• Ausgabe 09/1958

    Ausgabe 09/1958

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Wir finden gut...

    ... daß die Gemeinde Schlagen am Teutoburger Wald der Verdrängung nützlicher Vogelarten dadurch entgegenarbeitet, daß sie jedem Bauherrn eines neuen Hauses steinerne Nisthöhlen kostenlos aushändigt und ihn bittet, sie in die Außenwände mit einzubauen.

  • Der Aktionär muß wissen:

    Der Bremer Kaufmann Hermann D. Krages hat sein Paket an Aktien der Gußstahlwerk Witten AG, Witten, verkauft. Es dürfte etwa 24 v.

  • Ärgernis wurde beseitigt

    In der ZEIT vom 20. Februar 1958 lese ich, daß Sie es schlecht finden, daß ein Gastwirt auf St. Pauli sein Lokal „Kapelle 13“ nennt und nach „Original-Krematorien-Rezepten“ Speisen unter Bezeichnungen anbietet, die zu wiederholen ich mir versagen möchte.

  • Der Leser fragt...

    Meines Erachtens ist die Sache von dem neuen Großaktionär Krages sehr geschickt inszeniert. Zunächst hat er sich einen gewissen Anteil am Kapital aus Aktienkäufen gesichert.

  • Lauter neue Schirdewans...

    Auf die jüngste Säuberungswelle im Politbüro ist eine Welle von Gerüchten gefolgt, die Ost- und Westdeutschland gleichermaßen durchrollt Da soll Grotewohl bereits in Haft sein und Selbmann in Moskau gegen Ulbricht konspirieren.

  • Feindliche Häuser

    Ein Krieg ist ausgebrochen – ein zum Glück nur kleiner und unblutiger Krieg. Er wird zwischen den beiden Hohen Häusern in Bonn geführt, und zwar mit Leidenschaft.

  • Andrew Marvell:

    An seine stumme Geliebte

  • „Zweifrontenkrieg“ des Filmkritikers

    Das gute Geschäft mit einer schlechten Sache bleibt nicht gut. Irgendwann merken die Leute, daß die Sache schlecht ist. Irgendwann wollen sie Besseres.

  • Auf einen Blick ...

    Die Wettbewerbsfähigkeit der westdeutschen Exportindustrie hat nach Ansicht führender amerikanischer Importunternehmen in den letzten Monaten erheblich nachgelassen: Für eine Reihe westdeutscher Verbrauchsgüter, die nach den Staaten exportiert werden, seien die Preise um etwa 20 v.

  • Justiz-Termiten

    In Maurice Maeterlincks Buch über die Termiten, die Weißen Ameisen, lasen wir als Kinder, wohlig angeekelt, von den Vernichtungszügen dieser Insekten.

  • Abgeordnete zwischen zwei Pflichten

    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Otto Heinrich Greve, der seit vierzehn Tagen im Mittelpunkt einer heftigen politischen Kontroverse steht, hat Ende letzter Woche den Vorsitz im Bundestagsausschuß für Wiedergutmachung niedergelegt.

  • Der Butterkrieg wird heiß

    Der Krieg um die Butter hat helle Flammen entfacht. Er näherte sich schon einmal, vor drei Jahren, einem Höhepunkt, als der sehr rührige Kieler Buttergroßhändler Joachim Stähr eine Kartellbeschwerde des Buttergroßhandels gegen die genossenschaftliche Butter- und Eierzentrale „Nordmark“ (BEZ) in die Wege geleitet hatte.

  • Mit jungen Augen gesehen

    Guy Laroche, die eine Woche hindurch in Paris Tagesgespräch waren. Ihre Begabung suchten die Fachleute gegeneinander abzuwägen, und ihre Zukunft wurde mit einem wohlwollenden Fragezeichen diskutiert.

  • Funk für Anspruchsvolle

    In der vergangenen Woche stand am Ende der Fernsehreihe „Das Panorama" eine Entdeckungsreise ins Reich des Menschen.

  • DIE ZEIT
  • Siemens sieht keine Krisenzeichen

    Schon bei der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das vorhergehende Jahr hatte das Haus Siemens keinen Zweifel an seiner Überzeugung gelassen, daß die seit der Währungsreform erreichten jährlichen Zuwachsraten von jeweils mehr als 20 v.

  • Kreuger gegen Bonnier

    Den schwedischen Zeitungslesern starrte auf der ersten Seite der großen Blätter kürzlich eine schriftliche Erklärung des einstigen Pressechefs des Nazi-Außenministeriums, Dr.

  • Bürgerkrieg in Indonesien?

    Seit der Rückkehr des Staatspräsidenten Sukarno von seiner Auslandreise – einen Tag nach der Ausrufung einer Gegenregierung in Zentralsumatra – hat sich die Lage in Indonesien zusehends verschärft.

  • Rom: Der Schuß ging fehl

    Der in Italien seit Jahren wogende Streit um die Funktionen der italienischen Wertpapierbörse hat seine grotesken Seiten. Die einen fragen: Hat die Börse der Tummelplatz oder gar das exklusive Jagdrevier einiger dreister Spekulanten zu sein, die in verantwortungslosem Draufgängertum.

  • Hamburg

    Wohnwagen raus! – verlangt die Behörde

    Ihre Bewohner sind nicht etwa herumziehende Jahrmarktschausteller, sondern hier mit ihren Wagen ortsansässig gewordene Menschen aller Schichten und Berufe: Arbeiter und Wahrsagerinnen, „Ganoven“ und brave Künstler, Flüchtlinge .

  • Grund zur Freude?

    Die polnische Zeitung Zycie Warszawy brachte kürzlich folgende Schilderung der österreichischen Skimeisterschaften: „Nach Bad Gastein kamen zwei deutsche Delegationen.

  • Sie dürfen nicht

    Sogern auch die Turner und Sportler der Sowjetzone – von einigen ganz Rabiaten abgesehen – sich mit den Sportlern der Bundesrepublik in friedlichem Wettstreit messen möchten, sie dürfen es nicht, weil es den Politikern Pankows nicht paßt.

    Von W. F. K.

  • In eigenen Parolen gefangen

    Die österreichischen Volksaktien – Politiker haben sich in ihren eigenen Parolen gefangen: Die Volkspartei hatte bei den Parlamentswahlen 1956 Volksaktien versprochen, die Sozialisten waren dagegen, und die Kontinuität der Propaganda verlangt anscheinend, daß man weiter heftig dafür und dagegen ist, obwohl die Wirklichkeit den vielen Aufwand an guten und bösen Reden gar nicht rechtfertigt.

  • Fiesta im Kino

    Die meisten Filme – textüberladen – sind so geschwätzig, daß man nur in Verlegenheit die Erklärung wagt: Film, die siebente Kunst, ist ein Medium, das erst da beginnt, wo die anderen Künste aufhören.

    Von Erika Müller

  • Sie wollen tanzen

    In Straubing, der schönen Stadt, berühmt geworden durch das traurige Ende der Agnes Bernauerin, die dort vom Henker in die Donau geworfen wurde, ist eine scharfe Fehde ausgebrochen, die etwas Symptomatisches hat hinsichtlich der Frage, in welchem Grade der Anspruch der christlichen Religion, ernst genommen zu werden, in christlichen Landen heute noch respektiert wird.

  • ZEITMOSAIK

    Die heilige Klara von Assisi, die Gründerin des Klarissinnen-Ordens, wurde vom Papst zur Schutzheiligen des Fernsehens bestimmt.

    Von Jakob Malik (sowjetbotschafler in London)

  • Guter Landesbank-Abschluß

    Hamburg als Bankplatz macht in diesem Jahr von sich reden. Nicht nur durch den mutigen Dividendenentschluß der Vereinsbank, sondern auch durch die frühzeitige Bekanntgabe einiger Bilanzen für 1957.

    Von K. W.

  • Rudel ohne Resonanz

    Was tut eine Splitterpartei, die keine Aussicht hat, die Hürde der Fünfprozentklausel noch einmal überspringen zu können? Sie verfällt – so jedenfalls die DRP – auf ein raffiniertes Rezept: sie verschreibt sich einen ehemaligen Zehnkämpfer als Parteitrainer.

  • Geburt einer Nation

    XI. Wohin rollst du, Globus? – Canberra, die sonderbarste Hauptstadt der Welt

    Von A. E. Johann

  • Feierschichten an der Ruhr ...

    Die Spannungen zwischen den Tarifpartnern an Rhein und Ruhr, die der Chef der IG-Metall, Otto Brenner, noch vor wenigen Tagen als „ernsthafte Gefährdung des Arbeitsfriedens bezeichnet hat, sind gegenüber den jüngsten Ereignissen im Ruhrrevier in den Hintergrund getreten.

    Von Ingrid Neumann

  • Gespräche am Bankschalter

    Der AEG-Aktionär zieht Bilanz

    Falls Sie, meine verehrten Leser, Besitzer von AEG-Aktien sind, waren Sie vielleicht von dem Ergebnis der letzten Auf Aufsichtsratssitzung der Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft, Berlin-Grunewald/Frankfurt-Main, enttäuscht.

  • Liebe auf der Bühne: Sexus – Eros – Agape

    Felicien Marceaus „Ei“ und Ray Lawlers „Sommer der 17. Puppe“ in Hamburg, Kaj Münks „Liebe“ in Lübeck

    Von Johannes Jaeobi

  • Auf den einzelnen Lebenden kam es ihm an

    Obwohl einige von uns ihn in frühen Jahren so stark erlebten, daß wir ihn nicht vergessen können, muß man heute über ihn schreiben, als holte man aus einer verschütteten Welt den großen Fund ans Licht.

    Von Ludwig Marcuse

  • Der Staat wird zusehends reicher ...

    ... aber der allerseits getadelte Vermögenszuwachs bei der öffentlichen Hand ist „gesetzesbedingt“

    Von Erwin Topf

  • Baden-Württemberg

    „Spionasch gegen Rußland“

    An die Russische Gesandtschaft, Frankfurt-Oder, Postfach Ostzone. – Betrifft: Spionasch. – Ich als Geheimagent möchte ihne mitteilen, daß Sich die Personen Frau Häberle und Schwiegersohn Pfleiderer über das Russische Militär und das Russische Siestem die gemeinsten aussagen verbreiten und dadurch die ganze Bevölkerung in aufruhr bringen.

  • Schwache Tage für Aktien

    Innerhalb weniger Tage ist ein großer Teil der seit Jahresbeginn aufgelaufenen Kursgewinne bei den Aktien wieder abgebaut worden.

  • Geschäfte mit Filmpreisen

    Als die Wiener Sascha-Film im Jahre 1948 zu Ehren ihres Gründers, des österreichischen Filmpioniers Graf Sascha Kolowrat, einen Wanderpokal stiftete, ahnte sie wohl nicht, welche Verlegenheit sie damit genau zehn Jahre später heraufbeschwören würde.

    Von Otto F. Beer

  • Niedersachsen

    Jetzt deutsche Bomben?

    Krabbenfischer, Küstenbewohner, Feriengäste und Naturfreunde atmen auf: Die britische Botschaft in Bonn hat der Bundesregierung mitgeteilt, daß die Engländer keine Erneuerung des im vergangenen Herbst abgelaufenen Knechtsand-Abkommens vom 9.

  • Nur einer kritisierte

    Erhebliche Kostensteigerungen (Löhne, Gehälter, Frachten, Sozialabgaben, Rohkakao und Zucker) stellen für die Schokoladenindustrie Belastungen dar, die das seit 1950 mehr oder minder unveränderte Preisgefüge stark beeinflussen müssen.

    Von M. D.

  • Hessen

    Pferd scheute am Mordhaus

    Meinen besten Kunden habe ich verloren“ klagt der Gastwirt von Ellar. Die 864 Seelen zählende Westerwaldgemeinde wird ohne den 48jährigen Handelsvertreter Josef Schowe und seine 43jährige Hausgenossin Emmi Kuhn noch etwas stiller werden.

  • „Unlauterer Preisvergleich“

    Dern Verbraucher wird immer wieder vorgeworfen, er betreibe keinen Preisvergleich; zu einem guten Teil sei er daher auch selbst schuld daran, wenn sich die Preise nicht auf dem untersten Niveau einspielten.

  • Kampf gegen die Windmühlenflügel einer statistischen Rubrik

    Wer also, verärgert und verbittert über die riesenhaften Dimensionen der Globalzahlen in der Rubrik „öffentliche Vermögensbildung“ einschneidende Änderungen eines (offenbar.

  • Nordrhein-Westfalen

    Nochmals: Des Schulrats falsches Gesangbuch

    Unter dieser Überschrift brachte DIE ZEIT in Nr. 6 vom 6. Februar 1958 einen Bericht ihres Mitarbeiters Heinz Stuckmann, der sich mit der Besetzung einer Schulratsstelle in Bonn befaßt.

  • Du willst nicht töten

    Die Frage des Rechts zur Wehrdienstverweigerung ist zur Zeit auch in Belgien Gegenstand von Beratungen über eine gesetzliche Regelung.

  • Moses auf Breitwand

    Wenn der Urheber eines Filmes am Anfang selbst auf der Leinwand erscheint, um zu erläutern, was er darstellen wollte, und um seine guten Absichten zu bekräftigen, dann ist das ein bedenkliches Zeichen.

  • Sie nennen es Stress

    Wer das Motto liest, stutzt zunächst verwirrt; denn dort heißt es: „Dieses Buch ist all jenen gewidmet, die sich nicht fürchten, den Stress eines ausgefüllten Lebens in vollen Zügen zu genießen, und nicht so naiv sind, anzunehmen, daß dies ohne geistige Bemühung geschehen könne.

  • News
  • Publicity wider Willen

    George Kennan schien mir, als ich ihn vor drei Jahren in seinem schönen Hause in Princeton sah, ein Botschafter par exellence zu sein: liebenswürdig, kultiviert, von souveräner Sicherheit, intensiv im politischen Gespräch und von jener seltenen Art, die eine gewisse Distanz mit ungewönlicher Wärme verbindet – mit einem Wort: eine glanzvolle Erscheinung.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • ZEITSPIEGEL

    „Wir befinden uns in einer tragischen Lage. Ich habe meine Karten ausgespielt und sie vor aller Welt und meinem Volk auf den Tisch gelegt.

    Von bei seinem Besuch in Genf

  • Hände, die töteten, statt zu heilen

    Dem Dr. med. Hans Bodo Gorgaß, der nach dem Kriege des Euthanasie-Mordes in mindestens tausend Fällen für schuldig befunden wurde, hat ein Gnadenakt des hessischen Ministerpräsidenten und Justizministers Zinn unlängst die Tore des Zuchthauses geöffnet.

    Von Günter Dahl

  • Titelseite
  • Der Zorn der Jugend

    Ein junges Mädchen, das in der Sowjetzone wohnt, schrieb mir diesen Brief: „Da Sie, wie ich annehme, ein dickes Fell haben, kann ich ohne Angst, psychischen Schaden anzurichten, sagen, daß Sie mir ausgesprochen unsympathisch sind.

    Von josef Müiier-Mardn

  • Es geht nicht spurlos vorbei

    Drei Wochen nach dem 35. Plenum des Zentralkomitees, auf dem die Schirdewan-Gruppe gestürzt wurde, veröffentlicht „Neues Deutschland“ das Protokoll der Reden, die auf der Plenartagung von den Politmitgliedern und dem ZK-Sekretär Kurt Hager gegen die Parteirebellen gehalten wurden.

  • Ein großzügiger Anlauf versandet ...

    Am letzten Freitag sind die Gegenvorschläge gegen das Regierungsprojekt zur Verfassungsreform an die zuständige Kammerkommission zurückgewandert und die Debatte ist auf Mitte März vertagt worden.

  • Jetzt weiß man’s

    Die Frage, wer für das Bombardement von Sakiet verantwortlich ist, scheint durch eine Untersuchung des Wochenblattes L’Express gelöst zu sein.

    Von A. M.