Im Südpazifik „um die Ecke“ – Luxusgeschöpf in der flüssigen Wüste: Tahiti

Von Eka von Merveldt

Papeete, im Mai

Auf dem Weg zu den Inseln des Südpazifik begleiteten mich die Stimmen der europäischen Freunde: „Ah. Die Südsee. Tahiti. Kokospalmen. Das letzte Paradies. Schule des Müßiggangs. Tanz der schönsten Frauen der Erde. Bougainville, Stevenson, Melville, Loti, Gauguin...“

Und in der Reisebroschüre heißt es: „Tahiti vous attend. Realise your dream. Eines Tages Tahiti sehen...“

Also Tahiti. Ich hatte einen Flugschein Paris–Paris für einen Rund-um-die-Erde-Flug in der Tasche – der nur noch 52 Stunden dauert, wenn man im Flugzeug sitzenbleibt und Pausen nicht zählt. Als ich nun in Bangkok aus der nach Tokio fliegenden Air-France-Boeing mit dem liebenswürdigen Namen „Chateau de Maintenon ausstieg, um mit der TAI (Transport Aériens Intercontinentaux) nach Französisch-Polynesien weiterzufliegen, dachte ich, es wäre nur noch „um die Ecke“. Aber ich war dann noch 29 Stunden bisTahiti unterwegs und ging vorher noch in fünf anderen Ländern hinunter: Saigon (Vietnam), Singapur, dann Port Darwin und Sydney (Australien), Nouméa (Französisch-Neukaledonien), Nandi (britische Fidschi-Inseln). Dann erst war Papeete erreicht, die Hauptstadt Tahitis, Mittelpunkt von Französisch-Polynesien mitten im Großen Ozean, der ein Drittel der Erdoberfläche bedeckt.

Polynesien – Reich der 1000 Inseln