Die Norddeutsche Kreditbank AG in Bremen konnte bei der im allgemeinen günstigen Entwicklung der Wirtschaft auch im bremischen Bereich im Geschäftsjahr 1957 ein befriedigendes Ergebnis erzielen. Entsprechend der hohen Flüssigkeit der Banken hat sich auch bei diesem Institut die Einlagensteigerung in einer weiteren Erhöhung der Liquidität niedergeschlagen. Die Barmittel stiegen von 29,3 auf 33,5 Mill. DM und deckten zu 23,7 (21,3) v. H. die Sicht- und befristeten Einlagen, aufgenommenen Gelder, eigenen Akzepte und Solawechsel. Die Gesamtliquidität verbesserte sich von 59,5 v. H. im Vorjahr auf 65,2 v. H. Die Ausleihungen der Norddeutschen Kreditbank waren durch eine vorsichtige Beurteilung der Warenmärkte bestimmt. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 186,65 (180,10) Mill. DM. Der Reingewinn von einer Mill. DM ist auf eine Dividende von 10 v. H. auf 10 Mill. DM Grundkapital zugeschnitten. Außerdem wurden die Rücklagen um 1,8 auf 6 Mill. DM erhöht.

Wie das Institut mitteilt, konnte auch das der Nordkredit nahestehende Bankhaus Joh. Berenberg, Gossler & Co, Hamburg, in 1957 ein befriedigendes Ergebnis erzielen. Das gleiche gilt für die Ibero-Amerika-Bank AG in Bremen. Dem Abschluß der Nordkredit für 1957 ist wieder eine zusammengefaßte Bilanz der Nordkredit und des Bankhauses Joh. Berenberg, Gossler & Co. beigefügt, deren Endsumme auf 267,14 (254,67) Millionen DM gestiegen ist.

Der Vorsitzer des Vorstandes, Hermann Krause, hat nach 22jähriger Tätigkeit gebeten, von seinem Amt entbunden zu werden. Von der Hauptversammlung würden Dr. Peter Burkard, Hermann Krause, Karl Lindemann, Eduard Schilling, Fritz Tecklenborg und Dr. Hans Christoph Freiherr von Tucher in den Aufsichtsrat gewählt. In der anschließenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden Hermann Krause zum Vorsitzer, Karl Lindemann zum 1. stellv. Vorsitzer und Fritz Tecklenborg zum 2. stellv. Vorsitzer des Aufsichtsrates gewählt. Der Aufsichtsrat setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: Hermann Krause (Vorsitzer), Karl Lindemann (1. stellv. Vorsitzer), Fritz Tecklenborg (2. stellv. Vorsitzer), Werner Bischoff, Dr. Peter Burkard, Eduard Nebenthau, Eduard Schilling, Dr. Hans Christoph Freiherr von Tucher; vom Betrieb wurden in den AR gewählt: Diedrich Boye, Henry Focke, Fritz Heinhorst, Ernst Hornig. Sml.

Die Hauptversammlung der in Arbeitsgemeinschaft mit der „Alte Leipziger“ stehende Leipziger Feuerversicherungsanstalt, Frankfurt/M., beschloß für 1957 aus dem Gewinn von 0,5 Mill. DM eine auf 9 (8) v. H. erhöhte Dividende auf 3,5 Mill. DM und zuzüglich 2 v. H. Bonus zu verteilen. Die Gesamtprämieneinnahme erhöhte sich im Berichtsjahr von 23,1 auf 26,5 Mill. DM. Die Steigerung von 14,3 v. H. liegt über dem Durchschnitt der Vorjahre. Für die Rückversicherung hat die Anstalt wiederum etwas mehr als die Hälfte ihrer Prämieneinnahmen abgegeben. Die für Eigenrechnung verbliebene Jahresprämie von 12,3 Mill. DM hat relativ auch durch angemessene Erhöhung der Selbstbehalte zugenommen. Die Tochtergesellschaft, die Leipziger Allgemeine, Transport- und Rückversicherungs AG, Frankfurt/M, hatte im Geschäftsjahr 1957 eine überdurchschnittliche Prämiensteigerung von 20,6 v.H. zu verzeichnen. Hier wird eine Dividende von 8 (6) v. II. verteilt.

Das Jahr 1957 der Alte Leipziger Lebensversicherungsgesellschaft am Gegenseitigkeit, Frankfurt/M., ist durch einen hohen Neuzugang und durch eine kräftige Erhöhung des Überschusses gekennzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Neuzugang um zwei Drittel auf 232 Mill. DM. Der Zugang in der Gruppen Versicherung und in der Rentenversicherung hatte etwa die gleiche Höhe wie im Vorjahr. Nach Abgängen durch Tod von 7,0, vorzeitigen Abgängen von 40,1 und Abgängen durch Abläufe von 9,4 Mill. DM stieg der Versicherungsbestand bei einem Reinzuwachs von 176 Mill. DM auf 1,03 Mrd. DM. Der kräftig erhöhte Überschuß ermöglicht der Gesellschaft, die Sätze für Überschußanteile wiederum anzuheben.