Filme der Woche

Zorniges Schweigen (England). Ein Nonkonformist revoltiert gegen die dumpfe Masse. Er stellt sich einer machtwütenden Gewerkschaftszentrale und wird fast zugrunde gerichtet. Dieser hoch zu achtende Film erhielt, die Preise des Katholischen Filmbüros und der Internationalen Filmkritik. überläßt seinen Vorgesetzten sein Appartement zu Tete ä tete Stunden mit hübschen Mädchen. Dann verliebt er sich selbst in eines davon (Shirley MacLaine). Billy Wilder imitierte filmische Sälonklassik: Man weiß immer schon, was kommt, die Gags sind uralt.

Gino (Bundesrepublik). Lehrfilm für den Psychologennachwuchs. Laien bleiben notgedrungen im MöcUte Gern Stadium, die Interpretation des Films von Ottomar Domnidt setzt subtiles Dreischichtendenken voraus. Photographie und Musik intensivieren diesen Außenseiterfilm von den tödlichen Pubertätsena bnissen eines Neapolitaners in Schwaben oft zur beklemmenden Großartigkeit. Die Jungfrauefiquelle (Schweden). Eine Legende aus dem 14. Jahrhundert bildet die Vorlage zu diesem Film vom Lebeii und Sterben eines Bauernmädchens. Es wird aut dem Weg zur Kirche vergewaltigt und ermordet; der Vater rächt die Tat und erlangt Gottes Verzeihung. In einer emotionalen Schwarz Weiß Malerei, die fiidi im Publikum archaische Rachegelüste weckt, liegt die gefährliche Subjektivität des hochkünstlerischen Films von Ingmar Bergman.

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Die 1000 Augen des Dr Mabuse (Bundesrepublik). C ruselmärchen vom Wirken ungezählter Fernsehünsen, den „Augen" des einstigen Gestapo Hotels Luxor. Fritz Lang verfilmte das unterhaltsame Pervertierten Gebräu.

Asche und Diamant (Polen). Der junge Nationalpole Maciek kauert vor seiner neuen Freundin und küßt ihre Knie, wahrender verzweifelt unter ihrem Stuhl nach einer Patrone sucht, die sie nicht sehen soll. In dieser Schlüsselszene beginnt die Wandlung vom gedankenlosen Totschläger Maciek zum ausweglosen Liebenden, der zum erstenmal sich selbst entdeckt, während er auf dem alten Gleis der Vernichtung immer näher kommt. Wer den Wind sät (USA). Die Entmythologisierung der Bibel war eine der möglichen Konsequenzen aus der historischen Polarität zwischen den Erkenntnismöglichkeiten „Vernunft" und „Glaube". Stanley Kramer verfilmte den fiktiven Streit zwischen Darwins Entwicklungslehre und der biblischen Schöpfungsgeschichte am Beispiel des berühmten „Affenprozesses".

Das süße Leben (Italien). Fellinis Film von ein paar italienischen Menschen mit hohem Einkommen aber geistigem Leerlauf hat großartige Szenen (Wunder- und Schlußbilder). Jetzt scheint es fast, man müsse den Film gesehen haben, weil der Nachbar ihn gesehen hat, der glaubt, ihn gesehen haben zu müssen, weil sein Nachbar

 
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