• Ausgabe 15/1962

    Ausgabe 15/1962

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • wer....was....wo....warum...

    Wiederholt sich damit in Syrien, was sich im letzten Jahr in der Türkei abspielte? Auch in Damaskus scheinen die Militärs nicht willens zu sein, die einmal gewonnene Macht völlig aus der Hand zu geben.

  • Zurück nach Washington

    Ich bleibe in Berlin, solange Präsident Kennedy und die Berliner mich brauchen“, hatte General Clay im vorigen September gesagt, ehe er als Sonderbotschafter des Weißen Hauses nach Berlin ging.

  • Die Seuche in Ostberlin

    T n unserem Tal des deutschen Jammers ist ■■ Krankheit nicht mehr für alle ein beklagenswerter, hilfeheischender Zustand, sondern oft eher Anlaß zu politischer Auseinandersetzung.

  • Debatte vor leeren Kassen

    Leere Kassen wirken erzieherisch. Früher haben sich die Fraktionen bei Haushaltsdebatten in kostspieligen Verbesserungsvorschlägen gegenseitig überboten, jetzt sind sie damit sehr viel zurückhaltender.

  • Ping-Pong mit dem Osten

    Es standen auch beim dreizehnten deutsch-englischen Gespräch von Königswinter noch manche altehrwürdigen Skelette im Schrank.

  • „Uhuru“ für Kenia

    Die britische Regierung kann zufrieden sein – die Kenia-Konferenz kam ihr nicht allzu teuer zu stehen. Sie dauerte zwar sieben Wochen, kostete aber nur knapp vier Millionen Mark.

  • Zeitspiegel

    Nach Meldungen aus Belgrad hat Moskau unlängst den Wunsch geäußert, die Beziehungen zu Jugoslawien wieder zu verbessern und einen Ausgleich der noch bestehenden Gegensätze zwischen den beiden Ländern anzubahnen.

  • Gestern Häftling, heute Präsident

    Er ist klein, und alles an ihm hat eine rundliche Form – seine Gestalt, seine Gesten. Der Schnurrbart, die starken Augenbrauen, die lebhaften Augen haben die Farben von Anthrazit.

    Von Josef Müiiei-Marein

  • Flüchtlinge aus der Sowjetzone (I)

    „Sozialismus - ja! Gift und Lügen - nein!”

    Unter den vielen Briefen, die ich von Lesern meines Buches „Die Revolution entläßt ihre Kinder“ erhalte, war einer, den ich gleich interessiert beiseite legte.

    Von Wolf-gang Leonhard

  • Was gelten die Beamten?

    Die englische Öffentlichkeit weiß wenig von den Männern an der Spitze des Civil Service, und am allerwenigsten von den Beamten im Schatzamt.

    Von Martin Wieland

  • Keine Chance für Tschiang

    Die Lage ist so, daß wir nicht länger passiv abwarten können, ob irgendetwas passiert. Die heilige Expedition, die unser Volk retten und die Verräter ihrer Strafe zuführen wird, kann jederzeit beginnen Es war Generalissimus Tschiang Kaischek, der greise Herrscher über Formosa, der in der vorigen Woche so starke Worte gebrauchte.

    Von P. B-

  • Thilo Kodi:

    Verlorene Paradiese zwischen Castro und Kennedy

    Es soll diese Insel Hispaniola gewesen sein, die Kolumbus für Indien hielt. In der Kathedrale von Santo Domingo, einer der ältesten des Kontinents, liegen auch die sterblichen Überreste des Entdeckers – oder was man dafür erklärte.

  • Justitia als Partei-Lobbyistin

    Fibag-Ausschuß: Nicht immer sachliche Fragen, aber immer interessante Antworten

  • Europas Politische Union – schon heute?

    In den beiden letzten Nummern der ZEIT hat Lord Gladwyn die Schwierigkeiten geschildert, die einem Beitritt Englands zur EWG vorläufig noch entgegenstehen.

    Von Ernst Wilhelm Meyer

  • Wirtschaft
  • Vier Präsidenten

    Was er niemals für möglich gehalten hätte, das sei ihm während einer Deutschlandreise in Köln passiert, teilt S. Matsuo, Präsident der Japan Airlines, den Lesern einer Tokioter Zeitung mit.

  • Kein Platz für wilde Tiere

    Die Beziehungen zwischen den drei Neutralen (Schweiz, Schweden und Österreich) und der EWG erinnern an den Kalten Krieg. Es wird zwar nicht in der Art Chruschtschows gesprochen, aber man sagt sich immerhin freundlich lächelnd unangenehme Wahrheiten.

  • Bremer Schwestern wuchsen weiter

    Die Eigen kapitalbasis mußte verbreitert werden – Neue Polster aus eigener Kraft

  • Ein Tiefschlag

    Die Börse hat sich im Laufe der Jahre daran gewöhnen müssen, daß nicht alle Verwaltungserklärungen „bare Münze“ sind. Ihr Mißtrauen gegenüber Verlautbarungen der Unternehmen hat sich in der vergangenen Woche durch die Huta-Affäre noch verstärkt.

  • Zeitraffer

    Im Bundeswirtschaftsministerium werden Erwägungen angestellt, die Zollsätze für Kraftwagenimporte aus den Ländern der EWG zeitweilig zu senken oder auszusetzen.

  • Gold in den Topf

    Die Zahlungsbilanz der Vereinigten Staaten hat sich im ersten Quartal 1962 zwar verbessert, aber die ausländischen Zentralbanken – die ja von früher her im Besitz großer Dollarguthaben sind – zeigen sich nach wie vor nicht bereit, ihre Bestände an USA-Devisen zu vergrößern.

  • Nicht abgerufene Darlehen

    Das Geschäft der Hypothekenbanken wird neuerdings nicht nur durch die Überlastung des Baumarktes gebremst und versteuert, sondern auch durch die immer größere Verzögerung bei der Zuteilung öffentlicher Mittel und bei der Bewilligung von Bürgschaften für nachstellige Hypotheken.

  • Abschied von einer sozialpolitischen Illusion

    Die resignierende Betrachtung eines Bonner Ministerialbeamten / von Hanns Meenzen

  • „...in großer Sorge“

    In diesen Tagen sind ganzseitige Anzeigen aufgetaucht, deren Tenor die Sorge um den fairen Wettbewerb ist. Eine schwarze Hand, die zum Würgegriff ansetzt, steht als Symbol für angebliche „internationale Wettbewerbsverfälschungen“, von denen im Text reichlich allgemein die Rede ist.

    Von W. B.

  • Unilever hat weniger verdient

    Das Arbeitsfeld des holländisch-englischen Unilever-Konzerns ist praktisch die ganze westliche Welt. Infolge dessen müssen sich auch in seinem Geschäft nahezu alle wichtigen politischen Ereignisse sowie wirtschafts- und währungspolischen Entscheidungen in der einen oder anderen Form niederschlagen.

  • England bleibt auf hartem Kurs

    Selwyn Lloyd – ein Mann mit langem Atem – Das neue Budget bringt keine Steuersenkungen

  • Der Wucher mit der Wohnung

    Über Mietwucher wird in steigendem Maße geklagt. Die beschwerdeführenden Mieter sind besonders darüber enttäuscht, daß es gegen Mietwucher keinen ausreichenden Rechtsschutz geben soll.

  • Zeichen schwäbischer Sparsamkeit

    Die Württembergische Bank in Stuttgart ist wegen ihrer besonderen Geschäftsstruktur, die im regionalen Bereich jener der Berliner Handels-Gesellschaft ähnelt, stärker dem schwäbischen Sinn ihrer Kundschaft für Sparsamkeit (im Zinsen zahlen) und damit im mittel- und langfristigen Kreditgeschäft auch stärker der Konkurrenz (der Sparkassen) ausgesetzt als andere Geschäftsbanken.

  • Börsenverwirrung war nicht zu übertreffen

    Sie fand in beträchtlich schwankenden Kursen ihren Niederschlag – Schutz in den Renten gesucht

    Von Kurt Wendt

  • Stille Reserven im goldenen Jahr...

    Der Optimismus, den die Verwaltung der Gußstahlwerk Witten AG, Witten, vor Jahresfrist gezeigt hat, war durchaus begründet. Der Wittener Edelstahlerzeuger hat im Geschäftsjahr 1960/61 nochmals seinen nun schon seit Jahren anhaltenden Höhenflug fortsetzen können.

  • Gespräche am Bankschalter

    Deutsche Bank – mehr sein als scheinen

    Als zweite der „großen Drei“ im deutschen Kreditgewerbe hat jetzt die Deutsche Bank (nach der Commerzbank) ihren Abschluß für 1961 der Öffentlichkeit vorgelegt.

  • Hohe Reserven im Fernsprechergeschäft

    Die Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG (DeTeWe), Berlin, deren Grundkapital von 10,125 Mill. DM sich im Mehrheitsbesitz der Deutschen Bank AG befindet, will wieder 14 % Dividende verteilen.

  • Der Lohn als Kostenfaktor

    Die lebhaften Diskussionen über die Lohnerhöhungen der jüngsten Vergangenheit haben wieder einmal gezeigt, wie wenig die Öffentlichkeit sich der Tatsache bewußt ist, daß mit der Bezahlung der Tariflöhne bzw.

  • Pariser Börse

    Organisation wird verbessert

    Obwohl weder in London noch in Frankfurt eine offizielle Statistik über die täglich getätigten Umsätze veröffentlicht wird, darf festgestellt werden, daß Paris mit einem Geschäft von täglich mehr als 200 Mill.

  • Das Oel fließt andere Wege

    Obenan steht ein Glückwunschtelegramm. Es ist datiert den 15. August 1961 und unterzeichne von Hans Susemihl, Oberbürgermeister der Stadt Emden.

  • Fanfaren der Kohle

    Tosender Beifall, einer starbesetzten Premiere würdig, brandete auf, als Heinrich Gutermuth, Vorsitzender der IG Bergbau und Energie, das Rednerpult nach seiner zweistündigen Rede in der Dortmunder Westfalenhalle verließ.

    Von Ingrid Neumann

  • Wissen
  • Adresse verloren

    Als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, türmten sich in Deutschland die Geröllhalden. Als man daranging, die Schäden zu registrieren, stellte sich heraus, daß vier Millionen Wohnungen in der Bundesrepublik zerstört worden waren.

  • Was Strauß jetzt will

    Regierungserklärungen sind nicht für die Ewigkeit gezimmert; manche veralten schon binnen weniger Monate. Letzte Woche wurde vor aller Öffentlichkeit eine der Planken aus der Plattform herausgebrochen, auf der die Bundesregierung im vorigen November vor das Parlament getreten war: die Planke „Vierte Atommacht NATO“.

  • Ein Europa der offenen Tür

    Gerhard Schröder, der als Innenminister durch mancherlei von sich reden gemacht hat, nur nicht durch gewandte Kompromißbereitschaft, hat nun als Außenminister die Chance, einen ersten bemerkenswerten Erfolg eben durch einen Kompromiß zu erzielen.

    Von Hans Gresmann

  • Ja für de Gaulle

    An diesem Ja gibt es nichts zu deuteln. Das französische Volk hat die Vereinbarungen von Evian ratifiziert, Algerien aus dem französischen Staatsverband entlassen und die Ambitionen der OAS in der Metropole vom Tisch gefegt.

  • Reisen
  • Auf den Spuren Luthers...

    Das „Deutsche Reisebüro“ der Sowjetzone hat nun sein Standardreiseprogramm für ausländische Touristen bekanntgegeben. Besucher aus den skandinavischen Ländern werden nach Dresden, Leipzig, Weimar, Meißen, Buchenwald und Erfurt geführt, sie können aber auch Ostseebäder aufsuchen, wobei Stippvisiten in Kolchosen und Staatsbetriebe als Abstecher vorgesehen sind.

  • Reisespiegel

    Mehr und mehr Reisende wollen in den Ferien ihre Ruhe von Gruppenreisen haben. Keine organisierte Gemeinschaftserholung mehr, kein Strohhut-Konformismus, keine Gruppengesänge in Schaukelbussen.

  • Wer Mut zum perfekten Nichtstun hat

    Was mich am meisten überrascht hat, war, daß ich Mitglied bin. Ich bin Mitglied des AC (englisch ausgesprochen, auf deutsch: Ägäischer Club).

    Von Manfred Sack

  • Dänische Ferienhäuser

    sen die Mieter selbst mitbringen. Zu fast allen dänischen Inseln bestellen Autofährverbindungen. Sie sind in der Hauptreisezeit oft überlastet; es empfiehlt sich also, durch das Reisebüro oder einen Automobilklub Plätze reservieren zu lassen.

  • Karawanserei mit Schwimmbad und Bar

    Ägypten vor der Verwandlung – Ungehobene Schätze im Museum – 70 000 Nubier werden umgesiedelt Vergnügungspark am neuen Hochdamm – Phantastische Pläne

    Von Eka von Merveldt

  • Ferienhäuser in Dänemark

    120 Stufen zum Kattegat

    Ferienhäuser in Dänemark – das sind vor allem Ferienhäuser am Wasser. Jeder Skandinavier, der es sich leisten kann, besitzt sein Sommerhäuschen.

  • DIE ZEIT
  • Atomstaub für Westberlin

    Helle Aufregung herrschte im zonalen „Kontrollobiekt“ , von Marienborn bei Helmstedt: Der Fahrer eines westdeutschen Fernlastzuges mit großen Kesselaufbauten wollte endlich einmal der vielen Fragerei nach dem Ziel, der Ladung und den üblichen Papieren ein schnelles Ende setzen.

  • Gehört und gesehen
  • Theater

    Ein Jahr nach dem – politisch mitbedingten – Uraufführungsskandal in Venedig fand die deutsche Erstaufführung von Nonos „lyrisch-epischem Pamphlet gegen die Grausamkeit, die Intoleranz“ unseres Jahrhunderts in Köln „ein weltstädtisches Premierenpublikum, das atemlos sah und hörte und dann erst seinen Meinungen und Leidenschaften freien Lauf ließ“: 18 Minuten Kampf zwischen „Buh“ und Beifall.

  • Film

    „Ein Pyjama für zwei“ (USA; Verleih: Universal): Weniger seiner eigenen Qualitäten wegen, mehr als typisches Beispiel einer neuen Serie ist dieser Film bemerkenswert.

  • Gehört und Gesehen
  • Dramaturgen sollten Romane prüfen

    Vergangene Woche hatte man mehrere Male Anlaß, über das Verhältnis von Erzählwerk, Drama und Fernsehen zu meditieren. Zwei Bühnenwerke und zwei Romane waren für den Bildschirm zurechtgemacht worden, wobei die Gewichte auch sonst noch ziemlich gleichmäßig verteilt waren; beide Gattungen waren mit je einem klassischen und einem modernen Produkt vertreten: Neben Raimunds poetischem Zaubermärchen „Alpenkönig und Menschenfeind“ stand Henry James’ geheimnisvoll-übersinnlicher Geisterroman „Die sündigen Engel“, außer mit dem angestrengt-kurzatmigen „Hausmeister“ Harold Pinters sah man sich mit Dieter Meichsners Roman „Die Studenten von Berlin“ konfrontiert, aus dem der Autor einen erzählerischen Nebenstrang zu einem Fernsehspiel verarbeitet hatte.

  • 7. April, das Hörspiel:

    „Der Karpfen“

    Das Thema Ehe läßt die zeitgenössische Literatur nicht los. Aber es ist weniger die erfüllte, die glückliche Ehe, von der sich die Autoren inspirieren lassen, als vor allem das trübselige Dahinvegetieren, die endlose Gefangenschaft.

  • Sollen Kritiker Steuern ermäßigen?

    Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden im Blickpunkt eines deutschen Produzenten

    Von Walter Koppel

  • Gesellschaft
  • Wie hoch ist die höhere Schule?

    Aus der Schule plaudern“ – das galt früher als unfein, wenn nicht gar als unrecht. Man hat es alle Zeit für besser gehalten, der Schule „kräftig dreinzureden“.

    Von Harimut von Hentig

  • Richtung Zukunft

    Ist die deutsche Wirtschaft (zumindestens auf einem Auge) zukunftsblind? Verläßt sie sich heute schon zu sehr auf vergangene, bereits verblassende Erfolge? Wird sie imstande sein, in der heutigen Zeit des schnellen technischen Wandels weiter eine führende Stellung zu behaupten, ja, nur das Tempo der anderen wirtschaftlichen Großmächte mitzuhalten? Das sind kritische Fragen, wie man sie heute an Rhein und Ruhr immer häufiger hört.

  • Zeit-Berichte aus der Forschung

    Ein Wunschtraum der Seenotrettungsdienste, der ölbohrunternehmen und der Taucher, eine ruhige Wasserfläche inmitten des bewegten Meeres schaffen zu können, scheint mit der Wellenfalle in Erfüllung zu gehen, die von der United Rubber-Company in New York entwickelt wurde.

  • Gefährlicher Telegrammstil

    Der Anlaß zu dieser Besprechung war der blinde Alarm, der im Herbst 1961 das Strategie Air Command in helle Aufregung versetzt hatte.

    Von Thomas v. Randow

  • Kultur
  • Nr. 15 vom 10. April 1952

    Verbotene Trauer

    Gegen den deutschen Kompaniechef einer in Werl stationierten Arbeitseinheit der Besatzungstruppen ist auf Anweisung britischer Dienststellen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, weil vier Männer seiner Einheit in Uniform am Sarge des im Gefängnis in Werl verstorbenen deutschen Generals Mälzer einen Kranz niedergelegt haben.

  • Ärger in Prozenten

    Als betrübliches Resultat hat sich ergeben, daß 59 Prozent der Befragten sich „in den letzten sieben Tagen über irgendeinen Menschen besonders geärgert haben“.

    Von Petra Kipphoff

  • Vogel im Spind?

    Karl Valentin, der Münchner Humorist und Poet ohne Reime, hat einmal, wie er dem Publikum erzählte, „probeweise den Kanarienvogel ins Aquarium und den Goldfisch ins Vogelhäusel getan.

  • Mein Buch des Monats

    Heimkehr zur Mitte der Welt

    Vittorinis „Gespräch in Sizilien“ – ein Roman, der nicht der Vergessenheit anheimfallen wird

    Von Walter Jens

  • Zeitmosaik

    Die „Oscars“ der amerikanischen Filmakademie sind in Santa Monica bei Hollywood vergeben worden. Den Oscar für den besten Film des Jahres 1961 erhielt „West Side Story“ (United Artists), den Oscar als beste Schauspielerin bekam die Italienerin Sophia Loren für die Hauptrolle in dem Film „.

  • Zum Lachen oder Weinen?

    In Amerika ist ein Buch erschienen (,The Image – what happened to the American Dream‘), in dem Professor D. J. Boorstin seinen Landsleuten vorwirft, es gebe kein Volk auf Erden, das die Wirklichkeit so sehr durch Wunschbilder von der Wirklichkeit ersetzt.

    Von Edmund Wolf

  • Trockenes Salz der Wirklichkeit

    Wallace Stevens hätte, wäre er seinem Beruf poetisch verbunden gewesen, Ezra Pounds grandios-blödsinnige Wirtschaftstheorien in den Cantos berichtigen können.

    Von Peter Härtung

  • Mein Bild

    Es ist wohl an die zwölf Jahre her, daß ich mein Bild im Hause eines Schweizer Freundes zum ersten Mal sah. Er ist ein Kenner der modernen Malerei und zudem Besitzer einer Sammlung von ausnahmslos nicht-gegenständlichen Bildern.

  • Wolf gang Clemen

    Selbstkritik der Literaturwissenschaft

    Es gibt positive Aufgaben und Inhalte der Literaturwissenschaft, die unbestreitbar sind und selbst in Krisenzeiten bestehen bleiben.

  • Das verlorene Lachen

    Dreißig Minuten später klingelte Dr. Mahési nach seiner Assistentin, da sie keinen der draußen wartenden Patienten hereinführte.

    Von Der Psychiater saß still auf der Kiste und starrte

  • Brief an einen ganz jungen Autor

    Geht es hier um „Interna“ des Literaturbetriebes? Gewiß insofern, als die von Martin Walser geschilderten Szenen nur einem kleinen Kreis von Literaten vertraut sind.

    Von Martin Walser

  • Kleiner Kunstkalender

    „Affen und Alphabete“ heißt das neueste Opus von HAP Grieshaber, dem exzentrischen, angriffsfreudigen Schwaben, der seine künstlerischen Wahrheiten ausschließlich in Holz schneidet, weil ihn das harte, widerspenstige Material zur Härte, zur klaren Form, zur eindeutigen Aussage zwingt, und der mit bestem Erfolg die Rolle des Hechts im Karpfenteich eines konformistischen Kunstbetriebes spielt.

  • Hüben und drüben

    Gesinnung

    Neulich habe ich eine gute Buchbesprechung gelesen. Sie endete mit den Sätzen: „Was ich hier also wünsche, wäre dieses, daß die Beziehung aller einzelnen Glieder des Romans auf jenen philosophischen Begriff noch etwas klarer gemacht würde.

    Von Marcel

  • Schwarz und Weiß

    handeln von Schwarzen, denen die Flucht unmöglich ist und auch nichts nützen würde. Denn das Paria-Dasein, zu dem sie verurteilt sind, hat sie rettungslos demoralisiert und verstört.

    Von Ludwig Fürst

  • Im ebbenden Meer zu vergessen

    Daß ein vierundzwanzigjähriger Anfänger namens Christoph Mangold ein langweiliges und sehr schlechtes Romanmanuskript verfertigt hat – was kann uns das kümmern? Nichts.

    Von Marcel Reich-Ranidd

  • Herr Karl in München

    Man mag bedauern, daß er seit seinem explosiven Fernseherfolg zu ausgiebig beredet worden ist, daß manche seiner drastischsten Pointen schon wochenlang durch den Blätterwald gezerrt und somit bereits verbraucht waren, bevor der g’waltigt Helmut Qualtinger sein und seines Mitautors Carl Merz gemeinsames Produkt in beinahe einstündiger Soloszene leibhaftig präsentierte.

  • Offener Brief über Offene Briefe

    In der Aprilnummer der Zeitschrift „Das Schönste“ hatte einer der beiden Chefredakteure dieser Zeitschrift, Herr Dr. Kurt Fassmann, einen Offenen Brief an den „lieben Herrn Kesten“ und den „sehr geehrten Herrn Johnson“ gerichtet, in dem er den alten Mailänder Streit noch einmal aufwärmte und auf nicht besonders glückliche Weise den beiden Adressaten ins Gewissen redete.

    Von Uwe Johnson

  • An den Quellen des Versiegens

    In der poetischen Avantgarde Deutschlands ist das Schweigen der letzte Schrei / Von Peter Rühmkorf

    Von Peter Rühmkorl

  • Verwickelter Urlaub

    Auf diesem Korso lernen die beiden eine Reihe von Menschen kennen, die sie zu einem Urlaubs-Bekanntenkreis zu einigen versuchen, ohne die sozialen Unterschiede oder die verborgenen Spannungen und Leidenschaften zwischen ihnen zu erkennen.

  • Shaw im Stile Shaws

    zum Opfer gefallen. Shaw läßt seinen resignierten Helden vom NATO-Schreibtisch in Paris nach Rom ins Filmatelier fliegen. Dort begegnet er den Partnern seiner frühen, erfolgreichen Jahre wieder, muß sich mit derzeit jungen Leuten auseinandersetzen, trifft die charmant gealterte erste Frau und wird von ihr wieder zum fühlenden Wesen gemacht.

  • Angesichts einer todkranken Epoche

    Spät, erst als der Nachschub ausging, hat man sich im verlegerischen Produktionsfieber unserer Tage darauf besonnen, daß wir es ohne die ältere schwerlich zu einer modernen Literatur bringen werden.

  • Letztes Jahr in Omaha

    ich weiß nicht, ob Ihnen viele Leute das geschrieben haben – aber ich muß Ihnen doch sagen, daß ich heilfroh und schrecklich dankbar bin, weil doch noch einmal alles gut gegangen ist.

  • Mittelpunkt schwankender Bilder

    heute den fünften Band der sich langsam vollendenden Gesamtausgabe. Es ist eigentlich kein Roman, sondern „eine Biographie“.

    Von Sybil Gräfin Schönieldt

  • Zu empfehlen

    ES ENTHÄLT 50 Seiten aus dem „Buch der Lieder“, 36 Seiten aus den „Neuen Gedichten“, 88 Seiten aus den „Zeit- und Kampfgedichten“, 12 Seiten aus dem „Atta Troll“, 26 Seiten aus „Deutschland – ein Wintermärchen“, 138 Seiten aus dem Romanzero, 9 Seiten nützliche Anmerkungen und 24 höchst lesenswerte Seiten Vorwort des Herausgebers.

  • Unsere Sprache

    Ihr großes Ich

    bitte stoßen Sie sich nicht an der Vertraulichkeit der Anrede – wie Sie mir, so ich Ihnen. Die Sache ist die: auf einer vorgedruckten Karte, himbeerroter Karton, Format DIN A 5, die mir aus einem Ihrer schönen Bücher entgegenflatterte und mich als einen Freund Ihres Hauses begrüßte (guten Tag auch), bitten Sie mich, Ihnen zu bestätigen, daß mir Ihr Buch (den Titel darf ich immerhin nach Belieben selber einsetzen) gut gefallen habe und daß sowohl ich als auch meine Freunde und Bekannten der Produktion Ihres Verlages weiterhin mit unverbindlicher Kauflust gegenüberzustehen gedenken.

  • Länderspiegel
  • Nordrhein-Westfalen

    Nachts hinter dem Bahndamm

    In der Sackgasse „Hinter dem Bahndamm“, nahe dem Düsseldorfer Hauptbahnhof, wurde kürzlich ein moderner Gebäudekomplex von vier „Wohnheimen für leichte Mädchen“ fertiggestellt.

  • Bayern

    Pro Jahr nur eine Büste

    Zwischen einem Gesangsvortrag der Regensburger Domspatzen und weiteren. musikalischen Darbietungen wird Bayerns Kultusminister Maunz die Büste des Hygienikers Max Pettenkofer enthüllen – in der Walhalla bei Donaustauf.

    Von Otto von Locwenstern

  • Nordrhein-Westfalen

    „Wer hütet den Schatz der Nibelungen?“

    Den Deutschen mangelt es an Zivilcourage“, grollte der stattliche Däne Frans Andersson, sprang auf, reckte sich und rezitierte lauthals Götz von Berlichingen, dritter Akt, vierter Aufzug .

    Von Nina Grunenberg

  • Ein Pastor und der „stern“

    Ich wollte noch einen „Stern“ kaufen und ging in den Laden am Bruder-Klaus-Platz in Köln-Mülheim – gleich neben der katholischen Kirche.

  • Bayern

    Der Film brachte es an den Tag

    Vor ihm hatte 1942 der Jude Leo Katzenberger gestanden, 69 Jahre alt, Kaufmann von Beruf. Gefesselt. Der Schuhwarenhändler, der verheiratet war und zwei erwachsene Söhne hatte, gehörte vor 1933 zum Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde von Nürnberg und war einer der angesehensten Bürger der alten Reichsstadt.

  • Hamburg

    Tommi lebt gefährlich...

    Der Kinderfunk des Norddeutschen Rundfunks sendete an sechs Sonntagen die Hörspielfolge „Tommi aus der ABC-Straße“. Was Tommi, ein wacher, tüchtiger und fröhlicher Junge in seiner Straße erlebt, wurde dort geschildert.

  • Lebensart
  • Modernes Leben vor 100 Jahren

    Es wird jetzt so viel über die Frechheit der Dienstboten geklagt ...........................................................

  • Das bessere Leben in Frankreich

    Niemals hat sich in einer so langanhaltenden Zeitspanne das Lebensniveau der Europäer so fortschreitend gehoben wie in den vergangenen zehn Jahren: dies stellt eine französische Untersuchung fest.

  • Lauter Diplomaten zu Hause ...

    Gleiche Arbeiten sind nicht gleiche Arbeiten: Kaffeekochen, Tee-Eingießen, in den Mantel helfen, Blumenvasen füllen, Babys versorgen – all das müssen Stewardessen auch tun.

  • Zehn Millionen auf einem Frotteetuch

    Wie in Tausendundeiner Nacht die Schatzsucher durch die Gewölbe und Höhlen der Berge irrten, um glitzernde kostbare Steinchen zu finden – so wanderten in der vergangenen Woche manche Besucher eines Düsseldorfer Hotels durch dunkle Gänge, bis sie zu der Tür gelangten, hinter der ihnen eine weltberühmte Juwelenkollektion versprochen worden war.

  • England voller Gartenzwerge

    Kürzlich, in aller Frühe, hörte ich meine beiden Scotch Terrier im Garten wütend bellen. Als ich, noch etwas schlaftrunken, aus dem Fenster blickte, sah ich, wie sie knurrend und kläffend eine kleine Gruppe von Gartenzwergen umsprangen.

    Von N. O'l.

  • Achtung Konsumenten!

    Der Kunde im Polizeigriff

    In England ist ein junger Mann, der nur wissen wollte, wie spät es sei, verurteilt worden, weil er deshalb eine Dame auf der Straße ansprach.

  • Erika Markwalds Rezept:

    Curry ist große Mode

    Merkwürdig: Ich sehe jetzt überall in den Restaurants, wenn ich um mich blicke, Currygerichte. Sie scheinen Mode geworden zu sein.

  • „Wenn ich klingele, komme ich selbst!“

    Hausgehilfin – gut bezahlt, aber falsche Ideologie, niedriger Status, „unsichtbare Leistung“ –Im Büro wird die Sekretärin zur Hausfrau – Fünf-Tage-Woche wie im Betrieb – Rettung durch Intellektuelle?

  • Bei den Agitatoren des „glücklichen Lebens“

    Der junge Mann, der diese zwei Sätze in leicht sächsischem Dialekt laut aufsagte, macht am sowjetzonalen Kontrollpunkt Helmstedt Dienst.

  • Sport
  • „Graue“ Börse für den grünen Rasen

    Wer in diesem Geschäft zu tun hat, braucht keinen Kurszettel oder Börsenbericht: Denn was an der Fußballbörse notiert wird, hat er im Kopf und wird es tunlich auch darin behalten, sofern es sich auf den innerdeutschen Markt bezieht, wo – wie bekannt – ein strenges Reglement die Preise bremst.

    Von Horst S. Vettert

  • Rochus Spiecker:

    Gefährliche Spiele

    Die Gefahr lockt. Und es sind nicht die Schlechtesten, die sie reizt, mit ihr zu spielen – nicht die Bequemen, nicht die Zaghaften! Der eine spürt es, wenn er den Berg sieht.