller hervorgebracht habe: „Die Sowjetunion ist so sehr damit beschäftigt gewesen, eine große Nation von Kämpfern zu schaffen, daß ihr keine Zeit blieb, auch noch große Schriftsteller heranzubilden.

    • Könige von Gottes Gnaden

      Wie die Kanonenschüsse der Schlacht von Valmy einst dem Geheimen Rat von Goethe, so dröhnten die Worte des englischen Lords heute manch einem in den Ohren und ließen ihn fühlen: Hier beginnt eine neue Epoche.

  • Ausgabe 1957/34

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    • Der Sonderzug

      Daß Adenauer für seine Wahlreisen einen Sonderzug benutzt, erregt Ärgernis bei den Oppositionsparteien. Es ist zweifellos deren Recht und Pflicht, die Regierung zu kontrollieren, nicht nur bezüglich der politischen Richtung, sondern auch hinsichtlich der Leistungen und Aufwendungen, selbst wenn ein Richtungsmaßstab nicht angelegt werden kann.

    • Wenn die SPD verliert...

      Die Wahlkampagne ist in ihre Endphase eingetreten! In wenigen Wochen werden wir wissen, wer die neue Regierung bildet und wie das neue Parlament zusammengesetzt sein wird.

  • Ausgabe 1957/35

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    • Eine Frage an Gerstenmaier

      „Regierung und Opposition wollten nämlich, so meint Gerstenmaier, dem atlantischen Bündnis (NATO) das gleiche Schicksal bereiten.

    • Zuviel versprochen

      Es ist schon eine Weile her, da versprach Chruschtschow dem russischen Volk, es würde in drei bis vier Jahren mindestens den Lebensstandard der Amerikaner erreicht haben.

  • Ausgabe 1957/36

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    • Ewige Konjunktur

      Jetzt weiß ich endlich, warum seit einiger Zeit in USA die Rüstungsaktien wieder steigen. Vor ein paar Tagen nämlich wurde die neue Rakete Thor in Florida abgefeuert: Sie stieg auf, zog weit über dem Meer einen Kreis und kam – einem Bumerang gleich – in Richtung Abschußbasis wieder zurück.

    • Die Koblenzer „Hoflieferanten“

      Die Untersuchung der Koblenzer Korruptionsaffäre ist noch im Gange. Sie wird von der Staatsanwaltschaft geführt. Deshalb hat der Verteidigungsausschuß des Bundestages diese Materie von seinen Ermittlungen zunächst ausgenommen.

  • Ausgabe 1957/37

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    • Wahlkampf in Kyritz

      Wenn man auf. der Bundesstraße 5 von Hamburg nach Berlin reist, läßt man in Bergedorf – so meint man jedenfalls zunächst – die letzten Wahlplakate hinter sich.

    • Grundsätzliches zur Aufwertungsfrage

      Angesichts der reichlich verwirrenden währungstheoretischen Debatte, in der die einen eine Aufwertung der D-Mark, die anderen eine Abwertung fremder Währungen fordern, haben wir Professor Albert Hahn, internationaler Bankier, Börsenexperte und Nationalökonom, gebeten, zu diesem Thema Stellung zu nehmen.

  • Ausgabe 1957/38

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    • Zwei in einem Boot

      Die Belgrader Trinksprüche und die gemeinsame jugoslawisch-polnische Erklärung nach Abschluß des polnischen Besuches in Jugoslawien sind eine schwere Belastungsprobe für die Beziehungen zwischen Bonn und Belgrad.

    • Gerichtstag nach der Wahl

      Kurz vor dem Wahlsonntag erzählte uns Peter, das jüngste Mitglied unserer Setzerei, daß er zum erstenmal wählen werde. Er sagte, er habe die Redner aller Parteien angehört, um sich wirklich ein Bild zu machen.

  • Ausgabe 1957/39

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    • Dialektik

      Die Ursache für den Wahlausgang, so äußerte der SPD-Pressechef Fritz Heine in Bonn, sei ein „Machtmißbrauch gröbster Art“. Die hohe Wahlbeteiligung habe der Wahl einen fast plebiszitären Charakter gegeben, denn viele Wähler hätten aus Gefühlsgründen und nicht nach dem Urteil der Vernunft gestimmt.

    • Der Tod ging über die See

      Wer nahe der Küste lebt, dem sind diese Jungen vertraut, die Jungen von jenem Schlage, wie sie auf der „Pamir“ fuhren. Deren Schicksal rührt jetzt das Herz aller Deutschen an, die davon lesen oder hören.

  • Ausgabe 1957/40

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    • Wozu Zweitminister?

      Jedesmal wenn nach den Wahlen über die Bildung der Bundesregierung verhandelt wurde, ist auch die Frage der Bestellung von Parlamentarischen Staatssekretären erörtert worden, obwohl sich noch keiner der Abgeordneten, von denen die Anregung immer wieder ausgegangen ist, die Mühe gemacht hat, Stellung und Kompetenzen eines solchen Staatssekretärs darzustellen.

    • Die Ost-Mauer soll bröckeln

      Nicht nur innen-, sondern auch außenpolitisch hat sich der deutsche Wähler am 15. September zur Stabilität bekannt. Auf dem Felde der internationalen Beziehungen will er von „Experimenten“ so wenig wissen wie auf dem der wirtschaftlichen Ordnung.