Gerling mit guten Dividenden
"Tie beiden zum 30. Juni bilanzierenden Ge — Seilschaften der Gerling Rückversidierungsgruppe legten jetzt ihre Berichte für das Geschäftsjahr 19591960 vor. Die Gerimg Konzern Prämieneinnahmen im Geschäftsjahr 19591960 auf 152 Mill. DM steigern. Sie lagen damit um 20 5 MilEDM = rund 16 vH über dem Prämienaufkommen des Vorjahres. Die Steigerung wurde vor allem in der Feuer- und Kraftverkehr Versicherung erzielt. Die Sparten Unfall, Kraftfahrzeug Kasko, Insassen Unfall, Transport und Einheit sowie die, übrigen, als „sonstige Versicherungszweige" zusammengefaßten Branchen erbrachten Gewinne. Dagegen schlössen die allgemeine und die Kraftverkehrs Haftpflicht sowie Feuer- und Kreditversicherung mit Verlust ab. Das Kreditversicherungsgeschäft wurde durch die wirtschaftlichen Folgen politischer Umwälzungen in Venezuela, von denen namhafte Rückversicherer der ganzen Welt betroffen wurden, nachteilig beeinflußt. Insgesamt ergab sich aus dem Sachgeschäft ein technischer Gewinn.
Die Lebens Rückversicherung entwickelte sich günstig und konnte durch die Aufnahme neuer Geschäftsverbindungen im Ausland gesteigert werden. Der Zugang betrug 110 Mill. DM Versicherungssumme (im Vorjahr 49 5 Mill. DM), der Versicherungsbestand stieg von rund 200 Mill. DM Versicherungssumme auf über 300 Mill. DM. Die Vermögensanlagen betrugen am Ende des Berichtsjahres insgesamt 88 4 Mill. DM (im Vorjahr 67 Mill. DM). Hierbei erscheinen Wertpapiere mit 31 Mill. DM, Schuldscheinfordeningen mit 25 Mill. DM, Bankguthaben mit 18 Mill. DM — davon 11 Mill. DM Festgeldguthaben —, Grundbesitz und Hypotheken fast unverändert mit 6 bezw. 5 Mill. DM. Der Überschuß aus dem Geschäftsjahr 195960 belief sich auf 2 76 Mill. DM. Hiervon gingen l Mill. DM an die freie Rücklage, 0 25 Mill. DM an eine neu gebildete Ausgleichsrücklage und 0 109 Mill. DM an die Schwankungsrückstellung. Aus dem verbleibenden Gewinn wird eine Dividende von 14 vH auf das Grundkapital (10 Mill, DM) ausgeschüttet.
Das laufende Geschäftsjahr zeigt eine gute Entwicklung. Die Ausdehnung auf dem deutschen und internationalen Rückversicherungsmarkt läßt einen Prämienzuwachs erwarten, der voraussichtlich größer sein wird als der Zuwachs des Vorjahres.
In der Hauptversammlung wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt: Dr. Friedrich Krämer, Ministerialrat a. D, Mitglied des Vorstandes der Preußische Bergwerks- und Hütten AG, Hannover, Dr. Josef Rust, Staatssekretär a. D, Generaldirektor der Wintershall AG, Kassel, und Direktor Edgar Prang, Köln; letzterer schied gleichzeitig aus dem Vorstand der Gesellschaft aus.
Die als Verwaltungs- und RückversicherungsGesellschaft der Gerling Versicherungsgruppe tätige GerlingKonzern Versickerungs Zentrale AG erzielte im Geschäftsjahr 19591960 eine Prämieneinnahme von 31 7 Mill. DM. Der Rückgang gegenüber der Einnahme des Vorjahres (44 Millionen DM) ist auf die Erhöhung des Selbstbehältes bei der Tochtergesellschaft, der Gerling Konzern Globale Rückversicherungs Aktiengesellschaft zurückzuführen. Die Prämien wurden ganz für eigene Rechnung behalten. Die Sparten Feuer, Betriebsunterbrechung, Haftpflicht, Insassen Unfall, Kraftfahrzeug Kasko, allgemeine Unfallversicherung und die sonstigen Versicherungszweige erbrachten Gewinne, während die KraftverkehrsHaftpflicht- und die Transportversicherung mit Verlust abschlössen. Insgesamt ergab sich ein technischer Gewinn in Höhe von 0 963 Mill. DM. Das Geschäftsjahr schloß mit einem Überschuß von 4 80 Mill. DM ab. Hieraus wurden 0 157 Millionen DM der Schwankungsrückstellung, 0 4 Millionen DM der gesetzlichen Rücklage und 0 9 Millionen DM der freien Rücklage zugeführt. Einer neu gebildeten Ausgleichsrücklage wurden 0 3 Millionen DM überwiesen. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von 4 Mill. DM auf nominell 8 Mill. DM erhöht. Die neuen Aktien wurden zu pari ausgegeben und mit der Hälfte ihres Nennbetrages eingezahlt. Den Aktionären wurde zur Einzahlung auf das neue Aktienkapital ein Betrag von 2 Mill. DM zur Verfügung gestellt. Auf das gewinnberechtigte Aktienkapital (6 Mill. DM) wurde eine Dividende von 16 vH und ein Bonus von 4 vH verteilt x Die Entwicklung der Rheinmetall Berlin AG (Berlin) ist im Geschäftsjahr 1959 und bisher 1960 günstig gewesen, erklärte Direktor Caesar. Vieles hat sich konsolidiert. Es fehlen allerdings Arbeitskräfte. Das Kapital von jetzt 25 Mill. DM ist für die nächsten Jahre, ausreichend. Die Gesellschaft wird 1960 die Dividendenzahlung aufnehmen, über die Höhe läßt sich jedoch noch nichts sagen. Auch
- Datum 30.09.1960 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 30.9.1960 Nr. 40
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