• Ausgabe 18/1961

    Ausgabe 18/1961

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Südamerika ist um eine Illusion ärmer

    Präsident Kennedys Handlungs- und Redeweise in Sachen Kuba hat die öffentliche Meinung in allen zwanzig Staaten Lateinamerikas schockiert und bestürzt.

  • Ein falscher Angeklagter?

    Man kann, man soll ihn in die Länge ziehen, den nämlichen Eichmann-Prozeß, damit er die Erregungen über den Weltraum-Menschen, die Kuba-Invasoren und die französischen Rebellen überdauert und wieder.

    Von Robert Pendorf.

  • Was ist Recht?

    Ulbricht gibt die gleiche Antwort, die einst Hitler gab – Eine Gegenüberstellung von Dokumenten

  • Das Streitgespräch in Ost-Berlin

    Am 20. April fand die Diskussion mit dem Deutschlandsender statt, über die wir unseren Lesern schon vor Wochen eingehend berichteten.

  • Rebellen wider de Gaulle

    Die Faschisten von Algerien rebellierten, an ihrer Spitze vier Generäle: Da war Maurice Challe, der am 13. Mai 1958 einer jener fünf militärischen Chefs war, die in Paris dafür sorgten, daß de Gaulle an die Macht kam.

    Von Josef Müller-Marein

  • Opfer einer Intrige?

    Eine sensationelle, geheimnisumwitterte Verhaftung wird seit Tagen in Bonn und weit darüber hinaus, nicht zuletzt auch im Ausland, viel erörtert.

  • Ein SS-Führer, der von nichts wußte

    Die „Neue Illustrierte“ veröffentlicht seit einer Woche einen Bericht von Himmlers langjährigem Adjutanten, dem ehemaligen SS-Obergruppenführer Karl Wolff.

  • Ost und West: auf zwei Wellenlängen

    Prüfend und, wie es schien, ein wenig skeptisch blickten die Konterfeis von Lenin und Walter Ulbricht auf die Tafelrunde im Konferenzsaal des Deutschland-Senders in Berlin-Schöneweide.

    Von Hans Gresmann

  • Frenzel war ein williges Werkzeug

    Der ehemalige Bundestag sabgeordnete vor dem Bundesgerichtshöf: „Ich verlor die Nerven“

    Von Gerhard Ziegler

  • Zeitspiegel

    „Sie sollten anerkennen, daß die freien Völker in allen Teilen der Welt nicht den Anspruch auf die historische Unvermeidbarkeit der kommunistischen Revolution akzeptieren.

  • Die Generale haben sich verrechnet

    Nach vier Tagen ist der Militärputsch in Algerien, der Frankreich an den Rand des Bürgerkrieges brachte, zusammengebrochen, kläglich zusammengebrochen.

  • Kommunisten oder Deutsche?

    Gräfin Dönhoff: Ja, ich möchte gern den Ausweg wissen. Aber was Sie uns bisher gesagt haben, bedeutet, daß Ihre Loyalität als Kommunist beim Kommunismus liegt, ergo größer ist als das Verlangen zur Wiedervereinigung.

  • Marion Gräfin Dönhoff:

    Bilanz nach der Debatte

    Was ist eigentlich mit der ZEIT los: Ihr haltet Diskussionen mit östlichen Schriftstellern in Hamburg ab, ihr fahrt nach Ostberlin und setzt euch mit Eisler und Schnitzler an einen Tisch – glaubt ihr wirklich, es gäbe eine Verständigung mit diesen Kommunisten? Was hat das alles für einen Zweck? Was kommt dabei schon heraus?“ So fragte ein wohlmeinender ZEIT-Genosse, und in seiner Stimme schwang Ärger mit über so viel vermeintliche Naivität.

  • Wirtschaft
  • Das saubere Ei

    Immer glänzender und verlockender verpackt wird heute jegliche Ware angeboten. Doch gleichzeitig hat sich in der Verbraucherschaft anscheinend eine besondere Vorliebe für schmutzige Eier entwickelt.

  • Falsch gedacht...

    Ein Mensch, der Menschheit überdrüssig, will allein sein. Er läßt sich per Rakete auf den Mond schießen. Als er die Raketentür öffnet und gerade sagen will: „Endlich allein!“ sieht er ein Schild: „Hier baut die NEUE HEIMAT“.

  • Der Leser schreibt...

    Nachfolgend drucken wir auszugsweise ein Schreiben ab, das uns von der Penombra S. A., Genf, auf Grund eines Artikels zuging, den wir unter der Überschrift „Penombra schmückt sich mit fremden Federn“ in unserer Ausgabe Nr.

  • Die Notenbank liebt Überraschungen

    Wer die Politik der Notenbank in den letzten Wochen verfolgte, mag zu dem Schluß neigen, daß man in der Frankfurter Taunusanlage Überraschungen liebt: die Senkung des Diskontsatzes von 3 1/2 auf 3 Prozent, seit langen „im Gespräch“; fand auch auf der letzten Sitzung des Zentralbankrates am 20.

  • „Überall nichts als Chaos...”

    Vor Vertretern der Geschäftswelt erklärte Dr. Janio Quadros, der neue, am 31. Januar in sein Amt eingeführte Präsident Brasiliens: „Bei meinem Amtsantritt befand sich das Land im Zustand des Chaos.

  • BASF-Aktionäre nehmen und geben

    Die Aktionäre der Badische Anilin & Soda--Fabrik AG, Ludwigshafen am Rhein, haben auf der zum 18. Mai einberufenen Hauptversammlung nicht nur die Freude für das Geschäftsjahr 1960 eine von 16 auf 18 vH erhöhte Dividende zu beschließen, sondern es obliegt ihnen vor allem, eine Kapitalerhöhung um 100 Mill.

  • Auf Kriegsfuß mit der Technik

    Die Briefkästen in Kairo befinden sich zum Teil mitten auf den Bürgersteigen und sind mit soliden Fundamenten versehen, so daß sie kleinen Festungen gleichen.

  • Mit ausgesuchter Höflichkeit...

    Die Hauptversammlungen der Dresdner Bank AG sind nach der Neuordnung des Instituts eigentlich immer in voller Harmonie verlaufen.

  • Im Süden gibt’s nichts zu verdienen

    Italien ist ein Paradebeispiel für europäische Entwicklungsprobleme im Zeitalter der Automation

  • Eine Bank gibt Zusatzaktien

    In die Hauptversammlungsvorschläge der großen Geschäftsbanken, die als Ausgleich für die unveränderte Dividende eine Kapitalerhöhung zu pari vorsahen, haben in diesem Jahr zwei große Regionalbanken interessante und für die jüngste deutsche Bankengeschichte neue Varianten hineingebracht: die Vereinsbank in Hamburg mit der Stockdividende und nun die Württembergische Bank in Stuttgart, die ehemalige Württembergische Notenbank, mit einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln.

    Von C. D.

  • Die Kohle ist noch nicht über den Berg

    Es sei eine gefährliche Illusion, zu glauben, daß die Kohle über den Berg sei, erklärte uns in diesen Tagen einer der führenden Männer des Ruhrbergbaus, der mit einer solchen Beurteilung keineswegs allein dasteht, wenn auch die Nutzanwendung dieser Feststellung durchaus unterschiedlich ausfällt.

    Von Ingrid Neumann

  • Die Burgen liegen im Tal

    Der Luftkurort Manderscheid in der Eifel ist der Schnittpunkt vieler Eifelwanderwege. Der Eifelverein, mit der Schönheit dieser Landschaft wohl vertraut, hat sie zum Nutzen und Frommen der Wanderer sorgfältig markiert.

  • Robinson für einen Nachmittag

    Zukunftsland am Rande Europas – Reise wege in Finnland zu Wasser, zu Lande und in der Luft

  • Gewinnbeteiligung – vom Staat dekretiert

    Möglicherweise noch in dieser Legislaturperiode wird der Bundestag ein Gesetz über die Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer beschließen.

  • Mehr Geschäfte mit Übersee

    Die der Dresdner Bank nahestehende Deutsch-Südamerikanische Bank AG, Hamburg, deren Aktien nicht an der Börse zu handeln sind, ist nach dem Kriege einen anderen Weg gegangen als die Dt.

  • Das internationale Kapital bleibt in Bewegung

    Politische Krisen verschärfen die „Absetzbewegungen“ – Solide Anlagemaßstäbe werden dadurch außer Kraft gesetzt

  • Dividende als Fernziel

    Die Aktionäre der Deutschen Überseeischen Bank, Hamburg, bleiben auch für das Geschäftsjahr 1960 noch ohne Dividende. Das erst sehr spät reaktivierte Institut befindet sich noch immer im vollen Aufbau und ist infolgedessen gezwungen, alle Mittel „im Hause“ zu behalten.

  • Urlaub am Spiegelteleskop

    Obwohl Fräulein Lina Senn eine nüchtern rechnende Geschäftsfrau in St. Gallen ist, hat sie mit ihrem gesamten Vermögen auf ein Steckenpferd gesetzt, dem allein in der Schweiz dreizehnhundert Menschen huldigen.

  • Der Energieverbrauch der Industrie

    Der industrielle Heilölverbrauch in der Bundesrepublik (ohne Saarland und Westberlin) nahm 1960 um 2,3 auf 8,6 Mill. t zu ( + 36,5vH), der industrielle Strom verbrauch um 7,4 auf 74,9 Milliarden kWh (+ 11 vH), der Kohleverbrauch um 3 auf 71,5 Mill.

  • Neue Besen kehren gut

    Neue Besen kehren gut. Die Gültigkeit dieses alten Sprichwortes haben die Amerikaner bewiesen, die zu der ersten diesjährigen Sitzung eines der wichtigsten Ausschüsse des Europäischen Wirtschaftsrates (OEEC), nämlich des wirtschaftspolitischen Ausschusses, die bedeutendsten und höchstgestellten Wirtschafts- und Währungsexperten des Landes entsandten.

  • Jugoslawische Preise

    Das jugoslawische Verkehrsbüro in Frankfurt teilt mit: Es ist erwartet worden, daß durch die Einführung des neuen Touristenkurses – 600 Dinar für 1 Dollar oder 150 Dinar für 1 Mark – der Aufenthalt für ausländische Touristen in Jugoslawien im Jahre 1961 um 33 vH billiger sein würde als 1960.

  • Baugenehmigungsstopp tot - es lebe die Marktwirtschaft!

    Der Baugenehmigungsstopp ist tot. Ein immerhin realisierbarer Plan zur Eindämmung der häßlichen Erscheinungen auf dem Baumarkt ist im Sperrfeuer der Interessenten, der marktwirtschaftlichen Doktrinäre und des „Sachverstandes“, wie das so schön heißt, liegengeblieben.

  • Der Verbraucher geht leer aus

    T m Mittel um 5 v H haben die Bayernwerk AG - Bayerische Landeselektrizitätsversorgung, München, ab April den Strompreis ermäßigt. Die fünf Überlandwerke haben die Reduzierung nicht nur weitergegeben sondern aus eigenen Mitteln noch verstärkt.

  • Der Schatzkanzler bekommt seine „Geheimwaffe“

    Englands neuer Haushaltsplan hat draußen offenbar nur mäßige Beachtung gefunden. In der Tat kann es im Ausland, wie der Londoner Ecconomist bereitwilligst konzediert, kaum interessieren, aus welchen Quellen (und mit jeweils welchen Anteilen) das britische Steueraufkommen fließt.

  • Mit der Axt im Steuerdickicht

    Steueränderungsgesetz 1961 – kleine Präsente für die Bürger der Bundesrepublik

  • Recht und Wirtschaft

    Wenn ein Beamter Fehler macht...

    Immer wieder schlägt ein bösartiger Irrtum den gutwilligen Amtsträgern ein Schnippchen, die ihre eigenen fehlerhaften Verwaltungsakte berichtigen oder aufheben möchten, nachdem diese angefochten worden sind.

  • Gespräche am Bankschalter:

    Spekulation in Argentinien

    Die argentinische Börse machte im vergangenen Jahr eine Zeitlang auf „Hausse“. Damals hatten einige deutsche Banken die Lage richtig beurteilt und ihrer Kundschaft den Rat gegeben, auch ein paar argentinische Aktien ins Depot zu nehmen.

  • Keine Angst vor großen Zahlen

    Nicht mehr und nicht weniger als 300 Millionen DM gab der Bund vor noch nicht langer Zeit pro Jahr für den Straßenbau aus. Heute hat der Straßenbauetat die Zwei-Milliarden-Grenze weit überschritten.

  • Der Aktionär muß wissen

    Bei der Lübecker Hypothekenbank AG, Lübeck, ist das Bilanzvolumen 1960 um 16 vH angewachsen, was einer Steigerung in Vorjahrshöhe entspricht.

  • Wissen
  • CDU in Siegesstimmung

    Auf dem Kölner CDU-Parteitag herrschte Siegesstimmung. Mit einer Mischung aus Spott und Selbstsicherheit ließ der Kanzler erkennen, was er von der Bundestagswahl für die SPD erwartet: eine Niederlage.

  • Nach den Stürmen

    Immer geschieht das Unwahrscheinliche, das Unvorhergesehene, denn das staatliche Leben vollzieht sich im Bereich der menschlichen Freiheit.

    Von Paul Sefhe

  • Neuer Berlin-Vorstoß?

    Wenn in diesem Jahr der Flieder und die Kastanien blühen, so hatte der sowjetische Ministerpräsident Chruschtschow vorausgesagt, werde Berlin wieder ins internationale Gespräch kommen.

  • Reisen
  • Lateinischer Urlaub

    Tapferes Lächeln empfehlenswert – Tarragoner aus dem Ziegenfellbeutel – Zeitvertreib mit Phantasie – Landesüblich: Radiomusik draußen und süßer Kuchen

  • Reise-Vorschläge

    Schon jetzt vormerken: Auf Beschluß der UNESCO finden in diesem Sommer (im Juli) die Internationalen Theater-Festspiele in Athen und Epidaurus statt.

  • IGAFA mit Musterhotel

    In München ist zur Zeit die Internationale Gastronomie- und Fremdenverkehre-Ausstellung zu sehen, nach schon eingebürgertem Sprach-Spar-Gebrauch kurz IGAFA genannt.

  • Neues Kurviertel für Boppard

    Im Kneippkurort Boppard entsteht ein neues Kurviertel. In klimatisch günstiger Höhenlage am Waldrand sind ein Kurhaus, eine Freiterrasse, Restaurant und Café sowie ein siebenstöckiges Hotel (130 Betten), ein Sanatorium (100 Betten), etwa 20 Privatpensionen (280 Betten) sowie Badehäuser, Ärztehäuser und Ladenstraßen.

  • Administratives
  • wer....was....wo....warum....

  • DIE ZEIT
  • Meisterfilme aus Italien

    „Die Nacht“ (La notte), ein neuer Film des italienischen Regisseurs Michelangelo Antonioni, von dem wir in den deutschen Kinos eben jetzt eine Kurzfassung seines Films „Die mit der Liebe spielen“ (L’Avventura) und den Film aus dem Jahre 1955 „Die Freundinnen“ sehen können, ist ein weiteres Meisterwerk der italienischen Filmkunst, die in der allgemein schwierigen Situation des Films eine neue Sternstunde hat, die zweite nach dem Kriege.

  • Aus der Chronik

    28. April – Mussolini wird, beim Fluchtversuch in die Schweiz, in Dongo erschossen. Himmler läßt den Westmächten die Kapitulation anbieten.

  • Licht flammt auf nach dunklen Tagen

    IV. „Notabene 45“ – Tagebuch eines verbotenen Dichters – Das Ende in Österreich

  • Zweifelhafte Filme

    Eine Welle von Eichmann- und KZ-Filmen ist im Publicitystrom anläßlich des Prozesses in Israel auf den Markt gekommen. Die Freiwillige Selbstkontrolle der deutschen Filmwirtschaft hat soeben den ersten ihr eingereichten amerikanischen Spielfilm „Jagd auf Eichmann“ zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht freigegeben.

  • Filme der Woche

    Rocco und seine Brüder (Rocco e i suoi fratelli. Italien). Ein großer Film mit starker Zeitkritik. Er zeichnet die Verpflanzung einer italienischen Familie aus dem ländlichen Süden in die Industriestadt Mailand auf, den Zusammenprall der natürlichen, religiös gebundenen Ordnung mit dem dürren Leben der Zivilisation.

  • Ein Marseiller in London

    Liebhaber französischer Filmkunst werden sich vielleicht noch an die Filme „Cesar“ und „Marius“ erinnern, die das Marseiller Hafenmilieu schilderten.

  • Ein Tag aus dem Leben einer Kindergärtnerin

    Ringelreih’n tut’s nicht allein

    Mit diesem Bericht beschließen wir diese Reihe von Bildreportagen, in der wir Berufe vorgestellt haben, deren Aufgaben sich in unserer Zeit zu neuer Bedeutung gewandelt haben.

  • Kultur
  • Felicitas Girod:

    Der Maßvolle

  • Europas großes Rätsel

    Da tagt alljährlich der Parteikongreß der Konservativen – jedoch ohne den Parteiführer. Dieser erscheint erst nach den hitzigen Debatten, nach der Abstimmung über die Entschließungen, um sich wie ein Monarch seinem Volke zur Huldigung darzubieten.

    Von Chrysostomus Zodel

  • Auf der Heide und dem Mond

    „: ‚Wie-lange kenn’n wa-Uns eigntlich-‘; (ohne rechtn Fraage-Tohn). : ‚Runnt 2 Jahre – Hertha. Nich – gantz.‘ (Unt Axl-Zuckn).

    Von Rudolf Härtung

  • Wie korrupt ist die Literaturkritik?

    Die Frage nach der Korruption in der Literaturkritik war von dem Dichter Karl Friedrich Borée gestellt worden, und Professor Ludwig Marcuse hatte – in der ZEIT Nr.

  • Der römische Brecht

    Nicht die griechische, sondern die lateinische Literatur wurde für den Dramatiker bestimmend

    Von Hans Mayer

  • Zeitmosaik

    „Klassiker“, so besagt eine neue französische Bestimmung, hinter der Kultusminister André Malraux steht, sollen in Zukunft an französischen Bühnen steuerfrei aufgeführt werden.

  • Romane wie Labor-Experimente

    Der klingende Ertrag, den „Nana“ und „Germinal“ abwarfen, die beiden gleich beim Erscheinen meistgekauften Romane der Serie „Les Rougon-Macquart“, ermöglichte es Emile Zola, in den achtziger Jahren sein Landhaus in Medan um zwei pompöse, turmhohe Seitenflügel zu erweitern.

    Von Hansgeorg Maier

  • Nitribitt der Jahrhundertwende

    Robert Neumann ist ein erfahrener und temperamentvoller Literat, ein geborener Erzähler mit einer beneidenswerten Phantasie und Leichtigkeit und ganz gewiß einer der witzigsten Männer Europas.

    Von Marcel Reich-Ran icki

  • Mein Bild

    Die ersten Nachkriegsjahre waren für viele unter uns die Jahre der eigentlichen Entdeckungen und Wiederentdeckungen. In jene Zeit fällt meine Bekanntschaft mit einer Arbeit Paul Klees.

  • Unsichtbare Schranken

    „Jedenfalls nicht einmal zur zweiten, zu der gehören nämlich schon die Zeitungsverleger. Und vor uns kommen auch noch die Zahnärzte.

    Von Wollgang Ebeit

  • Aus den Hauptstädten der Welt

    Rom – die Lust am Schauspiel

    Ciceros Erben – Schicklichkeit um jeden Preis – Wagner in Rom – Keinen Sinn für Existenz-Ekel Ein Roman wie Weihnachtsgebäck

    Von Werner Ross

  • Hans-Jürgen Heise:

    Ein schwarzes Liebeslied

    Everding im „Apoll von Bellac“. Der dezente, verhaltene Kammerspielton, der die Abschiedsbegegnung des leise angejahrten Präsidenten (Peter Lühr) mit seiner Geliebten (Heidi von Strombeck) charakterisiert, dieser Ton bewußter Exklusivität war von Schweikart sicher festgelegt.

  • Wie ich mein eigener Großvater wurde...

    Wir dürfen annehmen, daß die Begeisterung über das große, so glücklich verlaufene Abenteuer des Menschen im Kosmos in der ganzen Welt uneingeschränkt war.

    Von Indro Montanelji

  • Die schönsten Schallplatten

    Schubert: Klaviersonate G-Dur, op. 78 („Fantasia“); Moments musicaux, op. 94 §§ Nr. 1, 2, 3 und 6; Ingrid Haebler (Fontana 698 050 CL 24,– DM).

  • Lachen und Schießen

    Zum achten Male traten sie an: Ursula Noack, Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein, Hans Jürgen Diederichs, begleitet von ihrem Komponisten Walter Kabel und unter der Regie des Sportreporters Sammy Drechsel.

  • Von Shakespeare bis Giraudoux

    Derjenige Dirigent ist der beste, von dessen Vorhandensein der Hörer gar nichts merkt als eben den Eindruck der wohldisponierten Aufführung; mit dem Regisseur verhält es sich nicht anders.

    Von Walte

  • Politische Häftlinge

    In einer Diktatur ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt wird. In einer Demokratie ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten wird.

  • Zu empfehlen

    ES GEFÄLLT, weil es liebgewordene Vorurteile auf die Probe stellt: Da wagt es ein Journalist, der wirklich berühmt eigentlich durch Reportagen vom Cricket-Platz geworden ist (was sein deutscher Verlag wohlweislich verschweigt), besser zu schreiben als mancher, der sich „Schriftsteller“ nennt, und mehr von Musik zu verstehen, als einem Sportberichterstatter (der allerdings auch einer der führenden englischen Musikkritiker war) gern erlaubt wird.

  • Länderspiegel
  • Nordrhein-Westfalen

    Der Chef als Putzfrau

    Der Herr im eleganten Tropical-Anzug, Chef eines großen Unternehmens, sagt: „Ich erzähle Ihnen alles...“ Aber vorher habe ich ihm in die Hand versprechen müssen, daß ich seinen Namen nicht erwähne.

  • Nordrhein-Westfalen

    Wehrersatzdienst in Bethel

    Grauverputzte und ziegelrote Häuser, drei, vier Stockwerke hoch, schmucklos außen und innen, aber im schönsten Frühlingsgrün am Steilhang des Teutoburger Waldes gelegen – das ist die Anstalt Bethel, vor fast hundert Jahren von Pastor Friedrich von Bodelschwingh gegründet, um „den Armen und Bedrängten, den Kranken und den Gestrauchelten, den Mühseligen und Beladenen Schutz und Hilfe zu geben vor den Unbilden dieser Welt“.

  • Baden-Württemberg

    Stuttgart geht unter die Erde

    Neuer Verkehrsplan für die schwäbische Metropole – Kostenpunkt: 575 Millionen

  • Bayern

    Trauriges Ende einer Ritterfahrt

    Es sollte eine „Ritterfahrt zur Eroberung der Herzen“ sein – und jetzt ist daraus ein bitterböser Streit geworden, der die „Edlen“ vom Stammtisch „Alte Pankgrafschaft 1381 von Wedding an der Panke bei Berlin“ vor den Kadi zu bringen droht.

    Von W. Kinnigkeit

  • Reservat für Männer

    Schleswig-Holsteins Innenminister hat Sorgen mit der Polizei. Es fehlt der Nachwuchs. Der Beruf eines Polizeibeamten ist wenig gefragt.

  • Bremen

    Kopfschmerzen um eine Fassade

    Wieder einmal sieht sich Bremens sozialdemokratischer Bürgerschaftspräsident August Hagedorn in der wenig beneidenswerten Situation eines Mannes, der – trotz bester Absichten – zwischen zwei Stühlen sitzt.

  • Schleswig-Holstein

    Der schlagfertige Polizist

    Eine Ohrfeige hatte ein 28 Jahre alter Malergeselle aus dem kleinen Ort Fuhlendorf im Kreis Segeberg im Oktober 1960 dem sechs Jahre alten Sohn eines Polizeimeisters in Neumünster gegeben.

  • Bayern

    Zu wenig Leichen

    Niemand würde an seinen Wagen einen Autoschlosser lassen, der den Motor nur von Bildern her kennt.“ Wie plastisch dieser aus einem Merkblatt stammende Vergleich ist, würdigt man erst richtig, wenn man weiß, wozu er in Beziehung gesetzt wird: Der Autor befaßt sich mit dem Mangel von Leichen an den westdeutschen Anatomien.

  • Leserbriefe
  • Funk • Fernsehen

    Rheingold, das nicht leuchtet

    Der Fortsetzungsroman hat im Fernsehen andere Eigenschaften als in der Zeitung. Lesern bietet eine übergreifende, lange Geschichte Kontinuität mit ihrem Blatt.