• DIE ZEIT: Jahrgang 1959

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1959/02

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    • Adresse Moskau

      Die Noten, die Nikita Chruschtschow in der ersten Woche des neuen Jahres bekommen hat, kann er sich hinter den Spiegel stecken.

    • Der rote Planet

      Sie hat nicht lange zu uns gesprochen, die russische Mondrakete mit dem prosaischen Taufnamen „XXI. Parteitag“, nicht annähernd so lang wie die drei Sputniks, die ihr vorangingen.

  • Ausgabe 1959/03

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    • Nenni zwischen Rot und Rosa

      Südlich des Brenners gibt es in diesen Tagen kein innenpolitisches Thema, das in den Spalten der großen Zeitungen auch nur annähernd so viel Platz fände wie der bevorstehende 33.

    • Die Mausefalle ohne Speck

      Der sowjetische Entwurf für einen deutschen Friedensvertrag läßt sich auf eine knappe Formel bringen: die Bundesrepublik soll den äußersten Preis für die deutsche Einheit bezahlen und gleichzeitig auf eben diese Einheit verzichten.

  • Ausgabe 1959/04

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    • Der liebe Status quo

      Als die Nachricht von Stalins Tod sich verbreitete und alle Welt über nichts anderes als dieses Ereignis sprach, wurde ich zufällig Zeuge folgender Unterhaltung.

    • Ein Russe in Amerika

      Mikojan erlächelte sich zwischen Washington und Hollywood allerlei Wohlwollen

  • Ausgabe 1959/05

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    • Wie weich ist Washington?

      Aus langer Gewöhnung haben sich die Linsen unserer Augen auf Moskau eingestellt. Von dort kamen immer die Überraschungen, kam das Bedrohliche.

    • Zweimal Deutschland

      Zum erstenmal hat Ulbricht in einer Rede vor dem Zentralkomitee der SED am 17. Januar konkret auseinandergesetzt, was er sich unter Konföderation vorstellt.

  • Ausgabe 1959/06

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    • Gefährliche Koalition

      Man sollte die Dulles-Reise nach Europa nicht dramatisieren. Es ist nicht so, daß die westliche Allianz in allen Fugen kracht, wenn es einmal gewisse Schwierigkeiten bereitet, die verschiedenen Bündnispartner unter einen Hut zu bringen.

    • Wie gerecht kann der Richter sein?

      Unter dieser Formel wird DIE ZEIT eine Reihe grundsätzlicher Fragen aus dem Rechtsbereich zur Diskussion stellen............

  • Ausgabe 1959/07

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    • Der Kranke

      In den letzten sechs Jahren war es immer so, daß von amerikanischer Außenpolitik nicht gesprochen werden konnte, ohne daß zugleich auch der Name John Foster Dulles gefallen wäre.

    • Toronto-Ausgabe

      Diese Nummer der ZEIT ist die erste, die in Toronto für unsere Leser in Nordamerika gedruckt wird. Da die Matern unserer hiesigen Ausgabe hinübergeflogen werden, ist gewährleistet, daß mit geringem Zeitverlust die ZEIT dort unverändert erscheint.

  • Ausgabe 1959/08

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    • General Ramcke ereifert sich

      Unser Bonner Korrespondent Robert Strobel hatte in der Nummer vom 2. Januar 1959 über eine Beleidigungsklage des ehemaligen Generals Ramcke gegen Bundestagspräsident Gerstenmaier berichtet.

    • Von „Supermac“ zu „Macoyan“

      Wenn Englands Ministerpräsident Harold Macmillan am Sonnabend nach Moskau abfliegt, so kann er die tröstliche Gewißheit mit auf die Reise nehmen, daß sein Land fast geschlossen hinter ihm steht.

  • Ausgabe 1959/09

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    • Um das höchste Amt

      Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard ist von den Führungsspitzen der CDU/CSU am Dienstagabend als Nachfolger von Theodor Heuss vorgeschlagen worden.

    • Niemöller und die „böse Presse“

      Seit gut zehn Jahren behauptet der hessische Kirchenpräsident D. Martin Niemöller, das Opfer einer permanenten „Pressehetze“ zu sein.

  • Ausgabe 1959/10

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    • Zu Gast in Leipzig

      Wie lange werden es die Russen noch zulassen, daß der Westen „Pankow“ sagt, wenn er vom Ulbricht-Regime spricht? Chruschtschow scheint entschlossen, die zweite Halbzeit seines Berlin-Ultimatums zu nutzen, um die Anführungszeichen vor und nach dem bisher zweifelhaften Begriff „Deutsche Demokratische Republik“ endgültig zu beseitigen.

    • Nachbarn am Rhein

      Kürzlich habe ich eine merkwürdige Entdeckung gemacht. Ich war zu Gast in einem großen katholischen Hause im rheinischen Lande und durchstöberte einen Stoß Noten, der ein wenig verstaubt in einem unbenutzten Saal auf dem Flügel lag.

  • Ausgabe 1959/11

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    • Macmillans Rundreise

      Der britische Ministerpräsident Macmillan, der diese Woche in Paris und Bonn Verhandlungen führt, wird am kommenden Donnerstag nach Washington fliegen.

    • Besuch am Rhein

      Nach seiner Zusammenkunft mit General de Gaulle ist der britische Premierminister Macmillan nach Bonn geflogen, um den Bundeskanzler über seine Besprechungen mit Chruschtschow und seine Eindrücke von dieser Fühlungnahme zu unterrichten.

  • Ausgabe 1959/12

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    • Die Bisherigen

      Zwei Lehren sind aus dem zweiten Wahlgang der französischen Gemeindewahlen zu ziehen. Erstens hat das Sperrfeuer der Rechten gegen jede Art von „Volksfront“ sehr an Wirkung verloren: Die Mehrheit der sozialistischen und radikalen Wähler ist ohne besondere Bedenken der Parole des Zusammenschlusses mit den Kommunisten gefolgt, und in einer Anzahl von Fällen hat die gemeinsame Liste im zweiten Wahlgang eine größere Stimmenzahl erreicht als die einzelnen Listen des ersten Wahlganges zusammengerechnet.

    • Gummilöwe NATO

      Die Pariser Regierung hat bei der NATO den Antrag gestellt, die französische Mittelmeerflotte aus der Integrationsverpflichtung, die die Vierte Republik übernommen hatte, zu entlassen und sie auch in Kriegszeiten dem nationalen Kommando zu überlassen.

  • Ausgabe 1959/13

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    • Wer... Was... Wo... Warum...

    • Bequeme Ausrede

      Wann immer es in der letzten Zeit in Afrika zu Unruhen kam, lauteten die Kommentare: „Daran ist Accra schuld.“ So war es, als zum erstenmal im Belgischen Kongo Demonstrationen stattfanden, und die gleiche Erklärung hatte man flugs zur Hand, als vor kurzem in Njassaland die blutigen Unruhen begannen.

  • Ausgabe 1959/14

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    • Noch ist Deutschland nicht verloren

      Von einem Frühling der Politik konnte in der Osterwoche keine Rede sein: eher herbstlich als lenzlich mutet derzeit die Atmosphäre in Bonn an.

    • Kongo-Nachspiel

      Die belgische Regierung hatte eine neunköpfige parlamentarische Kommission eingesetzt, um die Ursachen für die Aufstände im Belgischen Kongo zu untersuchen, bei denen 49 Afrikaner getötet und 290 Leute (darunter 49 Europäer) verletzt wurden.

  • Ausgabe 1959/15

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    • Die FDP zwischen Maier und Mende

      Undurchsichtig sind noch die internen Auseinandersetzungen in der FDP. Von den elf Landesverbänden haben sich die Delegierten von neun für die Wahl Dr.

    • Konrad Adenauer

      Eigentlich hatten die meisten von uns geglaubt, sie kennten den großen alten Mann, seine Reaktionen, sein Gespür für Macht, seine Beharrlichkeit und seinen Instinkt festzuhalten – Eigenschaften, die man oft als Starrheit empfand.

  • Ausgabe 1959/16

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    • Sind die Briten gemein zu uns?

      Seit Bundeskanzler Adenauer letzte Woche seine explosive Bemerkung über die „Drahtzieher“ machte, die das englisch-deutsche Verhältnis „systematisch verschlechtern“, ist in England eine intensive Seelenerforschung im Gange.

    • Wohin mit Nikita?

      Es gibt angenehme und unangenehme Gäste. Zu welcher Sorte der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow zu zählen sei, der Mitte August Dänemark, Norwegen und Schweden besucht – darüber ist man sich in den skandinavischen Hauptstädten noch nicht recht klar.

  • Ausgabe 1959/17

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    • Christian Herter tritt aus dem Schatten

      Vor ein paar Tagen hat der amerikanische Präsident auf der Veranda des Golfklubs von Augusta der Öffentlichkeit davon Kenntnis gegeben, daß dem 53.

    • Schicksalsschläge

      Es war einmal vor sechs Jahren, am 17. Juni, da erhoben sich in der Zone erst einzelne, dann immer mehr und mehr Arbeiter und versuchten, das Joch der Funktionäre von Ulbrichts klassenloser Knechtschaft abzuschütteln.

  • Ausgabe 1959/18

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    • Schneiders Machtergreifung

      Der Fraktionsvorsitzende der DP, Schneider (Bremerhaven), hat den Wunsch kundgetan, die SPD aus allen Landesregierungen zu verdrängen, in denen sie derzeit als Koalitionspartnerin sitzt.

    • Kölner Komödie

      Die Aufregung, die schon seit ein paar Wochen die Gemüter erregt, kam dadurch zustande, daß der Intendant der Kölner Bühnen, Professor Oscar Fritz Schuh, im März meinte: „Das Theater ist kein Konsumverein In einem Vortrag legte der Intendant dar, daß es nicht Sache der Besucher- oder Massenorganisationen sein könne, Spielplan und Stil des Theaters zu steuern oder zu bestimmen.

  • Ausgabe 1959/19

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    • Was ist Militarismus?

      Die größte Parade, die seit Hitlers Tagen auf deutschem Boden (diesseits oder jenseits des Eisernen Vorhanges) stattfand, war die Mai-Parade der Volksarmee im Lustgarten in Berlin.

    • Genfer Mitbringsel

      Wenn sich am Montag in Genf die Runde von Paris wieder zusammenfindet (mit dem kleinen Unterschied, daß statt Heinrich von Brentanos als Vierter dort der trockene und finstere Gromyko sitzen wird), dann können die Außenminister der drei Westmächte mehr auf den Verhandlungstisch legen als nur ein Bündel vager Prinzipien und negativer Vorbehalte.

  • Ausgabe 1959/20

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    • Berlin – 10 Jahre danach

      Auf dem Genfer Konferenztisch liegen die Entwürfe zu vielen Beratungspunkten, doch ist es vor allem ein Name, der unsichtbar und symbolhaft im Beratungssaal des alten Völkerbundspalastes steht: Berlin.

    • Neuer Meilenstein Genf

      Der Weg der Weltgeschichte seit 1945 ist mit Konferenzen gepflastert. Frieden, Sicherheit, deutsche Wiedervereinigung – zu keinem der drei zentralen Probleme in der Auseinandersetzung zwischen Ost und West hat es an Plänen, Vertragsentwürfen und Vorschlägen je gemangelt.

  • Ausgabe 1959/21

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    • Das Njet am Genfer See

      Die Genfer Konferenz hat als Zwiegespräch der Schwerhörigen begonnen. Mindestens vorerst (und jedenfalls am offiziellen Konferenztisch im Palais des Nations) mutet daher das gewaltige Aufgebot von Staatsmännern und Diplomaten, die beharrlich aneinander vorbeireden, einigermaßen surrealistisch an.

    • Zensur nach zehn Jahren: Bewährt

      Am Sonnabend ist es zehn Jahre her, seit das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet wurde. Das war am 23. Mai 1949, und einen Tag später trat dieses Grundgesetz in Kraft – zunächst eine Verfassung ohne Staat.