• DIE ZEIT: Jahrgang 1959

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1959/22

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    • Ein schwerer Entschluß

      Ein Engländer, ein Mann in amtlicher Stellung, sagte auf die Nachricht vom Verzicht Dr. Adenauers auf das Amt des Bundeskanzlers: „Hierin hat Adenauer mehr Weisheit gezeigt als Churchill.

    • Bilanz eines Lebens

      Krankheit erlegen, gegen die er zweieinhalb Jahre nobel und ohne Zagen angekämpft hat. Am Mittwoch versammelten sich die Großen der Weltpolitik um sein Grab: Eisenhower, Adenauer, die Außenminister der vier Mächte, unter ihnen auch – welches Schauspiel! – Sowjetrußlands Andrej Gromyko, der Dulles oft genug mit haßerfüllten Invektiven überschüttet hatte.

  • Ausgabe 1959/23

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    • Bruderkuß an der Adria

      Nikita Chruschtschows Reise zum kleinsten der sowjetischen Satellitenstaaten hat große Überraschungen bisher nicht gebracht.

    • In Genf geht’s um Berlin

      In Genf hat die vierte Verhandlungswoche begonnen. Seit die Sitzungen nach Rückkehr der vier Außenminister aus Washington wieder aufgenommen wurden, hat sich die allgemeine Aufmerksamkeit immer stärker auf Berlin konzentriert.

  • Ausgabe 1959/24

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    • Mit dem Volke spielt man nicht

      Von Marion Gräfin Dönhoff Bundeskanzler Adenauer hat den Beschluß, nun doch nicht für das Amt des Bundespräsidenten Zu kandidieren, mit der außenpolitischen Situation Deutschlands begründet: Es sei angesichts der sich verschlechternden außenpolitischen Lage besser, so sagte er, wenn er bleibe.

    • Paris und die NATO

      In einer Kammerrede über Algerien hat Frankreichs Premierminister Debré deutlicher als je ausgesprochen, was schon immer als Leitbild hinter der Politik de Gaulles stand: Wenn Frankreichs Verbündete die französische Politik nicht zu der ihren machten, seien die atlantischen Verträge in Frage gestellt.

  • Ausgabe 1959/25

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    • ...wie man Präsident wird

      Das hohe Amt des Bundespräsidenten, das höchste im Staat, wurde diesmal zum ersten, zum zweiten, zum dritten ausgeboten. Der Hammer fiel: Zuschlag für Lübke.

    • Hart bleiben

      Fünf Wochen nach Beginn der Genfer Konferenz steht die Diskussion zwischen West und Ost wieder annähernd dort, wo sie schon vor einem Vierteljahr stand.

  • Ausgabe 1959/26

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    • Neue Europäer

      Als kürzlich ein türkischer Minister einen neuen Staudamm in Anatolien einweihte, sagte er: „Dies ist der längste Damm in Europa.

    • Der Tausendzüngler

      Uralt ist der Streit zwischen dem Iran und dem Scheich der von den Briten protegierten Ölinsel Bahrein im Persischen Golf. Teheran erhebt Ansprüche auf die Insel, und alle persischen Karten weisen sie als persisches Hoheitsgebiet aus.

  • Ausgabe 1959/27

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    • Die FDP schlug zu früh Alarm

      Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau soll der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Professor Hettlage, in einer Rede vor der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am 13.

    • Pariser Pressionen

      Die NATO-Wogen haben sich geglättet – aber die Unruhe bleibt Von Hans Gresmann

  • Ausgabe 1959/28

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    • Verlorene Schlacht

      Letzte Woche war aus Paris zu melden, daß der französische Parlamentarismus dank der würdigen Haltung des Senats eine Schlacht gewonnen habe.

    • Bridge und Seifenblasen

      Es sind nur noch wenige Tage, bis sich im Palais des Nations am Genfer See die Außenminister wieder an den Verhandlungstisch setzen.

  • Ausgabe 1959/29

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    • Heusingers Tagesbefehl

      „Die Tat des 20. Juli 1944 – eine Tat gegen das Unrecht und gegen die Unfreiheit – ist ein Lichtpunkt in der dunkelsten Zeit Deutschlands .

    • Genf, nach der Pause

      Auf den ersten Blick sieht es so aus, als werde aus unerfindlichen Gründen ein längst vom Spielplan abgesetztes Stück noch einmal aufgeführt.

  • Ausgabe 1959/30

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    • Chruschtschow sagt ab

      Als Nikita Chruschtschow mitten während seines Staatsbesuches in Polen abrupt seine für August angesetzte Skandinavienreise absagte, schlug diese Meldung auch in Warschau wie eine Bombe ein.

    • Verstimmung CDU-DP

      Lange schon ist die Deutsche Partei über die CDU, ihren großen Bonner Koalitionspartner, verstimmt. Zu oft hat sie die Rolle des Ja-Sagers spielen müssen, der vorher nicht einmal informiert, geschweige denn um seine Ansicht befragt worden war.

  • Ausgabe 1959/31

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    • Genf: Sind die Engländer wirklich weich?

      Ein Franzose in Genf sagte neulich: „Das Dumme ist, alle Rollen sind vertauscht. Wir stünden ganz anders da auf dieser Konferenz, wenn die Amerikaner so starr und intransigent wären wie wir, die Franzosen so diplomatisch-flexibel wie die Engländer und die Engländer so vernünftig wie die Amerikaner.

    • Freistil-Diplomatie

      Die Szenerie auf der westöstlichen Drehbühne hat gewechselt. Über dem Genfer Panorama sind letzte Woche die Scheinwerfer erloschen.

  • Ausgabe 1959/32

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    • Genf war nicht ganz umsonst

      Überraschend hatten sich die Außenminister der vier Großmächte noch einmal für Dienstag abend zu einer Geheimsitzung in der „Arbeitsvilla“-Gromykos verabredet.

    • Wendung nur oder Wende?

      Es ist eine Vorstellung, die noch vor wenigen Wochen vermessen, verstiegen, illusionär erschienen wäre. Chruschtschow schon im September zu Gast im Weißen Haus, Eisenhower vor Weihnachten noch auf Gegenbesuch im Kreml.

  • Ausgabe 1959/33

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    • Meineid in der politischen Arena

      Wegen Meineids sind jetzt im Münchner Spielbankenprozeß vier bayerische Politiker, darunter zwei ehemalige Minister, zu Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt worden.

    • Diplomatie nach Osten

      Die Deutschen sind an allem schuld!“ Es ist Nikita Chruschtschow, Herr über ein Drittel der Erde, der diese These seit einiger Zeit jedem, den er in die Fänge seiner Beredsamkeit ziehen kann, mit großer Beharrlichkeit vorträgt.

  • Ausgabe 1959/34

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    • Diktatoren und Demokraten

      Santiago war es, nicht mehr Genf, wohin sich eine gute Woche lang das Interesse der Welt richtete – ganz gewiß das politische Interesse der Vereinigten Staaten.

    • Durfte Chruschtschow lächeln?

      Man kann sicher sein, daß am Dienstagabend sich vor den bundesdeutschen Fernsehapparaten ein Publikum eingefunden hat, das so zahlreich war, als gelte es die Übertragung einer internationalen Fußballschlacht.

  • Ausgabe 1959/35

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    • Recht und Gnade

      Zum Urteilsspruch über General a. D. von Manteuffel, der zu anderthalb Jahren Gefängnis ohne Ehrverlust verurteilt wurde, äußert sich hier ein Mann, der als Divisionspfarrer jene Fronttage miterlebt hat, die vor Gericht zur Sprache kamen.

    • Nach zwanzig Jahren...

      Zwanzig Jahre sind im Leben des Menschen eine so lange Zeit, daß die Juristen festgelegt haben, selbst ein Kapitalverbrechen müsse nach dieser Spanne als verjährt gelten.

  • Ausgabe 1959/36

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    • Der Draht nach Washington

      Selbst abgebrühten Diplomaten und den zynischen Journalisten verging in den Eisenhower-Tagen zu Bonn das Spötteln. Die warme Herzlichkeit, die dem amerikanischen Präsidenten von der ersten bis zur dreiundzwanzigsten Stunde seines Aufenthalts am Rhein entgegenschlug, war unverkennbar echt.

    • Kalte Dusche aus Warschau

      Mit werbenden warmen Worten hat Bundeskanzler Adenauer am 20. Jahrestag des Kriegsbeginns der Polen gedacht, die das erste-Opfer wurden, „als Hitlerdeutschland und die Sowjetunion in das Land einfielen und es grausam zerstörten“.

  • Ausgabe 1959/37

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    • Nichts gegen Fräcke

      Theodor Heuss, wenige Tage nur noch amtierender Bundespräsident, hat sich am Dienstag bei der Feier zur Einweihung der Beethovenhalle in Bonn verabschiedet.

    • Eintönige Schimpferei

      Wer vor ein paar Jahren vorausgesagt hätte, eswerde ein Tag kommen, an dem Peking den indischen Ministerpräsidenten Nehru einen „Imperialisten“ nennen werde, den hätte man zweifellos für verrückt erklärt.

  • Ausgabe 1959/38

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    • Duell oder Duett

      Die Diplomatie ist eine Ochsentour – das war die Moral jener Geschichte, die Nikita Chruschtschow Anfang Juli auf dem Empfang zu Ehren des Kaisers Halle Selassie zum besten gab.

    • (K)alte Kriegskameraden

      Die geräuschvolle Symphonie, die in Moskau im selben Augenblick einsetzte, da der sowjetische Ministerpräsident die offizielle Einladung nach Amerika in Händen hielt, ist in den Tagen vor Chruschtschows Abflug in einem ohrenbetäubenden Crescendo ausgeklungen.

  • Ausgabe 1959/39

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    • Wer reformiert die Partei?

      Das Schiff der CDU-Reformer, das im Juli mit kühnen Plänen befrachtet unter geschwellten Segeln auslief, ist auf eine Sandbank geraten.

    • Der tödliche Kreislauf

      Wer war zuerst da, die Henne oder das Ei? Niemand kann diese Frage jenseits aller Zweifel beantworten.......................

  • Ausgabe 1959/40

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    • Die Antwort der Algerier

      General de Gaulle befindet sich nach der Antwort des FLN auf seine Algerienerklärung in einer höchst unangenehmen Lage. Schon einmal seit seinem zweiten Machtantritt hat er die Reaktion eines Partners im politischen Spiel in verhängnisvoller Weise falsch eingeschätzt.

    • Kurgast Etzel

      Der Bundesfinanzminister, derzeit in Baden-Baden zur Kur, nimmt es offenbar mit seinen Pflichten als Patient nicht so genau, wie aus der Tatsache hervorgeht, daß er als Gast an einer Arbeitstagung teilnahm – wobei sein kurwidriges Verhalten nur deshalb entschuldbar sein mag, weil es sich um einen Ärztekongreß handelte, nämlich um die Jahresversammlung des Hartmannbundes („Verband der Ärzte Deutschlands“).

  • Ausgabe 1959/41

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    • Makler in Peking

      Der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow ist, darüber sind sich die westlichen China-Fachleute einig, als ehrllcher Makler nach Peking zu den Zehnjahresfeiern geflogen.

    • Pankow feiert

      Als die Bundesrepublik im Sommer den zehnten Jahrestag ihres Grundgesetzes und damit der Staatsgründung von 1949 beging, feierte sie die Vollendung ihrer ersten Dekade mit jener zurückhaltenden Scheu vor dem großen Pathos, die ihren nüchternen Stil von Anfang an gekennzeichnet hat.