Öffentliche Bausparkasse Hamburg bemängelt Arbeitsmoral

Die von der Öffentlichen Bausparkasse Hanburg verwalteten Verträge haben Ende März 1962 eine Vertragssumme von einer Milliarde DM überschritten. Bei einem Zugang von 10 575 (10 257) Verträgen über 194,3 (191,9) Mit. DM im Geschäftsjahr 1961 – das bisher höchste Bruttoergebnis – stellte sich der Gesamtbestard zum Jahresende auf 66 202 (61 466) Verträge mit einer Vertragsumme von 992,2 (887,6) Mill. DM. Auf Grund der anhaltenden Geschäftsausweitung hat die Bausparkasse ihr Kapital zum 1. Juli 1961 von einer Mill. DM auf drei Mill. DM herabgesetzt. Daran sind die Hamburgische Landesbank – Girozentrale – mit 1,5 Mill. DM und die beiden Hamburger Sparkassen mit je 0,75 Mit. DM beteiligt. Die günstige Ertragslage im Berichtjahr gestattete eine weitere Stärkung der offenen und stillen Reserven.

Die Grundstückspreise sind nach Ansicht der Verwaltung im letzten halben Jahr im Hamburg nicht mehr spürbar gestiegen, jedoch auch nicht merklich zurückgegangen. Sie haben sich also offenbar auf hohem Niveau eingependelt. Die im Jahre 1959 errichtete Abteilung „Baulandbeschaffung und Hausbau“ hat sich weit stärker entwickelt als ursprünglich erwartet. Alle bis Ende 1961 fertiggestellten Eigenheime und Eigentumswohnungen sind verkauft. Zahlreiche weitere Objekte befinden sich im Bau und in der Planung. Sehr Start wurde in einer Pressekonferenz das Nachlassen der Arbeitsmoral im Bauhandwerk und die oft unbefriedigende Ausführung der Arbeiten bemängelt.

Ks.