• Ausgabe 06/1960

    Ausgabe 06/1960

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Nebenbei noch dies

    Fürwahr, Unerhörtes hat der Nationalsozialismus „geleistet“. Millionen Tote, Elend, Zerstörung, ein zerstückeltes Reich, Diffamierung aller Deutschen und – nebenbei noch dies: daß seine Ideen in verbohrten Köpfen weiterspuken.

  • wer... was... wo... warum...

  • „Fuldaer Volkszeitung“

    Die „prokommunistische“ Fuldaer Volkszeitung, so berichtete die ZEIT in ihrer letzten Ausgabe, habe unlängst einen Brief des heutigen Bundesministers Oberländer an die NSDAP-Reichsleitung veröffentlicht.

  • Der Aktionär muß wissen:

    Die Geestemünder Bank, Bremerhaven, schlägt ihrer zum 26. Februar 1960 einzuberufenen Hauptversammlung die Verteilung einer Dividende von 12 v.

  • ZU EMPFEHLEN

    ES ENTHÄLT: Samuel Beckett, „Endspiel“; Bertolt Brecht, „Die heilige Johanna der Schlachthöfe Friedrich Dürrenmatt, „Der Besuch der alten Dame“; Max Frisch, „Biedermann und die Brandstifter“; Hans-Henny Jahnn,„Thomas Chatterton“; Wladimir Majakowski, „Die Wanze“.

  • Tiefste Tiefe erreicht

    Zähneklappernd vor Kälte redeten am 23. Januar gegen ein Uhr mittags zwei junge Männer ihre Köpfe aus einem merkwürdigen Tauchboot in den Südseehimmel.

  • Wenn es aufklart

  • Noch einmal: Sorge um Südtirol

    Staatssekretär Franz Gschnitzer und Friedrich Heer schreiben an Indro Montanelli

  • ZEITMOSAIK

    Rudolf Noelte, bis vor kurzem künstlerischer Leiter des Berliner Theaters am Kurfürstendamm und zur Zeit umstrittene Figur, hat offenbar seine Anziehungskraft als Regisseur beibehalten.

  • Friedrich Heer:

    Sie haben hiermit, sehr geehrter Herr Montanelli, mit hohem Mut heiße Eisen angefaßt........................................

  • ZEIT-RAFFER

    Trotz der Verteuerung von Nahrungs- und Genußmitteln sind die Preise für einen großen Kreis von Konsumgütern rückläufig. In einer gemeinsamen Erklärung der Rudolf Karstadt AG und der Kaufhof AG heißt es, der Index der Ladenverkaufspreise der beiden Warenhäuser (1955 – 100) sei von 100,8 am 1.

  • Der Leser schreibt...

    Zu Punkt 1 teilt uns die Verwaltung der Preussag mit: Zur Kursregulierung stehen keine 30 Mill. DM Preussag-Aktien bereit. Im Besitze der Preussag wie auch der Banken befinden sich keine Preussag-Aktien.

  • Schneefeld

    bahnen, olympische Sprungschanze, 25 Skilehrer: Der Winter ist eine Cocktailparty, jeder Gletscher lockt zum Promenieren, die Gipfel sind nahe, tout Paris ist auch da.

  • Die Ärzte blasen zum Sammeln

    Ein Entwurf zur Krankenversicherungsreform, angefertigt im Bundesarbeitsministerium, hat die Ärzte in der Bundesrepublik auf die Barrikaden getrieben.

  • Karneval der Einzelhändler

    Nun naht in Köln wieder der liebe, lustige Karneval, jene Zeit, in der alle Menschen so fröhlich sind und das gute alte Brauchtum pflegen, jene Tage, da alle Mägdelein am Rhein, wie die Liederdichter versichern, unentwegt Wein trinken und küssen.

  • Also sprach Blessing

    In dem Funktionärs-Organ der IG Metall war vor einigen Tagen die ebenso kühne wie leichtfertige Behauptung zu lesen, die Wissenschaft komme „im Dienste der Unternehmer immer zu dem Ergebnis, daß die gewerkschaftlichen Forderungen sich mit den Erfordernissen der Wirtschaft nicht vereinbaren lassen“.

  • Unser Seller-Teller Januar 1960

    „Der Januar ist wieder solch ein besonders ruhiger Monat, in dem man beim besten Willen keinen vernünftigen Seller-Teller aufstellen kann.

  • ZEITSPIEGEL

    „Professor R. Plate gehört zu jenen seltenen Propheten, die von der Entwicklung regelmäßig bestätigt werden. Seine Spezialität ist der Schweinemarkt.

  • „Reiseleiter” steht noch nicht im Lexikon

    Der Direktor sagt: Wir sind noch Lehrlinge – „Allerweltskerle“ unerwünscht – Eine Tagung der Scharnow-Gesellschaft

  • Den Gürtel enger schnallen

    Die Kritik, die der Europäische Wirtschaftsrat (OEEC) anläßlich des jährlichen „Deutschland-Examens“ im letzten Herbst an der deutschen Währungspolitik geübt hat, findet sich auch in dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht der OEEC über die Bundesrepublik.

  • DIE ZEIT
  • Rheinland-Pfalz

    Der radikale Konditor

    Mehr als sieben Jahre nach dem Verbot der „Sozialistischen Reichspartei“ durch das Bundesverfassungsgericht hat Innenminister Wolters von Rheinland-Pfalz eine Nachfolgeorganisation dieser rechtsradikalen Splittergruppe entdeckt: den von dem Konditor und späteren Justizangestellten Hans Schikora aus Bacharach geführten rheinland-pfälzischen Landesverband der „Deutschen Reichspartei“.

  • Lyrik ohne Heimat

    Gedichte von Boris Pasternak: dem Schiwago-Autor zum 70. Geburtstag am 10. Februar 1960

    Von Rene Drommeit

  • Es sei denn eine Katastrophe ...

    Auf der ersten Pressekonferenz, in der der neue französische Finanzminister Wilfried Baumgartner Ende vergangener Woche mit den Journalisten Kontakt aufnahm, sind die Grundzüge der künftigen französischen Wirtschafts- und Finanzpolitik deutlich geworden.

  • Der Tastenlöwe

    Als Edwin Fischer, der Pianist, in der vorigen Woche – 73jährig – starb, berührte die Kunde davon die Musikfreunde in ganz besonderem Maße.

    Von Jose! Müller-Marein

  • Aufstand in Algier

    Nach zehn Tagen ist der Aufstand von Algier zusammengebrochen. Damit hat jene Krise, die am Sonntag, dem 24. Januar, mit Demonstrationen und Schießereien begann und die über eine Woche lang Frankreich und die Welt in Atem gehalten hat, einen kampflosen Abschluß gefunden.

  • Der aktuelle Shakespeare

    Hans Schüler, der Intendant des Mannheimer Nationaltheaters, hat sich einen Tadel durch den Westdeutschen Rundfunk zugezogen.

    Von Johannes Jacoh

  • Koexistenz: „Eine Form des Klassenkampfes”

    Die sowjetische Herausforderung an die Welt – Koexistenz: ja – aber besser als die Moskauer Machart!

    Von Wolfgang Leonhard

  • Weiße Säulen für Benzin-Paläste

    Jemand, der gleich zwei Personenwagen auf Geschäftsunkosten laufen hat, bemerkte nach der ersten Bezinpreissenkung um 2 Pfennig: „Was soll’s, jetzt muß ich dafür mehr Steuern zahlen!“ Wenn diese Meinung symptomatisch für alle Kraftfahrer wäre, dann könnten die Mineralölgesellschaften das Kriegsbeil getrost wieder verscharren.

    Von Elmar Mundt

  • Franz Gschnitzer:

    Sie zweifeln am Schluß Ihrer Replik, ob ich nochmals erwidern würde. Auch ich habe gezweifelt, mich aber aus mehreren Gründen doch dazu entschlossen.

    Von Franz Gschnitzer

  • „Evergreens“ von Phoenix-Rheinrohr

    Die Hauptversammlung der Phoenix-Rheinrohr AG, Vereinigte Hütten- und Röhrenwerke, Düsseldorf, war nicht nur lang, sie hatte leider auch Längen.

  • Rassen als Partner

    In seinem Jahresbericht schreibt der Vorstand der größten Kupfergesellschaft Rhodesiens, Sir Ronald Prain von der „Rhodesian Selection Trust“, daß man den schwarzen Arbeitern neben einem höheren Lebensstandard auch politischen Einfluß und vor allem einen gewissen Sozialstatus zubilligen müsse.

  • Klagemauer der Armee

    Das unauffällige Bonner Villenhaus in der – Koblenzer Straße III liegt nur ein paar Schritt vom Auswärtigen Amt entfernt, eine beträchtliche Strecke indes vom Bundesverteidigungsministerium in der Ermekeil-Kaserne.

    Von Hans Gresmann

  • Herr Tumba sagt: „Wir werden endlich aufsteigen!“

    Sagt man, daß die Schwarzen „wie die Kinder“ seien, so ist das nicht bös’ gemeint, aber sie hören’s nicht -gern. Meint unsereiner, ihr Gemüt sei „kindlich“, so wittern sie argwöhnisch ein Wort, das „kindisch“ heißt.

    Von Josef Müller-Marein

  • RWE-Strom wieder mehr gefragt

    Die Stromgewinnung aus Atomkraft ist aus dem Versuchsstadium noch nicht heraus

  • Art Buchwald:

    Blick nach vorn im Zorn

    Es fällt einem Ausländer ziemlich schwer, in der gegenwärtigen französischen Krise neutral zu bleiben. Und es kann ihm, wenn er sich neutral verhält, erst recht an den Kragen gehen.

  • Vom Umgang mit Kommunisten

    Daß die freiheitlichen Sozialisten zu dem totalitären Kommunismus mit seinen Schreckensmethoden in unversöhnlichem Gegensatz stehen, hätte nicht erst durch eine von den Führungsgremien der SPD gebilligte dokumentarische Stellungnahme erhärtet zu werden brauchen.

  • Schleswig-Holstein

    Schönheitskorrektur der Vopos

    Vor einigen Wochen war es. Da hatten die Bewohner von Eichholz, einem Lübecker Vorort direkt an der Zonengrenze, aufgehorcht.

  • Was meinen Sie, Hermann Kesten?

    Was zehn Jahre Altersunterschied ausmachen können, kann jeder erkennen, der im Januarheft der Zeitschrift Die Kultur den Artikel „Die deutschen Autoren“ von Hermann Kesten nachgelesen hat.

  • Hamburg

    Die Theologen waren sich nicht einig

    Darum, wenn du deine Gabe auf den Altar opferst und wirst allda eingedenk, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe.

  • Gespräche am Bankscbalter:

    Jetzt auch ein Siemens-Bezugsrecht!

    Bis zum Sommer werden die deutschen Aktionäre rund eine Milliarde DM für neue Aktien aufzubringen haben. Die Welle der Kapitalerhöhungen hat ihren Höhepunkt noch nicht überschritten.

  • Deutsche Aktien waren widerstandsfähig

    Anwärter auf Zusatzaktien erzielten steigende Kurse – Montane im Hintergrund

    Von Kurt Wendt

  • Verzerrung des Wettbewerbs

    Gleichviel, ob man für die Einkommensteuer in engerem Sinne eine Zweiteilung in eine – proportionale – „Normal-“ und eine – progressive – Zuschlagsteuer vorsieht oder nicht, würde nach unserem Vorschlag der Tarif für alle Einkünfte gleicher Höhe gleich sein, die „Höherbelastung fundierter Bezüge“ also ausschließlich mittels der Teil- und Gesamt-Vermögenssteuern erfolgen.

  • Das Investitionstempo wird beschleunigt

    Der Vorstandsvorsitzende der Farbwerke Hoechst AG, vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/Main, Prof. Winnacker, hat – als er den ersten Überblick über das Geschäftsjahr 1959 bekanntgab, den Dividendenschleier noch nicht gelüftet.

  • Der Zufluchtsort des bedrängten Untertans

    Nicht der künstlerische Wert und nicht die literarische Bedeutsamkeit eines Buches entscheiden darüber, ob und wie lange es die Gunst des Lesers besitzen wird – wobei ich unter „Gunst“ die echte, lebendige Beziehung zwischen Publikum und Buch verstehe, und nicht jene Pseudo-Bewunderung, die einen Homer nur um der lieben Vollständigkeit willen ersteht, und sich dann, sehr mit Recht übrigens, gebührend dabei langweilt.

  • Nordrhein-Westfalen

    War der Oberbaurat ein Blaubart?

    Der Saal 143 des Krefelder Landgerichts ist kreisrund, eine Mischung aus römischem Pantheon und Fürstentheater um die Jahrhundertwende.

  • Bischof Dibelius entschärfte seine These über die Obrigkeit

    Im Westberliner Stadtteil Spandau wurde in der vergangenen Woche deutsche Kirchengeschichte gemacht, als die Provinzialsynode der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg im traditionsreichen Johannisstift tagte.

    Von Christian Bielenberg

  • Baden-Württemberg

    Was verriet „Kaleu“ Ludwig?

    Die Strafe ist viel zu hoch, ich habe weder die Amerikaner nach die Engländer verraten“, räsonierte der ehemalige Kapitänleutnant der Bundesmarine Horst Ludwig, als er am 30.

  • Mein Gedicht

  • Das Ultimatum der Ruhr

    Es war kurz vor Weihnachten, als der Krieg um das Kohlen-Syndikat zwischen dem Ruhrbergbau und der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl entbrannte.

  • Muß Wissenschaft Abrakadabra sein?

    Kritische Anmerkung zum Stil unserer wissenschaftlichen Publizistik, der als unzureichend empfunden wird

    Von Hans Magnus Enzensberger

  • Junger Mann mit klarem Verstand

    Solche Geschichten! Sie kreisen mir im Kopf, als ich abends ins Hotel zurückkehre. Es ist das elegante Gästehaus der Sabena am Eingang von Elisabethville.

  • Artikel 56a – für ,,Sahara“?

    Den Arbeitern der Kohlen- und Stahlindustrie in den sechs Ländern der Montanunion ist ein gewichtiges Geschenk zuteil geworden.

    Von Jacques Stohler

  • Notizen für Reisende

    Für die Wintertouristen in der Schweiz sind zur Orientierung über die Beschaffenheit der Straßen zwei neue Schilder gebräuchlich geworden.

  • Viel Geld für Gas

    Die Hamburger Gaswerke GmbH, Hamburg, Alleingesellschafter die Hansestadt Hamburg, ist mit dem Kapitalmarkt über einige Anleihen verbunden, die sie in den letzten Jahren zur Investitionsfinanzierung aufgenommen hat.

    Von K. W.

  • Einheitliche Steuern in der EWG

    Parallel zu der schrittweisen Beseitigung der Handelsschranken zwischen den sechs Ländern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft wachsen die Widerstände gegen die Verfälschungen des Wettbewerbs, die von unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Verhältnissen in den einzelnen Staaten herrühren.

    Von Fritz Neumark

  • Steuern, Steuern, Steuern...

    Die Dortmunder Hansa-Brauerei AG (Dortmund) hat den Export im Geschäftsjahr 1958/59 (30. September) um 18 v. H. erhöht. Die Exportausweitung ist vornehmlich auf den gestiegenen Absatz in den Ländern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zurückzuführen.

    Von V. D.

  • Titelseite
  • Die Zukunft bleibt ungewiß

    Vor einer Woche schrieben wir an dieser Stelle, daß Frankreich erneut in zwei Frankreichs, eines diesseits und eines jenseits des Mittelmeeres, zerfallen sei.

    Von Armin Mohler

  • Marschrichtung Koalition

    Die Regie in der Stuttgarter Liederhalle klappte vorzüglich. Die Solisten und der Chor der Freien Demokraten verpatzten keinen Einsatz, und reibungslos vollzog sich der Führungswechsel, der im Mai des vergangenen Jahres auf dem Berliner Parteitag angekündigt und seither sorgfältig vorbereitet worden war.

  • Der Bonner Anderthalb-Fronten-Krieg

    Niemals zuvor in der zehnjährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat Bonn sein Recht auf die außenpolitische Vertretung Berlins so nachdrücklich präsentiert wie in diesen Wochen.

    Von Thilo Koch