• Ausgabe 07/1958

    Ausgabe 07/1958

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Wir finden schlecht...

    ...daß Berlins Parlamentspräsident Professor Landsberg seine angekündigte Strafanzeige gegen den Vorwurf des Plagiats abgewandelt hat zu einer Privatklage gegen den ehemaligen Senatsdirektor Dr.

  • Der Aktionär muß wissen:

    Bei der IG Farbenindustrie AG 1. L., die an der Börse durch die IG-Liquis repräsentiert wird, besteht eine organisierte „Opposition“, die jetzt ihr Rundschreiben Nr.

  • Wir finden gut...

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  • Nr. 7 vom 12. Februar 1948

    Südtirol

    Das italienische Parlament hat Ende Januar das Autonomiestatut für Südtirol verabschiedet. Damit ist ein Gesetz in Kraft getreten, das die kulturelle und verwaltungsmäßige Gleichberechtigung der deutschsprachigen Bevölkerung Südtirols mit der italienischen zum Ziele hat.

  • Walter Rulm

    Belohnte Rettung

  • Alarmsignal für Pankow

    Die nachlassende Arbeitsproduktivität in der Zone hat die SED in letzter Zeit gezwungen, durch stärkere Kontrollen die Abwanderung der Zonenbevölkerung nach dem Westen zu erschweren.

  • Baden-Württemberg

    Personen: Hans, Ella und Hermine

    Dies ist die Geschichte von Herrn Hans, Frau Ella und Frau Hermine, die jüngst vor den Geschworenen standen: Hans als Angeklagter, Ella und Hermine als Zeuginnen.

  • Hier irrt der Minister!

    .Darum, Mitglieder, helft mit, Ausbeuter festzustellen! Gebt uns eure Wahrnehmungen bekannt! Unterstützt uns im Kampf gegen diejenigen, die glauben, „wieder einmal etwas aus der Kasse herausholen zu müssen .

  • Die Ostausgabe von Heinrich Mann

    Seit Jahren erscheinen in Mitteldeutschland Heinrich Manns „Ausgewählte Werke in Einzelausgaben“; es waren zwölf Bände geplant.

  • Nicht überall schien die Sonne der Konjunktur

    In unserer Ausgabe Nr. 51 haben wir die Entwicklungen einzelner Branchen im Spiegel ihrer Dividenden betrachtet, und zwar in dem Artikel „Die Dividende wird jetzt wieder aktuell“.

  • Abbruchs-Party

    Sehen Sie mal“, sagte meine Aufwartefrau und zeigte mir ein ganz heiles Kleid im Prä-Sacklinienstil, „das habe ich von Frau Weber geschenkt gekriegt.

  • Kein Ausweg – ist auch einer

    In München starb kurz vor seinem 70. Geburtstag Hans Krailsheimer, ein Meister in der Kunst des Aphorismus, ein Dichter und Philosoph und ein liebenswürdiger, überaus bescheidener Mensch.

  • Dagmar Nick:

    Hybris

  • Auf einen Blick ...

    Noch immer zeichnet sich kein Ende des Preisverfalls auf den Weltrohstoffmärkten ab. Jetzt stellt es sich heraus, daß die Zuwachsraten der Rohstoffproduktion das Wachsen der Industrieproduktion überrundet haben.

  • Mein Buch des Monats

    Cäsar als Börsianer

    Bert Brechts Romanfragment „Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar“, eine imaginäre Biographie aus der Perspektive des Sklaven, folgt, auf den ersten Blick, jener Tradition der Mythenentzauberung, der sich die Moderne, von Giraudoux bis Thornton Wilder, immer noch verpflichtet weiß.

  • Bayern

    Lex München?

    Eine ungewöhnliche Bittprozession wird sich in nächster Zeit von München nach Bonn bewegen: Sie wurde beschlossen, nachdem im Münchner Stadtparlament nicht ohne Erbitterung ein Schreiben des Bundesverkehrsministers Seebohm zur Kenntnis genommen worden war.

  • Propers:

    An einen Freund auf dem Lande

  • Hessen

    Liebfraumilch à la Korn

    Mein Rezept möchte ich unter Ausschluß der Öffentlichkeit bekanntgeben, damit es nicht über Presse und Rundfunk verbreitet wird“, erklärte der 44jährige Küfermeister Valentin Korn am vierten Verhandlungstag des Weinfälscherprozesses vor der Dritten Strafkammer des Landgerichts in Wiesbaden.

  • Die Concentra-Ausschüttung

    Mancher Inhaber von Concentra-Zertifikaten mag enttäuscht gewesen sein, als er hörte, daß dieser Fonds des Deutschen Investmenttrust (befindet sich im Besitz der Dresdner Bank) für 1957 je Anteil nur 5,75 DM ausschüttet.

  • Öl auf Saladins Lampe

    Sonnabend, der 1. Februar 1958 – die Araber werden diesen Tag in ihren Geschichtsbüchern rot anstreichen. Denn der Zusammenschluß Ägyptens und Syriens zur Vereinigten Arabischen Republik, der am Vorletzten Sonnabend von den Staatspräsidenten Gamal Abdel Nasser und Schukri el Kuwatli proklamiert wurde, ist der Anfang einer Entwicklung, die den Nahen Osten von Grund auf verändern mag.

  • Der Witz der Woche:

  • Experte müßte man sein!

    So ein Experte muß nur auf einem einzigen Gebiet beschlagen sein. Was nicht in dieses Gebiet gehört, braucht ihn weiter nicht zu kümmern.

  • Blank – Motor der Miteigentumserzwingung?

    Eine erstaunliche Feststellung: „Trotz ständig wachsendem Lohn- und Sozialeinkommen und entsprechend steigendem Lebensstandard ist unsere Gesellschaft im ganzen eine proletarische geblieben.

  • Vereinsbank in Hamburg als Schrittmacher?

    Traditionsgemäß hat die Vereinsbank in Hamburg als erstes Kreditinstitut ihre Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr bekanntgegeben.

  • Ulbrichts Garde schmilzt

    Der Sturz von Schirdewan, Wollweber und Oelssner ist – um sich einer euphemistischen Wendung der Parteisprache zu bedienen – die vierte „Säuberungswelle“, die Spitzenfunktionäre der SED von ihren Posten spült.

  • DIE ZEIT
  • Unsere Sprache

    Donquichotterien zu Trotz

    Woher „Trotz“ das Recht nimmt, aus demMunde sonst ganz ernst zu nehmender Sprachdenker den Genetiv zu verlangen, kann ich trotz den reichlich um mich herum ausgebreiteten etymologischen und grammatischenWerken nicht feststellen.

  • ZEITMOSAIK

    Der Frankfurter Kulturdezernent vom Rath äußerte, eine Theaterkrise habe es in Frankfurt nie gegeben. Bei der Unruhe an den Städtischen Bühnen – den Plänen des Generalintendanten Buckwitz, nach München zu gehen, und der Abwanderung namhafter Schauspieler – handle es sich nur um den künstlerischen Drang nach neuen Wirkungsbereichen.

  • Im wilden Spessart

    Das „Wirtshaus im Spessart“ ... ja, Hauffs Märchentitel hat heute Heimatschnulzenklang. Aber der Filmregisseur Kurt Hoffmann, der sich schon in „Ich denke oft an Piroschka“ als ein Mann mit Humor präsentierte, machte daraus (Georg-Witt-Produktion – der Film ist jetzt in Hamburg, Passage, angelaufen) einen der reizendsten deutschen Filme der letzten Jahre.

  • Deutscher Wein im englischen Nebel

    An die 30 000 Ladentische gibt’s für Alkoholverkauf auf dem britischen Eiland; aber wenn da mehr als zwei Dutzend Verkäufer aufzutreiben sind, die überhaupt eine Ahnung haben, was sich eigentlich in einer ihrer Flaschen mit Weinschildern versteckt hält, schlucke ich zur Strafe noch einmal vor den Augen aller hiesigen Importeure ein Glas mit jenem gesichtsaufdunsenden Schwefelscherz, den mir ein Spezialweinkellner in einem Londoner Westendnachtklub mit dem Etikett „Liebfraumilch Spätlese 1948“ für 17 Schillinge, das sind zehn Mark, als „äußerst beliebt“ aufgeschwatzt hat.

    Von Egon Jameson

  • Der Kaufhof-Kunde kauft Qualität

    In den Chor zufriedener Unternehmen stimmt nun auch die Kaufhof-AG, Köln, ein, die mit einem Einzelhandelsumsatz von 1,2 Mrd.

  • Krach im Hause Tschen

    Der Roman im alten China gehörte – im Gegensatz zum Gedicht, zur philosophischen oder historischen Prosa – der volkstümlichen Literatur an.

  • Auf dem Wege zu besseren Einsichten

    Bestandsaufnahme zur Agrarpolitik auf einer Tagung, wo die Industriellen fehlten

    Von Erwin Topf

  • Ist das die richtige Medizin für den Sparer?

    Über die Notwendigkeit des Sparens, wenn wir darunter den Konsumverzicht breiter Bevölkerungskreise zugunsten der Vermögensbildung verstehen, gibt es keinen Zweifel.

    Von Kurt Wendt

  • Neuerscheinungen für die Wirtschaft

    Der rührige Econ-Verlag (Düsseldorf, Pressehaus) hat seiner Neuerscheinungs-Serie über aktuelle Wirtschaftsfragen in jüngster Zeit eine weitere Reihe erfolgreicher Bände folgen lassen.

  • Schauspielerstadt Wien

    Dieser Theaterwinter zeigt Wien auf einer Höhe, die diejenige der vorangegangenen Jahre noch übertrifft. Die Stadt hat nicht nur äußerlich ihr Gesicht wiedergefunden, sie erreicht auch in ihren künstlerischen Leistungen wieder festliche und unvergeßliche Höhepunkte.

    Von Otto F. Beer

  • Rumore, alter Adam!

    Fleisch, lebe wohl!“ – zu gut italienisch: carne vale! – Fastnacht, auf gut münchnerisch: Fasching – jetzt jeht dat all widder los.

    Von Thilo Koch

  • Mehr als ein Skandälchen

    Es ist schwer, die Wahrheit über Rußland zu finden. Sie ist nicht bei denen, die es für einen Henkerstaat halten, und auch nicht bei den anderen, die meinen, alles sei nur halb so schlimm.

    Von Werner Ross

  • Good Old Munich

    Unter den vielerlei Schatten, die das bevorstehende 800-Jahr-Jubiläum der Stadt München vorauswirft (ZEIT Nr. 6 Bajuwarische „Wilde“) findet sich neuerdings einer von einigermaßen bizarrer Gestalt – als sein geistiger Vater zeichnet „das Kulturreferat“.

  • Gold in der Kehle

    Gigli ist tot, Caruso schon bald nurmehr eine Sage. Und jetzt haben wir Mario Lanza: The Magic Mario, Weltstar des Films und der Schallplatte! Als er, von Namen noch Alfredo Cocozza, von Beruf Kraftfahrer und Transportarbeiter in Chicago, von dem berühmten Dirigenten Sergej Kussewitzky entdeckt wurde, stürzte sich gleich die Sensationsindustrie auf das neue Stimmphänomen und drückte ihm ohne weitere Umstände den Stempel des „zweiten Caruso“ auf.

  • Berlin

    Eiermanns Eiertanz

    Nach fast zehn Jahren bewegter Diskussionen wissen die Berliner jetzt endlich, wie die neue Gedächtniskirche aussehen soll. Seit einigen Tagen steht das Modell von Professor Eiermanns zweitem, nun zur Ausführung bestimmtem Entwurf in den Amtsräumen des Kuratoriums für den Wiederaufbau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, und die Berliner blicken mit verschiedenerlei Gefühlen die Zeitungsphotos an: erfreut, soweit sie ihr Herz an die Erhaltung der Turmruine gehängt haben, beklommen, soweit sie eine moderne, von Sentiments freie architektonische Lösung erhofft hatten – in jedem Fall aber verblüfft über dies gewagte Arrangement verschiedenartiger Baukörper.

  • Lebendige Legende

    Lassen Sie mich zuerst berichten, wie ich zu dem Titel „Lebendige Legende“ kam. Wir saßen am Nachmittag nach einem morgendlichen Festvortrag Martin Bubers in kleinem Kreis beisammen, der Ehrwürdige war unter uns: wir waren müde und gelöst, und die Anwesenheit einer Kranken, die vom Sofa zu uns herüberblickte, gab unsrer Vereinigung einen eigenen Hauch von Lebensunmittelbarkeit, fast sage ich: Vertraulichkeit.

    Von Albrecht Goes

  • Der Durst steigt mit dem Wohlstand

    Die ersten Brauerei-Abschlüsse haben erfreuliche Ergebnisse gebracht. Ausschlaggebend dafür waren nicht nur die tropischen Sommermonate des vergangenen Jahres, sondern auch die steigenden Masseneinkommen.

  • Trauer der Sportwelt

    Halbstock wehten am letzten Wochenende auf allen deutschen Fußballfeldern die Fahnen, und die Mannschaften erschienen mit Trauerfloren am Arm auf den Kampfplätzen.

    Von W. F. K.

  • Der Leser schreibt...

    Ihr ausgezeichneter Artikel hat mich besonders deswegen angesprochen, weil auch die negativen Seiten angedeutet wurden. Wesentlich sind die höheren Kosten einer Eigentumswohnung.

    Von Z. B., Hannover

  • England und der teutonische Vetter

    Am 25. Jahrestag von Hitlers Einzug in die Reichskanzlei brachte der Daily Express ein sechsspaltiges Bild: Die SS räumt das Warschauer Ghetto.

  • Eingeschneit

    Selbst die ältesten Leute können sich nicht erinnern (das ist die einschlägige Formulierung der Chronisten), daß in Stuttgart und in anderen Gegenden Baden-Württembergs jemals in so kurzer Zeit soviel Schnee gefallen ist wie in der vergangenen Woche, nämlich innerhalb von 24 Stunden 40 bis 55 Zentimeter.

  • Der Bürgermeister

    Als Ernst Reuter vor mehr als vier Jahren starb, da galt er nicht nur seinen Berlinern, die ihn nicht so bald vergessen werden, sondern auch allen freiheitlich gesinnten Menschen in beiden Teilen Deutschlands und weit darüber hinaus in der ganzen Welt als ein Symbol des Widerstandes gegen den Totalitarismus.

  • Wer ist denn nun ein Konformist?

    In der ZEIT (Nr. 4) hatte Klaus Harpprecht ein „geharnischtes“ Wort an all jene Kritiker gerichtet, die, um nicht eins zu sein mit den Anschauungen und Gepflogenheiten unserer bundesdeutschen Demokratie, uneins mit ihr sind.

    Von Klaus Harpprecht

  • Ein roter Manager

    Als im Jahre 1945 die sowjetische Armee sich über Polen ergoß und in ihrem Gefolge die NKWD an die „Arbeit“ ging, erfaßte diese auch einen jungen Mann, der sich in einem kleinen Dorf verborgen hielt.

    Von Jan Kurzok

  • Konsolidieren geht vor!

    Die Valentin Mehler AG, Fulda, hat den Vorteil, in drei Produktionsbereichen, nämlich Reifencord, Schwerweberei und Konfektion (Valmelinemäntel), tätig zu sein, was beachtliche innerbetriebliche Ausgleichsmöglichkeiten bietet.

  • Verschwörung des Schweigens

    Chruschtschows Gegenangriff auf der „Kulturfront“ sind letztes Jahr schon die verantwortlichen Redakteure namhafter Publikationen zum Opfer gefallen: diejenigen der Periodica für Geschichtswissenschaft und Philosophie, Voprosy Istorii und Voprosy Filosofii, ferner die der literarischen Zeitschriften Novy Mir und Teatr.

  • ZEITSPIEGEL

    „Die hervorstechendste Eigenschaft aller ‚Heinemänner‘ in der Welt ist die, daß sie hartnäckig Tatsachen leugnen und sich falschen Hoffnungen hingeben.

  • Afrika weder dunkel noch lockend

    Die Befreiung Asiens aus dem Kolonialstatus hat sich teils unblutig wie in den ehemaligen britischen Besitzungen, teils blutig wie in Indochina vollzogen.

    Von Marianne Regensburger

  • Börse: Nur Montan-Aktien machen Sorgen

    Die ersten siebenprozentigen Industrie-Obligationen sind in Sicht – Aufkäufe in Versicherungswerten

    Von Kurt Wendt

  • Die Dicke der Haut

    Brunswik hatte einen Masseur ins Haus bestellt, und ich fuhr noch vor dem Frühstück raus zu ihm und meldete mich an: ich wurde bereits erwartet.

  • Die politische Pipeline

    Einer der wichtigsten Gründe für die heftige Opposition der westlichen Großmächte gegen Nassers Nationalisierung des Suezkanals war die Befürchtung, diese wichtige Petroleum - Nachschubstraße für Europa in der Hand eines Mannes zu wissen, dessen politische Entwicklung immer mehr ins östliche Fahrwasser auszumünden schien.

  • Vom Unfug der großen Sünderkartei

    Als ein zentrales Institut, dessen Bereich die ganze Bundesrepublik ist, wirkt neuerdings in Flensburg die „Verkehrssünder-Kartei“, ein vielumstrittenes Amt, dem in folgendem Aufsatz harte Kritik gezollt wird.

    Von Werner G. Kleffel

  • Leerer Becher

    Die demokratische Erneuerung Deutschlands sei in dem einen Teil unseres Vaterlandes erfolgreich abgeschlossen, schrieb Johannes R.

    Von Thilo Koch

  • Jagd nach dem Gas der Tiefe

    ES ist bemerkenswert, wie stark sich seit etwa einem guten Jahr die „Tiefstbohr-Rekorde“ im Bundesgebiet gehäuft haben. Fast 15 Jahre lang hielt eine Bohrung im Ölfeld Heide-Holstein mit rund 1800 m die Spitze; erst 1950 wurde sie im Feld Steimbke mit ein paar Meter-Zehnern überholt.

  • Weiße und braune Europäer

    Viele unserer Leser haben die Fortsetzung der Berichte vermißt, die A. E. Johann von seiner Weltreise unter dem Titel „Wohin rollst du, Globus“ schrieb.

    Von A. E.johann

  • Haberland: Die Aussichten sind gut

    Mitten hinein in einige Unkenrufe, die eine per saldo nicht ungesunde Abschwächung der sich oftmals – heiß gelaufenen konjunkturellen Expansion zur Zeit auslöst, mischte der Chef der Farbenfabriken Bayer AG, Leverkusen, der Vorsitzer des Vorstandes Professor Dr.

  • Englisch für Anfänger

    Wie sehr die Bundesbahn in Geldverlegenheit ist, scheint unter anderem daraus hervorzugehen, daß sie bei der Formulierung fremdsprachlicher Verbotsschilder in Fernschnellzügen nicht den Rat eines Anglisten eingeholt, sondern sich aus Sparsamkeit offenbar auf die Auskunft eines Quintaners verlassen hat: Der deutsche Reisende, der beispielsweise den Fernschnellzug F 4 zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet benutzt, liest zwar in seiner Muttersprache fehlerfrei gedruckt am unteren Rand des Abteilfensters: „Nicht hinauslehnen“; läßt er jedoch sein Auge über die folgende Zeile schweifen, dann stößt er auf: „Do not lean aut“.

    Von Günter Dahl

  • Wie man einen Bestseller schreibt

    Es schien zunächst ein witziger Vorwand Bruce Marshalls, sich mit diesem ausgefallenen Thema seiner Lübecker Lesegemeinde in den „Kammerspielen“ vorzustellen.

  • Staatsstreich in Raten

    die gegen das zentralistische, kommunistenfreundliche Regime Sukarnos in Indonesien rebellieren, hätten am vergangenen Freitag beinahe zu einer „Revolution aus Versehen“ geführt.

  • „Schirmwetter“

    Das relativ günstige „Schirmwetter“ im vergangenen Jahr war die Ursache, daß die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung in der westdeutschen Schirmproduktion auch 1957 angehalten hat.

  • Die Versuchung der Symbole

    Jeder moderne Versuch einer Robinsonade wird sich den Vergleich mit dem originalen, klassischen Robinson Crusoe gefallen lassen müssen; so naheliegend und also billig dieses Verfahren ist, es läßt sich doch nicht umgehen.

    Von Martin Beheim-Schwarzbadi

  • Gespräche am Bankschalter

    Jetzt das Renten-Portefeuille überprüfen!

    In diesem Monat wird der Zinsfuß bei den Industrie-Anleihen aller Wahrscheinlichkeit noch weiterhin bei 7 1/2 v. H. liegen. Der Ausgabekurs dürfte dagegen auf 98 1/2 bis 99 v.

    Von Ihr Securius

  • News
  • Orden-Bürokratie

    Zu den öffentlichen Einrichtungen, die noch immer ein beträchtliches „Erbe“ aus dem letzten Krieg zu verwalten haben, gehört die in Westberlin gelegene „Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht (WAST)“.

  • Nicht nur mit lachenden Augen ...

    Der Entwurf des Gesetzes zur Neuordnung der Einkommen- und Körperschaftsteuer ist an vergangenen Wochenende an den Bundesrat gegangen und damit zusammen mit dem Sparprämiengesetz (siehe Seite 11) und dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung von Vorschriften auf dem Gebiet der Vermögensteuer in die erste Etappe der parlamentarischen Beratung gelangt.

  • Wie „umstrukturieren“ und „aufstocken”?

    Alle diese Entwicklungen werden sich allmählich und gleichsam organisch vollziehen. Eine Dramatisierung der hier in Frage kommenden Vorgänge ist um so weniger geboten, als ja durchaus die Möglichkeit besteht – und auch der Wille gegeben ist –, von Staats wegen helfend bei der Umstellung einzugreifen, und zwar in jedem Falle: also gleichgültig, ob großbäuerliche Betriebe, bäuerliche Familienbetriebe oder Kleinstbetriebe dieses Ausscheiden von „Grenzböden“ vorzunehmen haben.

  • Die Montan-Union hat ihre Schuldigkeit getan

    Vor wenigen Tagen wurde in Luxemburg der fünfte Jahrestag der Eröffnung des Gemeinsamen Marktes für Kohle und Stahl gefeiert.

    Von Ingrid Neumann

  • Titelseite
  • La Civilisation

    Kolonien sind wie Früchte, die vom Baum fallen, wenn sie reif sind“, sagte Turgot, der Finanzexperte Ludwigs XVI. Ein Minister des achtzehnten Jahrhunderts wußte offenbar mehr über soziologisch-geschichtliche Zusammenhänge als die Beamten der Vierten Republik, die wie mutwillige Kinder ohne Unterlaß jenen Baum auch noch schütteln.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Diplomatie?

    Was ist denn eigentlich los in der Diplomatie? Das Auswärtige Amt in Bonn hat eine Reihe seiner Diplomaten ausgewechselt. Schon zeigt sich mancherwärts die Neigung, die Neuberufenen schlecht zu machen.

  • Dr. Evatts Sippenverdammung

    Die australische Regierung hat dem deutschen Industriellen Alfried Krupp das Visum für eine dreimonatige Reise nach Australien erteilt.

    Von H. G.

  • Anfechtungen hier und drüben

    Der Erzbischof von Köln, Kardinal Frings, forderte am vergangenen Sonntag in einem Fastenhirtenwort katholische junge Mädchen auf, den „beängstigenden Schwesternmangel“ durch Eintritt in eine Ordensgenossenschaft zu lindern.